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True Love?

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 / FemSlash
15.05.2015
22.09.2022
3
6.130
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
15.05.2015 2.636
 
WICHTIG!

Hey Resa hier,
ich wollte euch alle nur wissen lassen, dass diese Geschichte alt ist. Die ersten zwei Kapitel sind von 2015.
Ich werde sie auch nicht ändern. In Kapitel 3 gehe ich näher darauf ein, warum ich mich entschieden habe, weiter zu schreiben.
Jetzt ist mir erst Mal wichtig euch zu sagen, dass die ersten zwei Kapitel nciht so gut sind und dich auch ab Kapitel drei der gesamt Ton langsam ändern wird.
Ich hoffe, dass ihr trotzdem Spaß am lesen habt und ich wünsche Euch allen eine schöne Zeit beim Lesen.


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Als ich die Augen aufschlug, war sofort wach. Heute würde ich ihn endlich wieder sehen. Das Wochenende war viel zu lang gewesen. Ich sprang glücklich auf und ging zum Frühstück. Den ganzen Morgen, konnte ich mir das Grinsen nicht verkneifen. Endlich konnte ich Lucas wieder sehen.
Immer noch grinsend machte ich mich wenige Minuten später auf den Weg in die Schule. Eigentlich hasste ich Schule. Aber ich hatte gute Freunde dort und es war der einzige Ort, an dem ich Lucas sehen konnte… Immer noch dämlich vor mich hin grinsend ging ich weiter bis zu der Kreuzung, an der ich mich mit meiner Freundin Alex traf. Wir waren seit vier Jahren ziemlich gute Freunde und gingen jeden Tag zusammen in die Schule. Ich war froh darüber, dass sie in meiner Klasse war. Vor einiger Zeit, in der es mir schlecht gegangen war, war sie eine der wenigen gewesen, die für mich da waren. Es tat mir gut mit dem verrückten Mädchen befreundet zu sein. Sie war ziemlich auffällig mit ihren langen, braunen Haaren, in die sie grell rote Strähnchen gefärbt hatte. Außerdem war sie immer gut drauf und lachte viel und war ziemlich laut (was manchmal auch etwas unangenehm war). Sie stand schon da und wartete auf mich. Als sie mich sah, winkte sie mir zu und rief über die ganze Straße: „Hallo Tara!“ Ich winkte zurück und sah mich verunsichert um. Ich war eher schüchtern (also, wenn ich nicht gerade etwas mit Freunden machte) und mochte es nicht, wenn mich Leute anstarrten. Als ich zu ihr rüber rannte, umarmte Alex mich schon stürmisch. „Was ist denn heute mit dir los?“, fragte ich lachend. Sie grinste frech und meinte dann: „Kein Plan, ich bin einfach nur gut drauf.“ Ich lachte und zusammen setzten wir unseren Weg zur Schule fort. Während dem Laufen, sah ich immer wieder verträumt auf mein Handy. Ich hatte gestern den ganzen Abend mit Lucas geschrieben und es machte mich einfach glücklich den Chattverlauf von uns durch zu lesen. Klar, das klingt jetzt ein bisschen seltsam, aber es war so. „Na, hast du gestern wieder mit deinem Lover geschrieben?“, fragte Alex grinsend. Ich schlug sie freundschaftlich und sagte: „Von wegen Lover! Wir sind nur gute Freunde. Und ja, ich bin total in ihn verknallt.“ Ja, so war das. Ich kannte Lucas schon lange, war aber erst seit einem halben Jahr unsterblich in ihn verliebt. Er ging in meine Parallelklasse und in der Schule redeten wir so gut wie gar nicht mit einander. Als ich mit mehreren Freunden von mir ins Kino gegangen war, hatte einer meiner Freunde ihn gefragte, ob er nicht mitkommen wollte. So kam es auch und wir haben uns echt gut verstanden. Damals hatte er mir seine Nummer gegeben. Seit dem haben wir sehr oft geschrieben. Wir wollten uns auch schon öfter Treffen, aber es kam immer etwas dazwischen. „Hey, du Tagträumerin!“, rief Alex genervt neben mir. Ich zuckte zusammen. Meine Freundin lachte wieder und meinte: „Im ernst, Tara, werd mal ein bisschen aufmerksamer.“
Puh, endlich waren die ersten drei Stunden vorbei. Meine Freunde und ich gingen zur großen Pause nach draußen. Kaum standen wir an der üblichen Stelle, fingen wir an, über verschiedenes Zeug zu reden. Ich war mal wieder ziemlich abwesend. Mein Blick war auf die Eingangstür gerichtet. Ich wartete darauf, dass Lucas raus kam. Und da sah ich ihn auch. Er war groß, hatte kurze, dunkelbraune Haare und war einfach nur perfekt. Ich seufzte leise. Plötzlich wurde ich von der Seite von meiner Freundin Caro angerempelt. Mit dem Gedanken, schon wieder was verpasst zu haben sah ich sei fragend an, aber sie grinste nur und sagte: „Schau mal, wer da kommt.“ Ich spürte, wie ich rot wurde und murmelte: „Hmm…“ Die Anderen grinsten. Natürlich wussten fast alle meine Freunde von meinen Gefühlen zu Luca. Katy neben mir stöhnte genervt: „Also echt jetzt, ich weiß immer noch nicht, was du an dem Typen findest? Ich meine, der ist doch voll der Idiot.“ Es war klar, dass das kam. Wir hatten zusammen mit der Klasse von Lucas Religionsunterricht und er und seine Freunde waren nicht gerade die unauffälligsten und nettesten. Aber ich wusste es besser. Immerhin wusste ich ja, wie er privat. Das sagte ich ihr auch jedes Mal, wenn Katy so etwas sagte. Ein Idiot würde doch nie im Leben schreiben: „Ich vermisse dich. Wünschte, du wärst hier.“ Also sagte ich auch dieses Mal zu Katy: „Du kennst ihn halt nicht, so wie ich ihn kenne. Eigentlich ist Lucas echt nett und süß und…“ „Ja, ja, Tara, wir habens geschnallt. Du schwebst auf irgendwelchen Wolken.“, lachte Alex. Ich verdrehte die Augen. „Ach Leute, haltet doch einfach eure Klappe.“ So war das echt jeden Tag mit ihnen. Seit ich ihnen erzählt hatte, dass ich auf Lucas stand. Verträumt sah ich in seine Richtung. Er sah auf und als er mich sah, lächelte er kurz. Mein Herz fing an wie wild zu rasen. Ich wurde ganz nervös. Ich wünschte, er würde herkommen und mich ansprechen. doch wie immer tat er es nicht. Und doch, in den restlichen drei Schulstunden konnte ich mich kein bisschen konzentrieren, sondern malte ununterbrochen Herzchen in meine Hefte.
Gleich nach der Schule schreib ich Luca an. es dauerte nicht lange, bis er mir auch schon antwortete. Ich lächelte glücklich. Dann schrieb ich: „Wie war Schule, so?“ „Eigentlich ganz schön, hab ja dich gesehen.“, kam es als Antwort zurück. Ich spürte sofort, wie ich rot wurde. Verdammt, dachte ich, normalerweise werde ich doch nicht so schnell rot. Es ist aber auch echt immer das gleiche. So ging es weiter. „Machst du heute irgendwas?“, fragte ich ihn. „Ja, geh mit Kumpels ins Schwimmbad. Komm doch auch?“ Ich seufzte traurig. „Geht leider nicht. Ich muss ne Präsentation vorbereiten.“ „Schade.“, schreib Lucas zurück. „Wäre echt toll gewesen. Vielleicht ein anderes mal.“ Ich schrieb ja, klar zurück. Dann legte ich mein Handy auf die Seite und setzte mich an den Schreibtisch. Lustlos machte ich mich an die Arbeit.
Dann endlich war Abend. Warum endlich? Nun ja, abends schrieb ich am meisten mit Lucas. Lächelnd schrieb ich: „Und, wie war es im Schwimmbad?“ Wenige Sekunden später kam seine Antwort. „Schön. Fand es nur schade, dass du nicht dabei warst.“ Ich schickte ihm einen traurigen Smiley und schrieb: „Ja, ich auch.“ Was dann von ihm kam, überraschte mich völlig. „Sag mal, wollen wir uns nicht mal treffen?“ Vor Schreck viel mir fast das Handy aus der Hand. er hatte mich gerade nicht wirklich gefragt, ob wir uns treffen wollten? Ich schluckte. Mit zitternden Händen antwortete ich: „Ja, klar. Wann?“ „Wie wäre es mit morgen?“ Morgen? Schon MORGEN?! Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Völlig nervös und durch den Wind schrieb ich: „Morgen geht.“ „Also treffen wir uns um 15 Uhr im Park?“ „Ja. Ich freu mich schon drauf.“ Ich lies mich lächelnd in mein Bett zurück sinken. Mein Handy drückte ich fest an mein Herz. Dieses klopfte wie verrückt. Wir schrieben noch ein bisschen über echt alles Mögliche. Aber ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Irgendwann, ich glaube es war so gegen halb 12, schrieb er dann, dass er müde sei. „Gute Nacht“, kam es von mir. Als ich mein Handy weglegte und mich in meinem Bett glücklich zusammen rollte, wusste ich, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen können würde.
Am nächsten Morgen, war ich extrem aufgeregt. Auch, wenn ich ja schon im Normalzustand völlig verpeilt und verwirrt war, war es jetzt noch schlimmer. Ich rannte die ganze Zeit durch die Gegend und suchte irgendwelche Dinge. Meine Freunde fanden das sehr komisch und zogen mich den ganzen Morgen damit auf, dass ich heute noch      verrückter war als sonnst. In der Pause hielt ich es dann nicht mehr aus. „Ich treffe mich heute mit Lucas im Park.“, platzte es einfach so aus mir heraus. Jetzt waren alle erst mal still. „Äh was?“, kam es dann nach einer Weile von Alex. Dass es ihr einmal die Sprache verschlagen könnte, hätte ich nie gedacht. Doch genau das war gerade passiert. Ich nickte lächelnd. „Ja, er hat mich gestern gefragt, ob wir uns nicht treffen wollen.“ „Oh mein Gott, Tara! Ich freu mich sooo für dich!“, rief meine Freundin Melissa. Sie nahm mich glücklich in die Arme. Katy sah mich eher besorgt an und fragte: „Bist du dir sicher, dass er es ernst meint? Ich meine, du weißt doch, was Typen, wie Lucas von Mädchen wie uns…“ Wütend starrte ich sie an und fauchte dann: „Bist du also der Meinung, ich wäre nicht cool genug für ihn, oder was?“ Katy sah verlegen zu Boden. „Nun ja, nicht wirklich, aber ich mache mir Sorgen. Ich bin mir nicht sicher, ob er dich so akzeptieren kann, wie du bist. Er und seine Freunde gehören immerhin zu den beliebtesten Leuten hier an der Schule. Die halten uns für völlig gestört und dich nehmen solche wie Lucas doch normalerweise gar nicht wahr.“ Etwas in mir zerbrach bei ihren Worten. Ja, sie hatte ja schon irgendwie Recht. All meine Freunde waren so laut und aufgedreht und wenn ich bei ihnen war, verhielt ich mich genauso. Und wenn ich nicht bei ihnen war, verhielt ich mich so unauffällig, wie nur möglich. Ich les traurig die Schultern hängen. Es ist ja nicht so, als hätte ich nicht auch schon daran Gedacht, dass Lucas einfach viel zu gut und beliebt für mich war. Aber ich wollte so fest an seine Gefühle für mich glauben. „Ich bin auch nicht sehr begeistert davon, dass ihr euch treffen wollt.“, schaltete sich jetzt auch noch plötzlich Tom ein. Er war auch ein guter Freund von mir, aber schien von Anfang an ein Problem mit Lucas gehabt zu haben. Als ich von ihm wissen wollte, warum hatte er gesagt: „Klar, ich verstehe dich ja. Lucas ist cool und beliebt, aber er ist nicht so nett, wie du denkst…“ Ich hatte ihn unterbrochen und ihn angeschrien, dass er doch keine Ahnung hätte. Genervt sah ich ihn an und meinte: „War ja klar, dass das von dir kommt.“ Er zuckte nur mit den Schultern.
Und dann war es endlich so weit. In der letzten Stunde hatten wir dann endlich Reli. Normalerweise sprach er nie mit mir und ich nie mit ihm. Aber ich hoffte, dass es heute anders wäre. Immerhin hatte er mich doch gefragt, ob wir uns treffen wollten. Also ging ich voller Hoffnung ins Zimmer und steuerte auf meinen Platzt zu. Als ich an Lucas vorbei kam, sah ich kurz auf und lächelte ihn an. aber er reagierte nicht darauf. Er sah mich nicht einmal an. Ich schluckte den Kloß in meinem Hals hinunter und stellte meine Tasche neben dem Platzt ab, an dem ich in Reli saß. Dann setzte ich mich auf den Tisch und fing an mich mit Tom und Katy, die beide neben mir saßen. So saßen wir immer vor unterrichtsbeginn da. Das hatte zwei Vorteile für mich. Erstens, ich konnte gut mit meinen Freunden reden. Zweitens, ich hatte einen guten Blick auf die Tische in der letzten Reihe, in der Lucas saß. Unsere Lehrerin kam meiner Meinung nach viel zu früh rein. Aber da ließ sich ja leider nichts machen. Ich setzte mich auf meinen Stuhl und bereitete mich auf den Unterricht vor. Zum Religionsunterricht lässt sich nicht viel sagen. Bis darauf, dass er sehr laut und sehr chaotisch war. Was ich damit meine? Nun ja, es lässt sich ungefähr so beschreiben: Die Jungs in der letzten Reihe schrien dumm rum, warfen Sachen durch die Gegend und rannten die ganze Zeit im Zimmer umher. Fast alle Mädchen malten oder redeten, so als wäre Frau Gral, unsere Reli Lehrerin, gar nicht da. Ein paar einzelne, meistens Jungs, stellten irgendwelche dummen Fragen und der Rest, der vielleicht aus drei, vier, einzelnen bestand versuchte dem Unterricht zu folgen. Meine beiden Freunde und ich waren so etwas wie eine Mischung aus denen, die die ganze Zeit redeten und denen, die mitmachten. Obwohl ich eher die meiste Zeit verträumt nach hinten lugte. Seit ich in Lucas verliebt war, schaffte ich es nicht mehr mit ihm in einem Raum zu sein, ohne dass meine Gedanken weit, weit weg flogen. Und obwohl ich auf Wolken schwebte, war ich froh, als die Stunde und so auch die Schule endlich vorbei war. Und da passierte es. Es glich für mich fast einem Wunder. Als ich das Zimmer verlassen wollte, stand Lucas in der Tür. Ich gebe ja zu, dass ich echt aufhören sollte, ihn zu ignorieren und wortlos an ihm vorbei zu gehen, aber ich war halt extrem schüchtern. Würde ich zu ihm „Hallo“ sagen, würde ich wahrscheinlich vor Panik umkippen. Also ging ich auch jetzt einfach so an ihm vorbei und dachte mir: „Bloß nicht hinsehen, Tara.“ Ich war schon fast draußen, als plötzlich eine Stimme hinter mir sagte: „Hi.“ Ich zuckte zusammen. Diese Stimme würde ich unter tausenden wieder erkennen. Ich  spürte, wie ich rot wurde. Vorsichtig drehte ich mich um. Lucas stand an der Tür und lächelte mich an. Es war ein Lächeln, das mich sofort dahin schmelzen ließ. „Hi.“ Oh je, meine Stimme klang drei Oktaven höher als sonnst. Hektisch drehte ich mich  mit einem dämlichen Grinsen im Gesicht um und lief schnell die Treppe runter, wo meine Freunde schon auf mich warteten. „Was ist denn mit dir passiert?“, wollte Mike wissen. Er gehörte auch zu meinem engeren Freundeskreis und um es mal ehrlich auszudrücken. Es war schrecklich, mit ihm und Katy in einem Raum zu sein. Die Beiden zickten sich die ganze Zeit nur an. Jetzt aber schien alles ruhig zwischen den Beiden zu sein. „Warum, was soll sein?“, fragte ich zurück. Wir machten uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Alex kicherte. „Na du siehst aus, als hättest du nen Geist gesehen.“ Ich lachte und erzählte meinen Freunden überglücklich, dass Lucas mich endlich mal wirklich beachtet hat. Die meinten nur, ich sei völlig besessen. Dabei hatten sie doch keinen Ahnung, wie es sich anfühlte so unendlich verliebt zu sein, wie ich es gerade war.
Noch ein letzter Blick in den Spiegel. Meine braunen Haare vielen mir offen über die Schulter, meine braunen Augen hatte ich mit Mascara betont und ich hatte mir gerade eben noch schnell etwas Frisches angezogen. Ich zitterte. Konnte das denn wirklich war sein? Würde ich ihn heute wirklich treffen? Oder war es nur eine Lüge? Wollte er mich verarschen und sich dann mit seinen Freunden über mich lustig machen? Nein! so war Lucas nicht. Er war ein so guter Mensch und es ist ihm sicher auch völlig egal, wie beliebt oder unbeliebt jemand ist! Ich griff nach meinem Handy, steckte mir die Kopfhörer in die Ohren und drehte die Musik auf. Dann verließ ich das Haus. Im Bus schrieb ich Lucas dann: „Freu mich schon.“ Er antwortete sofort mit: „Ich mich auch.“ Ich lächelte und konnte es kaum erwarten, endlich an zu kommen.
An der Haltestelle wartete Lucas schon auf mich. Ich holte zitternd Luft und stieg aus. Als er mich sah, lächelte er. Ich ging auf ihn zu und wir umarmten uns. Ja, eine richtige Umarmung! So, als wären wir richtig gute Freunde. Ich konnte es nicht fassen und wollte ihn nie wieder los lasse. „Hi.“, sagte er und ließ mich dann los. Ich begrüßte ihn auch und wir gingen zusammen Richtung Park.
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