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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
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07.12.2016 2.640
 

Kahoko hatte gehofft, dass dieser Tag nicht kommen würde. Dass sie ihn einfach verschlafen könnte. Vielleicht eine perfekt getimte Migräne am Vorabend…?
Aber jetzt steht sie hier, in dem Tanzstudio ihrer Patentante, in einem schwarzen Kleid und flachen Schuhen.
Shintarou steht ihr gegenüber und hält mit dem ihm eigenen Ruhe ihren Blick fest.
Es steht noch einiges zwischen ihnen, an dem sie arbeiten müssen, aber sie kann seine Gedanken wieder so deutlich lesen wie früher als Kind.
Er vertraut ihr in diesem Moment, dass sie beide das können und er gibt ihr den Halt, dass sie genau das gleiche empfinden kann.
Trotzdem… da sind so viele Leute um sie herum versammelt, es ist ihr nicht ganz geheuer.

Sakura ist in ihrem Element. Es haben sich zwar nicht alle Teams des Winter Cup Finales eingefunden und sie musste viele, die gar nicht nicht eingeladen waren, buchstäblich hinaus werfen, weil sie nur wegen irgendeines Jungen gekommen waren, aber das kann ihrer guten Laune nichts anhaben.
„Okay Leute. Ihr habt alle unterschiedlich viel Erfahrung und darum kümmern wir uns später. Der Ball ist in drei Teile aufgeteilt… Der Eröffnungstanz, der in den Tanz der Kapitäne übergeht und dieser wird wiederum in eine Art offene Tanzfläche auslaufen. Im letzten Teil darf eigentlich jeder tanzen, der möchte und es kann, aber wir versuchen dennoch eine Choreographie rein zu bringen und vielleicht auch eine Art Farbthema für die einzelnen Schulen zu finden. Schließlich möchtet ihr ja zeigen, was ihr könnt, wenn die Sponsoren schon mal zusehen...“, Sakura klatscht begeistert in die Hände und ignoriert gekonnt die unwilligen Gesichter, die mindestens fünfzig Prozent der Anwesenden zur Schau tragen.
„Also, damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, mit was für einer Art Tanz wir uns heute beschäftigen werden… der Eröffnungstanz. Shintarou, Kahoko, bitte...“
Sie kann im Hintergrund überraschte Ausrufe vernehmen, die eindeutig von ihrem Team kommen – und vielleicht noch vom Yosen Mädchen Team, aber auch amüsiertes Schnauben und spöttisches Gelächter. Für letzteres sind eindeutig die Jungs verantwortlich. Sie konnte zwar Akashi nicht entdecken und Aomine hat sich auch vor dem Tanzkurs gedrückt, aber es sind immer noch genug Leute da, die ihren Spaß daran haben, über Shintarou zu lachen.

Die Musik startet ganz leise und unaufdringlich, ein Wohlklang im Hintergrund.
Kahoko ignoriert die Zuschauer und steuert zielstrebig auf Shintarou zu. Wenn sie sich so konzentrieren muss, kann sie nicht lächeln – wie ihre Mutter es gerne hätte – aber da Shintarou ebenso todernst dreinblickt wie sie, hofft Kahoko, dass die Leute denken werden, es gehöre zum Tanz.
Sie reicht ihm die Hand und er ergreift sie, in einer geschmeidigen Bewegung, der man nicht anmerkt, dass sie sie bereits mehr als 100 Mal geübt hat, dreht sie sich gekonnt in seine Arme.
Der Tanz beginnt langsam und beinahe hypnotisierend, genau wie die Musik, die sich schließlich kraftvoll emporschwingt. Shintarou führt ausgezeichnet und Kahoko ist froh, dass es so ist. Es macht ihr alles viel leichter. Dann noch die flachen Schuhe, die sie ihrer Mutter abgerungen hat und für einen guten Stand sorgen.
Das Lachen im Hintergrund hat entweder aufgehört, oder sie bemerkt es einfach nicht mehr.
Wenn sie diesen Tanz immer so hinkriegen, wird der Winterball vielleicht doch nicht so furchtbar, wie er klingt.

Verhaltener Applaus, als der Tanz endet. Shintarou sieht aus, als hätte er nur mal eben eine schwere Rechenaufgabe erklärt, während Kahoko versucht, niemandem ins Gesicht zu blicken.
Ihre Mutter klatscht in die Hände.
„In Ordnung.“, macht sie alle wieder auf sich aufmerksam, „Ihr habt jetzt gesehen, worum es geht. Ich möchte bitte, dass ihr euch in zwei Gruppen aufteilt. Alle, die keine Erfahrungen im Tanzen haben, bitte auf die linke Seite des Saales, zu den Fenstern. Und alle, die zumindest ungefähr wissen, worum es geht, bitte auf die andere Seite. Jetzt bitte.“
Einige wenige Minuten herrscht das absolute Chaos. Manche sind sich nicht sicher, wie viel Erfahrung man braucht, um auf die rechte Seite zu dürfen, andere wollen unbedingt bei ihren Freunden oder Freundinnen bleiben… Und dann ist da noch die dritte Gruppe. Auffällig geschminkte Mädchen, die nervös beide Gruppen mustern, um herauszufinden, in welcher sich Kise befindet, um sich ihm anzuschließen. Mit ihnen hat Sakura am wenigsten Geduld.
„Habt ihr schon mal getanzt?“, fragt sie bemüht ruhig. Die Antworten reichen von „Ja schon, aber...“ über „Nein, also, nicht so...“ zu einem hektischen „Haben sie Kise-kun gesehen? Ich traue ihm zu, dass er schon tanzen kann, aber...“
Sakura ist eine kleine Frau, erreicht mit 1,56m gerade mal die Durchschnittsgröße der weiblichen Bevölkerung in Japan. Und hier ist sie umzingelt von Basketballspielern, die, ob weiblich oder nicht, zum Großteil überdurchschnittlich groß sind. Aber sie ist auch eine Mutter von zwei ganz besonders sturen Teenagerkindern und sie hat gelernt, sich durchzusetzen, wenn es sein muss.
„Das hier ist ein Tanzkurs zur Vorbereitung für den Winterball.“, erklärt sie ruhig. Gefährlich ruhig.
„Ich bin für die gesamte Choreographie verantwortlich. An mich werden sich die Leute wenden. In diesen Tanzschritten steckt mein Herzblut und sehr viel Arbeit. Ich werde also nicht dulden, dass dieser Kurs dazu missbraucht wird, um einem dahergelaufenen Jungen...“, an dieser Stelle kann man Kise empört „Hey!“, rufen hören, „schöne Augen zu machen. Habt ihr mich verstanden?“
Es ist mucksmäuschenstill, alle Augen sind auf das Grüppchen Mädchen und Hana Sakura, ihre Tanzlehrerin für diesen Tag, gerichtet.
Eines der Mädchen hat tatsächlich den Mumm, ein „Aber...“, einzuwenden.
Sakura hebt eine Augenbraue und sie verstummt wieder.
„Aber wenn ihr euch außerstande seht, zu tun, worum ich euch höflichst bitte, dann nehmt eure Sachen und geht. Die ganze Choreographie wird ohne euch sicher viel ansprechender auf unsere Zuschauer wirken.“
Das sitzt.
Keines der Mädchen will gehen. Nicht nur, weil sie dann erst recht nichts von Kise zu sehen bekommen, sondern auch, weil sie dazu verpflichtet sind, an diesem Training teilzunehmen. Von der Schule und von ihrem Basketballteam aus. Es bleibt ihnen also nichts anderes übrig, als zu kuschen. Sie verteilen sich beinahe gleichmäßig auf die beiden Gruppen im Saal.

Kahoko, die viel lieber beim Großteil ihres Teams in der Anfängergruppe wäre, muss sich wohl oder übel zu den Profis gesellen, als die rechte Gruppe ebenfalls aufgeteilt wird.
„Also...“, Sakura blickt hin und her, „Da wir jetzt erst mal nur die Schritte üben macht es nichts, wenn Jungen mit Jungen tanzen. Ihr wechselt euch dann einfach mit dem führen ab. Ich teile euch jetzt einander zu, jeweils ein Profi und ein Amateur und dann tanzt ihr bitte einen langsamen Walzer, bis ich wieder zu euch komme. Also… du da, mit den blauen Haaren...“, sie deutet auf die Kapitänin der Kaijou, „Und Shintarou… Kahoko, du tanzt mit dem Herrn im grünen Hemd… Takao, du...“ Und so geht es weiter und weiter.

„Meguro-kun...“, begrüßt Kahoko ihren Tanzpartner erfreut lächelnd, „Das Grün steht dir.“
Meguro, groß, dunkelhäutig und mit einem wuscheligen Schopf schwarzer Dreadlocks, ist der Power Forward des Nakamiya Jungen Teams.
Er errötet, ehrlich erfreut über ihr Kompliment.
„Hana-san… es ist schön, dass deine Mutter uns einander zugeteilt hat. Ich kenne die meisten Mädchen hier nicht und alle anderen sehen mich ja nur einmal an und glauben dann, ich wäre ein Gangster, der sie entführen will.“
Kahoko lacht. „Ich hab dir gesagt, dass du mich Kahoko nennen sollst. Hana-san ist meine Mutter. Und hat dir nicht Nanami bei unserem letzten Training gesagt, dass man dein wahres Ich besser erkennen könnte, wenn du mehr lächeln würdest?“
„Ja schon...“, er zieht verlegen den Kopf zwischen die Schultern, „Aber das ist halt nicht so leicht.“
„Kommt Zeit, kommt Rat.“, meint Kahoko locker und zeigt ihm erst mal, wie er sie halten muss, um sie korrekt führen zu können.

Als die Musik beginnt, fangen die Paare an zu tanzen. Kahoko kann ihre Mutter nur dafür bewundern, sich das alles so gut ausgedacht zu haben. Sie hat erwartet, dass mit so vielen Tanzschülern nur ein absolutes Chaos entstehen kann.
Tatsächlich funktioniert es wirklich gut. All die Amateure, die weniger Erfahrung haben, werden von denen in die Tanzschritte eingewiesen, die sich auskennen. Kahoko hat Glück mit Meguro. Er konzentriert sich sehr darauf, alles richtig zu machen und schafft es, ihr kein einziges Mal auf die Zehen zu treten, obwohl er etwas zu große Schritte macht.
Shintarou hat weniger Glück, dass kann sie von hier aus gut erkennen. Es scheint, als hätte die Kapitänin der Kaijou zwar sehr viel Ahnung von Basketball, aber beim Tanzen zwei linke Beine.
Kahoko sieht sich nach weiteren bekannten Gesichtern um. Michirou gehört zur Gruppe der Profis und wird von einem Riesen von Kerl geführt. Er kommt Kahoko bekannt vor. Vielleicht der Kapitän von Yosen?
Wakamatsu ist nicht weit davon entfernt und stolpert beinahe über seine Partnerin, weil er ständig prüfende Blicke in Michirous Richtung wirft. Das Mädchen, Kahoko erkennt ihre Rakuzan-Schuluniform, nicht aber ihr Gesicht, ist darüber keineswegs erfreut.
Kise tanzt mit seinem Kapitän – eine weise Entscheidung ihrer Lehrerin, um nicht noch weitere Streitereien unter den Mädchen zu provozieren – und Murasakibara steht einfach nur mitten im Raum und schwenkt halbherzig seine Arme, wenn Tsubaki ihn darum bittet.
Nach einer halben Stunde kommt Sakura von den Anfängern zurück und stoppt die Musik, um die Paare neu aufteilen zu können.
Kahoko riskiert einen Blick zur anderen Seite des Saales.
Zwei Schüler sitzen auf einer Bank und halten sich ihre Nasen, während Nanami neben einem Mädchen kniet und deren Rock mit einem Tacker bearbeitet. Ganz offensichtlich ist er mitten durch gerissen und Kahoko kann nur hoffen, dass ihr das heute nicht auch noch passiert.

„Hier spielt die Musik, Kahoko...“, spöttelt da jemand neben ihr.
Sie fährt herum und blickt direkt in Hanamiyas grinsendes Gesicht.
Kahoko öffnet und schließt ihren Mund, wie ein Goldfisch auf dem Trockenen. Ihr fällt nichts ein.
„Ich sehe, du freust dich genauso wie ich darüber, dass wir einander zugeteilt worden sind...“, er grinst noch breiter und schnappt sich kurzerhand ihre Hand, als sie nicht reagiert.
Kahoko macht den Versuch, an ihm vorbei zu gehen, ihm ihre Hand zu entreißen, aber er grinst nur böse.
"Wir sind einander zugeteilt und du willst doch nicht deine Mutter enttäuschen... Oder?"
Im selben Moment beginnt die Musik wieder zu spielen und Kahoko bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zu tanzen. Nicht, dass sie nicht fieberhaft darüber nachdenken würde, wie sie sich aus dieser Situation wieder heraus winden kann.
Sie könnte einen plötzlichen Partnertausch vorschlagen?
Ein kurzer Blick in die Runde und sie verwirft den Gedanken wieder. Rechts von ihr tanzt ein paar verloren gegangener Anfänger und links von ihr tanzen ausgerechnet zwei Kerle, die sie beide nicht kennt.
"Solltest du mich nicht ansehen, wenn wir tanzen?", fragt Hanamiya dann gefährlich süß und Kahoko wirft ihm einen bösen Blick zu.
Er lacht, ihn scheint das alles ja herrlich zu amüsieren.
Also starrt sie ihn mit ihrem bösesten Blick an, in der Hoffnung, dass der Tanz schnell vorbei gehen möge.
Dann drehen sie sich und Kahoko sieht sich zwei neuen Paaren gegenüber. Tatsuya tanzt mit Meij und beide sehen zu ihnen herüber und dann ist da noch Yoyo, die ihrem Bruder alle zwei Schritte auf den Fuß tritt.
Egal mit wem sie tauscht, sie kommt wohl vom Regen in die Traufe.
Diesen Moment nutzt Hanamiya, um sein Knie fest gegen ihres zu stoßen. Ob es eine Art Angriff sein soll, oder nur der Versuch, sie auf ihn aufmerksam zu machen, Kahokos Knie entscheiden, dass sie genug davon haben, aufrecht zu stehen. Sie knickt weg und wäre wohl gegen ihn gefallen, hätte er nicht geistesgegenwärtig von sich geschoben.
Kahoko geht zu Boden wie ein Sack, der in sich zusammen fällt. Sie streckt ihre Hände aus, um sich an etwas festhalten zu können und erwischt den Stoff seiner Hose.
Die Musik stoppt und Kahoko sitzt am Boden, in einer Hand Hanamiyas linkes Hosenbein, während er selbst besagte Hose am Gürtel nach oben gezogen hat.
"Kahoko!", ertönt die laute Stimme ihrer Mutter, "Was machst du auf dem Boden?"
"Er hat mir eine mit dem Knie verpasst!", protestiert Kahoko und springt wieder auf, "Ich konnte nichts dafür!"
Sakura seufzt nur. "Für eine Basketballspielerin hast du wirklich ein furchtbares Gleichgewicht."
Die Schüler um sie herum verbergen ihr Amüsement nicht und Kahoko verschränkt trotzig die Arme.
"Könnt ihr wieder miteinander tanzen? Ach, nein, ihr tauscht lieber.", Sakura blickt sich suchend um.
"Ich kann gerne übernehmen, Hana-san.", Tatsuya nähert sich mit der Andeutung eines höflichen Lächelns. Kahoko fürchtet das Schlimmste, aber ihre Mutter überrascht sie erneut.
"Nein danke, Tatsuya, darauf verzichte ich lieber.", erklärt sie ihm kühl und wendet sich dann von ihm ab, um auch nach weiter hinten blicken zu können.
"Du da, mit den blonden Haaren. Du tanzt mit Kahoko."
Wakamatsu schält sich aus dem Hintergrund, sichtbar erleichtert, dass er es nicht mit Hanamiya aufnehmen muss.
"Und mit wem tanze ich?", mischt sich der Bad Boy der ungekrönten Könige gleich ein.
Hinter Wakamatsu tritt ein Junge mit rotem Haar zu ihnen und Hanamiyas hämisches Lächeln verschwindet augenblicklich.
"Ich führe.", erklärt Akashi ihm ruhig.

- - - -

Den ganzen Vormittag tanzen sie in ihren zugeteilten Gruppen und wechseln dabei mehrmals den Partner.
Kahoko wird zwar weder Hanamiya noch Tatsuya zugeteilt, dafür darf sie aber mehrmals Tritte von tollpatschigen Tanzpartnern einstecken. Ihr letzter Tanzpartner ist trotz seiner mangelnden Erfahrung im Tanzen ein sehr angenehmer Genosse. Er spricht die ganze Zeit kein Wort, lächelt sie nur stumm an und führt sie seelenruhig über die Tanzfläche.
"Mitobe möchte sich für den Tanz bedanken...", taucht ein anderer Junge neben ihnen auf, als der Tanz endet.
"Mitobe?", fragt Kahoko verdutzt, "Seirin, nicht wahr?"
Beide nicken, erfreut, dass sie sich das gemerkt hat.

- - -

Schließlich wird es Mittag und Sakura schickt sie alle in kleinen Grüppchen ins Nebenzimmer, wo sie Brötchen aufbereitet hat.
Sie ist schlau genug, die größten Spieler als Letztes hinein zu schicken. Zwar sind die anschließend knurrig, aber dafür haben die anderen auch etwas in die Mägen bekommen.
Anschließend wird noch einmal gemischt, damit auch die Anfänger mehr Übung bekommen können.
Kahoko beschließt, dass sie jetzt genug davon hat, die brave Tochter zu spielen und stellt sich neben ihre Mutter, um ihr ins Ohr zu flüstern.
„Kannst du Shintarou mit Akemi tanzen lassen?“, wispert sie ihr zu und Sakura blickt für einen Moment von ihrem Klemmbrett auf und mustert ihre Tochter ernst.
„Kann ich machen, aber dann habe ich für den Rest des Nachmittags freie Einteilung für dich.“
Kahoko verzieht den Mund. „Muss das sein?“
Sakura lächelt verschmitzt. „Nun, woher glaubst du, hast du deinen Sturkopf her? Hättest du denn einen Favouriten?“
Kahoko überlegt kurz und lässt ihren Blick über die Schüler schweifen, die in Grüppchen dastehen und die kurze Pause genießen.
Shoichi ist nicht hier und Shintarou ist ja schon vergeben. Ihr Blick fällt automatisch auf Shouta, doch selbst sie ist nicht blind dafür, dass er immer wieder einen verlegenen Blick in Lias Richtung riskiert.
Nein. Wenn ich jetzt mit ihm tanze, reißt das die beiden nur noch mehr auseinander.
Mit Tatsuya will sie wirklich nicht tanzen, Murasakibara hat seine Freundin – und ist ein furchtbarer Tänzer –, Kise seinen Fanclub und Takao sollte sie wirklich etwas auf Abstand halten. Der zählt genau wie Meguru-kun zu der Gruppe Jungen, denen sie lieber nicht einreden will, dass sie noch zu haben sein könnte.
Ich halte mich zwar nicht für so unwiderstehlich, aber ich hätte auch nicht gedacht, dass Takao Interesse an mir entwickeln könnte. Und Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht. Wenn nur Yahiro da wäre, der wäre zwar hibbelig, aber erträglich. Aber der ist ja nicht im offiziellen Basketballclub vertreten.
„Also wenn du es noch hinkriegst, dass Lia und Shouta miteinander tanzen, dann hast du wirklich die freie Wahl bei mir.“
Sakura grinst zufrieden. „In Ordnung. Warte einfach hier und stell keinen Blödsinn an.“
Kahoko verschränkt beleidigt die Arme. „Tu ich doch nie.“

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