What If I had never let you go

KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12
19.05.2015
19.05.2015
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What if/was Wäre wenn…

… was wäre wenn ich dich nie hätte gehen lassen….

Sie stand oben am Turm und sah die kleinen Menschen unten auf dem Boden laufen. Eine Träne rann ihr über die Wangen, sie musste ihn gehen lassen, das wusste sie. Sie konnte ihr Herz fühlen, wie es brannte , wie es sich zusammen zog, wie es ihr versuchte mitzuteilen das es falsch war. Sie klammerte sich mit ihren Händen am Geländer fest bis ihre Fingerknochen weiß hervortraten, wenn sie sich nicht fest halten würde, dann würde sie fallen.

Er nahm seinem besten Freund in den Arm, bald würde er im Flieger nach Brighton sitzen. "Mach's gut Alter!" murmelte er in sein Ohr und ließ von ihm ab. Verstohlen wischte sich Tommy eine Träne aus dem Augenwinkel. Nils hatte sich gerade von Ming verabschiedet und blickte in seine Richtung, er sah ihn aufmunternd an und Tommy rang sich ein kleines Lächeln ab. Tommy sah sich um, doch sie war nicht zu sehen. Warum sollte sie auch kommen? Sie war sicherlich beschäftigt.. mit Ihm. Ein Schauer durchfuhr ihn als er daran dachte. Er nahm Tobias ein weiteres Mal in den Arm bevor er sich umdrehte und zum Taxi lief, wo Nils schon stand.

Constanze wollte schreien, sie wollte ihn aufhalten, ihm sagen, dass sie ihn liebte. Dass er bei ihr bleiben sollte- für immer. Sie erkannte ihn von hier oben aus, sie hätte ihn immer und überall in tausenden von Menschen erkannt. Sie öffnete ihren Mund aber sie konnte nicht sprechen, ihre Kehle war wie zugeschnürt. Constanze sah wie er ins Taxi einstieg, es war vorbei. Sie wandte sich ab und setzte sich auf die kalten stufen. Sie weinte bitterlich als das Taxi mit samt ihrer großen Liebe verschwand.
Sie wusste nicht, wie lange sie dort gesessen hatte doch es begann langsam zu dämmern. Sie erhob sich und ging langsam die Stufen des Turmes hinunter, wie in Trance öffnete sie die Tür und betrat den Kiesweg, der zum Schloss zurück führte.
Als Constanze ihre Zimmer betrat war sie froh dass sie alleine war. Sie griff zu einem weißen Blatt Papier und einem Stift. Sie musste ihren Gedanken freien Lauf lassen.

Here I stand alone, with this weight upon my heart,
And it will not go away
In my head I keep on looking back, right back to the start
wondering what it was that made you change.
well I tried but I had to draw the line...
and still this question keeps on spinning in my mind:

What if I had never let you go?
Would you be the man I used to know?
If I'd stayed, if you tried,
if we could only turn back time,
But I guess we'll never know.

Many roads to take, some to joy some to heartache,
Anyone can lose their way
And if I said that we could turn it back, right back to the start,
Would you take the chance and make the change?
Do you think how it would have been sometimes?
Do you pray that I'd never left your side?


Zitternd legte sie den Stift beiseite, sie merkte wie das Papier feucht wurde, sie fragte sich woher das kam, als sie schließlich bemerkte dass es ihre Tränen waren. Es war alles eine große dumme Lüge gewesen und sie hatte einen hohen Preis dafür gezahlt. "Scheiße!", schrie sie und warf sich auf ihr Bett.

"Tommy!" Er zuckte zusammen als Nils ihn in die Seite stieß, er war gerade weit weg gewesen mit seinen Gedanken- bei Ihr. Verdammt er konnte es nicht abstellen. "Was ist?", fragte er schließlich grober als gewollt. "Wir müssen jetzt zum Gate" antwortete Nils knapp und schnappte sich seine Tasche. Tommy tat es ihn gleich, vor dem Gate war eine elend lange Schlange. Tommy stöhnte. Auf einmal hörte man eine beginnende Lautsprecheransage die mit einem rauschen begann und dann glasklar wurde.
"Danke." murmelte eine weibliche Stimme, die Tommy merkwürdig bekannt vorkam. "Hallo.. ähm ich wollte nur kurz etwas sagen. Ich hoffe man kann mich hören und vor allem hoffe ich das DU mich hören kannst. Ich weiß.." sie schien zu schlucken "Ich weiß du willst bestimmt nicht mehr mit mir reden, aber ich muss Dir etwas sagen." Tommy gefror das Blut in den Adern, er blickte zu Nils auch dieser schien überrascht zu sein und erschrocken zu gleich. Es war die Stimme die Tommy Tag und Nacht verfolgt hatte, die Stimme die er über alles liebte, die Stimme, die dem wunderschönsten Mädchen von ganz Schloss Einstein gehörte. Die Stimme die gerade anfing zu singen. Es war Mucksmäuschen Still im Flughafen Gebäude - jeder- sei es Passagier oder Angestellter des Flughafens-jeder lauschte gebannt der kraftvollen Stimme. " Ich will mich nicht fragen was gewesen wäre wenn ich dich nicht hätte gehen lassen, ich will mich nicht fragen was aus uns geworden wäre wenn du geblieben wärst. Ich will es erleben. Ich will erleben was aus uns wird wenn wir zusammen sind, ich will das du bleibst und wir es gemeinsam herausfinden. Ich habe den größten Fehler gemacht , den ich hätte machen können. Ich habe einen der tollsten und bezauberndsten Jungen einfach gehen lassen und ihn auch noch dabei verletzt. Ich will nicht, dass das noch einmal passiert. Es war alles eine große Lüge mit Hubertus, ich wollte dir nicht im Wege stehen und nur deswegen habe ich ihn geküsst. Ich wollte das du etwas aus deinem Leben machst-bis ich gemerkt habe das ich mein Leben nicht ohne dich leben kann."  Die Stimme holte kurz Luft " Ich liebe dich Thomas Kluge. Ich liebe dich so sehr."  Lautsprecherdurchsage war beendet. Nils starrte Tommy an und sah dass sich in seinen Augen Tränen gesammelt hatten.

Tommy ließ seine Tasche fallen und drehte sich um und lief und lief bis er Sie erblickte auf der Tribüne über den Gates. Tommy bahnte sich den Weg durch die Passagiere auf der Rolltreppe die ihn anstarrten, aber das störte ihn nicht. Als er endlich vor ihr stand, sah er, dass auch sie Tränen in den Augen hatte. Tommy zog sie wortlos an sich und strich ihre liebevoll eine Strähne aus dem Gesicht. "Du bist so verrückt." murmelte er und küsste sie leidenschaftlich "So verrückt…"  murmelte er immer wieder. Als sie sich von einander lösten, lächelte Constanze "Ich weiß ,ich bin verrückt-nach Dir."


THE END
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