Von Fröschchen, Kaulquappen und anderen Unwägbarkeiten

GeschichteFamilie / P16 Slash
16.05.2015
20.08.2016
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16.05.2015 1.325
 
Hallo, liebe Leser
Es hat jetzt ein bisschen gedauert, aber Hotch und sein Fröschchen sind zurück.  Es wird wieder viel los sein, im Hause Hotchner und Reid/Baker..........Lasst Euch einfach überraschen.

Wie immer der Hinweis, niemand aus der CM/NCIS Familie gehört mir, ich verdiene kein Geld hiermit, die Geschichte ist aus reiner Freude am Schreiben entstanden.
Rechtschreibfehler sind nicht beabsichtigt, können aber dennoch passieren, ich bitte das zu entschuldigen.
Reviews sind erwünscht, seid nicht sparsam, haut welche raus.

Und jetzt..............have fun

oOo


Renee stöhnte und hielt sich den Rücken. Grade machte es so gar keinen Spass 'froher Erwartung' zu sein, wie es ihr Großvater nannte. Der Rücken tat weh, die Knöchel waren geschwollen und sie fühlte sich wie ein gestrandeter Wal. Renee fragte sich ernsthaft, wie sie das noch 2 Monate aushalten sollte. Sie, Hotch und die Kinder freuten sich auf den kleinen Jungen, den sie bekommen würden, aber ein bisschen einfacher könnte es ihr Hotchner jun. schon machen, fand Renee.
"Hast Du gehört, Jungchen? Du quälst Deine Mama grade." Renee grinste und watschelte in die Küche. Der Apfelkuchen roch schon ganz köstlich, lange würde der nicht mehr brauchen. Es war 'Wunschkuchen-Samstag' und Becca war an der Reihe gewesen. Das Mädchen liebte Renee´s Apfelkuchen und so war auch ganz klar, was sie haben wollte.

Hotch war mit den Kindern in den Klettergarten gefahren, das war lange versprochen, aber Hotch´s Job hatte ihm wie so oft, einen Strich durch die Rechnung gemacht.  Dieses Wochenende hatte er aber ganz bewusst das Handy ausgeschalten, er wollte nicht wieder in alte Muster verfallen und seinen Job über seine Beziehung stellen.
Darüber war Renee sehr glücklich. Sie verstand, wie wichtig Hotch´s Job für ihn war, dennoch. Die eine oder andere Diskussion darüber musste geführt werden. Aber Hotch war einsichtig und was Renee wirklich bemerkenswert fand, auch der neue Section Chief, Matt Cruz hatte ein wachsames und wohlwollendes Auge auf seine Mitarbeiter. Es gab jetzt großzügigere Überstundenregelungen und wenn jemand frei brauchte, dann wurde das genehmigt, ohne wenn und aber. Renee fand Cruz sehr sympathisch, kein Vergleich mit Strauss.
Sie checkte den Kuchen im Ofen und nickte zufrieden. Der konnte raus.

oOo

Hotch schmunzelte, als er Derek mit Maddie im Sportwagen in der Kletterhalle auftauchen sah. Er und Derek hatten vorhin telefoniert und sein Kollege hatte spontan beschlossen, Hotch zu besuchen. "Sie ist noch ein bisschen klein dafür, denkst Du nicht?"
Derek lachte. "Was? Meine Maddie zu klein? Die legt den Klettergarten auseinander, wenn man sie lässt. Stimmt´s nicht, Maus?"
Die Kleine strahlte ihren Vater an und streckte die Arme nach ihm aus. Derek nahm sie aus dem Wagen und setzte sich mit ihr neben Hotch in den Aussenbereich des kleinen Cafes.
"Wo hast Du Deine Zwerge gelassen?", fragte Derek und machte es sich mit Maddie bequem.
"Drüben im Fort. Mich haben sie hierhergeschickt, mit dem Hinweis, dass sie ja keine Babies mehr sind und durchaus auch mal alleine spielen können."
Derek lachte, so weit war die 1-jährige noch nicht.
"Wie lange hast Du sie noch?", wollte Hotch wissen.
"Der Teekessel holt sie morgen Abend, Hotch. Emily ist auf einer Tagung in Frankreich, deswegen schickt sie Clyde."
"Und das gefällt Dir nicht", riet Hotch so ins Blaue hinein. Derek schüttelte den Kopf, "sie ist mein Kind, Hotch. Ich seh sie viel zu selten. Dass ich sie mal hier bei mir in DC habe ist schon ein richtiges Wunder."
Hotch winkte die Kellnerin. "Kriegen wir zwei Kaffee? Danke.", er streichelte Maddie über die Wange, "man verpasst so viel."
Derek nickte, "ich bin froh, dass Du das auch so siehst. Bei Mo bin ich mir da nicht ganz so sicher."
"Warum?", wollte Hotch überrascht wissen. "Ich hatte immer den Eindruck, Mo hat Maddie sehr gerne."
Derek schnaufte, "vielleicht leide ich auch nur unter Paranoia. Ich............Ich habe den Eindruck, sie ist ein bisschen distanziert. Wahrscheinlich bin ich bloss übersensibel, weil mich die ganze Situation so mitnimmt."
"Das kann schon sein. Soll ich Renee bitten, mal mit Mo zu sprechen? Die beiden sind doch recht gut befreundet, ich bin sicher, wenn Mo ein Problem hat, dann redet sie mit Renee darüber."
"Das würde sie", stimmte Derek zu. Er lächelte die Kellnerin an, die eben die Kaffee gebracht hatte. "Danke, Miss."
Das Mädchen wurde rot und lächelte schüchtern zurück. "Falls es sonst noch etwas sein darf, einfach winken."
Hotch schüttelte den Kopf, einmal Womanizer, immer Womanizer.
Derek grinste, "was denn? Ich war nur freundlich."

oOo

"Ja, ich bin schon unterwegs, es geht halt nicht so schnell", rief Renee, nachdem es an der Türe geklopft hatte. Sie schaute schnell durch den Spion, bevor sie öffnete.
Sean grinste, als Renee die Tür aufmachte. "Oh man, ich hab so gehofft, der Duft kommt aus dieser Wohnung. Hallo Lieblingsschwägerin.", er umarmte Renee liebevoll. "Du siehst gut aus, Renee. Ganz ehrlich."
Renee lachte fröhlich, "Schwindler. Komm rein. Was führt Dich den 'weiten' Weg von NY hierher? Wir würden Dich gern öfter sehen, Sean."
Sean nickte, "ich weiss, Süsse. Aber das Restaurant läuft richtig gut und ich musste erst zwei weitere  Köche einstellen, damit ich ein bisschen Luft habe.
Jetzt erzähl aber, was macht mein Neffe da drin und wo sind Hotch und die Zwerge?"
"Dein Neffe wird mal Rugbyspieler, möchte ich wetten. Und Hotch und die Kinder sind zum Klettern. Kann ich Dir helfen?"

Sean zögerte ein bisschen. Er stand auf und schnitt sich und Renee ein Stück frischen Apfelkuchen ab.
"Ich liebe ihn, wenn er frisch aus dem Ofen kommt", stellte er fest und reichte Renee den Teller.
"Ich hab Post bekommen, von einem Anwalt aus Manassas. Es geht um unser Haus dort, jemand will es kaufen. Ich..............Ich hatte keine Ahnung, dass dieses Haus überhaupt noch existiert."
Renee nickte. "Es steht noch, Sean. Hotch bezahlt jemanden, der sich darum kümmert. Und wenn ich mich richtig erinnere, haben wir das Schreiben auch gekriegt. Ist allerdings bestimmt schon ein, zwei Monate her."
Sean fuhr sich durch die Haare, "okay...........und Hotch will nicht verkaufen? Warum nicht? Ich meine, ich brauch das Geld nicht wirklich, aber es ist doch Unsinn, den Kasten leer stehen zu lassen. Oder seh ich das falsch?"

Renee seufzte leise. Familiengeheimnisse. Keine gute Sache. Sie mochten noch so gut vergraben sein, es gab immer einen mit einer Schaufel. In diesem Fall war das Sean. Renee war sich darüber im Klaren, dass Hotch seinen Bruder nur schützen wollte. Aber ihrer Meinung nach war Sean ein erwachsener Mann, der die Wahrheit über seinen Vater vertragen konnte. Dennoch war es Hotch´s Entscheidung, Sean aufzuklären.
"Ich denke, mein Mann hat da seine Gründe", sagte Renee schliesslich.
"Gründe, die Du kennst?", hakte Sean ein und stand auf. Er lief unruhig im Wohnzimmer herum. "Weisst Du, ich kann mich kaum an früher erinnern, Renee. Ich war ein bisschen jünger als Jack, als mein Vater starb. Dieses Haus..............es ist ein düsterer Kasten, meine Mutter...........für sie war das wie ein Museum..........oder vielleicht ist Mausoleum passender..........."
Sean setzte sich wieder. "Ich glaube, es ist kein Wunder, dass meine Mutter in diesem Haus krank geworden ist. Hotch hasst es auch, nicht wahr?"
"Sean, bitte. Du solltest darüber mit Aaron reden. In aller Ruhe. Ja, es gibt Dinge, die Du nicht weisst. Einfach, weil.....................weil Aaron Aaron ist."
Sean musste lachen, "weil Aaron Aaron ist? Du bist so ein Schatz, Renee. Hotch kann froh sein, dass er Dich gekriegt hat."

Renee schüttelte den Kopf, "nein, sicher nicht. Ich kann froh sein, einen wie ihn zu haben."
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