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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
Alle Kapitel
100 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
30.08.2016 2.737
 
Hallo ihr Lieben.
Ich bin so froh, dass ich es in all dem Stress geschafft habe, meine Grenze von mindestens einem Kapitel pro Monat zu erreichen. Ich hoffe, ihr habt viel Spaß damit und wir lesen uns ^^
Poettierchen

Lia starrt an die dunkle Decke über sich. Sie kann nicht schlafen.
In Tokyo ist es jetzt gerade mal neun Uhr, in Los Angeles fünf Uhr morgens.
Morgen... nein, es ist ja schon heute... werden die ersten Bestätigungen eintrudeln. Sie wird Anrufe erhalten - und sie hasst es, zu telefonieren - ein paar Briefe und E-Mails. Von Universitäten, die sie haben wollen und solchen, die auf sie verzichten können. Am meisten beschäftigt sie die Frage, wann sie wieder nach Hause kann. Zurück nach Japan. Das kann morgen sein, aber auch erst in ein paar Jahren.
Der Bildschirm ihres neuen Tablets leuchtet auf und erhellt das kleine Zimmer. Müde streckt sie sich danach, wischt über den Bildschirm.
Neben einem kleinen Bild von Megumi steht nur ein simples "Schon auf?".
Lia lächelt und tippt konzentriert.
"Konnte nicht schlafen. Woher wusstest du, das wir hier erst frühmorgens haben?"
"Hab gegoogelt. Wie ist es so in Amerika?"
"Ganz anders als Japan. Ich hab Fotos gemacht."
"Wo wohnst du?"
"Bei Natasha. Kahokos Therapeutin. Sie ist nett. Schrullig, aber nett."
"Wie Kahoko."
"Wie geht's dir?"

Auf Lias Frage folgt lange nichts.
Der kleine grüne Punkt neben Megumis Profilbild sagt ihr, dass die Jüngere noch online ist, aber vielleicht ist sie vor dem Bildschirm eingeschlafen?
Schließlich deuten ein paar Punkte an, dass sie schreibt. Die Punkte verschwinden wieder, tauchen wieder auf und verschwinden wieder.
Lia begreift, dass sie nicht die einzige ist, die ihre Geister mit sich herum schleppt, sie unter ihrer Haut versteckt und niemanden sehen lässt.
Also wartet sie, geduldig, bis Megumi den Mut findet, darüber zu reden.

- - -

"Bist du etwa noch wach?"
Meij blinzelt an dem dunklen Umriss vorbei, der sie grade so rüde angeschnauzt hat und blickt auf die roten Leuchtziffern ihres Weckers. Kurz nach Mitternacht.
"Na und?", gibt sie zurück, ihre Stimme so harsch wie seine. Was er kann, kann sie schon lange.
Er schlingt seinen Arm noch fester um ihre Seite. Meij zappelt nicht, könnte sie ohnehin nicht. Dafür hält er sie zu fest und zu sicher.
"Jetzt erzähl schon.", Makotos Stimme ist tief und grummelig, patzig wie bei einem kleinen Kind. Aber er drückt sein Gesicht gegen ihre Schulter und das sagt ihr, dass er Müde ist und sich Sorgen macht. Und Makoto ist nicht der Typ Mensch, der zugibt, wenn ihn etwas bewegt.
Für einen Moment denkt sie ernsthaft darüber nach, ihn mit einer Lüge abzuspeisen. Mit einer glaubhaften, natürlich. Sie ist schließlich keine Amateurin.
Aber dann besinnt sie sich.
"Morgen haben sie ihr erstes Spiel."
"Du meinst heute."
Sie drückt ihren Ellbogen grob gegen seinen Brustkorb und er grunzt zur Antwort. Das ist das, was bei ihm einer Entschuldigung am Nächsten kommt.
"Und du machst dir Sorgen, dass sie nicht gewinnen könnten?"
"Es wäre mir ja egal, wenn sie nicht bis ins Finale kommen, wenn ich nicht so viel Arbeit in unser Training gesteckt hätte. Ich will meine Revanche unbedingt."
"Dann kann ich dich trösten. Ihre ersten Gegner sind die totalen Luschen. Die haben sie bis jetzt jedes Mal besiegt und wenn die Schule das Basketballteam nicht brauchen würde, um Schulgelder damit einstreichen zu können, würden sie längst nicht mehr existieren."
"Trotzdem...", fängt sie wieder an, aber seine Finger bohren sich fest in ihren Oberarm und sie hält inne.
"Darum kümmern wir uns, wenn es soweit ist. Und jetzt schlaf endlich. Ich bin müde."
Ausnahmsweise gibt sie sich mal folgsam. Ein bisschen kann sie schon nachgeben, aber nicht zu oft, sonst gewöhnt er sich noch daran.

- - -

Jetzt ist es wirklich schon Spätsommer, denkt Kahoko, während sie im Morgengrauen durch die Straßen läuft. Dichte Schwaden hängen zwischen den Hausdächern und sie kann nicht sagen, ob es Nebel, Smog oder etwas von beidem ist, aber kühl ist es auf jeden Fall und sie ist froh über die Jacke, die sie sich im Gehen übergezogen hat.
Sie hat nicht viel geschlafen in dieser Nacht, aber sie ist nicht müde, sondern hellwach. Ihre Rippen schmerzen kaum noch, sie ist sogar schon versuchsweise ein wenig gejoggt, aber das reicht noch nicht, um wieder mit spielen zu dürfen. Dafür braucht sie erst die Einwilligung vom Arzt und solange der nicht vollends zufrieden ist, könnte eine unachtsame Bewegung alles nur noch verschlimmern.
Irgendwie hängt alles in der Schwebe, denkt Kahoko und mustert die Häuser links und rechts von ihr, während sie weiter geht, und irgendwie ist doch alles wie fest zementiert.
Ihr Leben fühlt sich an wie fest ausgerichtet, als könnte sie nichts mehr ändern. Vielleicht ist das wirklich so, aber wo bleibt dann die Spontanität? Wo bleiben all die Möglichkeiten, sich neu zu entscheiden? Sie vermisst die Aufregung, die Spannung.
Schließlich ist doch alles klar, oder? Sie werden ein Basketballspiel nach dem anderen spielen. Mit oder ohne Lia. Und mit oder ohne Finalsieg, sie wird hier bleiben, in Japan. Sie gehen nicht mehr zurück. Erst die High School, dann die Uni, dann ein Job, der ihr genauso viel Aufregung bringen wird, wie die Schule. Allerdings weniger Prügeleien, zumindest hofft sie das.
Was kann sie denn noch entscheiden, um all das über den Haufen zu werfen, um nicht zu wissen, was hinter der nächsten Kurve steckt?
Ich könnte Shoichi einfach nicht vergeben…
Die Erkenntnis trifft sie wie ein Schlag in die Magengrube. Es kommt nicht auf die äußeren Umstände an, es kommt darauf an, mit wem sie ihre Zeit verbringt und wie sie zu diesen Personen steht.
Es ist ihre Entscheidung, wem sie vergibt und wem nicht und es ist ihre Entscheidung, mit wem sie ihre Zeit verbringt, ihre Gedanken teilt und damit auch irgendwie ihre Gefühle. Und weil jeder Mensch für sich selbst entscheiden und handeln kann, wird sie nie wissen, was ihre Entscheidung alles nach sich ziehen kann.
Kaoko bleibt stehen und starrt auf den Asphalt vor sich. Was für ein Zufall, dass sie genau jetzt vor einer Kreuzung steht.
Aber anstatt sich für einen der Wege zu entscheiden, dreht sie um und geht zurück.

- - -

Michirou hat ihr Handy schweren Herzens auf stumm geschaltet. Eigentlich ist es lächerlich, dass sie sich so aufführt. Nachrichten kriegt sie so ja auch, aber sie mag den Ton, den sie extra für Kousuke ausgewählt hat. Sie mag auch seinen Namen und die Tatsache, dass ihre Mundwinkel wie von selbst höher wandern, wenn sie an ihn denkt.
Will sie deshalb unbedingt jedem von ihm erzählen – so wie Mirai? Solange ihre Mutter nicht als jeder zählt, nein. Und wenn sie in diesem Punkt schon nicht der Norm von Romanheldinnen und realen verliebten Mädchen entspricht, kann sie ja wohl auch mal ein paar Stunden in der Bibliothek sitzen, ohne sehnsüchtig auf Nachrichten von ihm zu warten.
Sie gibt in einem der Computer „Motivationsreden“ ein, notiert sich fein säuberlich die Nummern, nach denen sie die vorgeschlagenen Bücher finden kann. Mit einem Stapel Bücher auf dem Arm sucht sie sich schließlich einen Platz und entscheidet sich spontan für den Tisch, an dem sich jemand hinter einer Ausgabe von „Gandhi vs Zuckerberg – wie trifft man gute Entscheidungen“ verschanzt hat.
Nach fünf von zehn Büchern fühlt sich Michirou weder motiviert noch im Stande, jemand anderen zu motivieren. Vielleicht sollte sie doch besser auf ihren ursprünglichen Plan zurück greifen und Kahoko die Reden schwingen lassen, solange Lia noch in Amerika ist.
Aber dann würde ich mir wie ein Feigling vorkommen… Sie schlägt Bucher Nummer sechs auf und blickt nur kurz hoch, um auf die große Uhr über dem Eingang zu blicken, aber ihr Gegenüber wählt genau diesen Augenblick, um dasselbe zu tun und als sie ihre Köpfe wieder drehen, treffen sich ihre Blicke.
Kahoko und Michirou mustern sich einen Moment schweigend und in diesem Schweigen hängt viel ungesagtes. Sie sind beide überrascht und kalkulieren an dieser Überraschung vorbei, was die andere vor sich auf dem Tisch liegen hat.
„Gute Entscheidungen?“, bricht schließlich Michirou das Schweigen, damit Kahoko ihr nicht zuvor kommt.
Kahoko zieht die Schultern hoch wie das kleine Kind, das sie innerlich noch ist.
„Ich versuch mir Mut anzulesen...“, gibt sie zu und drückt mit dem Daumen fest auf ein Schramme in der Tischplatte.
Daraufhin schweigen sie wieder und hätte Michirou nicht gesehen, wie Kahoko neugierig in Richtung ihrer Bücher blickt, sie hätte sich etwas vormachen und einfach weiterlesen können.
„Lia ist ja nicht da...“, fängt sie also an, „Also darf ich die Reden vor dem Spiel halten. Und ich dachte, ich hole mir ein paar Tipps.“
„Und wie läuft es?“
Anstelle einer Antwort schiebt Michirou ihr den Block zu, auf dem sie ihre ersten Versuche notiert hat.
Kahoko lässt diese Versuche unkommentiert und widmet sich als nächstes den Büchern vor Michirou und tippt dann auf die Nummer zehn.
„Das ist gut, das hab ich auch gelesen.“
Michirou runzelt die Stirn. „Wozu denn?“
„Na um Reden halten zu können natürlich. Aber was am besten geholfen hat, war ein Zitat, das mir Natasha vorgelesen hat. Oh, und ich hab einen Haufen guter Motivationsreden aufgenommen, wenn du sie haben willst.“
„Ich hätte gerne das Zitat… also, wenn du dich noch dran erinnern kannst.“
Kahoko lächelt, nimmt ihren Schulkalender und schlägt die erste Seite auf, bevor sie ihn Michirou hin legt. Dort stehen die Worte in Kahokos krakeliger Schrift.
Wenn du ein Schiff bauen willst, dann ruf nicht die Männer zusammen, um Holz zu sammeln und die Arbeit aufzuteilen. Stattdessen bringe ihnen bei, sich nach dem gewaltigen und endlosen Meer zu sehnen.
Das Schweigen, das jetzt zwischen ihnen herrscht, ist angenehm und entspannt. Es ist eine Stille, in der sie beide denken können und sich unwillkürlich anlächeln, weil sie sich verstehen.
Kahoko wirft noch einen Blick auf die Uhr und steht dann auf.
"Wir sehen uns heute Abend.", wispert sie und Michirou nickt, in Gedanken immer noch bei dem, was dieses Zitat für sie bedeutet. Viel, stellt sie fest. Sehr viel sogar.
- - -
 
Megumi hat sich alles schon im Kopf zurecht gelegt und ausgemalt.
Kagami würde vor ihrer Tür stehen, vielleicht hätte er Blumen dabei oder Schokolade und er würde sie mit tieftraurigen Hundeaugen anblicken und um Vergebung bitten.
Aber sie würde erst mal hart bleiben, die Tür vor seiner Nase zuschlagen und ihm zeigen, dass man sich bei ihr schon mehr anstrengen musste, sich wirklich, wirklich Mühe geben musste. Aber wenn er ihr dann durch die geschlossene Tür erklären würde, was er für sie empfindet, dann, ja... dann würde sie ihm natürlich vergeben.
In ihren Tagträumen hat sie aber weder damit gerechnet, dass dieses Wiedersehen erst nach mehreren Wochen stattfinden würde, noch mit der Möglichkeit, dass es auch ganz anders laufen könnte.
Sie kommt grade von einem Spaziergang mit Kin zurück, als er die Bäckerei verlässt. Sie stehen sich auf dem schmalen Gehweg gegenüber und nur die Tatsache, dass Kin nach ihrem kleinen Marathon ausgepowert ist, hält ihn davon ab, schwanzwedelnd um Kagami herum zu hopsen.
"Hi...", er hebt verlegen die Hand und allein die Tatsache, dass er keine Tüte mit Brötchen trägt, sagt ihr, dass er vielleicht wegen ihr hier ist.
"Hallo.", entgegnet sie, starrt auf den Boden und stapft an ihm vorbei. Momente später ist er neben ihr.
"Warte doch."
"Warum?"
Das lässt ihn stocken, innehalten, nach Worten suchen.
Und Megumi spürt diese Unsicherheit in sich, die sie das Ganze überhaupt erst beenden hat lassen und aus dieser Unsicherheit wird die Wut, die sie alles ertragen lässt.
"Wenn du dich entschuldigen willst, überleg lieber erst mal, wofür eigentlich genau."
"Alles."
Er antwortet so schnell, dass es sie aus der Fassung bringt. Sie braucht einen Moment, um sich wieder zu fangen, um ihre Gedanken zu sammeln.
"Du machst es dir leicht."
"Nein, ich mein das ernst.", er stemmt die Hände in die Hüften und blickt zur Abwechslung mal in ihr Gesicht, anstatt auf ihren Hund, "Ich hab wohl wirklich so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und ich kann mich nur damit entschuldigen, dass ich keine Erfahrung habe."
"Und was erwartest du jetzt von mir?", Megumis Stimme ist viel zu piepsig und wackelig für ihren Geschmack. Es hat ihr gefallen, die Starke zu sein, die Wut hat alles leichter gemacht.
"Ich weiß nicht. Eine zweite Chance vielleicht?"
Sie seufzt. "Hast du denn überhaupt die Zeit für eine Beziehung?"
Er beißt sich auf die Lippen und schüttelt den Kopf. Megumi nickt.
"Ich ebenso wenig. Also warum lassen wir das ganze nicht einfach?"
"Weil ich... weil ich es nicht lassen möchte."
Sie zuckt mit den Schultern, fast lethargisch. "Dann überleg dir etwas. Ich kann nicht immer diejenige sein, die alles am Laufen hält."
"Darf ich bei eurem Spiel zusehen? Heute meine ich?"
"Ich kann es dir schlecht verbieten." Damit geht sie an ihm vorbei, die Treppe zu ihrer Wohnung hoch. Sie kann ihn gehen hören und sie hält ihr Herz zurück, ihm nicht zu folgen. Wenn sie jetzt wieder anfängt zu hoffen, wird es nur noch mehr schmerzen, wenn es dann doch nicht klappt.

- - -

„Man könnte denken, das sei nur wieder ein Trainingsspiel...“, beklagt Nanami und mustert die beinahe menschenleeren Zuschauerränge.
Ihr Bruder dreht sich mit fragendem Blick zu ihr um.
„Stimmt doch.“, verteidigt sich Nanami, „Wir leuten heute den Winter Cup ein und was die Zuschauerzahlen angeht, hatten wir schon Trainingsspiele mit volleren Rängen.“
„Nur eines und das war gegen Kaijou.“, berichtigt Shouta sie und Nanami rollt die Augen.
„Ja ja, korrigier mich nur. Sind wir denn endlich startbereit?“
„Natürlich.“, Shouta wedelt aufgeregt mit seinem Klemmbrett herum und obwohl er dabei fast sich selbst eine runter haut, schafft er es zumindest, die Mädchen alle zu sich zu rufen.
„Ihr seid gut aufgewärmt und ihr kennt unseren Spielplan. Akemi und Kahoko bleiben erst mal auf der Bank. Sollte es soweit kommen, kann ich euch jeweils für fünf bis zehn Minuten einwechseln, aber es wäre mir lieber, wenn das nicht nötig wäre. Ich gebe das Wort weiter an den Kapitän.“
Auf seine letzten Worte folgen verdutzte Gesichter, denn Lia ist immer noch nicht da.
Als Michirou sich unbehaglich räuspert, verfliegt die Verwirrung.
„Ich will keine lange Rede schwingen. Wir haben schon sehr oft gegen dieses Team gewonnen. Damit will ich nicht sagen, dass wir heute ein sicheres Spiel vor uns haben, aber auch keine unüberwindliche Wand. Und ich will auch nicht, dass wir sie unterschätzen oder sie damit herabwürdigen, dass wir uns keine Mühe geben.“
Sie atmet für einen Moment tief durch und wird sich überrascht der Aufmerksamkeit bewusst, die auf ihr liegt.
„Vielleicht sollten wir unser heutiges Spiel einfach so spielen, wie wir es immer tun. Als wär Basketball das Einzige, das in unserem Leben etwas zählt und dieses Spiel der Höhepunkt unseres Trainings. Vielleicht sollten wir einfach Spaß haben, da raus gehen und aufs Neue erleben, wie es sich anfühlt, zu spielen, zu rennen und den Ball zum Tanzen zu bringen. Ich werde das jedenfalls machen. Wer von euch ist dabei?“
Sie streckt ihr Hand aus und Sekundenbruchteile später liegen die Hände der Anderen auf ihren.
Als sie sich von einander lösen, beugt sich Shinji mit einem furchterregend schiefen Grinsen zu ihr.
„Mann… ich glaub's nicht, dass ich das jetzt sage, aber du wirst ein sauguter Kapitän nächstes Jahr.“
Michirou lächelt. Nur ein bisschen, aber sie lächelt.

Sie gewinnen. Nicht haushoch, aber mit einem guten Punkteabstand und die beiden neuen haben sogar Körbe machen können.
Kahoko, die von der Ersatzbank aus einen guten Blick auf die Zuschauer und das Spiel hatte, hat so einiges mitbekommen.
Zum Beispiel, dass Kagami kurz vor Ende der ersten Halbzeit außer Atem herein geplatzt kam und eine ganze Bank für sich genommen hat. Oder das unübersehbar weiße Haar eines Mädchens aus den oberen Rängen, welches glaubt, dass ein Kaputzenpulli als Tarnung durchgeht. Aber vielleicht will sie ja gar nicht unerkannt bleiben.
Kahoko muss sich auf die Zunge beißen, um sich zu beherrschen. Es funktioniert, wenn auch schwer. Sie erzählt keinem, dass Kirisaki Daiichis Kapitänin es für nötig befunden hat, ihr erstes Spiel zu besuchen.
Wozu auch? Es würde sie nur beunruhigen.

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