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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
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03.12.2016 2.664
 
Yasushi sieht sie an. Seine Wimpern sind unglaublich lang und wenn er verwirrt blinzelt, so wie jetzt gerade, wird ihr Blick immer wie magisch von seinen Augen angezogen.
Yasushi ist, das gibt jeder gerne zu, schön. Vor allem für einen Jungen. Er hat strahlend blaue Augen und brünettes Haar, dass in der Sonne golden schimmert.
Außerdem ist er sportlich, gut gebaut und er kann sich gut ausdrücken. Aber einen guten Charakter hat er nicht.
Sie hat ihm unendlich lange hinterher geschmachtet, hat mit ihm gelernt und mit ihm Filme im Kino angesehen. Er war nett zu ihr und ist dann oft noch am gleichen Tag mit einem anderen Mädchen weg gewesen. Sie hat ihn erst aufgegeben, als sie Susa kennen gelernt hat.
Aber jemanden wie Yasushi gibt man nicht einfach auf.

- - -

„Jetzt entspann dich doch… Was ist schon dabei?“
Sie mustert ihn wütend.
„Was schon dabei ist? Susa ahnt etwas. Sein Freund Imayoshi ahnt etwas. Und ich sage dir, wenn Imayoshi da seine Finger im Spiel hat, kommen wir beide nicht heil wieder aus der Sache raus.“
„Und was soll er bitte ahnen? Du gibst mir Nachhilfe, mehr nicht.“
„Angeblich hat er Fotos.“
„Fotos?“, Yasushi lacht, „Wovon denn? Alles, was uns irgendwie schaden könnte, wie du es so schön ausdrückst, ist hier in diesem Zimmer passiert und davon kann ja wohl keiner etwas mitbekommen haben. Es sei denn, du hast die Fotos gemacht.“
„Ich?!“, faucht Kaiya, „Für mich steht doch am meisten auf dem Spiel. Susa und ich sind schon drei Jahre zusammen…!“
„Und du betrügst ihn nach Strich und Faden.“, unterbricht Yasushi sie und spielt wieder mit dem Ball, als wäre es nichts, „Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich habe meinen Spaß mit einem Mädchen, dass ich sehr mag und mit dem ich gerne zusammen bin. Dass du nebenher auf brave Tochter und Freundin machst, damit habe ich nichts zu tun.“
„Aber du hast angefangen!“, faucht Kaiya immer noch und die Verzweiflung ist ihrer Stimme immer deutlicher anzuhören.
„Habe ich das?“, fragt Yasushi ruhig, „Ich habe mit dir geflirtet, vielleicht, aber du hast mir nicht gesagt, dass du einen Freund hast, bis ich es von selbst rausgefunden habe. Du bist die, die mich anlügt und deinen tollen Susa ebenso. Du kannst nicht uns beide haben… Vielleicht willst du ja, dass ich Schluss mache, was? Aber so leicht mache ich es dir nicht. Wenn, dann musst du die Sache beenden. Also…?“
„Aber ich liebe dich...“, murmelt Kaiya schwach.
„Dann mach Schluss mit Susa. Ruf ihn an und sag ihm, dass du einen anderen hast.“
„Aber ich hab ihm schon gesagt, dass Imayoshi versucht mich zu erpressen… weil er mich angebaggert hat und ich ihn abgewiesen habe… Damit… Also damit er …“
„Keinen Verdacht schöpft? Nicht Schluss macht?“, Yasushi lacht schallend, lässt den Ball fallen und tritt zu ihr. Er nimmt ihr Gesicht in beide Hände und grinst breit.
„Dann bleibt ja alles beim Alten. Bis dir alles auf den Kopf fällt. Wenn ich früher gewusst hätte, liebe Kaiya, was für ein durchtriebenes kleines Ding du bist, dann wäre vieles nicht passiert.“, er beugt sich zu ihr und sie kommt ihm entgegen.
„Aber das würde alles nicht so einen Heidenspaß machen...“, murmelt er und küsst sie.
Da ist kein Widerstand in ihr, nur noch ein bisschen Verzweiflung, der ihre Glieder schwer macht, als sie die Arme um ihn schlingt und den Kuss erwidert.

Ein großer Teil von ihr liebt Susa und dieser Teil will so sein, wie Susa sie sieht.
Aber ein noch viel größerer Teil von ihr liebt Yasushi, seit sie ihn vor fünf Jahren kennen gelernt hat und mit jedem Tag, den sie zusammen verbringen, werden sie sich ähnlicher.
Immerhin, denkt sie, als er sie Richtung Bett schiebt, selbst wenn Imayoshi sich von diesem Schlag erholen sollte, sie wird Yasushi an ihrer Seite haben.

- - -

Takao ist auf dem Weg zu Kahoko so viele Umwege gegangen, wie ihm möglich waren und er hat auch ernsthaft versucht, nicht zu ihr zu gehen, aber seine Gefühle sind dann doch ein wenig stärker als sein verletzter Stolz.
Er braucht drei Anläufe um zu klingeln.
Lautes Rumpeln, dann wird die Tür aufgerissen.
Kahoko steht vor ihm, in ein ärmelloses Shirt und eine alte Jogginghose gekleidet. Nach all den losen Trainingsoutfits und unvorteilhaften Schuluniformen ist diese enganliegende Freizeitkleidung wie ein Schlag ins Gesicht.
„Kazunari...“, begrüßt sie ihn überrascht und er packt sie bei den Handgelenken und schiebt sie ins Haus hinein.
„Weißt du wie kalt es draußen ist?“, bellt er entsetzt, „Du wirst dich erkälten, wenn du so im Durchzug stehst. Wir haben Winter!“
Es ist schwer, aber er schafft es, ihre Arme wieder los zu lassen. Trotzdem starrt er vielleicht etwas länger als nötig auf den Sixpack, der sich unter ihrem T-Shirt abzeichnet.
Konzentrier dich, Kazunari, ihre Augen sind weiter oben.
Kahoko erwidert seinen Blick verwirrt.
„Was machst du denn hier?“, fragt sie und er verzieht das Gesicht.
„Dein Bruder hat erwähnt, dass du das Gespräch zu mir suchen willst und ich dachte, ich komm dir entgegen.“
Sie öffnet den Mund, um etwas zu sagen, aber er unterbricht sie erneut.
„Was hast du da an der Schulter? Ist das ein blauer Fleck? Hast du dich wieder geprügelt?“
„Das kommt vom Training!“, wehrt sie seine Fragen ab und er seufzt dramatisch.
„Da interessiert mich aber mal, was ihr trainiert! Lass dir von Akemi ihre Mischung für blaue Flecken geben, dann ist das im Nu wieder weg! Sowas kannst du echt nicht bringen, mitten im Winter Cup.“
„Woher weißt du denn bitte von Akemis Mischungen?“
„Na wir trainieren zusammen. Sie, Shin-chan und ich.“
Ein Schatten wandert über Kahokos Gesicht.
„Also du darfst kommen, aber mir verschweigt er das Ganze immer noch? Das nenn ich Bruderliebe.“
„Aber Akemi hats dir ja gesagt, oder nicht?“
„Nein.“, Kahoko verschränkt die Arme und wirft ihm einen Blick zu, „Ich habs von selbst rausgefunden. War ja leicht zu durchschauen...“
„Kahoko...“, mischt sich da plötzlich Sakura vom Wohnzimmer aus ein, „Könntet ihr eure Unterhaltung vielleicht wo anders fortführen? Ich würde gerne verstehen, was die Leute im Film sagen.“
„Klar Mama… Komm, wir gehen in mein Zimmer.“
Kazunari folgt ihr beklommen. Er war schon einmal da oben, mit ihr, und es ist nichts Gutes dabei raus gekommen.“

Ihr Zimmer hat sich verändert, stellt er fest. Sie hat Fotos aufgehängt, viele von der Familie, aber auch eines mit einer älteren Frau mit violetten Haaren und eines, dass in einer Trainingswoche gemacht wurde. Sein Blick bleibt an dem Rahmen hängen, der auf ihrem Nachttisch steht. Drei Bilder. Das erste zeigt sie mit ihren Eltern, das zweite mit Shintarou und der dritte Rahmen ist leer, aber eine Serie kleiner Bilder aus einem Automaten wurde in das Glas geklämmt.
Wie zufällig setzt er sich auf die Seite des Bettes, von der er besser hinsehen kann, während Kahoko noch die Unordnung auf Schreibtisch und Fußboden zu zwei kleinen Bergen aufschichtet.
Natürlich, denkt er bitter, sie und dieser Imayoshi.
Auf dem ersten grinsen sie beide, auf dem zweiten schielt sie durch seine Brille und auf dem dritten küssen sie sich.
Da sehe ich mir lieber etwas anderes an, bevor mir noch übel wird.

„Willst du was trinken? Wasser? Limonade? Kaffee?“
Es ist Kahoko deutlich anzumerken, dass sie nicht weiß, wie sie dieses Gespräch handhaben soll. Er weiß es ebenso wenig. Also nickt er und entscheidet sich für Tee, der hat die längste Zubereitungszeit.
Sie flitzt aus dem Zimmer und lässt ihn allein zurück.
Erst steht er auf, um sich umzusehen, aber er hat kein gutes Gefühl dabei, hier herum zu schnüffeln, wenn zwischen ihnen noch nichts geklärt wurde, also setzt er sich wieder. Wie in jeder Minute, die er nicht konzentriert an etwas anderes denkt, fällt ihm wieder ihr abendliches Gespräch auf der Parkbank ein.
Eigentlich hatte es ganz harmlos angefangen. Sie wollte wissen, ob Shintarou eifersüchtig gewesen war. Eine Frage, die sich einfach beantworten ließ. Vor allem, weil er damit Imayoshi gleich auch noch eins auswischen konnte.
Er hat damit gerechnet, dass sie nachfragen würde, hat damit gerechnet, dass er ihr seine Gefühle würde gestehen müssen, aber er hat ganz sicher nicht damit gerechnet, dass sie Imayoshis Taten einfach so annehmen würde.
Kazunari erinnert sich an ihre Worte, als hätte sie sie gerade ausgesprochen.
„Ich kenne Shoichi besser als du. Auch wenn ich von dieser Sache vielleicht nichts wusste, aber ich weiß, wer er ist und warum er die Dinge tut, die er tut. Ich heiße sie nicht gut, aber ich sehe mehr als du. Und was diese Jungen angeht – wenn sie mich interessiert hätte, wüsste ich ihre Namen bereits.“
Und damit war für sie die Sache erledigt. Mit diesem Satz war dieser leidige Imayoshi von allem freigesprochen, dass er je verbrochen hatte. Nur weil Kahoko angeblich mehr sieht als er.
Seine Finger krallen sich in ihre Bettdecke.
Die Leute nennen mich Adlerauge! Ich sehe mehr als jeder andere je sehen wird!
Und dann, selbst als er ihr klar und deutlich gesagt hat, dass er den Namen seines Schwarms nicht verraten will, hat sie ihn so lange genötigt, bis er damit heraus gerückt ist. Trotzig, wie in einer dieser Filme, die seine Schwester so gerne sieht.
„Du bist es, okay?! Ich mag dich.“
Und ihre Antwort? „Ähm… okay… und jetzt?“
Er ist aufgesprungen und gegangen. Es war sicher nicht die beste Idee, aber es war auch nicht die Schlimmste.

„Tee kommt...“, hört er Kahoko rufen, dann stolpert sie auch schon zur Tür herein und hält ihm seine Tasse hin.
Er nimmt sie und stellt sie auf den Nachttisch ab, dreht sich wieder zu ihr um.
„Also...“, beginnt er und macht eine Pause, damit sie ihn unterbrechen kann.
Sie enttäuscht ihn nicht.
„Also...“, wiederholt sie, lehnt sich gegen ihren Schreibtisch und überkreuzt die Beine, bevor sie spricht, „Ich wollte dir sagen, dass es mir leid tut, wie dämlich ich reagiert habe. Es war nicht sehr nett von mir, auch wenn ich echt überrascht war… Ich mag dich und ich würde dich gerne als Freund behalten, aber ich verstehe auch, wenn das für dich nicht so einfach ist. Aber ich will auf keinen Fall zwischen dir und Shin-Shin stehen.“
Er lehnt sich zurück und mustert sie argwöhnisch.
„Hast du das gerade unten mit deinen Eltern geübt?“
Sie wird knallrot. „Ja… also… vielleicht?“
„Wenn ich mich entscheiden muss, dann wähle ich natürlich die Freundschaft über die Möglichkeit, nichts mehr mit dir zu tun zu haben. Deshalb hab ich das auch nie zuvor angesprochen, weil ich die Freundschaft nicht riskieren wollte.“
„Was hat sich dann geändert?“, fragt sie interessiert.
„Imayoshi...“, faucht er angespannt, „Er hat sein Versprechen gebrochen.“
Kahoko stockt, dann zieht sie ihren Schreibtischstuhl heran und setzt sich ihm gegenüber.
„Wie wäre es, wenn du mir einfach mal alles erzählst?“
„Wir hatten einen Deal, okay.“, ereifert er sich, „Klar, er hat mich erst erpressen müssen, aber dann hatten wir die Abmachung, alle Jungen von dir fern zu halten. Er sagte, es würde sich mit seinen Plänen beißen und Shintarou hatte wohl Angst, dich an irgendeinen daher gelaufenen Halbaffen zu verlieren. Zum Beispiel war klar, dass du auf keinen Fall mit diesem Aomine zusammen kommen dürftest...“
„Ich hatte doch nie Interesse an Daiki...“, beginnt Kahoko verdutzt, aber Kazunari übergeht ihren Einwand einfach.
„Es war ein ungeschriebenes Gesetz, dass du keine Beziehung eingehen würdest. Und was macht Imayoshi? Er verdreht dir den Kopf, bis du ihm folgst wie ein dummes Hündchen.“
„So war es nicht.“, Kahokos Stimme ist ruhig und fest, das lässt ihn innehalten, „Er hat versucht es zu beenden, als er Gefühle entwickelt hat. Ich hab ihn regelrecht gezwungen, an uns zu arbeiten.“
„Könnte sein, dass er dich dazu gebracht hat, es zu tun. Er ist gut. Du denkst, du tust das aus deinem eigenen Willen, aber eigentlich hat er dich nur so manipuliert.“
„Jetzt übertreibst du aber...“, Kahoko boxt ihm spielerisch gegen die Schulter, „Vielleicht brauchst du nur ein bisschen Zeit, um ihn kennen zu lernen.“
„Zeit, in der er sich mir gegenüber wie ein Mistkerl verhält? Nein danke.“
„Ich weiß, ich weiß… er sieht noch nicht ein, sich anderen gegenüber netter zu verhalten, aber ich arbeite dran. Zu Shintarou und dem Rest der Familie ist er ganz nett.“
Kazunari seufzt und schüttelt den Kopf.
„Dann muss ich zu deiner Familie gehören, um von ihm akzeptiert zu werden, oder was?“
„Ich hätte dich gerne in meiner Familie. Wenn ich mich schon nicht in dich verlieben konnte...“
„Warum eigentlich nicht? Wenn es Imayoshi nicht gäbe, hätte ich dann eine Chance?“, er versucht sich an einem spöttischen Tonfall, der ihm misslingt.
„Nein, ich glaube nicht. Wenn ich der Typ für Affären wäre, dann vielleicht, aber wir sind beide viel zu aufgekratzt, als dass wir es auf die Dauer miteinander aushalten würden. Ich habe mich immer schon zu denen hingezogen gefühlt, die mich ausgleichen konnten.“
„Wie zum Beispiel dieser Tatsuya?“, fragt er angespannt und Kahoko zuckt verlegen mit den Schultern.
„Schuldig im Sinne der Anklage. Aber mal ehrlich. Ich bin nicht hübsch, nur recht gut in Basketball und sonst ganz lustig, du findest etwas Besseres.“
Er seufzt erneut, richtet sich aber auf.
„Ich beantrage eine Probezeit.“, er mustert sie, „Wenn ich bis zum Anfang des neuen Schuljahres nicht überzeugt bin, dass Imayoshi der richtige ist, dann fahre ich alle Geschütze auf und mache dir den Hof. Ob er will oder nicht.“
Kahoko zuckt mit den Schultern. „Ich kann dir allerdings garantieren, dass ich darauf nicht eingehen werde.“
„Das sagst du jetzt, aber du hast mich noch nie in Aktion gesehen.“
„Und bis dahin?“, fragt sie und hält ihm die Hand hin, „Freunde?“
„Freunde.“, er schlägt ein.

- - -

„War das nötig?“, fragt Nao ruhig, als die Erstklässler nach Hause gegangen sind.
Meij wirft ihr einen Blick zu, der es in sich hat.
„War was nötig?“, fragt sie zuckersüß und gefährlich ruhig zurück.
„Du hast die Neuen durch die Mangel genommen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die unschuldige kleine Hotaru nicht ohne Grund plötzlich zum Volleyball gewechselt ist. Ich mochte die Kleine.“
„Die Kleine, wie du sie nennst, hatte kein Rückgrat. So nett Mitläufer manchmal sind, sie fallen beim leisesten Gegenwind um wie Dominosteine.“, erklärt Meij spitz und sammelt ihren Papierkram zusammen.
„Soll heißen, sie hatte Moralvorstellungen, die sich mit deinen gebissen haben. Aber mal abgesehen von Hotaru… musstest du denen von der Meisei wirklich so zusetzen?“
„Das ist unsere Art zu spielen. Wenn du ein Problem damit hast, kannst du dich gerne deiner lieben Hotaru anschließen und zum Volleyball wechseln. Dort hat man keinen Körperkontakt mit dem Gegner, das gefällt dir sicher besser.“
„Du weißt genau, wovon ich rede…!“, verliert Nao die Geduld und versperrt ihrer besten Freundin und Kapitänin den Weg durch die Tür, „Ich habe auch meinen Spaß daran, diese Mädchen zu quälen, ich habe auch eine Liste von Spielern, die ich schwer verletzt habe – unabsichtlich… Aber Meiseis Mädchen-Basketball-Team wird wohl dicht machen müssen. Wegen dir. Drei der Mädchen können Basketball und alles, was mit Joggen zu tun hat, für den Rest ihres Lebens vergessen und zwei andere werden wohl erst im College wieder spielen können.“
„Und?“, fragt Meij zurück, „Das hier ist der Winter Cup. Die Verantwortlichen haben selbst gesagt, dass wir unsere Grenzen überschreiten müssen, um noch mehr geben zu können.“
„Sie haben damit sicher nicht gemeint, dass wir versuchen sollen, unsere Gegner ne Querschnittslähmung zu verpassen. Meij, wenn das mit Makoto zu tun hat...“
„Erwähne. Nicht. Seinen. Namen!“, faucht Meij wie ein in die Enge getriebenes Raubtier.
„Werde ich nicht, wenn du dich zusammen reißt. Wir stehen unter Beobachtung. Nur weil sie es uns nicht mehr nachweisen können, heißt das nicht, dass sie uns nicht auch auf Verdacht disqualifizieren können. Ich will diesen Winter Cup Pokal und wenn du dich dazwischen stellst, dann lasse ich dich aus dem Team werfen.“, erklärt Nao ruhig, aber bestimmt.
In Meijs Blick verändert sich etwas. Sie ist niemand, dem man mit Sentimentalitäten kommen kann, nicht mit Freundschaft, Liebe oder gar Treue.
Aber jemand, der sich ihr entgegen stellt und sie herausfordert, jemand, der ihr ebenbürtig ist… gibt es etwas Wichtigeres?

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