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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
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19.11.2016 2.731
 
Shintarou steht am Rand der Wohnstraße und ist mitten in seinen Aufwärmübungen, als Kahoko an ihm vorbei rennt.
Sie erkennt ihn im sprichwörtlich letzten Moment, dreht auf dem Absatz um und rennt wieder zu ihm zurück.
„Bin ich zu spät?“, fragt sie atemlos und er freut sich viel zu sehr über die Tatsache, dass sie da ist, dass er ihr wegen der wenigen Minuten böse sein könnte.
„Nein, ich bin zu früh. Zieh dich um, ich warte hier.“
Sie strahlt ihn und verschwindet mit ein paar Sätzen im Haus. Als sie zurück kommt, trägt sie ein knallrotes Oberteil zu einer neongelben Hose und violetten Turnschuhen und drückt ihm eine gefüllte Wasserflasche in die Hand.
„Du hast deine schon wieder vergessen.“, belehrt sie ihm und er nickt dankbar.
Kurz überlegt er, ob er sie darauf ansprechen soll, wo sie gewesen ist, aber er lässt es. Sie soll es ihm selber sagen.

Sie sind noch nicht weit gekommen, als sie an einer Ampel halten müssen.
„Wie geht’s eigentlich Kazunari?“, fragt Kahoko und bindet ihre Schuhe neu, um ihn dabei nicht ansehen zu müssen.
„Das solltest du ihn selber fragen.“, gibt Shintarou ruhig zurück. Seine Schwester blickt ihn sofort besorgt an.
„Geht es ihm etwa nicht gut?“
„Es geht ihm nicht auffallend schlecht, aber ich bin nicht blind. Ich habe sehr wohl gemerkt, dass ihr euch wegen etwas gestritten habt. Selbst wenn du nicht schuld sein solltest… kannst du das bitte bereinigen? Es beeinträchtigt unsere Freundschaft.“
„Ich werde mich darum bemühen.“, erklärt Kahoko ernst, „Nicht nur, weil es mir selbst wichtig ist, sondern vor allem, weil ich gerade zum ersten Mal gehört habe, dass du das Wort Freundschaft in einem solchen Zusammenhang verwendet hast.“
Ihr Bruder errötet und wendet den Blick ab. „Erzähl es ihm bitte nicht. Er würde mich das nie wieder vergessen lassen.“
Sie lacht und dann überqueren sie im Laufschritt die Straße. Sie schweigen, denn so früh am morgen ist die Stadt noch ruhig und diese Ruhe überträgt sich wie von selbst auf einen, wenn man es zulässt.

...

Shoichi wacht von dem lauten Surren der Kaffeemaschine auf.
Er bleibt einen Moment mit geschlossenen Augen liegen und versucht den Duft von frisch gebrühtem Kaffee und gebratenem Reis einzuordnen. Es dauert etwas, bis ihm der vergangene Abend einfällt, doch dann tastet er nach seiner Brille – er erinnert sich, dass er sie auf den Beistelltisch gelegt zu haben, bevor er eingenickt ist – setzt sie auf und öffnet die Augen.
Sein Vater grinst ihm vom Küchentisch an und Kahoko ist nirgends zu sehen.
„Gut geschlafen, Lover Boy?“
Shoichi brummt etwas Unverständliches und fährt sich mit den Fingern durch die Haare, die ihm wohl in alle Richtungen abstehen müssen. Da er jetzt ohnehin wach ist, kann er auch aufstehen.
Als er die Decke zurück schlägt und aufsteht, hebt sein Vater spöttisch eine Augenbraue.
„Du hast ja noch etwas an. Und ich hab deine Mutter nicht geglaubt, als sie mir sagte, ihr wärt einfach nur vor dem Fernseher eingeschlafen.“
„Wann bist du denn heimgekommen?“, bemüht Shoichi sich um einen Themawechsel und gießt sich ebenfalls einen Kaffee ein.
„Hmm, ich glaube, da seid ihr grade eingeschlafen. Auf jeden Fall vor Nozomi. Sie hat mir irgendwann nach Mitternacht ihre eiskalten Zehen gegen die Waden gedrückt und mir dann erzählt, was für eine nette Freundin du hast.“, Satoshi gluckst, „Eine nette Freundin mit einem schwachen Magen. So hat sie es formuliert.“
Shoichi dreht sich langsam zu ihm um. Das Grinsen, das ihm sein Vater zu wirft, kennt er nur zu gut. Er grinst genauso, wenn er wieder seine Spielchen spielt.
Um Zeit zu schinden nimmt er einen Schluck Kaffee. Dann setzt er sich zu ihm an den Tisch und grinst zurück.
Zwei können dieses Spiel spielen.
„Oh, ich habe mir schon gedacht, dass die beiden sich mögen werden. Und dass sie ausgerechnet von Mutter behandelt wurde, war mir nur recht.“
„Tja… gestern Nacht scheinen sie dieses Band der Freundschaft noch etwas enger geknüpft zu haben. Kahoko hat sich jedenfalls heute morgen nicht davor gescheut, ihr durch mich Grüße ausrichten zu lassen. Sie duzt sie sogar bereits, ist das nicht nett?“
„Wer würde es nicht schätzen, wenn Mutter und Freundin sich verstehen?“, fragt Shoichi zurück und sie lächeln sich abschätzend an.
Unterbrochen werden sie von Nozomi selbst, die in einem Männerhemd und Shorts in die Küche spaziert und sich erst mal einen Kaffee schnappt. Nach einem großen Schluck dreht sie sich zum Tisch um und grinst erwartungsvoll.
„Und, Shoichi? Wann lernen wir ihre Eltern kennen?“

...

„Na wen haben wir denn da?“
Vielleicht wäre Kahoko einfach weiter gerannt, wenn die Ampel grün und nicht rot gewesen wäre. Aber sie kennt sich gut genug.
Shintarou neben ihr wirft ihr einen Blick zu, der vieles bedeutet aber vor allem will er, dass sie ruhig bleibt.
Makoto. Wie schön dich hier zu sehen.“, antwortet Kahoko dem Jungen, der zu ihnen getreten ist. Ihr Tonfall und ihr falsches Lächeln könnten direkt von Shoichi sein.
Ihr Gegenüber lacht.
Da wollte ich dich grade fragen, ob du in letzter Zeit etwas von meinem Freund gehört hast, aber das ist ja wohl nicht mehr nötig. Du verbringst wohl sehr viel Zeit mit ihm, wenn er schon so auf dich abgefärbt hat, Kahoko.“
Er spricht ihren Vornamen mit einem selbstgefälligen Grinsen aus. Damit lässt er – genau wie sie – alle Höflichkeit beiseite.
Ach...“, Kahoko zuckt mit den Schultern, „Wir wären wohl seltener zusammen, wenn meine Schulnoten nicht auf ihn angewiesen wären. Aber an meinen Noten bist du sicher nicht interessiert.“
Sie hofft darauf, dass er mit den Belanglosigkeiten aufhört und ihr einen Grund gibt, um sauer zu werden. Oder zumindest klar sagt, was er will. Denn Hanamiya Makoto ist sicher nicht der Typ Junge, der zufällig in so eine Gelegenheit stolpert.
Aber er blickt nur von ihr zu ihrem Bruder und hebt die buschigen Augenbrauen.
Ach. Jetzt, wo ihr nebeneinander steht, kann ich die Ähnlichkeit erkennen. Haben wir nicht auch schon gegeneinander gespielt?“
Shintarou mustert ihn kalt. „Nein. Du hast es vorgezogen, nicht zum Match zu erscheinen.“
Ach ja, richtig.“, Makoto gluckst, als würde er sich an einen besonders guten Scherz erinnern, „Nun, ihr wart einfach nicht interessant genug. Wir haben uns lieber angesehen, wie Seirin gespielt hat. Du verstehst das sicher.“
Jemand, der ein faires Spiel zugunsten eines zwielichtigen Plans opfert verdient weniger Respekt als ein Straßenköter.“, entgegnet Shintarou hart und greift nach Kahokos Hand, „Und mit Abschaum reden wir nicht.“
Sie überqueren die Straße, aber Makoto folgt ihnen.
An eurer Stelle würde ich mir überlegen, wie ihr mich behandelt. Vielleicht interessiert es dich nicht, weil du in diesem Winter Cup nichts mehr mit mir zu tun haben wirst, aber deine Schwester hat es noch vor sich und vor allem...“, er macht eine Pause um sicher zu gehen, dass sie ihn versteht, „Kenne ich ihre Freunde etwas besser als ihr lieb ist.“
Shintarous Hand hält Kahokos in einem eisernen Griff, aber sie dreht sich dennoch ruckartig um.
Makoto grinst, aber Kahoko hat sich unter Kontrolle. Noch.
Hör mir mal zu, Freundchen. Richte deiner Freundin aus, dass sie ihre Drecksarbeit selber machen soll. Wenn sie meint, dass sie sich mit mir anlegen muss, dann soll sie das tun. Aber das kann sie auch höchst persönlich tun und nicht ihr niederes Fußvolk schicken, damit ich verprügelt werde. Immerhin bin ich ihr jetzt wichtig genug, dass sie sogar ihren persönlichen Sklaven los schickt, um mich in die Ecke zu treiben, was?“
Ich bin nicht ihr Sklave, verstanden?“, gibt Makoto gefährlich ruhig zurück und Kahoko mustert ihn mit gespieltem Unglauben.
Wirklich nicht? Warum bist du dann hier? Machst du dir Sorgen um deinen sogenannten Freund? Wenn du ein Problem mit Shoichi hast, kannst du es auch gleich mit ihm klären. Ich mische mich nicht in seine Angelegenheiten ein. Scheint, als wärst du der einzige hier, der immer die Drecksarbeit für seinen Partner erledigen muss. Erst für Shoichi und jetzt für Meij, aber vielleicht gefällt dir das ja auch.“
Makoto grinst sie an. „Du versuchst mich zu verunsichern. Hätte nicht gedacht, dass jemand mit so wenig Gehirnzellen wie du zu solchen Psychospielchen fähig ist. Aber pass lieber auf, sonst...“
Sonst was?“, unterbricht ihn Kahoko und tritt ganz nahe an ihn heran. Sie ist ein gutes Stück größer als er und wenn sie ihn damit ein kleines bisschen einschüchtern kann, dann kann es ihr nur helfen.
Verprügelst du mich dann?“, fragt Kahoko provozierend, „So wie deine Freunde beim letzten mal? Brichst du mir eine Rippe oder doch lieber das Bein? Nur zu. Mach ruhig.“, sie grinst böse, „Aber dann wäre Meij wohl sehr böse auf dich, schließlich freut sie sich ja schon sehr darauf, selbst gegen mich spielen zu können.“
So wichtig bist du Meij nicht, dass sie dich nicht entbehren könnte. Da bedeutet ihr ein Insekt unter ihrem Absatz noch mehr.“
Wirklich? Na, dann kannst du mir sicher erklären, warum sie bei jedem meiner Spiele war. Sicher liegt es nicht daran, dass sie ein wenig besessen davon ist, mich fertig zu machen. Aber am besten gehst du gleich zu ihr und fragst sie danach. Sicher sucht sie dich schon.“, Kahokos Stimme wird ganz leise, „Seinen Sklaven lässt man ja normalerweise nicht gerne außer Sichtweite.“
Sie dreht sich mit einem letzten gehässigen Blick wieder um und geht weiter.
Makoto folgt ihnen nicht.
 
Als sie in eine Seitenstraße einbiegen, lässt Kahoko sich erschöpft gegen eine Mauer fallen.
Du kannst meine Hand jetzt los lassen.“, murmelt Kahoko in Shintarous Richtung. Überrascht blickt der auf ihre Hände und lässt los.
Kahoko wischt sich mit beiden Händen übers Gesicht, ihre Finger zittern deutlich.
Ich wollte ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen, um keine Prügelei zu provozieren und das hab ich wohl auch geschafft...“, wispert sie unsicher, „Aber dafür fühl ich mich jetzt furchtbar.“
Willst du eine Umarmung?“, fragt Shintarou unsicher und schließt sie in ihre Arme, als Kahoko nickt.
Sie presst ihr Gesicht in seinen Oberkörper und obwohl er verschwitzt ist, spürt er dennoch die Tränen, die durch sein Oberteil sickern.
Komm...“, murmelt er und reibt ihr über den Rücken, „Wir gehen jetzt langsam wieder nach Hause und reden dabei über irgend etwas ganz anderes. Das bringt dich auf andere Gedanken.“
Kahoko nickt, löst sich von ihm und wischt sich mit einem unsicheren Lächeln über die Augen.
Dann atmet sie tief durch.
Wusstest du, dass ausgerechnet Shoichis Mutter mir am Wochenende den Magen auspumpen musste? Und heute Nacht lieg ich bei ihm auf der Couch und werde davon wach, dass sie von der Arbeit nach Hause kommt.“
Hat sie dich erkannt?“, fragt er nach, als sie eine bedeutsame Pause einlegt.
Und wie sie das hat.“
 
...
 
Der Himmel ist wolkenlos und strahlend blau, als Makoto seinen Lieblingspark betritt. Die Sonne ist für November noch so kräftig, dass ihm auf dem Weg zum kleinen Pavillon richtig warm wird.
Meij sitzt bereits drin, die Arme ungeduldig vor der Brust verschränkt.
Sie trägt ihr weißes Haar in einem hohen Pferdeschwanz. Typisch. Sie weiß, dass sie ihm so am besten gefällt, es ist nichts als psychologische Kriegsführung von ihrer Seite.
Aber er trägt auch nicht ohne Grund seine schwarze Lederjacke.
Das ist doch Mist, denkt er ungehalten, ich mache mich schön für sie. Als wäre es wichtig, ob ich ihr gefalle oder nicht. Als müsse ich sie bei Laune halten und ihr mit meinem Aussehen schmeicheln.
Vielleicht hat dieser grünhaarige Riesenoger von einem Mädchen Recht. Nein.
Imayoshi hatte Recht. Gefühle machen angreifbar. Vor allem, wenn man mit jemandem wie Meij zusammen ist. Jemand, der vom selben Schlag ist. Sie schlägt mich mit meinen eigenen Waffen und ich spiele ihr noch in die Hände.
Kann man Imayoshi überhaupt trauen, wenn es um Gefühle geht? Der ist seinen doch ebenfalls erlegen.
Allerdings, denkt er kühl, hat er sich ein Mädchen gesucht, dass ihr Herz auf der Zunge trägt und so schlecht lügen kann, dass ihr sogar ein Blinder noch auf die Schliche kommt.
 
Du wolltest mich sehen?“, fragt Meij da spitz und unterbricht damit den Teufelskreis seiner Gedanken.
Er mustert sie noch einen Moment, um sicher zu gehen, dass er das wirklich tun will.
Ich mache Schluss.“
Als ihr tatsächlich die Kinnlade runter fällt, hat er für einen Moment das Gefühl, im falschen Film zu sein. Aber das hier ist kein Film, sondern die Realität. Und die Realität ist grausam.
Soll das ein Witz sein?“, fängt sie sich, „Er ist nicht lustig.“
Kein Witz. Wir sind fertig... Wenn der Winter Cup vorbei ist und du nicht mehr von deiner Konkurrenz besessen bist, kannst du mich gerne auf Knien anflehen, zu dir zurück zu kommen. Vielleicht bin ich dann sogar gnädig.“
Also liegt es am Winter Cup? Du kommst nicht damit klar, dass ich ins Finale einziehen werde und du vermutlich schon wieder.“
Darum geht es nun wirklich nicht.“, kanzelt er sie scharf ab.
Sie lacht gehässig.
Wenn du das in diesem Tonfall sagst, vermutlich schon. Du wirst immer laut, wenn du dir nicht sicher bist. Du weißt ja. Hochmut kommt vor dem Fall...“
Und du wirst ziemlich tief fallen.“, erklärt er ihr kalt, „Ich weiß nicht, was dich mehr aufrisst. Dein Ehrgeiz oder deine Besessenheit. Und ich weiß nicht, von wem du mehr besessen bist. Diese grüne Riesin, der Star von Rakuzan oder...“, er hält inne, weil er ihre Reaktion ganz genau sehen will, „Die Rache an Imayoshi?“
Wer ist denn hier von Imayoshi besessen?“, feuert sie wütend zurück und er hat genug, dreht sich um und geht weg.
Geh nur!“, brüllt Meij ihm nach, „Als ob ich dich brauchen würde! Ich bin besser im Basketball als du. Ich gewinne den Winter Cup! Ich kriege meine Rache! Ich komme gut ohne dich klar!“
Ja...“, er dreht sich noch ein letztes Mal zu ihr um, „Jetzt kommst du ohne mich klar, nachdem ich dich aus seinen Fängen befreit habe. Jetzt schon.“
Er dreht sich nicht noch einmal um, dafür ist seine Selbstbeherrschung viel zu gut.
Es ist ein Witz, denkt er, und ein schlechter noch dazu. Unsere Beziehung war einzigartig, weil wir uns so ähnlich waren. Und jetzt ist sie kaputt, weil wir uns viel zu ähnlich sind.
Aber, denkt er auch und tritt das kleine Gittertor zur Straße mit dem Fuß auf, das wird mich nicht daran hindern, meine Rache zu bekommen.
Kiyoshi, nimm dich in Acht.

...

Der Zug nach Kyoto fährt durch Städte, aber auch durch viele Felder, die jetzt im Winter, brach darliegen. Noch hat es nicht geschneit und die bunten Blätterpracht des Herbstes ist vergangen. Es ist ein trostloses Bild, denkt Susa. Und würde er an Omen glauben, würde er sich jetzt vermutlich Sorgen machen.
Er weiß nicht, was ihn erwartet. Er hat sich Sorgen gemacht und mit Shinji geredet. Er hat sich bemüht, ruhig zu bleiben und genau das hat er auch vor zu bleiben, ganz egal was kommt.
Schließlich sind sie schon so lange zusammen, was kann ihn da noch überraschen?

Michirou geht nach ihrem heutigen Spiel nicht sofort nach draußen. Klar, sie haben gewonnen und Kousuke wartet draußen auf sie, aber sie ist noch nicht wirklich bereit, sich mit ihm über den Sieg zu freuen und mit ihrem Tag weiter zu machen, als wäre es einfach nur ein ganz gewöhnlicher Samstag.
Sie fühlt sich irgendwie erschlagen, was vielleicht daran liegt, dass sie ein anstrengendes Match hinter sich hat oder an dem Druck, den wohl alle Teilnehmer des Winter Cups ertragen müssen. Es gibt viel zu viele Dinge, über die sie nachdenken muss und trotzdem ist ihr Kopf leer.
„Michirou?“
Sie dreht sich um. Nanami steht vor ihr und lächelt.
„Ich hab einen Nachhilfelehrer für dich organsiert.“
„Nachhilfelehrer?“, fragt Michirou verständnislos zurück und Nanami lächelt so, wie sie es immer tut – so wissend, dass man meinen könnte, nichts auf dieser Welt bleibe ihr verborgen.
„Keine Sorge, es geht nur um Mathematik und er ist richig gut. Vielleicht hast du ja morgen noch ein wenig Zeit für ihn, ihr könnt euch in der Bibliothek treffen, dann seid ihr nicht so sehr im privaten Rahmen. Aber du hättest eine Sorge weniger, wenn du seine Hilfe annimmst.“
Michirou nimmt die kleine Karte entgegen, die Nanami ihr reicht. Es ist einfaches, weißes Papier, auf der in Nanamis hübscher Schrift eine Nummer und ein Name steht.
„Du hast Imayoshi gefragt?“
Nanami zuckt mit den Schultern. „Wir müssen es ausnutzen, dass Kahoko einen Freund hat, der sich mit dem schulischen so leicht tut. Ich versuche Shinji noch dazu zu bringen, auch mit zu machen, aber sie will noch nicht einsehen, wie dringend sie Hilfe braucht.“
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