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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
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01.01.2017 2.958
 
Kise und Haizaki stoßen zu ihren Teams und die Spieler stellen sich auf dem Platz auf. Shinji lehnt sich zurück, immer noch sichtlich angespannt, aber immerhin weiß sie jetzt, wo Haizaki ist.
Susa blickt von ihr zu Shoichi. Die Plätze neben ihm sind immer noch leer und nichts tut sich an den Türen, die herein führen.
„Ich gehe sie suchen.“, erklärt Shoichi knapp, als sich sein Handy meldet.
Eine Nachricht von Kahoko.
Susa versucht nicht zu neugierig zu sein und starrt auf den Platz hinunter, wo gerade angepfiffen wird, um seinem besten Freund nicht einfach über die Schulter zu sehen.
„Und?“, fragt er schließlich, als unter ihnen der erste Korb gemacht wird.
Shoichi seufzt. „Es ist etwas dazwischen gekommen. Sie kommt später nach.“
Schweigen breitet sich zwischen ihnen aus und Susa ist froh, dass das Spiel unter ihnen langsam Fahrt bekommt. Er kennt Kahoko zu wenig, um seinem Freund jetzt eine große Hilfe zu sein.
 
-
 
„Wo warst du?“, fragt Riko, als sich Kagami auf den Platz zwischen Kuroko und Megumi fallen lässt.
„Draußen.“, gibt er knapp zurück und obwohl er gerade andere Dinge im Kopf hat, dreht er sich noch zur Seite, nimmt Megumis Hand in seine und lächelt ihr etwas wackelig zu.
„Hey.“, murmelt er und sie lächelt zurück. „Hey.“
Sie legt ihre andere Hand auf seine, tätschelt sie leicht und nickt ihm knapp zu.
„Wir reden nachher.“, murmelt sie und er atmet erleichtert auf, bevor er erst einen kurzen Blick hinunter wirft und sich dann an Kuroko wendet.
„Kuroko… Kennst du einen Kerl, der Haizaki heißt?“
Kuroko mustert ihn alarmiert. „Woher kennst du diesen Namen?“
„Ich habe ihn gerade kennen gelernt..“
Während unter ihnen Kise und Haizaki gegeneinander antreten, erklärt Kuroko ihnen, wer Haizaki ist. Und vor allem, wie er ist.
 
- - -
 
Akemi tut ihr Bestes, die verwunderten Blicke der Shutoku-Spieler zu ignorieren, als sie ihnen zuwinkt.
Es fällt ihr leichter, als sie Shintarou sieht. Und er sie.
„Emi-chan, hallo...“, Takao kommt fröhlich winkend auf sie zu, „Hast du für uns besetzt?“
„Äh, ja...“, macht sie unsicher, „Also wir waren vorher zu dritt, aber ich... also...“
„Das war sehr nett von dir.“, erklärt Shintarou ernst wie immer, bevor er sich ohne ein weiteres Wort auf den Platz setzt, der direkt neben ihrem ist. Da Akemi selbst am Rand sitzt, kann Takao nur über sie beide hinweg klettern und sich neben ihn setzen, was mehrere ihrer Mitspieler mit hochgezogenen Augenbrauen quittieren.
„Also, ähm...“, macht Akemi noch einmal und deutet die Reihe entlang, während sie panisch versucht, die Anzahl der freien Plätze mit der Anzahl der Jungen vor sich zu vergleichen.
„Uh, schaut, sie stellen sich schon auf!“, ertönt da Takaos Stimme und schon ist alle Verwunderung über Akemi vergessen, die Jungen drängen sich an ihnen vorbei auf die Plätze, um ja nichts vom Spiel zu verpassen. Immerhin wird der Gewinner morgen ihr Gegner sein.
„Kahoko ist noch mit Natasha raus, sie wollen mit einer Alex und einem Tatsuya reden.“, wispert Akemi Shintarou zu, der steif nickt und einen Blick zu Takao riskiert, der gerade in eine hitzige Diskussion mit einem der anderen Spieler verwickelt ist.
So kriegt er wenigstens nichts mit, denkt Shintarour erleichtert und dreht sich wieder zu Akemi um.
„Es freut mich, dass du die Kette trägst. Ich hoffe, sie gefällt dir.“, erklärt er ihr mit vor Nervosität heiserer Stimme. Sie kann sehen, dass seine Ohren knallrot sind, aber sie ist selbst zu aufgeregt, um sich darüber groß Gedanken zu machen.
„Sie ist sehr schön.“, wispert sie zurück und schafft ein etwas lauteres: „Glückwunsch zum Sieg, übrigens. Ihr wart s-sehr gut.“
Er nickt stumm und rutscht auf seinem Stuhl herum. Ihre Knie stoßen gegeneinander und er zuckt erschrocken zusammen, bevor er ihr einen nervösen Blick zuwirft.
Akemi klopft das Herz bis zum Hals, aber sie versucht sich an einem Lächeln in seine Richtung.
„Und?“, fragt da Takao unerwartet laut neben ihnen. Sie zucken zusammen und drehen sich in seine Richtung.
„Was und?“, fragt Shintarou zurück.
Takao grinst frech. „Ach... Nichts eigentlich. Akemi, hast du schon mal Rakuzan spielen sehen?“
„N-Nein...“, murmelt sie und blickt auf den Platz hinunter.
„Dann kann dir Shintarou ja sicher erklären, warum sie so gut sind. Er hat früher mit dem rothaarigen Typen zusammen gespielt.“
„W-wirklich?“, fragt Akemi, blickt hinunter auf den Platz, zurück zu Shintrou und wieder auf den Platz.
Der Kapitän der Rakuzan ist im Vergleich zu seinen Teammitgliedern klein, aber er besitzt dieses gewisse Etwas, dass Akemi schon immer an sich vermisst hat. Ein Blick reicht und jeder weiß, dass er dieses Team anführt und er tut es gut.
„Seid ihr Freu- also… kommt ihr gut miteinander aus?“, fragt sie zögerlich.
Es ist das erste Mal, dass sie so ein Thema streifen und sie weiß nicht, ob sie sich damit nicht vielleicht zu sehr aus dem Fenster lehnt.
„Ich denke schon.“, murmelt er zurück, „Aber ich glaube… das wird sich wohl morgen zeigen.“
Sie will noch etwas sagen, aber sie versucht noch, ihre Worte zu ordnen, als der laute Pfiff zum Tip Off ertönt. Sie schluckt die Worte hinunter und lächelt ihn stattdessen noch einmal an, bevor sie sich dem Spiel zuwendet.
Es wird sicher bessere Gelegenheiten geben, um zu reden.

- - -

Natashas Mietwagen ist klein und ihr Kofferraum zu klein für ihr Gepäck, weshalb einer der Rücksitze von einer großen Tasche eingenommen wird. Kahoko verkneift sich beim Einsteigen die Frage, wie lange Natasha denn überhaupt bleiben will und rutscht folgsam in die Mitte der kleinen Sitzbank, auch wenn sie dafür die Knie fast bis zum Kinn hochziehen muss.
Alex steigt vorne ein und zieht immerhin den Sitz ein wenig vor. Sie legt immer wieder vorsichtig die Fingerspitzen an den Hals und zuckt zusammen, wenn sie eine Stelle erwischt, die mehr weh tut.
Tatsuya bleibt nichts anderes übrig, als hinten ein zu steigen. Er will rein rutschen, als ihm schon wieder ein scharfer Schmerz durch die Seite fährt und seine Muskeln verkrampfen lässt. Statt sich ganz lässig zu verhalten, wie er es vorgehabt hat, knallt er unsanft gegen Kahoko.
„Sorry...“, murmelt er, richtet sich vorsichtig auf und zieht die Autotür zu.
Kaum hat er sich angeschnallt, fährt Natasha auch schon los. Er und Kahoko sind hinten eingepfercht mit viel zu wenig Platz für zwei Menschen, die sich nicht klar sind, was sie eigentlich genau füreinander sind. Reden können sie auch nicht, nicht mit zwei neugierigen Frauen vor ihnen, die zwar über dieses und jenes quatschen, ihre Ohren aber immer gespitzt haben.
„Hast du Murasakibara schon Bescheid gegeben? Oder zumindest deinem Kapitän?“, fragt Kahoko schließlich zwischen zwei Richtungsangaben an Natasha.
„Mein Kapitän wird davon ausgehen, dass ich bei Atsushi bin und Atsushi ist bei Tsubaki und denkt jetzt ganz sicher nicht an mich.“
„Wie geht es ihm mit der Niederlage?“, fragt Kahoko sanft. Murasakibara ist ein einfaches Thema.
„Sie tut weh. Das tut sie jedem. Er hat behauptet, dass er jetzt mit Basketball aufhören wolle, weil es keinen Spaß mehr macht, aber er war beim Spiel voll dabei, da war nichts von Langweile zu spüren. Er wollte wirklich gewinnen. Tsubaki und ich wissen genau, was wir sagen müssen, damit er weiter macht, aber ich denke, er will auch von sich aus nicht wirklich aufhören. Dafür bedeutet ihm der Sport doch mehr, als er zugibt.“
„Tsubaki auch...“, murmelt Kahoko, „Das merkt man.“
Wieder herrscht Schweigen zwischen ihnen und Kahoko ist froh, als sie das Krankenhaus erreichen, dass ihr langsam zu einem vertrauen Ort wird.

Sie betreten die Notaufnahme. Für einen Freitagabend im Winter ist es recht ruhig hier und eine Schwester kommt auf sie zu.
„Kann ich euch helfen?“, fragt sie Natasha und Alex, bevor sie Kahoko erkennt, die mit Tatsuya hinterher gehumpelt kommt.
„Hana-chan, was machst du denn hier? Sag bloß, du hast dich wieder geprügelt!“
Kahoko läuft rot an, während ihre drei Begleiter amüsiert grinsen.
„Nein, hab ich nicht!“, stellt sie klar, „Mein Freund hier und seine Begleiterin haben aber etwas abgekriegt. Kann sich das vielleicht mal jemand ansehen?“
Die Schwester, deren Name Kahoko einfach nicht einfallen will, wirft einen Blick auf Tatsuya und Alex rot verfärbte Kehle und wirbelt herum.

Sie kommen nicht einmal dazu, sich hin zu setzen, da kommt auch schon eine Ärztin mit schwarzen Strubbelhaaren auf sie zugeeilt. Kahoko sinkt das Herz in die Hose. Am liebsten würde sie einen beherzten Sprung zur Seite machen und mindestens zwei Meter Abstand zwischen sich und Tatsuya bringen, aber Nozomi hat sie bereits entdeckt.
„Was haben wir denn hier?“, fragt sie spitz und mustert sie.
Natasha lächelt. „Sagen sie bloß, sie kennen Kahoko ebenfalls.“
Nozomi mustert sie verwirrt. „Das tue ich, warum?“
Natasha schüttelt den Kopf und dreht sich zu Kahoko um.
„Wirklich? Das Krankenhauspersonal kennt dich so gut? Gibt's da ein paar Sachen, die ich noch wissen sollte?“
„Mein Vater arbeitet hier.“, erklärt Kahoko trotzig, „Und Nozomi ist Shoichis Mutter.“
„Das ist allerdings nicht die Qualifikation, die ich hier zum Arbeiten brauche.“, kommentiert Nozomi knapp, „Folgt mir, ich schaue mir das mal an.“

- - -

Das erste Viertel ist vorbei, als Shoichi aus der Halle schlüpft und sich einen abgelegenen Gang sucht. Er zieht noch im Gehen sein Handy aus der Tasche und drückt auf eine Kurzwahltaste.
Es klingelt dreimal, dann ertönt ein Klicken, gefolgt von einem atemlosen „Hallo?“ von Kahoko.
Shoichi bleibt mitten in dem schmalen Gang stehen und atmet tief durch, um ruhig zu bleiben.
„Wo bist du?“ Wer ist bei dir? Warum klingst du so atemlos? Muss ich mir Sorgen machen?
„Im Krankenhaus.“, er kann hören, wie sie durchatmet und fremde Stimmen im Hintergrund.
Seine Finger verkrampfen sich, fast rutscht ihm das Handy aus der Hand.
„Warum?“, fragt er und seine Stimme ist heiser vor Aufregung.
Hast du dich verletzt? Ist es der Magen? Die Rippen? Hat dich jemand angegriffen? Hast du jemanden angegriffen? Warum hast du mir nichts gesagt, ich wäre mit gekommen!
Seine Gedanken sind so laut, das er darüber beinahe ihre Antwort verpasst.
„Haizaki hat Alex und Tatsuya angegriffen. Sie tun beide so, als wäre es nichts, aber Natasha und ich haben beide ins nächste Krankenhaus gefahren. Deine Mutter behandelt grade Tatsuya.“
Er ist unfähig zu antworten, also redet sie weiter, erklärt die Situation ausführlicher.
Ob sie ahnt, dass ich mehr Informationen brauche? Oder versucht sie nur die Stille zu füllen?
„Natasha wollte die Pause nutzen und Alex finden. Vermutlich wollte sie auch, dass ich ein paar Worte mit Tatsuya wechsle, weil er ja verloren hat. Ich bin mitgegangen, aber als wir sie gefunden haben, war Haizaki schon weg und sie sahen beide furchtbar aus. Taiga war auch da, aber in so einer Situation ist auf ihn nicht unbedingt Verlass und keiner der drei weiß, wo das Krankenhaus genau ist, also bin ich mit gegangen. Wir werden sie nachher noch nach Hause bringen und dann kommen wir wieder zurück. Wenn es gut läuft, schaffe ich es, vor das Spiel zu Ende ist.“
Shoichi räuspert sich.
„Du hast gesagt… meine Mutter behandelt… ihn?“
„Ja...“, Kahoko kichert, aber es klingt angespannt, „Ich musste ihn beim Gehen stützen, da siehst du, wie mies es ihm geht – und da stehen wir in der Notaufnahme und deine Mutter kommt rein… Sie behandelt ihn grade, ich hoffe, sie hält ihm keine Rede oder sowas.“
„Vielleicht sollte sie das.“, murmelt er mehr zu sich selbst, aber Kahoko hört es trotzdem.
„Shoichi… Vertraust mir etwa nicht?“, fragt sie sanft und er seufzt.
„Dir schon. Nur ihm vertraue ich nicht.“
„Ich bin nicht Kaiya.“, antwortet sie darauf und er stockt und verhaspelt sich in dem Versuch, ihr etwas zu entgegen.
„Ist schon okay.“, unterbricht sie ihn, „Ich bin so bald wie möglich bei dir. Bis nachher.“
„Bis nachher...“

- - -

Als Kahoko zurück in den kleinen Wartebereich tritt, sitzt Tatsuya auf einem der Stühle.
„Wo ist Natasha?“, fragt Kahoko und setzt sich ihm gegenüber. Der Abstand zwischen ihnen beträgt fast zwei Meter.
„Holt Kaffee. Alex ist grade bei der Ärztin, falls das deine nächste Frage ist.“
Kahoko nickt verstehend und mustert ihn schweigend.
Er sitzt gerade und nicht mehr zusammen gekrümmt und die Abschürfungen in seinem Gesicht sind gesäubert worden.
Müde sieht er aus, denkt Kahoko, Müde und ein wenig verloren.
Wie geht’s Imayoshi?“, fragt er da plötzlich und sie hebt überrascht den Kopf.
„Wieso… Woher...“, stammelt sie und er versucht sich in einem schiefen Lächeln.
Du warst weg um zu telefonieren. Dein Freund, dein Bruder oder jemand, der ein Auge auf dich hat. Ich hab geraten und offensichtlich richtig gelegen.“
Kahoko zuckt mit den Schultern und blickt auf ihre Füße.
Sie waren mal so gut befreundet und jetzt weiß sie nicht mehr, was sie mit ihm reden soll.
Waren wir nur befreundet, weil wir eigentlich eine Beziehung wollten? War die Freundschaft nur Teil unserer Beziehung? War…
„Bist du glücklich mit ihm?“, unterbricht Tatsuya ihren Gedankenwirrwarr.
Kahoko reißt den Kopf nach oben und den Mund auf, um zu antworten, als neben ihnen eine Tür aufgerissen wird.
Alex stapft heraus, die Brille kokett auf der Nase nach vorne gezogen, mustert sie die beiden Jugendlichen.
„Wo ist Natasha? Ich brauche dringend einen Kaffee.“
Kahoko macht den Mund auf und zu wie ein Fisch. Tatsuya mustert sie beinahe mitfühlend, als auch noch Natasha zu ihnen stößt, in einem kleinen Karton fünf Getränkebecher transportierend.
„Einmal Kaffee für alle.“, sie drückt jedem einen Becher in die Hand, auch Nozomi, die sowohl das Getränk als auch die Schenkerin überrascht mustert.
„Für die freundliche und schnelle Behandlung.“, meint Natasha, „Die Frau unten meinte, sie bestellen immer den gleichen Kaffee, also hoffe ich, dass er passt.“
„Oh… Danke...“, Nozomi nippt an dem Becher und ihre Augen leuchten auf.
Natasha grinst freudig und Kahoko nutzt Nozomis Unachtsamkeit, um einen großen Schluck zu nehmen.
Der Kaffee ist viel zu heiß und verbrennt ihr einen Großteil von Zunge und Mund, aber da sie seit fast einem Monat auf Zwangsentzug ist, ist ihr das herzlich egal. Außerdem, das hat sie sofort gerochen, ist da eine Gewürzmischung im Kaffee und der Teufel soll denjenigen holen, der ihr jetzt noch den Kaffee wegnehmen will.

Keine zwei Minuten später sitzen sie im Auto auf dem Weg zu Kagamis Wohnung, wo Alex abgesetzt werden möchte. Tatsuya will von dort aus zu seinem Hotel laufen, dass gleich um die Ecke liegen soll.
Tatsuya mustert Kahoko, die immer noch ihren Kaffeebecher in Händen hält und immer wieder zufrieden lächelnd einen Schluck von ihrem Getränk nimmt.
Sie bemerkt seinen Blick und dreht ihren Kopf zu ihm.
„Ja.“, sagt sie und er blinzelt überrascht.
„Was ja?“
„Ja zu deiner Frage.“, gibt sie zurück und er muss die vergangenen Minuten und Unterhaltungen zurückspulen, um ihren Gedankensprüngen folgen zu können.
„Das freut mich.“, erklärt er und ignoriert ihre skeptisch gehobene Augenbraue, als Natasha anhält.
„So… hier wolltet ihr beide raus, oder?“, fragt sie in die Runde und unterbricht damit wieder unwissentlich eine Unterhaltung.

-

Schließlich hält Natasha vor dem Stadion.
„Spring raus. Wir sehen uns morgen.“
„Du kommst nicht mit?“, Kahoko mustert sie überrascht, löst aber gleichzeitig ihren Sicherheitsgurt.
Natasha schüttelt den Kopf.
„Nein, nein… ich bin schon eine alte Frau, ich brauche meinen Schlaf.“
„Wo schläfst du überhaupt?“
„Nanamis Tante hat ein kleines Bed & Breakfast. Jedenfalls glaube ich, dass es so etwas in der Art sein soll. Sag Lover Boy, dass er seine Hände bei sich behalten soll und ich ein Auge auf dich hatte.“
Kahoko rollt mit den Augen, drückt Natasha einen Kuss auf die Wange und macht, dass sie ins Stadion kommt.

Wie viel sie verpasst hat, wird ihr klar, als sie durch eine der großen Türen schlüpft und erst mal einen Blick auf die Anzeigentafel wirft.
Das dritte Viertel ist fast vorbei und Fukuda Sougou ist mit 63 zu 51 Punkten in Führung.
In Kahokos Magen breitet sich ein unangenehmes Gefühl aus und sie ist sich ziemlich sicher, dass es nicht von dem Kaffee kommt.
Rasch wirft sie einen Blick über die Menge von Zuschauern vor sich und versucht Shoichi zu erkennen.
Block D, Reihe 8, flüstert sie vor sich hin, während sie sich in dem Meer von Hinterköpfen zurecht zu finden versucht, das vor ihr liegt.
Block D hab ich, jetzt noch Reihe 8 – ah, da ist er.
Ihre Knie zittern ein wenig, als sie die Stufen hinunter geht und sich dann an ein paar Jungen vorbei in die Reihe schiebt.
Shoichi mustert sie schweigend, als sie sich neben ihn fallen lässt, Susa starrt sie ebenfalls an und Shinji formt mit den Lippen ein stummes „Wo bist du gewesen?“
Kahoko ignoriert es und hält Shoichis Blick stand, während sie seine rechte Hand in ihre linke nimmt.
Er hebt ein Augenbraue, lässt sie aber gewähren.
Als unten zu einer Pause gepfiffen wird, beugt er sich näher zu ihr und schnuppert.
„Du hast Kaffee getrunken.“, stellt er fest und Kahoko lächelt wie ein Kind, das man mit der Hand in der Keksdose erwischt hat.
„Natasha hat ihn mir gekauft.“, murmelt sie und er schüttelt den Kopf, lächelt dabei aber ein klein wenig.
„Also...“, fragt sie, froh zu sehen, dass er besser gelaunt ist, „Was habe ich verpasst?“

- - -

Hallo ihr Lieben, ich weiß, ihr seid alle sehr eingespannt im Alltag und ein Großteil meiner Stammleser ist vermutlich mit dem Lesen noch nicht mal bis zu diesem Kapitel gekommen, aber wenn ihr hier ankommt, ist die frage, die ich jetzt stelle, dennoch wichtig.
Ich bin bereits am epilog dran, der schon mindestens fünf kapitel fast und beinahe als eigenständige  Geschichte durchgehen könnte.
Ohne Epilog sind wir schon bei gut 103 Kapiteln (ihr könnt euch also noch auf etwas freuen) und ich weiß nicht, ob euch die Menge an Kapiteln dann nicht zu viel wird.
Deshalb die Frage an euch:
Hätte ihr den Epilog lieber separat als kleine FF oder hättet ihr ihn lieber am Ende dieser FF?
Lasst es mich bitte wissen.
Alles Liebe noch von mir, ich wünsche euch ein unstressiges Jahr 2017
Poettierchen
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