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True Love?

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 / FemSlash
15.05.2015
22.09.2022
3
6.130
1
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26.05.2015 1.537
 
Auf dem Weg in den Park redeten wir nicht viel. Ich war noch nie in meinem Leben so nervös und aufgeregt gewesen. Aber es fühlte sich auch gleichzeitig, wie der schönste Tag in meinem Leben an. Als wir nach kurzer Zeit m Park ankamen, setzten wir uns auf eine Bank und fingen an uns zu unterhalten. Wir redeten über alles Mögliche. Ich konnte ihm dabei aber nie wirklich ins Gesicht sehen, weil ich dann automatisch in seine Augen gesehen hätte. Seine Augen, die ich schöner fand, als alles andere auf dieser Welt. Mein Herz raste, sobald ich hinein sah. Außerdem fiel es mir dann nur noch schwerer die Ruhe zu bewahren und zu reden. Ich hatte eh das Gefühl, dass meine Stimmer viel höher klang, als normalerweise. Ich weiß nicht mehr genau wir, aber irgendwann kamen wir dann auf das Thema Reisen, immerhin standen die großen Ferien kurz vor der Tür.. „Ich gehe in den Sommerferien nach Amerika.“, meinte Lucas. Ich sah ihn überrascht an. „Amerika? Ist das dein Ernst?“ Ich war noch nie wirklich weit weg gewesen und von Amerika konnte ich nur träumen. Lucas grinste: „Ja ich freu mich schon extrem drauf.“ „Warst du schon mal da?“ Er schüttelte den Kopf. „Nee eigentlich nicht.“ Ich lachte. „Du musst mir auf jeden Fall schreiben.“ Er lächelte mich an und mein Herz schlug Purzelbäume. „Klar doch.“ Ich holte tief Luft und fragte dann: „Machst du sonst noch was in den Ferien?“ „Ich geh mit ein paar Freunden Zelten. Du so?“ „Allesmögliche eigentlich. Aber so wirklich weg fahren tu ich jetzt nicht. Ich geh mit einer Freundin noch zu meiner Tante, die ein bisschen weiter weg wohnt, aber sonst bin ich eigentlich immer hier.“, antwortete ich ihm so locker wie möglich. So redeten wir weiter. Über Schule, Freunde und Familie. Ich war so schüchtern, dass ich eher wenig redete. Zum Glück redete er dafür ziemlich viel. Die Zeit verging so schnell und ehe ich mich versah, musste ich wieder heim. Lucas begleitete mich wieder zurück zur Bushaltestelle. „Also, ich muss dann wohl gehen.“, meinte ich, als wir ankamen und der Bus angefahren kam. „Ja leider. Wir sollten uns echt mal wieder treffen.“, sagte er und mein Herz blieb für einen Moment stehen. Er wollte mich wieder sehen. Ich schluckte und sagte strahlend: „Ja, würde mich echt freuen.“ Er lächelte überglücklich. „Gut dann machen wir das noch mal. Wir schreiben nachher.“ „Okay.“ Er nahm mich noch einmal fest in den Arm. Ich spürte seine Wärme noch auf dem gesamten Rückweg.
Natürlich schrieben wir am Abend wieder. Wie versprochen. „Hey“, schrieb Lucas mich an. „Hi“, kam es von mir zurück. „War echt schön heute.“, meinte er und schickte mir einen Kuss Smiley. Ich lächelte. „Ja, war es wirklich.“ „Ich rede voll viel.“ Jetzt musste ich lachen. War doch gut, wenn er viel redete. Immerhin hatte ich ja fast kein Wort raus bekommen. Als ich ihm das schrieb, schickte er mir einfach nur einen Kuss und einen Herz Smiley. Ich schickte ihm auch einen zurück. So schickten wir hin und her und ich konnte nicht aufhören zu grinsen. Plötzlich fragte er: „Wie muss eigentlich ein Junge sein, damit er die gefällt?“ Das lächeln verging mir. Ich spürte, wie ich rot wurde. Fast hätte ich geschrieben: „So wie du. “Aber stattessen antwortete ich mit zitternder Hand und klopfendem Herzen: „Er sollte nett sein, einen guten Charakter haben und so. Er sollte für mich da sein, wenn es mir nicht gut geht. Sein Aussehen ist mir eigentlich nicht so wichtig. Aber es wäre natürlich schon gut, wenn er gut aussieht.“ So gut aussehend wie du, wäre perfekt. „Wie müsste bei dir ein Mädchen sein?“, fragte ich zurück. „Genauso.“, kam es mit einem zwinkernden Smiley zurück. Und wieder fingen wir uns an Herzchen zu schicken. Irgendwann schrieb er dann: „Bin müde. Gute Nacht. Hdl.“ Und zwei Herzchen. Ich lächelte über glücklich. „Ich dich auch. Gute Nacht.“ Ich legte das Handy weg. Das war wirklich der schönste Tag meines Lebens gewesen.
Verträumt sah ich aus dem Fenster. Plötzlich stieß mich Katy von der Seite an. „Hey, Tara.“, flüsterte sie. Erschrocken fuhr ich hoch. Unser Lehrer sah mich fragend an. ich sah an die Tafel, an der irgendwelche seltsamen Matheformeln standen, von denen ich schwören könnte, dass ich sie noch nie gesehen hatte. „Äh, was war die Frage?“, fragte ich verpeilt. „Kannst du mir erklären, wie das gerechnet wird?“, wollte Herr Singer von mir wissen. Äh nein, wie soll man bei den ganzen Zahlen da denn bitte auf ein logisches Ergebnis kommen. „Tut mir leid, ich habe keine Ahnung.“ Er zog die Augenbrauen hoch. „Weiß sonst jemand die Lösung?“, fragte er jetzt die ganze Klasse. Wir waren eigentlich nie vollständig leise, aber jetzt im Moment könnte man eine Stecknadel fallen hören. Jeder sah irgendwo hin, bloß nur nicht zum Lehrer, in der Hoffnung nicht dran genommen zu werden. Her Singer seufzte. „Na gut, dann erkläre ich es euch noch einmal.“ Es hatte zwar keinen Sinn, jetzt noch ein neues Thema an zu fangen, da wir eh bald Ferien hatten, aber das war ihm egal. Ich seufzte. „Okay Träumerin, was ist los?“, fragte Katy, die rechts neben mir saß. Ich sah sie fragend an. „Was soll sein.“ „Du bist heute noch verträumter als sonnst.“, kam es von Mike. Er saß links von mir. Katy sah ihn wütend an. „Dich hat niemand nach der Meinung gefragt.“ „Ich kann mir Sorgen um meine Freunde machen, wann ich will.“ „Ja, aber ich habe gerade mit ihr geredet. Da brauchst du dich nicht ein zu mischen.“ Ich legte genervt meinen Kopf auf den Tisch. Also echt jetzt. mussten die sich schon wieder streiten? Zum Glück drehte sich jetzt Alex, die vor uns saß, um und fauchte nach hinten: „Sagt mal, könnt ihr Beide eure Klappe halten?“ Katy und Mike sahen sich noch einmal böse an, dann sahen sie beide weg. Ich lachte. Nach der Stunde verrammelten wir uns alle an meinem Tisch. Ich erzählte ihnen von meinem Treffen mit Lucas. „Er will mich noch mal sehen.“, sagte ich überglücklich. Katy runzelte die Stirn. „Hm, anscheinend ist er doch ganz okay. Ich kenne ihn halt nur von Reli und da ist er ein ziemlicher Idiot.“ Ich lächelte. „Ja, in der Schule verhält er sich jetzt nicht sooo toll, aber du müsstest ihn mal privat erleben.“ Verträumt lächelnd sah ich meine Freunde überglücklich an. sie sahen wirklich so aus, als würden sie sich für mich freuen. Lina, eine Freundin von mir, die nicht auf unsere Schule ging, hatte auch gesagt, dass Luca und ich das perfekte Paar abgeben würden. Sie war schon seit ich ganz klein war meine beste Freundin und kannte mich besser als jeder andere Mensch auf der Welt. Und natürlich hatte ich ihr das alles schon gestern im Bus geschrieben. „Also, wann trefft ihr euch jetzt wieder?“, wollte Alex jetzt wissen. Ich zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Wir haben noch nichts ausgemacht.“ „Ah okay.“, meinte sie.
Der Tag zog sich dahin. Der Unterricht war noch langweiliger und die Themen noch trockener als sonnst. Ich konnte es halt einfach nicht erwarten endlich nach Hause zu kommen und mit Lucas zu schreiben. In der Schule beachtete er mich ja fast nicht. Außerdem war es auch noch voll anstrengend neben Katy und Mike zu sitzen. „Könnt ihr bitte einmal aufhören, euch an zu zicken?“, zischte ich von Zeit zu Zeit immer wieder. Aber es interessierte sie ziemlich wenig. Ich seufzte und fing an Bilder in meinen Block zu malen. Irgendwie tat ich das so gut wie jede Stunde. Ich liebte es einfach so vor mich hin zu zeichnen. Nach einem Tag konnte es dann schon passieren, dass ich entweder ein Bild vollständig fertig hatte, oder mit zwei, drei verschiedenen angefangen hatte und keines je fertig malte. Irgendwann legte ich desinteressiert meinen Stift weg. Ich schreckte zusammen, als ich bemerkte, dass sich Katy neugierig über die Zeichnung beugte. „Das sieht voll gut aus.“ Ich zuckte mit den Schultern. „Joa, ist ganz okay.“ Alex drehte sich um und sah sich das Bild auch an und meinte: „Ja klar, ganz okay. Kann ich bitte deine Zeichenskills haben?“ „Du brauchst gar nichts sagen. Du kannst auch voll gut malen.“, meinte ich. „Ich will das auch können.“, meinte Katy. Ich sah sie grinsend an. „Dann üb ein bisschen mehr.“ Sie sah mich genervt an. „Ja, aber ich krieg es einfach nicht hin.“  Mike räusperte sich und zeigte nach vorne. Als ich aufsah, stand unsere Klassenlehrerin da und sah uns an. schnell drehte Alex sich wieder um.
Endlich war Abend. Ich lag auf meinem Bett, hörte Musik  und las ein Buch. Auf einmal vibrierte mein Handy auf dem Nachttisch. Ich nahm es. Es war Lucas. „Na, wie war Schule?“, fragte er. „Ganz okay. Langweilig halt. Wie immer. Und bei dir?“, schrieb ich zurück. „Auch. Hast du heute was gemacht?“ „Nee eigentlich nicht. Du?“ „Nee.“ „Was machst du gerade?“ „Schau fern. Du?“ „Lesen.“ So schrieben wir hin und her. Irgendwann fingen wir an, Herzchen zu schreiben. Als ich meinen Freunden davon erzählt hatte, hatte Melissa gesagt: „Das ist voll süß.“ Ja, das fand ich auch. So war jeder Abend und ich schwebte so hoch auf Wolken, dass es echt unmöglich war, mich wieder runter zu holen.
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