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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
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21.10.2016 2.850
 
Versöhnung möglich?

Normalerweise tut sich Kahoko schwer damit, die äußerliche Schönheit eines Jungen klar zu erkennen. Sie kann grob umreißen, wenn ihr jemand gefällt und ob derjenige attraktiv, süß oder interessant ist, aber damit hat es sich eigentlich auch schon.
Jetzt aber überrascht sie der Wunsch, seinen Rücken zu zeichnen, oder zumindest diese Muttermale nachfahren zu können.
„Du starrst, Kahoko.“


„Du bist schön.“, entgegnet Kahoko, aber nicht so trotzig, wie sie es vorgehabt hatte, sondern mit einer verträumten Stimme, die mehr nach Akemi als ihr selbst klingt.
Immerhin, ihr seltsamer Tonfall bringt ihn dazu, sich zu ihr umzudrehen, aber ihn von vorne zu sehen, macht es ihrem Hirn auch nicht viel leichter.
Sie konzentriert sich auf seinen spöttischen Blick, das hilft.
„Du bist bei mir eingebrochen um mir zu sagen, dass ich schön bin? Mein Ego wird es dir danken, aber du kannst dann jetzt wieder gehen.“, er dreht sich wieder um und Kahokos Blick gleitet augenblicklich zurück zu den Muttermalen.
Ein sehr egoistischer Teil von ihr versucht ihr einzureden, dass es für sie beide besser laufen wird, wenn sie besagte Muttermale berührt, aber so unbeherrscht ist sie dann auch wieder nicht.
„Es tut mir leid. Was ich zu dir gesagt habe und wie ich es formuliert habe.“
„Mein Ego dankt auch dafür.“, erklärt er knapp und lässt das Bügeleisen mit geübten Bewegungen über ein Hemd gleiten, dass ihr nicht bekannt vorkommt.
Kahoko schweigt und wartet auf irgendeine Reaktion von ihm. Er bügelt seelenruhig das Hemd zuende und hängt es auf einen Kleiderbügel, bevor er sich zu ihr umdreht.
„Ist noch etwas?“
„Wie muss ich mich entschuldigen, dass du es akzeptierst?“
„Hast du überhaupt verstanden, warum du dich entschuldigen solltest?“
„Ich habe… dir das Gefühl gegeben, dass du meinen… meinen Ansprüchen nicht gerecht werden kannst?“
„Du hast gezögert.“, stellt er ruppig fest und dreht sich wieder zum Bügelbrett um.
Diesmal folgt Kahoko ihm, umrundet das Brett und stellt sich vor ihm auf.
„Du hast mich angelogen. Ich habe Dinge über dich rausgefunden, die ich noch nicht wusste.“
Er bügelt stur weiter, aber er kann sich nicht die Ohren zuhalten, also spricht sie einfach so laut, dass sie auf jeden Fall die anderen Geräte im Raum übertönt.
„Du trägst manchmal meine Sportjacke, wenn keiner dich sieht. Das bedeutet, dass ich dir etwas bedeute und dass du nicht so eiskalt bist, wie du immer tust. Und du hast mit meinen Bruder und Kazunari dafür gesorgt, dass kein Junge mich ansprechen konnte...“
„Hat dir das Takao erzählt? Dem würde ich nichts glauben, er hat eine rege Fantasie.“, spottet er und sie sieht es bereits als kleinen Sieg an, dass er sich nicht mehr ignoriert.
„Oh, er hat mir bereits davon erzählt, dass du ihn erpresst hast und mir auch gestanden, womit du ihn erpresst hast.“
„Und jetzt sind wir wieder bei dem selben alten Lied. Ich bin böse und alle wissen das.“
„Du bist nicht böse! Dieser Hanamiya ist böse, aber nicht du!“
Er kommentiert ihren Ausbruch mit einem spöttischen Zug um den Mund und dem Heben der rechten Augenbraue.
Kahoko seufzt. „Sieh mal, ich wollte damit nur darauf hinaus, dass du dich schon für mich entschieden hattest, als ich es noch gar nicht so richtig wusste und ich...“
„Soll das jetzt eigentlich immer gleich laufen?“, unterbricht er sie und sie stockt.
„Was meinst du?“
„Wir brechen uns gegenseitig das Herz und dann kommst du angerannt und bestürmst mich solange, bis ich nachgebe, weil ich halt doch kein Eisklotz ohne Gefühle bin und alles ist eitel Wonne, bis wir uns wieder das Herz brechen. Geht das jetzt immer so?“
„Ich hab dir das Herz gebrochen?“
Er wirbelt herum und geht zu den Maschinen, aber sein Timing ist nicht perfekt und so hat sie Zeit, ihm zu folgen und sich neben ihm aufzustellen, während er die Zeitanzeige der Maschine anstarrt, als könnte er sie so dazu bringen, schneller zu arbeiten.

Sie lässt ihm genug Abstand, dass er den Trockner und die Waschmaschine ausladen und neu befüllen kann, aber sie steht immer nahe genug, dass er sie nicht ignorieren kann. Als er mit einem Korb Wäsche zurück zum Bügelbrett will, stellt sie sich ihm allerdings in den Weg. Ihr Blick ist entschlossen und er hasst es, das zugeben zu müssen, aber entschlossen gefällt sie ihm am besten.
„Also gut...“, er wechselt den Wäschekorb auf den anderen Arm, „Da du augenscheinlich eine Rede ausgearbeitet hast, darfst du sie vortragen. Aber danach gehst du.“
„Ich hab keine Rede ausgearbeitet.“, gesteht Kahoko und tritt zur Seite, damit er vorbei kann.
Er lacht spöttisch. „Das hätte mich auch gewundert. Du hast sicher nicht mal einen Plan.“
Kahoko zuckt mit den Schultern, aber sie sieht nicht so aus, als fühle sie sich hilflos. Shoichi mustert sie sorgfältig, aber das bringt ihm der Lösung nicht näher.
„Du hast einen Plan?“, fragt er und breitet dann das nächste Hemd auf dem Bügelbrett aus, als würde ihn ihre Antwort nicht interessieren.
„Nicht wirklich.“, entgegnet sie lässig und lehnt sich gegen eine der Maschinen. „Aber das hatte ich ja noch nie, oder? Ich glaube, das ist wohl eines der Dinge, das uns am meisten unterscheidet…“
„Da gibt es sichern och mehr Unterschiede...“, murmelt er, aber sie übergeht ihn.
„Als ich dich um die zwei Monate gebeten habe, hab ich mich schon für dich entschieden. Ich habe doch keine Ahnung, wie man genau jemandem verzeiht. Einen Plan hatte ich auch nicht. Ich hab nur meinem Gefühl vertraut und gehofft, von selbst drauf zu kommen.“
Er schweigt, aber sie stößt sich ab und tritt näher zu ihm. „Wie weit hast du für uns beide schon voraus geplant?“
„Wer sagt, dass ich so etwas tue?“
„Wie lange?“, sie hält seinen Blick fest und er seufzt, lässt das Bügeleisen ein weiteres Mal über den Stoff gleiten und stellt es dann zur Seite.
„Die nächsten fünf bis zehn Jahre...“, murmelt er, während er das Hemd sorgfältig auf einen Bügel hängt, „Inklusive der Ereignisse, die bei deiner Spontanität vorkommen könnten.“
Kalte Arme schlingen sich um seinen Oberkörper, lange Finger drücken gegen seine Rippen und ihr Kinn legt sich auf seine Schulter.
„Und wird das immer so weiter gehen mit uns? Herzen brechen und versöhnen?“
Er seufzt. Irgendwie hat er doch gewusst, dass es auf das hier hinaus laufen würde.
„Nicht, wenn du auch mal auf mich hören würdest, anstatt immer so spontan zu sein.“
Er kann ihr Lächeln hören, als sie antwortet: „Dafür kannst du aber ruhig auch mal ein bisschen spontan sein...“

- - -

Haruka betritt ihr Zimmer sehr vorsichtig, aber auf ihrem Bett liegt nur ein riesiger Stapel sauberer Wäsche, gebügelt und ordentlich gefaltet. Sie schiebt ihre Tasche unter den Schreibtisch und schleicht dann auf Zehenspitzen zurück zur Treppe. Sie hat vorhin keinen in der Küche gesehen, also kann sie dort vielleicht in Ruhe etwas zu Abend essen, ohne auf die kurze Zündschur zu treten, die zurzeit zum Temperament ihres Cousins führt.
„Haruka.“
Sie erstarrt. Shoichi mustert sie von seinem Zimmer aus, die Arme verschränkt, das Gesicht leer. Ist er sauer? Oder gut drauf?
„Ich gehe davon aus, dass du Kahoko geholfen hast.“
„Ähm… vielleicht?“, versucht sie sich aus der Situation zu winden. Wenn er gut drauf ist, ist ihre Hilfe ja ne gute Sache, aber sie würde lieber erst wissen, wie es steht, bevor sie irgendetwas bestätigt.
„Essen ist im Kühlschrank.“, entgegnet er jedoch nur knappt und dreht sich wieder um, um zurück ins Zimmer zu gehen.
Sie bleibt noch einen Moment unbeweglich stehen – bei ihm kann man nie wissen – und das ist ihr Glück.
Andernfalls hätte sie nie das leise „Danke dafür, übrigens...“, gehört, dass noch folgte.

- - - -
Samstagmorgen:
„Kommt Ayato auch?“, nuschelt Yahiro und zieht sich die Kaputze seines Sweatshirts über die blonden Locken. Die Katzenohren, die daran befestigt sind, hängen traurig herunter und Yoyo ist sich selbst nicht ganz sicher, ob das nur Zufall ist.
„Ich habe keine Ahnung.“, murrt sie störrisch und rückt ans andere Ende der kleinen Sitzbank, damit Yahiro mehr Platz zum Schlafen hat, „Und es ist mir auch total egal.“
Ihr bester Freund dreht sich nun doch vom Fenster weg, rollt sich auf der Sitzbank zusammen und presst seinen Kopf gegen ihren Oberschenkel.
„Hast du ihm denn nicht geschrieben?“, fragt er und Yoyo kann sehen, dass er selbst nicht mehr so richtig mitkriegt, was er da sagt, so müde ist er.
Sie seufzt und verzichtet darauf, ihn von sich zu schieben, als er doch noch den Kopf hebt, um ihn in ihrem Schoß zu platzieren. Immerhin war er so nett, sie zu begleiten, obwohl sie schon in aller Frühe los müssen.
Draußen vor den Zugfenstern zieht die Landschaft vorbei. Es ist ein kleines Wunder, dass sie heute frei bekommen hat, wo doch zwei Spiele anstehen, aber sie hat sich gedacht, sie fragt einfach mal. Außerdem wollen sie sie diesmal ohnehin noch nicht dabei haben, sie soll so lange wie möglich außerhalb des Rampenlichts bleiben.
Der Zug hält an einer kleineren Bahnhof am Rande eines Villenviertels. Aus dem Augenwinkel sieht sie eine Rakuzanuniform und blickt genauer hin – nur um Momente später Auge in Auge mit Akashi zu sein.
Yoyo verzieht das Gesicht, als hätte sie in eine Zitrone gebissen, während er nur gelangweilt seinen Blick über sie wandern lässt, den schlafenden Yahiro erkennt und mit hochgezogener Augenbraue an ihr vorbei stolziert, als würde sie sich gerade mindestens eines Zivilgesetzes strafbar machen.
Was macht der überhaupt hier?
Sie blickt ihm durch die spiegelnden Fenster nach, während sie überlegt. Ach ja, heute spielt Touou gegen Seirin. Zwei Wunderkinder, die gegeneinander antreten. Das könnte interessant werden.

. . .

„Du siehst scheiße aus.“
Kahoko dreht sich erstaunt um.
„Yoyo? Was machst du denn hier?“
„Euch zusehen natürlich, was denn sonst.“, schnarrt die Rakuzanspielerin und mustert erneut Kahokos Outfit.
„Im Ernst, wer hat dich in dieses Ding gezwängt? Rot steht dir sowas von überhaupt nicht. Du siehst aus wie ne Drag Queen. Und zwar ne richtig miese.“
„Ich hab dich nicht nach deiner Meinung gefragt. Es trägt halt nicht jeder immer Schwarz.“, knurrt Kahoko nun doch beleidigt zurück.
„Die Farbe ist doch egal, der Schnitt ist es, der zählt. Seit wann trägst du Kleider? Kommst du dann zu unserem Spiel auch in nem Minirock? Hoffentlich nicht, den Anblick könnte keiner ertragen.“
„Ach halt doch die Klappe.“, murrt Kahoko und dreht sich wieder nach vorne. Es sind nur ein paar Leute vor ihr in der Schlange, das wird sie schon noch aushalten.
„Hab ich etwa nen empfindlichen Punkt getroffen? Willst du damit die Aufmerksamkeit deines Schwarms auf dich ziehen? Falls ja, zieh dich lieber um, bevor er dich sieht.“
„Es war seine Idee.“, motzt Kahoko zurück und beißt sich augenblicklich wieder auf die Zunge. Sie wollte doch gar nichts sagen!
Es wird still hinter ihr. Beängstigend still.
Kahoko dreht sich um und sieht gerade noch, wie Yoyo mit angeekeltem Gesichtsausdruck jemandem nachsieht.
„Was? Jemand der noch schlimmer aussieht als ich?“
„Ja, Akashi… Oh Shit, sag mir bitte nicht, dass du auf ihn stehst und deshalb ein rotes Kleid trägst. Das würd ich echt nicht aushalten, das wäre der Super GAU.“
„GAU ist doch schon der größte Anzunehmende Unfall… Wenns was noch Schlimmeres gäbe, dann wohl nur du und mein Bruder als Paar. Das wäre wirklich furchtbar.“, gibt Kahoko knapp zurück und rückt weiter in der Schlange vor.
Yoyo schnappt hinter ihr nach Luft. „Hallooo? Erstens mal würde kein Mensch, der auch nur normal gerade aus denken kann, irgendwas mit jemandem in deiner Familie anfangen und zweitens mal kannst du gerne meinen Bruder haben, wenn du auf Verschwägerung mit dem Feind stehst. Aber ich warn dich jetzt schon mal vor, dass die Haarfarbe eurer Kinder wohl ein schönes Kotzgrün werden wird. Du weißt schon, aus Orange und Grün kann man einfach nichts schönes Mischen.“
„Gut zu wissen, aber ich stehe mehr auf Schwarzhaarige.“
„Jap… interessiert keinen. Und du bist dran.“

Erleichtert tritt Kahoko an den Schalter, um sich ihre reservierte Karte zu holen. Sie ist mehr als froh, dass die zwei Spiele, die sie dieses Wochenende haben, auf Samstag- und Sonntagvormittag fallen. Zwar mussten sie dshalb heute schon um kurz nach neun Uhr morgens ein Match bestreiten, aber jetzt kann sie in Ruhe den Jungs beim Spielen zusehen.

Sie wartet, bis Yoyo ebenfalls ihre Karte hat. Eigentlich müsste sie das nicht, aber ihr ist nicht danach, alleine in den Rängen zu sitzen. Von Megumi und Tsunako weiß sie zwar, dass sie auch hier sind, aber die feuern Seirin an und da hält sich Kahoko lieber raus.
Yoyo mustert sie mit diesem Blick, der von Verstopfung bis zu Verachtung alles enthalten kann, aber sie bittet dennoch darum, Karten neben Kahoko zu bekommen und schlendert dann gemächlich neben ihr her.
„Yahiro ist auch hier.“, murmelt Yoyo schließlich und bleibt unweit der Türen stehen, die zu ihren Plätzen führen, „Er kauft nur noch was zu Essen.“
Kahoko nickt schweigend und starrt auf die Menschenmengen, die immer noch zu den Eingangstüren herein strömen. Das Schweigen zwischen ihnen hängt schwer in der Luft und sie kann nicht sagen, woran es liegt.
Als Yahiro zu ihnen stößt und sich dabei suchend umsieht, wird Kahoko klar, dass auch Yoyo einen Teil von sich vermisst. So ist das mit den Menschen, die einem nahe stehen…
Kahoko will etwas sagen, da bohrt sich Yoyos spitzer Ellbogen in ihre Seite.
„Da wartet einer auf dich. Geh schon, wir sehn uns dann, wenn das Spiel anfängt.“
Sie blickt hoch und tatsächlich, auf der obersten Stufe der Treppe, die zu der noch leeren Galerie führt, steht Shoichi und mustert sie mit undefinierbarem Gesichtsausdruck.
„Warst du grade so etwas wie nett zu mir?“, fragt Kahoko und Yoyo verzieht das Gesicht.
„Du trägst schon ein hässliches Kleid, ich wollte dich nicht noch mehr demütigen.“
Kahoko schüttelt nur den Kopf und löst sich aus ihrem jämmerlichen Kreis, um zu Shoichi zu gehen.
Schweigend stößt er die Tür auf und schließt sie hinter ihnen. Sie blicken hinunter auf die sich langsam füllenden Ränge und das noch unbeleuchtete Spielfeld.
Sie verkneift es sich, ihn zu fragen, ob er nervös ist. Schweigen ist besser als eine Frage, die man nie gerne hört. Stattdessen lässt sie ihre Hand lässig neben seiner baumeln, als wäre es bloßer Zufall, dass ihre Fingerknöcheln nun sacht gegeneinander schlagen.
Fast augenblicklich nimmt er ihre Hand und hält sie fest.
„Du trägst ein Kleid.“, stellt er ruhig fest und streicht mit ihren ineinander verschlungenen Händen über den weichen Stoff.
„Ich wollte dich auf die Demütigung vorbereiten, die mir bevor steht, wenn der Winterball da ist. Und dir durch diese kleine Selbstbestrafung zeigen, dass mir mein Verhalten leid tut.“
„Ich bin kein Fan von Selbstbestrafung. Wäre Strafe notwendig, hätte ich dir eine auferlegt.“, murmelt er und grinst dann, blickt zurück auf ihre Beine.
„Außerdem finde ich, dass es dir gut steht. Es zeigt deine Beine.“
„Basketballshorts sind mir lieber.“
„Aber die sind nicht rot. Und rot ist nun mal die Farbe der Touou.“
„Eigentlich schwarz, aber ich konnte so schnell kein schwarzes Kleid in meiner Größe auftreiben.“
Er lächelt und mustert sie, bevor er fragend den Kopf schief legt.
„Irgendetwas beschäftigt dich und es ist nicht der Ausgang dieses Spiels.“
„Ein Haufen Sachen beschäftigt mich, weißt du.“
Er kneift die Augen zusammen, als könnte er so besser in sie hinein sehen.
„Es hat nichts mit deinen Noten zu tun, das wüsste ich. Das Spiel heute morgen habt ihr gewonnen, das kann es also nicht sein. Mit deinem Bruder bist du auf guten Wegen und Lia ist bald wieder zurück. Also entweder sorgst du dich um Aomine oder Meij.“
Kahoko schiebt ihre Unterlippe vor wie ein schmollendes Kind.
„Yoyos bester Freund ist nicht hier und ich glaube, die sind zerstritten, wenn du's unbedingt wissen musst… Ich wollte dich vor dem Spiel nicht damit belästigen, aber du musst ja fragen.“
Zu ihrer Überraschung fängt Shoichi einfach nur an zu grinsen.
„Was ist bitte so lustig daran?“
„Ich dachte, es wäre etwas Ernstes und du machst dir Gedanken um die Freundschaften deiner Konkurrenten?“
„Das ist etwas Ernstes, sie ist nett zu mir, ich mag sie.“
„Sie beleidigt dich.“
„Das ist das Gleiche, okay? Ich will einfach… ich will einfach, dass alle glücklich sind. Also außerhalb des Spielfelds. So gut es eben geht.“
„Du bist wirklich das genaue Gegenteil von mir.“, murmelt Shoichi, streckt seine Hand aus und streicht ihr durchs Haar.
„Aber das ist eine Sache, die uns nichts angeht… Ich weiß, das gefällt dir nicht.“, unterbricht er sie, als sie ihm widersprechen will, „Aber am besten gehst du jetzt zurück zu deinem Platz und verhälst dich wie immer. Sollte diese Yoyo drüber reden wollen, wird sie es tun und wenn nicht, dann ist das eben so.“
„Aber...“, fängt Kahoko noch einmal an und Shoichi seufzt, bevor er geschlagen mit den Schultern zuckt.
„Wenn es sich nicht von selbst ergibt, überlegen wir uns was, okay? Aber jetzt genieß das Spiel und wünsch mir Glück.“
Zu seiner Überraschung widerspricht Kahoko nicht. Und zu seinem noch viel größeren Erstaunen beugt sie sich blitzschnell vor und küsst ihn auf den Mund.
„Viel Glück. Gib dein Bestes.“
Er kann nur verdutzt zusehen, wie sie sich lächelnd von ihm löst und zurück durch die Tür schlüpft.
Worauf hab ich mich da bloß eingelassen?
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