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Dimitris Past

von VAFans15
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Dimitri Belikov
19.05.2015
04.04.2016
9
12.591
3
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
19.05.2015 977
 
Hier ist das erste Kapitel unserer FF, wir hoffen sehr, dass sie euch gefällt :)




~Dimitri~
Ich saß auf einer gemütlichen Couch mitten im Wohnzimmer bei mir zu Hause. Neben mich, hatte sich meine kleine Schwester Viktoria hingesetzt und schaute fasziniert auf die Hausaufgaben, die ich über die Ferien aufbekommen hatte.
„Was machst du da?“ Fragte sie und tippte mit ihren Fingern auf dem Blatt herum. „Hausaufgaben.“ Antwortete ich und schob vorsichtig ihre Hand beiseite um weiter schreiben zu können. „Und wann bist du endlich fertig?“
Quengelte sie weiter, ohne auch nur daran zu denken ihre Hand weg zu nehmen. Ich seufzte. Manchmal wünschte ich mir echt, ich wäre noch in ihrem Alter. Mit 8 Jahren hatte man bei Weitem nicht so viel zu tun wie mit 17.
„Ich würde schneller fertig werden, wenn du deine Hand dort wegnimmst.“ Ich versuchte streng zu klingen, doch Viktoria setzte ihren ich-bin-deine-süße-kleine-Schwester Blick auf, bei dem ich immer sofort einknickte, was sie natürlich wusste und schamlos ausnutzte, wann immer sie mit mir spielen wollte.
„Vici“ ich ließ ein kleines genervtes seufzen raus, was sie aber nicht so aufnahm „Wenn ich hiermit fertig bin können wir sofort zusammen spielen“ ihre Hand lag immer noch auf meinen Hausaufgaben „Versprochen?“ sie sah mir in die Augen und hatte einen strengen Blick drauf „Ja, Versprochen“ sie nahm ihre Hand weg und lächelte mich an
„Alles klar, aber wehe du bricht dein versprechen!“ ich lachte „Habe ich dies denn je getan?“ ihr blick ruhte auf mir, selbst als sie vom Sofa aufsprang „Nein und darum Liebe ich dich ja so sehr Dimka.“ Sie verließ das Wohnzimmer und ging raus. Kopfschüttelnd machte ich die Aufgaben, die an sich eigentlich ganz leicht waren aber sich schier in die Länge zogen. Unsere Lehrer wollten uns wirklich keine Auszeit gönnen.
Als ich endlich die Hausaufgaben fertig hatte, machte ich mich auf die Suche nach meinem kleinen Quälgeist. Vici saß draußen auf der Schaukel und starrte gedankenverloren auf den Boden. Unwillkürlich musste ich grinsen und schlich mich leise von hinten an sie heran.
Vorsichtig griff ich nach den Seilen, mit denen die Schaukel am Gerüst befestigt war und zog sie zurück. Vergnügt quietschte sie auf. „Höher.“ Forderte sie mich erfreut auf und ich gab der Schaukel einen weiteren Schubs.
Immer und immer wieder schubste ich sie an, bis sie eine beachtliche Höhe erreicht hatte. Lachend schwebte sie durch die Luft. „Fängst du mich auf?“ Fragte sie, nach dem sie schon einiges an Tempo verloren hatte und ich stellte mich vor sie hin und breitete die Arme aus.
Kreischend sprang sie ab und landete genau in meinen Armen. „Machen wir das noch mal? Aufgeregt und mit großen flehenden Augen sah sie mich an. Im Grunde sprach nichts dagegen allerdings verriet mir ein Blick auf die Uhr, dass es bald Abendessen geben würde.
„Nach dem Essen okay?“ Ich kniete mich vor sie, damit ich mit ihr auf einer Höhe war. Schmollend verzog Vici das Gesicht. „Wenn es sein muss.“ Brummte sie enttäuscht. Bevor ich auf stand drückte ich ihr einen liebevollen Kuss aufs Haar und wir gingen gemeinsam wieder hinein.
Unsere Mutter war natürlich schon in der Küche als wir beide hinein kamen „Ahh da seid ihr beide ja“ sie lächelte uns an „Dimka, könntest du mir bei Brot backen helfen? Ein Leib wird ja wohl bei dir nicht mehr reichen“ ich lachte, es stimmte das ich dieses Jahr ein großen Schub gemacht habe, inzwischen war meine Mutter schon etwa 2 Kopf kleiner als ich „Natürlich“ ich ging zu ihr in die Küche und bereitete zwei weitere Leiber vor. Viktoria half ihr beim Decken. Karolina und Sonja halfen Viktoria. Als alle am Tisch saßen, brachte ich das frische Brot auf den Tisch. Wir aßen alle gemütlich „Hast du schon alles Fertig Dimka?“ fragte meine Mutter, ich kaute gerade, daher beeilte ich mich mit den schlucken und musste, da ich mich verschluckt habe, husten „Ja. Ich muss nur noch meine Sachen für Morgen packen.“ Morgen fahre ich wieder an die St.Basil und beginne mein letztes Jahr. Viktoria sah mich traurig an „Dann werde ich dich ja gar nicht mehr so oft sehen“ das stimmte, zwar geht sie auch auf die St.Basil, aber durch meinen vollen Stundenplänen, sehe wir uns nicht oft. „Ja Vici, aber ich verspreche dir, sooft nach dir zu sehen wie ich nur kann“ ein breites Grinsen breitete sich auf ihr Gesicht aus bevor sie in ihr Brot biss.
Abends war ich ziemlich müde und ging allein deshalb schon früh ins Bett. Trotz der Müdigkeit konnte ich nicht richtig schlafen. Normalerweise wusste ich immer, was mich wach hielt, wenn ich nicht schlafen konnte, doch heute war es anders.
Mit einem leisen Knarren ging die Tür zu meinem Zimmer auf und Vici erschien. „Was ist los?“ Fragte ich sie leise. Langsam tapste sie zu meinem Bett. Ihr Blick war gesenkt. „Ich kann nicht schlafen.“ Nuschelte sie traurig.
„Ich auch nicht.“ Gestand ich ihr und setzte mich aufrecht hin. „Wirklich?“ Erstaunt sah sie mich an und ich nickte. „Komm.“ Murmelte ich und klopfte neben mich auf das Bett. Schnell kletterte sie zu mir und sah mich erwartungsvoll an.
„Und jetzt?“ Ich zuckte die Achseln. „Keine Ahnung.“ Erwiderte ich und Vici kicherte leise. Schweigend saßen wir neben einander, bis sie anfing mit ihren Fingern auf meine Hand herum zu drücken.
Auch wenn zwischen uns so ein großer Altersunterschied bestand, verstanden wir uns blendend, was nicht heißen soll, dass ich mich mit meinen anderen beiden Schwestern nicht verstand. Im Gegenteil. Wir verstanden uns allgemein gut aber trotzdem konnte ich besonders gut mit Viktoria umgehen, warum auch immer.
Vici behauptete immer, dass es daran läge, das Mädchen so oft rum zickten und ich als Junge das nicht täte. Vielleicht hatte sie Recht, vielleicht auch nicht. So genau wusste es keiner von uns aber im Grunde war es auch egal.
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