Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
24
Alle Kapitel
100 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
29.01.2017 2.628
 
Es ist der Tag des Finales.
Seirin gegen Rakuzan. Nakamiya High gegen Rakuzan.
Unter den Zuschauern sind so viele Schulen vertreten, dass sich das Zählen fast nicht lohnt. Eltern, Verwandte, Freunde haben sich die Zeit genommen, um ihre Teams anfeuern zu können.
Sogar ein Fernsehteam ist da, um zu berichten.

„Der Aufstieg des bisher unscheinbaren Mädchenteams der Nakamiya South High hat alle überrascht. Während sie sich in der Inter High recht schnell geschlagen geben mussten, stehen sie nun im Finale des Winter Cups und haben gezeigt, dass sie immer für eine Überraschung gut sind. Wir wollen nun intern nachfragen, was diese Veränderung ausgelöst hat.“
Die Sportmoderatorin lächelt strahlend in die Kamera und hält Lia das Mikrofon vor die Nase.
„Also...“, macht Lia und konzentriert sich auf das, was sie geübt hat, „Wir haben eine Fehleranalyse gemacht und ausgemerzt, was uns zurück gehalten hat. Der erste Schritt war eine Verbesserung unseres Trainings. Da wir zuvor keinen eigenen Trainer hatten und nur dreimal die Woche mit dem Coach der Jungen trainieren konnten, waren unsere Fortschritte natürlich dementsprechend gering. Durch Itoe-kuns Beitritt und zwei Trainingseinheiten täglich konnten wir unsere Leistung verbessern.“
„Von dreimal die Woche zu zweimal am Tag, das ist eine große Veränderung. Haben das alle Spielerinnen gerne hingenommen?“
„Wir hatten Aussteiger, ja, aber egal was man im Leben erreichen will, ohne Anstrengung erreicht man kein Ziel.“, erklärt Lia entschlossen.
„Sehr gut gesagt. Nun weiter zu Coach Itoe. Sie sind der jüngste Coach, den wir beim Winter Cup je hatten und dann so erfolgreich. Worauf basieren sie ihren Erfolg?“
„Auf meiner Familie.“, erklärt Shouta prompt, „Wir haben schon Basketballspiele analysiert, als wir noch nicht mal laufen konnten. Nanami ist mir eine große Stütze, ohne sie würde das Team nicht so funktionieren. Das ist wohl auch da Geheimnis unseres Teams. Der Zusammenhalt ist großartig.“
„Ein Team, das sich auf Zusammenhalt gründet. Das ist in der heutigen Zeit des Konkurrenzkampfes eine Seltenheit. Vor allem, da sie ja zwei Starspielerinnen besitzen. Hatsuno Shinji hat sich schon auf der Teiko einen Namen gemacht, aber ihr radikaler Aufstieg hat erst nach der Aufname von Hana Kahoko begonnen. Sehen sie da einen Zusammenhang?“
„Kahoko hat dieses Team sicher verändert, aber nicht mit ihrer Art zu spielen, sondern mit ihrem Charakter. Sie hat aus einer Gruppe von Mädchen Freundinnen gemacht.“
„Ich kann nur hoffen, dass sie das nicht hört. Es würde nur ihre neugefundene Bescheidenheit zunichte machen.“, mischt sich Nanami ein und die Moderatorin wendet sich augenblicklich an sie. Vom Kostüm zu den hochgesteckten Haaren ist Nanami das Abbild eines Mädchens, das weiß, was sie will und wie sie es bekommt.
„Als Managerin haben sie sicher einen ganz anderen Blick auf die Spielerinnen, als Coach und Kapitän. Was sagen sie zu ihrem Erfolg?“
„Es ist ganz simpel.“, erklärt Nanami ihr, „Alles, was mein Bruder anfasst, wird zu Gold.“
Shouta läuft knallrot an und das Interview ist beendet.

- - -

Das Team der Nakamiya hat sich grade in der Kabine versammelt, als Kahoko eintritt. Sie trägt ihren Trainingsanzug und grinst über beide Backen.
„Leute!“, ruft sie begeistert aus, „Lasst uns dieses Spiel gewinnen.“
„Du spielst nicht!“, entgegnet Lia mit einer Mischung aus Entsetzen und Entschlossenheit.
„Das weiß ich doch!“, erklärt Kahoko ihr entrüstet, „Ich hab uns Zitronenschnitze und Sportdrinks mitgebracht und unsere persönliche Cheerleaderin knutscht grade einen Stock weiter unten mit ihrem Freund herum.“
„Tu ich gar nicht!“, quietscht Mirai und reißt die Tür hinter ihr auf, „Ich bin schon lange fertig damit!“
Sie stellt sich neben Kahoko und schwenkt ihre Pompoms.
„Nakamiya GO GO GO!“
„Siehst du!“, erklärt Kahoko Lia, „Wir feuern euch an! Ihr könnt nur noch gewinnen!“
„Aber das ist Rakuzan!“, zweifelt eine Stimme von ganz hinten.
Alle drehen sich um. Tsunako wirft die Hände in die Höhe. „Ich mein ja nur!“
„Und?“, fragt Kahoko, „Wir dachten auch, dass man gegen Kirisaki nicht gewinnen kann und das haben wir auch. Heute tritt wenigstens keiner um sich.“
„Aber du spielst nicht mit! Und die haben diese Hayama!“, zweifelt Tsunako weiter.
„Yoyo spielt doch nicht.“, entgegnet Kahoko und Tsunako fiept überrascht.
„Sie hat sich eine Fischvergiftung geholt.“, erklärt Kahoko, „Mein Vater hat sie gestern behandelt.“
„Stimmt das?“, fragt Shinji und wendet sich an Nanami. Schließlich weiß Nanami immer alles.
„Es stimmt. Ich hätte es euch gleich gesagt, aber Kahoko ist mir zuvor gekommen. Wenn wir grade beim Thema sind. Ist es ein Zufall, dass Hayama-san sich eine Fischvergiftung holt, so knapp vor dem Finale?“
Nanami mustert Kahoko mit ihrem besten „Ich will wissen, was du weißt“-Blick und Kahoko zuckt mit den Schultern.
„Ich hab ihr das Zeug nicht gegeben, das kannst du mir glauben. Sie hat nur gestern beim Essen gesagt, dass sie nicht spielen wird, wenn ich nicht spiele. Vielleicht ist das ihre Methode um Spiele auszusetzen.“
„Das ist sehr unhöflich.“, kommt es von Michirou, „Wir haben so hart gekämpft, um hierher zu kommen und sie verhält sich so respektlos gegen uns und ihr eigenes Team.“
„Respektlos hin oder her...“, fällt Shinji ihr ins Wort, „Sie spielt nicht mit und das ist gut für uns. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich würde heute gerne einen riesigen Pokal mit nach Hause nehmen.“

-

„Kahoko!“, ruft eine Stimme hinter ihnen, als sich auf den Weg zum Platz machen.
Kahoko dreht sich um und sieht Natasha auf sie zurennen.
„Ich soll dir von deinen Eltern sagen, dass sie auf ihren Plätzen sitzen und euch allen die Daumen drücken.“
Natasha schlingt ihren Arm um Kahokos Schulter und drückt sie an sich. „Ich weiß, das ist hart für dich, nicht spielen zu können, aber ihr werdet das wunderbar machen.“
„Danke.“, murmelt Kahoko und drückt ihr Gesicht für einen Moment gegen Natashas Schulter, „Wir sehen uns nachher, okay?“
Damit löst sie sich von Natasha, lächelt, und folgt ihrem Team.

„Leute.“, beginnt Lia ihre Rede, „Mädels, Shouta, wir haben schon so viel geschafft. Ich bin so wahnsinnig stolz darauf, wie weit wir gekommen sind. Kahoko, du hast dich so verändert. Von jemandem, der dieses Team gerade als schlecht genug zum Verlieren gesehen hat zu jemandem, der an uns glaubt. Megumi. Du stehst für dich ein, du weißt, was du willst und Michirou und ich finden, dass du nächstes Jahr Vizekapitän werden solltest.“
Megumi läuft knallrot an. „W-wirklich?“, fragt sie und fängt beinahe an zu weinen.
„Wirklich.“, Lia lächelt sie an, bevor sie weiter spricht, „Tsunako. Du bist unsere Zweiflerin, die ein Gegengewicht zu Kahokos fast übertriebenem Optimismus erzeugt. Du kannst sehr viel und das hast du gezeigt, als Jack of All Trades. Du wirst es noch weit bringen, auch wenn du manchmal dran zweifelst… Michirou...“
Michirou nickt ernst, als erwarte sie eine Strafpredigt. Zu ihrer Überraschung tritt Lia auf sie zu und nimmt sie in den Arm.
„Ich werde dich vermissen, du Wächterin unseres Korbs. Auf dich kann ich mich immer verlassen und ich freue mich so, dass du jemanden gefunden hast, der dir den Rücken stärkt. Das wirst du nächstes Jahr brauchen, wenn dir das Team auf den Nerven herumtanzt.“
Michirou errötet und grummelt etwas Unverständliches.
„Shinji, auf dich bin ich auch stolz. Du hast dieses Jahr wirklich unglaubliches geschafft und bist über dich hinaus gewachsen.“
Shinji grinst und winkt ab. „Ach das...“, spottet sie, „Hab ich doch mit links gemacht.“
Lia grinst zurück und wendet sich an ihre zwei Ersatzspieler.
„Chikara und Akemi, wir sind alle so froh, dass ihr bei uns seid. Ohne euch wären wir nie so weit gekommen. Chikara, du hast einen klugen Kopf und Talent, mit Shoutas Hilfe wirst du auch auf dem Platz aufblühen. Und Akemi… Du hast dich von uns allen wohl am meisten verändert. Von jemandem, der noch nie auf dem Platz gestanden hat zu jemandem, der die Würfe der Midorimas durchziehen kann. Du sorgst dafür, dass wir auf dem Boden der Tatsachen bleiben und hilfst uns gleichzeitig, über uns hinaus zu wachsen. Danke.“
Akemi weint. Dicke Tränen kullern ihr über die Wangen und weil sie sich nicht die Blöße geben will, ihrer Kapitänin um den Hals zu fallen, schlingt sie ihre Arme um Kahoko.
Lia mustert sie noch einmal der Reihe nach und lächelt.
„Es war mir eine Ehre, mit euch spielen zu dürfen.“
„Es war uns eine Ehre, dich als Kapitänin haben zu dürfen.“, entgegnet Kahoko ruhig und Lia kneift die Augen zusammen, als selbst ihr die Tränen kommen.
Michirou ist es, die die Ruhe bewahrt und ihre Hand in die Mitte ihres kleinen Kreises streckt.
„Das ist unser letztes Spiel. Wir haben nichts zu verlieren. Machen wir sie fertig!“

-

Gegen Kaijou zu spielen war zäh.
Gegen Kirisaki Daichi zu spielen, hieß, über ihre Grenzen hinaus zu gehen.
Rakuzan ist anders.
Sie sind schnell und routiniert. Sie machen keine Fehler, sie üben Druck aus, wo es geht.
Im ersten Viertel liegt es an Akemi und Shouta alles zu geben.
Akemi, weil sie jeden Fehler ihres eigenen Teams, jede kleinste Unachtsamkeit und jeden Schritt zu viel oder zu wenig sehen und ausgleichen muss.
Sie muss alles sehen und jeden warnen und zwar so, dass ihre Mitspieler auch wissen, was sie tun sollen.
Es hilft ihr zu wissen, dass Michirou ihnen den Rücken freihält und Shinji mit der ihr eigenen Sturheit einen Korb nach dem anderen macht.

Shouta selbst mag zwar nicht spielen, aber auch er muss alles sehen und analysieren, ihre Pläne und Strategien anpassen.
Er muss mit all dem Wissen, dass er aus unzähligen Aufnahmen von Rakuzan-Spielen gesammelt hat, die Taktik ihrer Gegner herausfinden und auch, wie viel Rakuzan mittlerweile über Nakamiya weiß. Sie sind lange unterschätzt worden, aber Rakuzan kann es sich nicht leisten, sie zu unterschätzen.
Sie sind ein kleines Team und Kahoko ist spielunfähig. Akemi kann nicht länger als zehn Minuten am Stück spielen und wenn sie ihre Würfe zu früh im Spiel zeigt, wird sie keine mehr machen können.
Ein Fehler, eine falsche Taktik und Rakuzan kann sich einen uneinholbaren Vorsprung schaffen.

Die ersten zehn Minuten enden mit einem Korb von Rakuzan und einem Punktestand von 21 zu 20 für Nakamiyas Gegner.
Akemi schleppt sich vom Platz zur Ersatzbank und lässt sich fallen. Im nächsten Moment legt ihr jemand ein Handtuch über über die Schultern, eine andere Hand drückt ihr eine Wasserflasche in die Hand und wieder jemand anders massiert ihr die schmerzenden Waden.
„Wir haben zwei Minuten.“, erklärt Shouta, „Also hört zu. Tsunako geht für Shinji rein und Chikara für Akemi… Akemi braucht eine Pause und Shinji hat bereits zehn Körbe gemacht. Sie haben sich jetzt sicher eine Taktik zurecht gelegt um Shinji zu stoppen und das nutzen wir aus, indem wir sie raus nehmen… Ich will ein schnelles Run and Gun über den ganzen Platz. Gebt Druck zurück, Lia und Tsunako, ich erwarte so viele Dreierwürfe wie möglich. Alles klar?“
„Klar!“

Sie stürmen wieder hinein. Megumi gibt ihnen den Rhythmus vor und sie rasen über den Platz.
Jetzt zahlt sich das Spezialtraining aus, das die Erstklässlerinnen abgehalten haben. Ihre Pässe sind zwar lange nicht so unsichtbar wie die von Kuroko Tetsuya, dafür hat Rakuzan aber auch keine Spieler mit Adleraugen.
Im zweiten Viertel eine solche Geschwindigkeit vorzulegen ist riskant. Es kann ihnen gewaltig zum Nachteil werden, wenn Rakuzan im nächsten Viertel den Spieß umdrehen sollte.
„Ich wollte noch nie so sehr spielen wie gerade jetzt.“, murmelt Kahoko und rutscht ein Stück zur Seite, um statt Akemis Beinen die von Shinji zu massieren.
Shinji lacht. „Ich zweifle nicht daran, dass du es könntest. Und glaub mir, mir fällt es auch schwer, hier zu sitzen und ich darf nachher wieder rein.“
Kahoko grummelt etwas Unverständliches.
„Was hast du gesagt?“, Shinji beugt sich zu ihr hinunter.
„Ich sagte… Wenn ihr euch nachher auch noch selbst in den Zustand äußerster Konzentration versetzt, dann braucht ihr mich gar nicht mehr. Dann kann ich als Masseuse anfangen.“
„Das Problem ist ja, das sie es nicht können.“, mischt sich Nanami von links ein, „Sonst hätten wir sehr viel weniger Angst um den Sieg in diesem Spiel.“
„Und brauchen würden wir dich trotzdem.“, grummelt Shinji, „So ne gute Masseuse biste nämlich nicht.“
Kahoko streckt ihr die Zunge raus.
„Ihr habt doch das Rhythmusgefühl.“, gibt Kahoko zurück, „Macht einfach eure Augen zu und horcht, dann wisst ihr, was ich mache.“
Shinji wirft ihr einen zweifelnden Blick zu, gehorcht aber.

Im ersten Moment hört man nur Lärm. Die Zuschauer hinter ihnen, das Quietschen von Schuhen vor ihnen. Die Atemzüge der Mädchen, die neben einem sitzen. Und ganz leise im Hintergrund der dumpfe Laut eines Balles, der immer und immer wieder auf dem Boden aufprallt.
Dribbeln.
Dann Pause und dieses Geräusch, das der Ball macht, wenn er durch den Korb geht.
Immer mehr Geräusche schälen sich heraus.
Pässe. Rebounds. Dreier Würfe. Lay Ups.
Und das Getrampel von viel zu vielen Füßen scheint plötzlich einen Sinn zu ergeben. Sie haben so viel miteinander trainiert, dass sich alles eingebrannt hat. Megumis Schritte sind ganz leicht, als wäre sie zu schnell unterwegs um wirklich den Boden zu berühren.
Michirou stößt sich immer mit Wucht vom Boden ab und Tsunako macht diese kleinen extra Schritte, bevor sie wirft, als würde sie Steptanzen und nicht Basketball spielen.
Shinji öffnet ihre Augen wieder und sieht, dass sie richtig gehört hat. Sie sieht, wie die Bilder zu den Geräuschen passen und es klingt wie Musik und es sieht aus wie ein Tanz.
„Mann...“, sagt sie langsam, „Ich dachte immer, du seist verrückt… Aber ich glaube, ich bin es auch.“

- - -

Tsunako schafft es, das zweite Viertel mit einem Buzzer Beater abzuschließen. Es steht 47 zu 51 für Rakuzan, aber das ist ein Punkteunterschied, den sie noch ausgleichen können.
Sie verlassen den Platz, damit sich die Mädchen der Yosen und der Kirisaki Daichi aufwärmen können. Wenn der Sieger des Winter Cups entschieden ist, werden diese beiden Schulen um den dritten und vierten Platz spielen.
 
Sie beginnen ihre Pause mit angespanntem Schweigen und Massagen, die die Muskeln entlasten sollen.
Schließlich lehnt sich Kahoko zurück und blickt zu Michirou hoch, um deren Beine sie sich gerade gekümmert hat.
„Und?“, fragt sie im Plauderton, „Was wirst du zum Winterball anziehen.“
Michirou mustert sie fassungslos.
„Das weiß ich doch jetzt noch nicht!“, ruft sie aus und Nanami wirbelt so schnell zu ihr herum, dass man um ihre Wirbelsäule fürchten muss.
„Was heißt hier jetzt noch nicht? Es ist nur noch eine Woche bis dahin.“
Michirou blinzelt. „Na... ich hatte noch keine Zeit, mir Gedanken zu machen, meine Mama kümmert sich um mein Kleid.“
„Und Schuhe?“, Tsunako lehnt sich zu ihr hinüber, „Handtasche, Haarschmuck, Make-Up? Was für eine Frisur machst du dir?“
„Das weiß ich doch nicht.“, Michirou wendet sich hilfesuchend an Kahoko, „Du etwa?“
Kahoko verzieht das Gesicht.
„Meine Mutter ist die Choreographin, sie hat schon alles vorbereitet. Mein Kleid ist weiß.“
„Weiß?“, Shinji schnaubt belustigt, „Bist du eine Braut?“
„Das war auch mein Argument, aber sie wollte, dass ich und Shin in Schwarz und Weiß gekleidet sind und du kannst Shintarou nicht in einen weißen Anzug stecken, so blass wie er ist... Ich konnte ihr grade noch das Diadem ausreden.“
„Oh, ich liebe Diademe.“, schwärmt Akemi, „Das sieht so toll aus!“
„Was ziehst du denn an?“, fragt Kahoko interessiert und Akemi errötet.
„Ich muss noch schauen. Wir haben nicht viel Geld für solche Sachen übrig und es gibt ein Geschäft für Übergrößen in dem Viertel, in dem ich wohne. Vielleicht können die mir ein Kleid leihen. Aber ich...“
„Ach Unsinn.“, Tsunako wedelt mit der Hand, „Die Schnitte sind furchtbar. Komm zu mir, ich näh dir was.“
Akemi öffnet und schließt ihren Mund wie ein Fisch auf dem Trockenen.
„Du kannst sowas?“, fragt Shinji interessiert.
Tsunako grinst schief. „Na ja, wir haben halt nicht alle nur Basketball im Kopf. Ich will später mal was mit Mode machen.“
„Vielleicht solltest du dich dann auch um Shinji kümmern.“, Nanami lächelt freundlich, aber ihr Ton ist bestimmt, „Nicht, dass sie in Jeans und Lederjacke auftaucht.“
 
- - -
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast