Ein Streit und seine Folgen

von Lou-sama
GeschichteDrama / P12
Eiri Yuki Shuichi Shindo
21.05.2015
21.05.2015
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Ein Streit und seine Folgen

''Yuki! Bitte lass mich wieder rein!'' schluchzte der aufgelöste Sänger noch einmal, dabei trommelte er mit seinen Fäusten gegen die geschlossene Wohnungstür. Wieder einmal hatten sich Shindou Shuichi und Eiri Yuki gestritten. Der Schriftsteller hatte seinen Geliebten wie so oft aus der Wohnung geschmissen, da er ihm zu nervig wurde.
Shuichi gab es auf und ließ von der Tür ab. ''Du bist so gemein...'' murmelte er und lief weg. Der Kleine lief so lange, bis er keine Kraft mehr hatte. Letztendlich war er dort angekommen, wo alles mit ihm und Yuki begonnen hatte: Im Park. Er ließ sich auf einer Bank nieder und fing erneut an herzzerreissend zu schluchzen.
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Genervt saß er im Arbeitszimmer vor seinem Laptop und schrieb weiter an seinem Roman. Irgendwie tat es ihm ja Leid, dass er Shuichi schon wieder vor die Tür gesetzt hatte. Aber der Schriftsteller stand nun mal so unter Druck, da die Deadline für seinen nächsten Roman um zwei Wochen vorgezogen wurde. Daher konnte er es eben nicht vertragen, wenn ein fast schon hyperaktiver Shuichi um ihn herumwuselte. Er stand auf um sich einen Kaffee zu holen. In der Küche schaute er nach draußen, es war schon dunkel. Ob sein kleiner Baka wohl bei Hiro untergekommen war? Yuki schüttelte den Kopf. Er durfte an ihn jetzt keine Gedanken verschwenden, immerhin musste er sich jetzt voll und ganz auf seinen Roman konzentrieren.
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Nach einer Zeit hatte sich der Bad-Luck-Sänger wieder eingekriegt und war nun weiter gelaufen. Er wollte zu Hiro, seinem besten Freund und Gitarrist von Bad Luck, gehen und sich von ihm trösten lassen. Shuichi lief weiter, bis er aus dem Park raus war. Warum konnte Yuki nicht einmal Rücksicht auf ihn nehmen? Immer wurde der Pink-haarige angeschrien. Noch nicht einmal hatte Yuki ihm gesagt, dass er ihn liebe. Doch nichts wünschte er sich sehnlicher, als diese drei Worte aus dem Mund seines Geliebten zu hören. Natürlich wusste Shuichi, wie der Schriftsteller fühlte. Sonst würde er ja nicht mit ihm schlafen und ihn küssen. Mittlerweile fiel es dem Kleinen aber schwer weiter daran festzuhalten, da er in letzter Zeit nur angemeckert wurde. Auch wurde er auf's Sofa verbannt, da Yuki sonst nicht schlafen konnte, weil Shuichi sich zu viel im Schlaf bewegte. Da er so tief in seinen Gedanken war, merkte er nicht, wie er über die Straße ging und ein Lastwagen hupte. Shuichi riss den Kopf in die Richtung aus der das Hupen kam. Doch es war zu spät. Dunkelheit hüllte den Sänger ein und er fiel zu Boden.
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Das klingelnde Telefon riss Yuki aus seinen Gedanken. Er hatte einfach nur auf den Bildschirm gestarrt, da ihm nichts einfiel. Er hob ab und meldete sich. ''Eiri Yuki am Apperat?'' Eine weibliche Stimme meldete sich. ''Guten Tag Herr Eiri. Hier ist das Yuba-Krankenhaus. Es geht um ihren Lebensgefährten, Shuichi Shindou.'' Sofort wurde er hellhörig und Panik stieg in ihm auf. Was hatte sein kleiner Baka bloß angestellt? ''Was ist denn passiert?'' fragte er vorsichtig. ''Herr Shindou wurde von einem Lastwagen angefahren und ist schwer verletzt.'' teilte ihm die monotone Stimme aus dem Telefon mit. ''Wir würden sie bitten zu kommen, vor Ort teilen wir ihnen alles weitere mit.'' Geschockt sah Yuki den Hörer an. Schwer verletzt...? Yuki konnte es noch gar nicht fassen. Sein Baka lag im Krankenhaus und war verletzt. Sofort legte er auf und schnappte sich seine Jacke. Mit seinem neuen BMW fuhr er, ohne auf rote Ampeln zu achten, so schnell wie möglich zum Krankenhaus. Dort hatte man ihn informiert, dass Shuichi einige schwere Knochenbrüche und Prellungen, so wie Platzwunden etc. hatte und das er nun auf der Intensiv-Station liegen würde. ''Darf ich zu ihm?'' Die Schwester nickte und nahm Yuki mit auf die Station. Dort stand er sprachlos vor dem Bett seines Geliebten. Überall waren Schläuche an ihm angebracht und das Piepen des Monitors, welcher seine Herzfrequenz anzeigte, machte ihn beinahe wahnsinnig. Yuki griff nach der viel zu blassen und kalten Hand seines Freundes und ließ sich auf einem Stuhl neben dem Bett nieder. Dort saß er Stundenlang und machte sich Vorwürfe. Er sagte sich, dass es seine Schuld war, dass sein kleiner Baka so schwer verletzt sei, da er ihn aus der Wohnung geschmissen hatte. Sofort schnellte Yuki hoch, als die Hand die er hielt kurz zuckte. ''Shuichi?'' fragte er ganz vorsichtig. Der Angesprochene öffnete langsam und träge seine Augen. Benommen starrte er an die Decke und rührte sich nicht wieder, bis er merkte, dass jemand seine Hand hielt. Shuichi drehte seinen Kopf zu Yuki. ''Yu...Yuki...'' wisperte er. Man sah dem Schriftsteller die Erleichterung an. ''Warte, ich werde eine Schwester holen!'' sagte dieser voller Elan und sprang auf. Als er sich umdrehte und schon einige Schritte gegangen war, hörte er es hinter sich leise flüstern:''Geh nicht weg...bitte...'' Als der Blonde sich umdrehte, zeriss dieser Anblick ihn innerlich. Shuichi kullerten viele, kaum zu stoppende Tränen über die Wange. Es schmerzte, den sonst so aufgeweckten Jungen so zu sehen. Yuki trat wieder zum Bett und sah liebevoll auf den verletzten runter, bis er sich wieder setzte und fragte:''Hey, was ist denn los?'' Aus seinen großen Augen sah Shuichi seinen Lebensgefährten an. ''Ich hab Angst.'' schluchzte er. Dieses schluchzen war aber kaum zu hören, da er für mehr kaum Kraft hatte. ''Du brauchst keine Angst haben, ich bin da.'' lächelte Yuki. ''Bleib aber auch da.'' wisperte der Sänger noch, bevor er wieder in den Schlaf driftete und Yuki zurück ließ. Dieser holte dann aber doch eine Schwester, da Shuichi jetzt eh schlief. Das sollte er auch, denn der morgige Tag würde anstrengend werden.
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Es war nun einen Tag später, Yuki durfte die Nacht über bleiben. Relativ früh am Morgen wachte dann Shuichi wieder auf und sah, dass sein Geliebter eingeschlafen war. Etwas später kam eine Schwester rein, um ihn für den OP vorzubereiten. Der Pink-haarige ließ alles über sich ergehen und hoffte, dass Yuki weiter schlief. Als er dann allerdings aus dem Krankenzimmer gefahren werden sollte, mussten sie den Schriftsteller Wohl oder Übel wecken. Dieser sah dann verschlafen auf und bemerkte dann, dass die Schwester ihn abwartend ansah. Er ließ Shuichis Hand los und gab diesem noch einen Kuss, bevor der Sänger aus dem Zimmer gefahren wurde.
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Nach einigen Wochen war dann auch alles soweit überstanden. Die Brüche waren zwar weitesgehend verheilt, dennoch hatte der Wirbelwind ab und zu noch schmerzen, weshalb Yuki ungewohnt vorsichtig mit ihm umging. Das machte dem Kleinen aber gar nichts aus, er liebte es von seinem Geliebten etwas Aufmerksamkeit zu bekommen.
Eines Abends saßen sie dann auf dem Sofa, Shuichi eng an Yuki gekuschelt und letzterer einen Arm um seinen Freund gelegt. So schauten sie gerade einen Film. Als er vorbei war, verweilten sie noch eine Weile so. „Ich liebe dich.“ Murmelte dann irgendwann der Roman-Autor und brach somit die Stille. Shuichis Augen wurden groß und er fing an zu strahlen. „Yuki…“ wisperte er völlig baff. Dann umarmte er ihn stürmisch und murmelte die ganze Zeit, dass er ihn auch liebe. So verbrachten die noch einen schönen Abend voller kuscheln, küssen und Liebesgeständnissen.

Ende


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Joa, das war meine erste Fanfiction, deswegen würd ich mich sehr über Rückmeldungen freuen. ^^
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