ALS Ice Bucking Challenge – Lie to me, Ria Torres

GeschichteAllgemein / P12
Dr. Cal Lightman Ria Torres
17.05.2015
17.05.2015
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17.05.2015 805
 
Cal saß in seinem Büro und tippte eifrig auf seinem Laptop. Seine Finger flogen über die Tasten, seine Brille war ihm auf die Nasenspitze gerutscht.
Gillian hatte ihn gezwungen ein neues Kapitel zu seinem Buch zu schreiben, andernfalls dürfte er an seinem aktuellen Fall nicht weiterarbeiten.
Da er sich für den Fall nicht besonders interessierte, beugte er sich willig ihrem Befehl.
Außerdem würde der Verlag ihm die Hölle heiß machen, wenn er nicht bald fertig werden würde.

Das vibrieren seines Handy riss ihn aus seinen Gedanken.
Er hörte auf zu schreiben und warf einen Blick auf den Display.
Eine SMS von Emily.
Seine Augenbrauen schossen in die Höhe.

Als er die Nachricht öffnete und sie überflog, runzelte er die Stirn.
Sie hatte ihn für die ALS Ice Buckett Challenge nominiert.
Sie hatte ihn noch nie für etwas nominiert oder ihm einen Kettenbrief weitergeleitet.
Ihr war bewusst, dass er durch die viele Arbeit keine Zeit hatte sich mit Albernheiten ab zu geben.
Er überflog die Nachricht noch einmal.
Der Sinn dieser Challenge war auf die neurodegenerative Erkrankung ALS aufmerksam zu machen, indem man sich ein Eimer mit Eiswasser über den Kopf kippt und ein Foto oder Video davon macht.
Wenn man möchte, konnte man auch Spenden.
Cal dachte kurz darüber nach. Em hätte ihm nicht die SMS geschickt wenn es ihr nicht wichtig gewesen wäre.
Er würde etwas spenden, was jedoch den Eimer mit Eiswasser betraf….
Ein listiges Grinsen schlich sich auf seine Züge.

Cal nahm sich sein Telefon und drückte den Knopf der Durchwahl, der ihn mit seiner Sekretärin verband: „Hey, ich habe Durst, könnte sie mir bitte einen Eimer Eiswasser holen?“
Die verwunderte Stimme seiner Angestellten antwortete ihm: „ Einen Eimer Sir?!“
Er grinste: „Ja bitte. Ich habe heute unheimlichen Durst.“
Einige Zeit später kam sie in sein Büro, mit einem großen Eimer voller Eiswasser  und stellte sie ihm auf den Schreibtisch.
„Machen Sie bei der Ice Buckett Challenge mit?“, fragte sie neugierig.
Cal lächelte und schüttelte den Kopf: „Nein. Nicht wirklich. Ich hab Ihnen doch bereits gesagt, dass ich nur durstig bin.“
Lässig steckte er einen Strohhalm, den er aus einer Schublade gezaubert hatte, in den Eimer und begann übertrieben genüsslich zu trinken. Nach einigen tiefen Schlucken, schaute er auf und zog seine Augenbraue hoch: „Wieso stehen Sie noch hier rum?! Haben Sie nicht zu arbeiten?“
Hastig entschuldigte sie sich und verließ eilig sein Büro.
Cal lächelte und legte den Strohhalm weg.

Ria ging nichtsahnend durch die Flure der Lightmangroup. Ihre Absätze klapperten und die langen Flure der Firma warfen den Klang von den Wänden wieder.
Cal lauerte ihr in einer Nische auf. Als sie vorrüberging kippte er ihr den Eimer über den Kopf.
Sie keuchte erschrocken auf und starrte ihn überrascht an.
Die weiße Bluse, die sie trug war mit einem Schlag durchsichtig geworden.
Davon absolut unbeeindruckt schlang Lightman ihr einen Arm um die Schulter und strahle über das ganze Gesicht, während er ein Foto machte.  Das Beweisfoto für Emily.
Er grinste, klopfte ihr auf die Schulter und sagte: „Ist für einen guten Zweck Herzchen.“
Dann schlenderte er davon.

Ria, die sich gerade von dem Schock erholte, spürte Wut in sich aufkochen: „Sie verdammter Mistkerl!“
Bibbernd und fluchend wrang sie den unteren Zipfel ihrer Bluse aus.
Gillian und Locker, von den Flüchen angelockt wurden, entdeckten sie als sie ihre Büros verließen.
Gillian reagierte sofort: „Um Himmels Willen, Ria! Was ist passiert? Geht es Ihnen gut?“
Besorgt eilte sie zu ihr und legte ihr den Arm und die Schulter um sie ein wenig zu wärmen.
„Lightman!“, fluchte Ria und klapperte dabei mit den Zähnen, „Ice Buckett Challeng!“
Locker, der sich von seiner Überraschung erholt hatte, grinste: „Du siehst heiß aus.“
Ria verschränkte die Arme vor der Brust um ihm den Blick auf den sexy Dessous zu  nehmen und funkelte ihn schlecht gelaunt an. Er konnte sich seine radikale Ehrlichkeit gerade sonst wohin stecken!
Gillian führte Ria in Richtung Büro: „Kommen Sie, wir holen Ihnen erst einmal eine Decke.“
Locker blieb im Flur stehen und sah wie sie in Gillians Büro verschwanden.
Cal bog in den Gang ein und grinste zufrieden.
Als er Locker sah wurde sein Gesicht wieder erstaunlich ernst: „Hey! Was ist das für eine Schweinerei? Machen Sie das gefällig sauber!“
Locker wirbelte herum: „Ich, das…ähm. Das war ich nicht!“
Cal blieb vor ihm stehen und zog eine Augenbraue hoch: „Ah ja?“
Er betrachtete seinen Angestellten lauernd.
Locker dachte kurz nach und entschied dann: „Sie sollten das sauber machen. Schließlich haben Sie den Wassereimer über Ria gekippt.“
Cal rückte ihm nun gefährlich nah auf den Pelz, ein drohender Unterton schlich sich in seine Stimme: „Also machen Sie es nicht weg?“
Locker wich ihm aus und lächelte gequält: „Wissen Sie was? Ich werde das mal saubermachen.“
Cal grinste breit: „Großartig!“
Dann verschwand er wieder in den Gedärmen seiner Firma.
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