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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
24
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21.02.2016 2.743
 
Veränderungen


„Senpai, du rufst an?“
In Makoto Stimme liegt genau die richtige Menge Erstaunen, um überzeugend zu wirken. Wüsste Shoichi es nicht besser, er hätte es ihm vielleicht sogar abgekauft.
„Makoto, wirklich?“, er lacht leicht, sein Ton ist sanft und ruhig, „Du glaubst wirklich, ich falle auf diese gespielte Ahnungslosigkeit herein? Wobei ich sagen muss, du hast mich doch ein wenig überrascht. Meij deinen Plan ausführen zu lassen, wirklich sehr gerissen. Ich muss sagen, du hast dich ordentlich gemacht, seit ich nicht mehr da bin, um dich zu lehren. Vielleicht wirst du irgendwann tatsächlich an mich heran reichen.“
Shoichi kann hören, wie sein Gesprächspartner mit den Zähnen knirscht.
„Ich bin und war schon immer besser als du.“, knurrt Makoto mit mühsam beherrschtem Ärger ins Telefon.
„Ach? Nun, wenn du das glaubst, dann belehre ich dich wohl lieber nicht eines Besseren.“
Makoto knurrt, besinnt sich aber.
„Ich weiß wirklich nicht, wovon du redest, Senpai. Welchen Plan könnte ich den haben?“, flötet er schon fast ins Telefon, während er unverhohlen grinst. Er hat endlich mal die Oberhand, da kann Imayoshi noch so sehr tun, als würde es ihm nichts ausmachen.
„Hmm? Das war also nicht deine Absicht, meinen verbalen Patzer auszunutzen, als ich sagte, du solltest die Finger von meinem Spielzeug lassen? Als ich Meijs kleinen Brief an mich bei Kahoko gefunden habe, da dachte ich sofort an dich, muss ich zugeben. Es wäre ganz dein Stil, meine Anordnung in dem Sinne auszunutzen, schließlich habe ich Meij nie in das Verbot mit einbezogen.“
Makotos Grinsen wird noch breiter, als Imayoshi auch schon wieder weiter redet.
„Aber ja... ich rufe eigentlich nur an, weil ich ihr ausrichten wollte, dass Kahoko nun ziemlich am Boden ist.“, er seufzt übertrieben mitfühlend, „Erst lasse ich sie fallen wie eine heiße Kartoffel und mache sie emotional so fertig, dass sie nicht beim Training erscheinen kann und dann wird sie auch noch körperlich so fertig gemacht, dass sie endgültig am Boden ist. Das nennt man Timing... Richte Meij dafür mein Kompliment aus.“
Er tut so, als wolle er auflegen, als er auch schon Makoto überrascht ins Telefon stammeln hört.
„Warte, warte...“
„Ja?“
„Was meinst du damit, du hast sie bereits emotional fertig gemacht?“
„Oh, das? Nun, nach der Party hatte ich eigentlich keine wirkliche Verwendung mehr für sie. Du weißt schon, es ist ja manchmal ganz lustig, so zu tun, als hätte man eine Freundin. Man kann so gut gewisse Leute auf eine falsche Fährte locken... aber auf die Dauer ist sowas doch wirklich lästig. Ich meine, hast du sie dir angesehen? Und charakterlich ist sie nun auch kein Rohdiamant. Aber du weißt ja, ich bin schwer zufrieden zu stellen. Das erinnert mich daran, wie ich in der Mittelschule eine Zeit lang meine Freude an Meij hatte, bis mir ihre Falschheit zu langweilig wurde und ich sie abserviert habe. Ihr Glück, dass du Interesse an ihr hattest. Man merkt euch heute gar nicht mehr an, dass du eigentlich nur ihre zweite Wahl warst, aber wo die Liebe hinfällt...“
Imayoshi lächelt böse, als die Verbindung plötzlich beendet wird.

Haruka mustert ihn skeptisch vom Bett aus.
„Du bist echt ein Scheißkerl manchmal, weißt du das?“
„Das war nötig.“
„Ach echt? Du hast Kahoko so lange an der Nase herum geführt, weil-“
„Das nicht.“, unterbricht er sie harsch und sie stoppt mitten im Satz und starrt ihn an.
Er atmet tief durch.
„Ich habe gelogen, Haruka. Schon mal davon gehört? Das war nötig. Makoto und Meij haben mit ihrer Aktion nur ein Ziel verfolgt – sie wollten es mir heimzahlen. Wenn ich es ihnen direkt mit barer Münze heim gezahlt hätte, dann wäre das ewig so weiter gegangen. So haben sie das Gefühl, gar nichts bewirkt zu haben.“
„Also kommen sie einfach so damit davon?“
„Nein. Aber ihre Strafe trifft sie nicht direkt, sondern so, dass sie es mir nicht nachweisen können.“
„Was hast du vor?“
„Wieso, willst du mir dabei helfen?“
„Wenn du mich lässt.“
Er lächelt sie überrascht an. Sie grinst zurück.
„Kahoko ist gar nicht so übel. Wäre ne Schande, wenn diese Mistkröten nicht dafür bezahlen müssten.“
Sie steht auf.
„Ich hol mir was zu trinken, während du deinen fiesen Plan schmiedest. Willst du auch was?“
„Nein danke.“
Sie geht zur Tür, bevor sie sich noch einmal umdreht.
„Hey, Shoichi.“, ihre Stimme ist sanfter als zuvor, nachdenklicher.
„Hmm?“
„Falls du das mit Kahoko nicht wieder irgendwie... gerade biegen kannst...“, sie stockt für einen Moment, „Dann werd nicht wieder so wie vorher.“
„Wie meinst du das?“
Er dreht sich nicht zu ihr um, aber Haruka kann sehen, wie er seine zitternden Finger in die Armlehne seines Stuhles krallt und sie schluckt.
„Kahoko hat dich verändert. Vorher... hättest du einfach weiter gemacht und diesen Krieg genossen. Du machst dir mehr Gedanken um die Gefühle anderer Menschen. Und du bist netter, wenn du zuhause bist... Das ist schön.“
„Ja... mal sehen.“, seine Stimme bricht und Haruka macht, dass sie aus dem Zimmer kommt.
Es gibt immer noch ungeschriebene Gesetze in ihrer Familie.
Eines davon ist, dass Shoichi immer hinter verschlossenen Türen weint. Alleine.

- - -

„Also...“, Midorima Sousuke stellt mit Bedacht seine Kaffeetasse auf den Beistelltisch, faltet die Finger zusammen und legt sein Kinn darauf, während er nachdenkt.
Kahoko mustert ihn und fragt sich, warum sie nicht mehr von seiner nachdenklichen Art haben konnte. Das hätte ihr sicherlich einiges an Problemen erspart. Allerdings passt das nachdenkliche mehr zu Shintarous Brille und nie im Leben zieht sie ieder eine von diesen unbequemen Dingern an.
„Ich werde jetzt mal die typische 'Ich bin dein Vater und sehe die Dinge nur von diesem Blickwinkel' Antwort auf der Seite lassen und das Ganze neutraler angehen.“
„Hä?“, Kahoko mustert ihn verwirrt.
„Na, als Vater müsste ich dir jetzt jeglichen Kontakt zu diesem jungen Mann untersagen, der dich in so gefährliche Situationen bringt und ganz offensichtlich kein guter Einfluss ist für dich...“
„Okay?“
„Aber ich wollte dir ja die Möglichkeit geben, deinen Kummer aktiv anzugehen. Deshalb sollten wir das Problem von allen Seiten betrachten.“
„Sicher, dass du kein Psychiater werden wolltest?“
Er wirft ihr einen gespielt bösen Blick zu und sie lächelt.
„Schon okay. Lass uns das so machen.“
Er seufzt.
„Also... auch wenn es mir als Vater schwer fällt, dass auszusprechen... Er macht einen netten Eindruck.“
„Wie bitte?!“
„Nein, Kahoko, jetzt lass mich ausreden.“, er hält die Hand hoch, als er sieht, wie sie sich augenblicklich wieder aufregt.
„Du musst zugeben, dass er sich heute gut um dich gekümmert hat.“
„Ja, weil er ein schlechtes Gewissen hatte vermutlich.“
„Immerhin hat er ein Gewissen, wenn du bedenkst, was ich für Fälle in der Notaufnahme hatte.“
„Ja, ja, ich weiß, zum Beispiel der Drogendealer mit seiner Freundin, das hast du uns doch tagelang erzählt, damit wir ja nie Drogen nehmen.“
„Eben.“
„Aber Papa!“
„Nein. Kahoko... du musst anerkennen, dass er sich um dich gekümmert hat. Und du musst auch zugeben, dass es einiges von ihm abverlangt hat, dir gegenüber ehrlich zu sein.“
„Ja und?“
„Wäre es dir lieber gewesen, wenn er dich weiter angelogen hätte?“
„Nein, aber...“
„Kahoko.“
Sie stoppt in ihren Ausflüchten und sieht ihn direkt an. Er mustert sie ernst.
„Menschen sind nicht perfekt. Keiner ist es. Du auch nicht. Du kannst von niemandem verlangen, es zu sein und es steht dir nicht zu, unnachgiebig zu sein, wenn sie es nun mal nicht sind.“
„Aber er hat mich belogen!“
„Und jetzt sieh es mal durch seine Augen. Stell dir vor, du hättest etwas vorgetäuscht. Vielleicht wolltest du für jemanden klüger wirken. Oder damenhafter oder was auch immer die Jugendlichen von heute toll finden. Wann wäre der Zeitpunkt gekommen, an dem du das Rückgrat hast, dich hinzustellen und die Wahrheit zu sagen? Wenn du genau weißt, dass die Wahrheit alles verändern wird. Oder würdest du einfach immer so weiter machen?“
„Aber ich kann ihm doch nicht einfach so wieder verzeihen...“, Kahoko bricht in Tränen aus, fuchtelt mit den Händen herum, als wäre sie so wahnsinnig, wie sie sich fühlt.
Ihr Vater breitet wortlos die Arme aus und als sie ihr Gesicht an seinen Hals presst, zieht er sie auf seinen Schoß. Vorsichtig, um ihr nicht weh zu tun, wiegt er sie so gut es geht hin und her.
„Ist ja okay, Koko, niemand verlangt das von dir.“
„A-aber ich... würde doch... so gerne...“, schluchzt Kahoko hemmunglos, „I-ich will doch nur, dass alles so ist wie vorher!“
Sousuke schweigt und sie schnieft und schluchzt und würgt an dem Kloß in ihrem Hals herum, bis sie endlich wieder Luft kriegt. Ihre Stirn an sein Kinn gelegt, atmet sie tief ein und aus, die Augen geschlossen, um besser denken zu können.
„Er hat mir immer zu gehört. Ich hab mich wichtig gefühlt...“, sie verzieht das Gesicht zu einer schmerzerfüllten Grimasse, „Ich mochte ihn wirklich gerne und hab ihm vertraut... Aber... ich weiß nicht... wie soll ich ihm denn jetzt noch trauen können? Woher weiß ich, wann er ehrlich ist? Woher weiß ich, ob seine Bemühungen echt sind oder nur wieder gespielt? Das macht mich so krank, Papa, so krank!“
„Weißt du Koko...“, beginnt Sousuke, „Ich versteh dich da. Aber du musst eines bedenken... Wir machen alle Fehler. Du solltest also nicht nach jemandem suchen, der keine macht. Such lieber nach jemandem, der bereit ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Jemand, der bereit ist, an sich selbst zu arbeiten. Und sei auch selbst so jemand.“
„Was meinst du denn damit?“, fragt sie völlig verwirrt.
Sousuke drückt ihr einen leichten Kuss auf die Stirn. „Darüber musst du nicht heute nachdenken. Du kannst dir auch mal Zeit lassen, Fröschlein. Schlaf jetzt einfach ein bisschen, ich kümmere mich derweil mal ums Abendessen und rede auch mit Masahiro und Sakura wegen dem, was vorgefallen ist. Erwachsene unter sich können sowas besser klären.“
„O-okay...“
„Und was meinst du... sollen wir uns am Wochenende zusammen die Inter High ansehen gehen? Mit Shintarou zusammen, nur wir drei?“
Kahoko nickt und gähnt ausgiebig.
„Das wär schön.“, nuschelt sie träge und es ist ein leichtes für Sousuke, sie in zurück in die Kissen sinken zu lassen. Kaum liegt sie, ist sie auch schon eingeschlafen.

- - -

„Ich mache mir Sorgen.“
Mirai hebt den Blick und mustert ihren Freund mit einem aufmunternden Lächeln.
„Musst du nicht, Tetsuya, wirklich.“
Er seufzt. Sie schiebt trotzig die Unterlippe vor.
„Kagami ist doch kein Kind mehr.“
„Aber-“
„Nichts aber!“
Tetsuyas Schultern sinken merklich, als er sich geschlagen gibt.
Mirai lächelt und streckt die Hand aus, um sie auf seine zu legen.
„Ich weiß, er ist dein Freund und das ist sicher hart für ihn, dass er so auf seinen großen Bruder treffen musste, aber er kommt drüber hinweg. Du musst ihm halt ein wenig Zeit lassen... Du selbst brauchst auch ein bisschen Zeit für dich, weißt du. Den ganzen Weg durch den Regen zurück hier her... du kannst froh sein, wenn du dich nicht erkältest.“
„Das Streetball-Turnier war wichtig für uns...“, protestiert er, als sie die Haustür ins Schloss fallen hören.
„Mirai? Ich bin zuhause! Was gibt’s zu Essen?“, tönt Daikis Stimme durchs Haus und Mirai kann gar nicht so schnell gucken, wie Kuroko in die Höhe schießt und in ihrem Kleiderschrank verschwindet.
Normalerweise ist er nicht der Typ Mensch, der sich versteckt... Aber er hatte schon eine äußert unangenehme Unterredung mit Aomine-san höchstpersönlich und kann auf eine weitere Konfrontation mit dem nächsten männlichen Mitglied der Familie gerne verzichten.
Mirai verkneift sich ein entnervtes und äußerst undamenhaftes Grunzen und steht auf.
Wenn man nicht alles selber macht...

- - -

„Hey...“
Shinji lässt den Basketball sinken und dreht sich um.
Hinter ihr steht Michirou, den Rücken gerade wie immer, das vom Duschen noch feuchte Haar streng zur Seite gekämmt.
„Das Training ist längst zu Ende, mach Schluss für heute.“
Shinji dreht sich wortlos wieder zurück zum Korb und macht ihren Wurf – ein jämmerlich verzogener Drei-Punkte-Wurf.
Hinter ihr fällt eine Tasche dumpf zu Boden und Shinji erwartet einiges, aber nicht, dass Michirou den Ball mit einem erstklassigen Rebound in den Korb befördert.
„Du bist besser geworden.“, stellt Shinji fest und fängt den Ball auf.
„Du auch.“, gibt Michirou zurück, als der Ball auch schon wieder in ihren Händen landet.
Wortlos passen sie den Ball hin und her, als wäre er nicht schwer und sie schon lange keine Kinder mehr.
„Kann ich heute bei dir pennen?“, presst Shinji schließlich zwischen zusammen gebissenen Zähnen hervor und Michirou nickt bloß, fängt den Ball ein letztes Mal hält ihn fest.
Sie wartet, auf eine Erklärung oder irgendetwas anderes, aber Shinji zieht bloß den Kopf zwischen die Schultern, die Lippen wie zu betoniert und Michirou lässt es bleiben.
Manche Dinge brauchen Zeit.

„Was machst du am Wochenende?“, versucht Michirou das angespannte Schweigen zu lockern, als sie das Schulgelände verlassen.
Shinji zuckt die Schultern; „Es ist Mittwoch, woher soll ich das wissen? Wieso? Hast du was vor?“
Jetzt ist es an Michirou, den Kopf zwischen die Schultern zu ziehen.
„Kousuke und ich gehen was essen. Sie haben am Abend ein Spiel und am Sonntag Training und bei ihm um die Ecke hat ein neues Restaurant aufgemacht.“
Michirous Wangen fühlen sich unnatürlich heiß an, aber Shinji starrt sowieso nur auf den Asphalt unter ihren Füßen.
„Wenn er dich zum Lachen bringen kann... Ohne dass man sich dabei über jemanden lustig macht... dann ist er es wert...“
„Was meinst du?“
„Na... du fragst dich doch, ob das überhaupt all die Arbeit wert ist. Ob du dich überhaupt bemühen sollst, zwischen Training und Hausaufgaben, für so etwas wie eine Beziehung. Ich kenn dich, Michirou, dir wärs lieber, er wäre dir erst nach deinem Collegeabschluss über den Weg gelaufen, wenn du den Kopf frei hast und wesentlich mehr Freizeit.“
Shinji merkst erst am Ende der Straße, das ihre Freundin nicht mehr neben ihr geht. Michirou ist mitten auf dem Gehweg stehen geblieben und Shinji joggt verlegen zu ihr zurück.
„Sorry, war ich zu grob?“
„Nein... ich meine... keine Ahnung. Ich hab nur das Gefühl, dass ich jetzt noch die Chance habe, das ganze so zu beenden, dass wir beide heil da raus kommen. Weil... wenn ich jetzt nichts dagegen mache und das geht schief... dann werd ich mir ewig Vorwürfe machen.“
Shinji mustert sie aus dunklen Augen.
„Ja, aber wenn du's nicht machst, wirst du dir trotzdem ewig Vorwürfe machen. Das ist wie mit dem Vize-Posten. Da warst du dir auch nicht sicher, ob du's hinkriegst oder nicht. Und wolltest nen Rückzieher machen, bevor es in die Hose geht. Und jetzt guck dich an. Nächstes Jahr bist du Kapitän und das hast du nur mir zu verdanken, weil ich dir Schisser damals in den Hintern getreten bin.“
„Ich bin kein Schisser, ich bin Realist und wäge die Optionen ab.“
„Das ist das Gleiche, Michirou, genau das Gleiche.“

- - -

„Hey...“
Kagami hebt den Blick von seinem fünften Burger. Vor seinem Tisch steht ein Mädchen mit kurzen Braunen Haare und flammend roten Wangen.
„Megumi.“, nuschelt er mit vollem Mund. Eilig schluckt er seinen Bissen runter, „Was machst du denn hier?“
Megumi starrt ihn an, öffnet den Mund – aber kein Ton kommt heraus. Sie schluckt und räuspert sich, ihr Hirn läuft auf Hochtouren.
Denk nach, Megumi, denk nach! Du hast stundenlang mit Nanami geübt, du weißt, was du sagen willst!
„Mein Hund sitzt draußen.“, kommt anstelle ihres sorgfältig zurecht gelegten Geständnisses über ihre Lippen. Megumi kann nicht sagen, wer überraschter ist. Kagami oder sie selbst.
Kagami blinzelt verdutzt und Megumi klatscht sich beide Hände ins Gesicht.
Grummelnd und brummend versucht sie ihrem Ärger soweit Luft zu machen, dass sie nicht auf der Stelle einen Schreikrampf kriegt.
Als sie wieder aufsieht, starrt Kagami sie immer noch an. Auf seiner Wange klebt ein Sesamkorn und die Verwunderung in seinem Gesicht lässt ihn jünger wirken.
Einfach zum Dahin schmelzen findet Megumi und spürt förmlich, wie sich ihre sorgsam zurecht gelegten Sätze in Nichts auflösen. Hilflos schüttelt sie ihren Kopf und versucht sich daran zu erinnern, was sie sagen wollte.
„Tut mir leid, dass ich einen Hund habe.“, platzt es stattdessen aus ihr heraus und Kagami blinzelt erneut, bevor er erst schluckt und dann einen Bissen nimmt. Eindeutig die falsche Reihenfolge stellt er fest, als Kuroko aus dem Nichts neben ihnen auftaucht.
„Aber wieso das denn?“, fragt er mit sanfter Neugier und während sich Kagami an seinem Bissen verschluckt, kreist Megumi fast schon panisch auf, dreht sich auf dem Absatz um und saust davon.
„Wollte sie nicht bleiben?“, fragt Kuroko und setzt sich seinem Freund gegenüber, der immer noch krampfhaft darum bemüht ist, seine Luftröhre frei zu bekommen.
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