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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
Alle Kapitel
100 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.06.2016 2.815
 
Hallihallo,
ein überraschungskapitel für euch.
Warum? Wegen der lieben Kommentare, die ich in letzter Zeit von Jojocchi und heute auch noch von Aqua Queen bekommen habe, die mir zeigen, dass ihr noch voll dabei seid, trotz der langen Pause. Es wird noch so einiges passieren und ich zähle auf euch.

Tsubaki kennt ihr vielleicht noch aus den vergangenen Kapiteln, sie und ihr Team stammen aus der Feder von Arionell und haben eine eigene FF namens  Ganz verschieden gleich.
Sie war so nett, mir die Charaktere zu "leihen".

Viel Spaß beim Lesen,
Ich schaue am Ende des Kapitels noch mal vorbei, um euch was wichtiges zu sagen.
Poettierchen

- - -
Für eine bessere Übersicht der OC's und neuen Ersatzspieler^^:  Bilder und Zusammenfassung

Nichts bleibt gleich


Samstagmorgen

Wie sieht eigentlich ein Sonnenaufgang aus?
Lia liegt auf dem Bett und starrt aus dem Fenster in den blassgrauen Himmel. Die Straßenlaternen erzeugen am Horizont einen orangen Schimmer, den Bildern von Sonnenaufgängen nicht unähnlich.
Sie streckt ihre rechte Hand aus, erwischt den Wecker mit einer einzigen Bewegung, aus der jahrelange Übung spricht.
Es ist kurz nach vier und die Dämmerung klammert sich an den Himmel, wie die Trägheit an ihrem Körper hängt. Jedes Aufstehen ist ein Kampf, aber heute ist es besonders schwer.
Was würde denn schon passieren, wenn ich liegen bleibe?
Lias blaue Augen wandern vom Fenster über die weiße Decke zum dunklen Kleiderschrank in der Ecke. Auf diese Entfernung kann sie nicht lesen, was sie in ihrer winzigen Schrift in den großen Kalender gekritzelt hat, der am Schrank hängt. Aber das muss sie auch gar nicht. Sie weiß es auswendig.
Ihr Blick wandert über die Termine der Trainingsspiele bis zum Beginn der Auswahlspiele. Ihr erstes Spiel wird an einem Donnerstag sein. Für Samstag ist das Flugticket auf ihren Namen ausgestellt, dass in ihrer Schreibtischschublade liegt und ihr ein Loch in den Bauch brennt, weil sie nicht darüber reden kann.
Sie wartet auf den richtigen Zeitpunkt, es anzusprechen, aber noch ist er ihr nicht unter gekommen. Sie sind ein Team, ja, aber jeder von ihnen trägt sein eigenes Päckchen und es erscheint ihr nicht fair, ihnen noch mehr aufzubürden, wenn sie gerade erst gelernt haben, mit ihren eigenen Sorgen aufrecht zu gehen.
Und was soll sie auch sagen?
Sie ist Expertin für Enttäuschungen und kann aus Erfahrung sagen, dass es keine Worte gibt, die den Stich der Erkenntnis nehmen können.
An dieser Stelle schlägt sie die Decke zurück und steht auf, mit geschlossenen Augen und möglichst ohne dabei nachzudenken.
Langsam aber sicher bekommt sie Übung darin.

- - -

Der Zug verliert stetig an Geschwindigkeit und schiebt sich überraschend gemählich in den riesigen Bahnhof Tokyos. Tsubaki ist der Trubel hier zwar vertraut, aber sie hat sich an das wesentlich ruhigere Akita gewöhnt. Sie tritt nervös von einem Fuß auf den anderen, als sich die Schlange der Aussteigenden nur langsam vorwärts schiebt. Sie hat es zwar selbst nicht eilig, aber da ist immer noch dieser Rest Sorge in ihr, dass der Zug weiterfahren könnte, bevor sie ausgestiegen ist.
Sie schafft es nur bis zur Tür. Bevor sie die kleinen Stufen zum Bahnsteig hinunterklettern kann, wird sie unter den Achseln gepackt und hochgehoben. Ihr erschrockenes Quietschen geht in unverständlichem Genuschel unter, als sie in der Luft baumelnd gegen eine viel zu breite Brust gedrückt wird.
„A-Atsushi! Lass mich runter!“
Ihre Wangen sind knallrot, als ihr Freund endlich gehorcht. Sein linker Arm ist um ihre Schultern geschlungen, als könnte sie ihm weglaufen, wenn er nicht aufpasst, mit dem rechten pflückt er ihren Koffer aus der offenen Zugtür, als wäre es lediglich eine kleine Handtasche.
„Ich habe dich vermisst.“, stellt Atsushi klar und wartet geduldig, bis der Strom der Menschen um sie herum etwas versiegt ist. Er mag zwar gelegentlich nicht die schnellste Auffassungsgabe besitzen, aber er hat mittlerweile begriffen, dass seine Freundin kein Fan von Menschenmassen und dem ewigen Drängeln ist. Und da sie sich weigert, Huckepack getragen zu werden, muss er halt geduldig sein.
„Das tut mir leid.“, sie tätschelt sein Handgelenk und macht einen zögerlichen Schritt, um ihm zu zeigen, dass es jetzt in Ordnung ist, sich auf den Weg zu machen.
„Ich mag nicht nach Tokyo zum Finale fahren, wenn Tsu-chin nicht mitkommen kann...“, grummelt Atsushi weiter, „Das hab ich allen gesagt. Aber ich musste trotzdem mit. Dabei hab ich nicht mal spielen dürfen.“
„H-Hast du Akashi gesehen?“, versucht Tsubaki abzulenken, als sie mit der Rolltreppe in den unteren Stock fahren.
Atsushi grunzt. „Ja. Aka-chin hat aber auch nicht gespielt. Er hat einen Verband im Gesicht.“
„Im Gesicht? Wieso das denn?“
Ihr Freund zuckt mit den Schultern. „Hab ich vergessen.“
Tsubaki öffnet den Mund, um ihn zu tadeln, seufzt dann aber und lässt es bleiben. Manche Dinge lassen sich einfach nicht ändern.
„Tsu-chin, ich hab Hunger.“
„Schon? Hast du nicht gefrühstückt?“
„Schon, aber nur ganz wenig.“, wehrt er ab und sie mustert ihn streng.
„Was heißt ganz wenig?“
Die nächsten fünf Minuten lauscht sie erschüttert seiner Aufzählung und vergleicht das mit dem Butterbrot, dass sie selbst heute morgen runter geschlungen hat.
„Wir fahren jetzt erst mal zu meinen Eltern, damit ich meinen Koffer abstellen kann. Dort kannst du sicher was essen.“
Sie kann sehen, wie sich die Zahnräder hinter seiner Stirn drehen, bevor er nickt. „Okay. Aber dafür sitzt Tsu-chin in der U-Bahn auf meinem Schoß!“
„Eh! Wie kommst du denn auf sowas?“
„Tsu-chin muss es versprechen!“
„Aber die Leute werden schauen!“
„Und wenn schon.“, nölt er und hievt ihren Koffer durch die nächste Schranke, „Ich will, dass Tsu-chin auf meinem Schoß sitzt!“
Ihr Gesicht hat mittlerweile die Farbe überreifer Tomaten angenommen.“
„Ist ja schon gut, Atsushi! Wenn ich keinen Platz kriege, dann sitze ich auf deinem Schoß.“
Er grinst triumphierend und ihr schwant Übles.
„Wann kommt die Bahn denn?“, lenkt sie ab und mustert die Anzeigentafel, „Noch zehn Minuten. Lass uns hier warten.“
Atsushi gehorcht ohne zu mucken, aber sie kann sich davon jetzt nicht einschüchtern lassen. Sie darf sich auch nicht damit nervös machen, dass sie sich gleich durch die Menschenmasse drängeln und einen Sitzplatz für sich ergattern muss, wenn sie nicht vor den Augen aller eine halbe Stunde lang auf Atsushis Schoß sitzen will.
Mit zitternden Fingern zieht sie ihr Handy aus der Tasche und stellt überrascht fest, dass sie sogar Empfang hat. Die Technik heutzutage.
„Wem schreibst du?“
„Kahoko.“
Das reicht ihm als Antwort und er verfällt wieder in Lethargie, bis die Bahn einfährt. Die Türen sind noch nicht ganz offen, da rast er an ihr vorbei durch die Menschenmassen und hinein in das Abteil.
Tsubaki braucht einen Moment, um sich zu fangen, bevor sie ihm nach eilt. Es ist ihm zuzutrauen, dass er jemanden kurzerhand von seinem Platz schubst, nur um seinen Willen zu bekommen.
Während Atsushi allerdings mit seiner Größe, Kraft und Taktlosigkeit einen entscheidenden Vorteil hat, ist sie viel zu klein, schüchtern und höflich. Sie schafft es gerade noch, nicht von den aussteigenden Leuten mitgerissen zu werden. Als sich die Türen hinter ihr schließen, ist jeder einzelne Platz besetzt. Ganz hinten erspäht sie Atsushis leuchtend violetten Haarschopf und zwängt sich seufzend zu ihm durch. Er hat zwei Plätze ergattert und den zweiten mit ihrem Koffer besetzt. Als sie den Koffer vom Sitz hieven will, hält er sie auf.
„Du kannst da nicht sitzen, Tsu-chin. Da ist besetzt.“
„Ja, für mich. Das ist mein Koffer.“
„Uh-uh, dein Koffer hat seinen eigenen Platz verdient… Du hast es versprochen.“ Er klopft sich mit freudigem Grinsen auf die Oberschenkel.
Tsubaki gibt auf. Sie weiß mittlerweile aus Erfahrung, dass kein einziges vernünftiges Argument bei ihm zieht. Sie kann entweder eine Szene machen, ihn mit ihrer Weigerung tödlich beleidigen oder ihren Stolz runter schlucken und ihm eine Freude machen.
Wenigstens kennt mich hier keiner, denkt sich Tsubaki trocken, als sie mit dem letzten Rest Würde, der ihr verbleibt, auf seinen Knien platz nimmt und ihr knallrotes Gesicht gegen seine Schulter drückt.

- - -

Das Basketball Team der Nakamiya South High hat nun schon einiges gesehen und erlebt, aber der Anblick, der sich ihnen bei ihrem Eintreffen am Samstagmorgen bietet, ist dennoch einmalig.
Nanami steht in der Mitte der Sporthalle und brüllt Befehle – okay, das sind sie schon gewohnt – aber besagte Befehle werde von zwei Mädchen ausgeführt, die sie noch nie gesehen haben. Die Möglichkeit, diese beiden im Unterricht einfach übersehen zu haben, geht allerdings gegen null.
Die Größere der beiden, die gerade ihre Runden durch die Halle dreht, hat sich die Haare mit Ausnahme eines grasgrünen Irokesen raspelkurz geschoren. Das ist das Erste und Auffälligste Merkmal an ihr, aber als sie kurz vor dem Team plötzlich über die viel zu langen Hosenbeine ihrer Joggingshose stolpert und sich vor dem versammelten Team auf den Hintern setzt, fällt ihnen auf, dass ihre Lippen ebenfalls grasgrün bemalt sind, passend zum farblich abgestimmten Lidschatten.
Was Tsunako allerdings vor Entsetzen quietschen lässt, ist nicht dieses mutige Bekenntnis zur Lieblingsfarbe, sondern die Augenbrauen der Fremden, die zwar sorgsam gezupft und nachgezeichnet wurden, aber eben auch lediglich zwei kleine Ovale oberhalb der Nasenwurzel bilden.
Kahoko, die all dieses Getue um Augenbrauen und Schminke noch nie verstanden hat, packt das Mädchen beim Handgelenk und zieht sie in die Höhe.
Sie ist kleiner als Kahoko, aber das ist hier im Raum jeder.
„Wer bist du denn?“, fragt Kahoko für das ganze Team und die zwei Ovale heben sich überrascht, als das Mädchen an ihr hoch sieht.
„Mononoke Chikara, meine Freunde nennen mich Chika!“, ihre Stimme ist tief und dröhnend und übertönt fast Shinjis Lachen, das sie als Husten zu tarnen versucht.
„Mononoke...“, wieder ein lachender Huster.
„Ja dann heiß ich halt nach ner Animefigur!“, giftet Chika zurück, dreht sich auf dem Absatz um und marschiert quer durch die Halle zu dem Hometrainer, der gestern auch noch nicht da war.
„Emi! Das sind Tussen!“, dröhnt ihre Stimme durch die Halle und Shinji schnappt empört nach Luft.
„Ich bin hier nicht die Tusse, wenn schon, dann beleidige richtig, du Möchtegern-Punk!“
„Shinji!“, Nanamis Stimme ist so eisig, dass Shinji reflexartig in Habacht-Stellung geht, „Benimm dich gefälligst!“
„Ja aber...“
„Nein!“, kommt es jetzt auch von Lia, „Sie hat nicht angefangen. Denk nicht mal dran.“
Grummelnd verschränkt Shinji die Arme. Lia wirft ihr noch einen Blick zu, dann reißt sie sich ebenfalls zusammen.
„Nanami. Würdest du dich bitte erklären?“
Nanami grinst triumphierend, deutet erst auf die trotzige Chikara und dann auf das zusammengesunkene Häufchen Elend, dass überm Lenker des Hometrainers hängt und wohl „Emi“ sein muss.
„Das sind unsere neuen Ersatzspieler.“
Tsunakos Kinnlade erliegt der Schwerkraft und auch Shinji muss schwer an sich halten, um nicht unhöflich zu reagieren. Sie will nicht schon wieder ein ganzes Trainingsspiel auf der Bank zubringen müssen.
„Wo… wo kommt ihr denn her?“, fragt Lia vorsichtig nach.
„Wir sind von der öffentlichen Schule in der Nachbarschaft, aber die haben keine Mädchenbasketballteam und wir haben kein Geld für ne Privatschule gehabt. Aber solange wir nicht in nem anderen Team gemeldet sind, dürfen wir hier mitmachen und der Direktor meinte, wenn wir uns beweisen, können wir uns für ein Stipendium qualifizieren.“
Chikaras Ton ist immer noch purer Trotz, aber immerhin benutzt sie keine Schimpfwörter mehr.
Lia atmet auf. „Das klingt doch gut.“, spricht sie sich selbst am meisten Mut zu, „Was habt ihr denn vorher für Sport gemacht?“
Stille. Lia bricht der Schweiß aus, während Chikara mit Hingebung ihre ausgelatschten Hallenschuhe mustert.
„H-Habt ihr denn ü-überhaupt Sport gemacht?“, würgt Lia hervor und Chikaras Kopf verschwindet mittlerweile in ihren Schultern, oder vielleicht zieht sie auch einfach nur die Schultern hoch…
Ein Wimmern vom Hometrainer bricht die dröhnende Stille.
Alle Augen richten sich auf die Gestalt, die wie ein unförmiger Sack überm Lenker hängt.
Besagter Sack richtet sich plötzlich mit einem Ruck auf und starrt mit panischem Blick in die Menge.
„Mir ist schlecht!“, japst das Mädchen, reißt die Arme hoch, um sie sich auf den Mund zu schlagen und rutscht durch den Schwung rückwärts vom Sattel.
Kahoko ist die Einzige, die einen beherzten Satz nach vorne macht, um das Mädchen aufzufangen. Sie erwischt sie auch, doch das leise Würgen und die feuchte Wärme an ihrem Bauch sagt ihr, dass sie einmal nicht hilfsbereit hätte sein sollen.

Chizu Akemi, oder Emi, wie Chikara ihre Freundin vorstellt, mag vieles sein, aber ganz sicher nicht die Standardausführung eines japanischen Schulmädchens. Sie ist klein, kugelrund und dunkelhäutig, ihr Haar ist so rosa wie ihre Augen und zu einem Knoten hochgesteckt, der fast so groß ist wie ihr Kopf selbst. Das allein wäre schon auffällig genug, aber ihre Lippen sind hellblau, ihre Wangen rosa bemalt und aus ihrem Haar blitzen zwei dicke, violette Strähnen, wie Rennstreifen.
Sie sieht aus wie ein Bonbon, denkt Kahoko, während sie sich das vollgekotzte Shirt vorsichtig über den Kopf zieht. Akemi sitzt heulend neben ihr auf dem Boden, hickst abwechselnd „Es tut mir leid!“ und „Ich wollte doch nur in den Club rein!“ mit einer Stimme, die mehr zu einem kleinen Kind als zu einem Teenager mit ihrer Oberweite passen würde.

Kahoko! Zieh dir dein Shirt wieder an!“, kommt endlich auch Shouta zu ihnen in die Halle.
Lia, obwohl in seiner Gegenwart immer noch zögerlich, atmet hörbar auf. Er wird das schon regeln.
„Kann nicht, ist voll gekotzt.“, erklärt Kahoko lapidar, rollt das Kleidungsstück zusammen und wirft es in hohen Bogen in den Mülleimer bei der Tür. Akemi will sofort in den nächsten Entschuldigungs-Heulanfall ausbrechen, aber Kahoko legt ihr die Hand auf die Schulter, blickt ihr fest in die Augen und sagt dann ganz langsam und deutlich: „Fürs Kotzen musst du dich wirklich nicht entschuldigen.“
„Ja, Kahoko kann mit sowas umgehen… Warum eigentlich?“, will Megumi wissen und Kahoko zuckt mit den Schultern, dass ihr Rippenkorsett nur so tanzt.
„Shintarou hatte als Kind nen schwachen Magen und vertrug das Autofahren schlecht. Man gewöhnt sich dran, wenn man jeden Tag vollgereihert wird.“
„Da wir nun die Verdauungsgewohnheiten deines Bruders besprochen haben, können wir jetzt mit dem Training anfangen?“, Shouta wedelt mit seinem Klemmbrett, als wäre es eine Waffe.
Für Akemi ist es das auch.
„Was? Training? Jetzt noch? Nachdem ich auf dem angebundenen Fahrrad da“, sie zeigt auf den Hometrainer, „schon fast draufgegangen wäre?“
„Ihr bekommt ein Spezialtraining, damit ich sehen kann, wie weit ihr bereits seid. Ihr anderen...“, er pfeift das Team zusammen, als hätte er nie etwas anderes getan, „Fünf Runden um das Schulgelände und vergesst die MP3-Player nicht.“
Keiner sträubt sich gegen diese Routine und schnell sind nur noch die Zwillinge, die beiden Neuen und Kahoko in der Halle.
„Kahoko, der Hometrainer ist für dich. Solange du dich nicht anderweitig anstrengen kannst, trainierst du darauf deine Beinmuskulatur. Aber fang langsam an, wir wollen das verletzte Muskelgewebe nicht überanstrengen.“
„Geht klar Boss!“, Kahoko salutiert vor Shouta, der ihr entnervt einen Klaps mit dem Klemmbrett verpasst, dann wendet er sich den Neuen zu.
Er braucht nicht lange für seinen Bericht.
Chikaras Ausdauer ist besser als die Akemis, aber sie muss auch weniger Körpergewicht mit sich herum tragen. Ihre Trainingshose ist allerdings zu lang, sie stolpert mehr als einmal darüber wenn dann noch ein Ball dazukommt, geht ihre Koordination plötzlich flöten. Akemi hat zwar keinerlei Ausdauer und schafft es durch ihre völlig falsche Atmung mit schöner Regelmäßigkeit kraftlos zu Boden zu sacken, aber sie kann dribbeln und ihre Treffsicherheit ist recht gut.
Als der Rest des Teams von ihrer fünften Runde zurück kommt, sind Akemi und Kahoko gerade mit den Atemübungen durch und Chikara steht vor dem Korb und donnert den Ball immer wieder gegen das Brett. Den Korb trifft sie kein einziges Mal.
„Ich versteh das nicht. In Wii-Basketball halte ich den Trefferrekord.“, faucht sie wütend, schnappt sich den nächsten Ball und geht in Position, nur um von Kahoko gestoppt zu werden.
Als die Größere ihre Handgelenke packt, versteift sie sich erst, doch Widerstand ist zwecklos. Kahoko zieht und zerrt an ihr, bis sie in einer schönen Wurfhaltung ist.
„Spürst du, wie deine Knie angewinkelt sind?“
„Ja...“, grummelt Chikara.
Kahoko biegt Chikaras Arme nach hinten, bringt ihr Handgelenk in die richtige Form und hält sie genauso fest.
„Spürst du das auch?“
„Jaha!“
„Dann wirf jetzt!“
Chikaras Arm schnellt nach vorne, der Ball gleitet in einer perfekten Flugbahn durch die Luft und in den Korb.
„Ich hab keine Ahnung, was Wii Basketball sein soll, aber mein Bruder hat mir so das Werfen beigebracht. Jetzt üb das ungefähr 1000 Mal.“

- - -

So, da ich im Schreiben ja schon gut voran gekommen bin und nebenbei bereits den Epilog der Story schreibe, möchte ich das Rätselraten auch auf alle anderen Leser übertragen. Ich kann euch bereits sagen, dass nicht alle Beziehungen halten werden, aber auch, dass im Epilog neue und überraschende Beziehungen genannt werden. So wird dann zum Beispiel aufgedeckt, wer Shintarous Gefühle wecken konnte oder wer es mit Aomine, dem Muffel, aushält. Hinweise darauf sind jetzt schon in den Kapiteln zu finden, wenn ihr genau hinschaut, kommt ihr vielleicht sogar drauf^^.
Alles Liebe beim Rätselraten
Poettierchen
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