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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
24
Alle Kapitel
100 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
18.11.2015 2.719
 
Für eine bessere Übersicht der OC's:  Bilder und Zusammenfassung

Ich hab mir grade gedacht: Schwamm drüber - neues Kapitel rein. Viel Spaß!

Nakamiya South High vs Touou High


Touou High Sport Halle

Wakamatsu Kōsuke hat einen Plan gefasst. Der ist so bombensicher, der kann gar nicht schief gehen.
Er hat die wichtigsten Punkte aus Imayoshis Plan bewahrt und den Rest einfach modifiziert.
Schritt 1: Er wird heute jemanden um ein Date bitten, den er noch nicht kennt.
Dann wird auch er selbstbewusster werden und besser Basketball spielen können, da ist er sich sicher. Und wenn es bei Sakurai geklappt hat, dass der Junge weniger nervig wurde, vielleicht führt dass ja dazu, dass er sich mehr im Griff hat – oder zumindest diesen dämlichen Aomine besser erträgt.
Allerdings kann er nicht einfach Imayoshi bitten, dass er das passende Mädchen für ihn aussucht. Er muss sich selbst Gedanken machen. Vor allem darüber, ob sie beide ein erstes Date überhaupt überleben würden.
Auf keinen Fall kann er eines dieser quietschigen Mädchen fragen, deren Stimme allein ihm meistens schon Ohrenschmerzen bereit, wenn nicht gar das, worüber sie reden.
Nein, es muss jemand sein, der seinen Mann stehen kann. Oder in dem Fall eben seine Frau.

- - -

Japan ist ein Land der Höflichkeiten.
Es ist höflich, Coach, Manager und Capitän des Teams den Vortritt zu lassen.
Kahoko ist gut erzogen worden, sie läuft in der letzten Reihe, bei den anderen Erstklässlern. Hinter Shouta und Lia, die sich in dem Rotton ihrer Wangen zu übertreffen versuchen, Nanami, die mit Klemmbrett und Uniform aussieht, als käme sie von einem Geschäftsmeeting des Stadtrats und natürlich hinter den Zweitklässlern.
Dass ihr grüner Haarschopf zwischen den ganzen alltäglichen Haarfarben hervor sticht wie ein bunter Hund und sie alle überrragt – mit Ausnahme vielleicht von Michirou – dafür kann Kahoko nun wirklich nichts.

Kōsuke verschluckt sich an seiner Spucke. Die grüne Trulla! Das ist ein Zeichen.
Es schaudert ihn. Nein, nie im Leben fragt er die um ein Date, da bleibt er lieber für den Rest seines Lebens so, wie er jetzt ist.
Es muss doch in dem Team jemand anderen geben, den er fragen kann.
Aber jetzt ist erst mal dieses seltsame Trainingsmatch dran, da kann er sich immer noch ein Bild machen, wen von den Mädchen er nicht schon damit in die Flucht jagt, dass er sie ansieht.

- - -

Kahoko bemüht sich wirklich, ernst zu bleiben. Wirklich.
Aber das sind einfach Jungs. Sie sind so einfach gestrickt.
Die Tatsache, dass sie gegen Mädchen spielen müssen, sie, die in der Inter High nach vorne rutschen, als wäre es eine Rolltreppe, das verletzt ihre empfindliche Ehre.
Gut, Imayoshi lächelt die ganze Zeit mehr oder weniger zufrieden und sie beide haben mehr mals gegeneinander Freundschaftsspiele ausgefochten, wenn es in den Nachhilfeunterricht passte.
Dann ist da noch Sakurai, der sie nachdenklich mustert. Und dieser blonde Center, der aussieht, als würde er unter Hochdruck stehen und jeden Moment explodieren. Das heißt, wenn er gerade nicht damit beschäftigt ist, ihr Löcher in den Rücken zu starren.

Kahoko wendet sich wieder den Mädchen zu.
Lia ist nervös und angespannt, Shinji stinksauer, weil sie nicht mitspielen darf – sie ist heute dran mit aussetzen und Tsunako weiß ganz offensichtlich nicht, ob sie Angst vor dem Spielen haben oder sich lieber über die Chance freuen soll.
Megumi hingegen starrt mit gerunzelter Stirn auf den Platz.
„Alles klar, Schätzchen?“, fragt Kahoko und setzt sich neben sie. Es dauert noch ein bisschen, da Coach und Manager beider Teams noch etwas zu besprechen haben.
Megumi grunzt. „Sei ruhig, ich versuche, mich zu konzentrieren.“
„Worauf denn?“
„Auf's wütend sein.“
„Funktioniert's?“
„Nicht wirklich. Dieser Aomine ist noch nicht da.“
„Ah.“ Kahoko nickt. „Du bist sauer, weil er Seirin fertig gemacht hat.“
„Natürlich. Darauf will ich mich konzentrieren, um besser spielen zu können.“
„Ich kann dir aus Erfahrung berichten, dass wütend spielen nicht besonders gut funktioniert.“
Megumi seufzt und blickt auf ihre Schuhe. „Ich glaub's dir und ich bin auch nicht wirklich gut im wütend sein, aber ich dachte, ich versuch es mal.“
Kahoko legt ihr den Arm um die Schultern, ein stummes 'Das wird schon, ich bin ja auch noch da.'

Die Teams wärmen sich auf.
Die Mädchen werden dabei eindringlich von den Jungs beobachtet.
Einerseits, weil sie, nun ja, eben Mädchen sind, andererseits aber auch, um festzustellen, warum sie ausgerechnet gegen Mädchen spielen müssen.
Das Ergebnisse ihrer Forschungen: Sie sind einfach nur Mädchen. Und mindestens eins davon ist bereits vergeben.

- - -

„I-ich... also ich bin s-sicher, dass wir gewinnen können, wenn wir alles geben.“, stottert Lia eine peinlich berührte Motivationsrede zusammen.
Alle starren sie an, teils aus Mitgefühl, teils aus Unverständnis.
„Ist das nicht ein bisschen hoch gegriffen?“, murmelt Tsunako mit hochgezogenen Schultern, „Ich mein ja nur... so gut sind wir ja auch wieder nicht.“
„Sie versucht nur, uns zu motivieren.“, kontert Michirou.
„Das könnte sie aber auch realistischer machen, oder?“, murmelt Tsunako leise.
Lia wirft Michirou einen hilfesuchenden Blick zu. „M-magst du v-vielleicht noch was anhängen?“
„Ich?! Ich bin nun wirklich nicht der Typ der vielen Worte!“, verteidigt sich Michirou mit abwehrend gehobenen Händen.
Alle starren sich ratlos an, bis Kahoko sich verlegen räuspert. „Ich würde gerne was sagen, wenn ich darf, Lia.“
Lia nickt erleichtert. „Nur zu.“

Kahoko atmet tief durch, ist sich nur zu bewusst, dass das hier gewaltig schief gehen könnte. Na dann mal los.
„Wir werden verlieren. Hundertprozentig. Da hab ich gar keinen Zweifel dran.“, beginnt sie mit überzeugter Stimme.
Nacheinander klappen ihren Mitspielern die Kinnladen runter. Lia quiekt sogar erschrocken und Nanamis Augenbrauen steuern die Gegenrichtung zu ihrem offenen Mund an.
Kahoko hebt den linken Augenwinkel, sucht Augenkontakt mit jedem und redet weiter.
„Aber das ist ja eigentlich gar nicht schlimm, oder? Das hier ist ein Freundschaftspiel. Und was noch wichtiger ist... Wir verlieren nur einmal. Sie nicht.“
„Hä?“, macht Megumi intelligent. Kahoko grinst.
„Ich spiele schon seit einiger Zeit mit Jungs. Shinji kann euch das sicher auch bestätigen. Für uns ist es am Ende nur eine Niederlage. Aber für die Jungs ist jeder Korb, den wir landen, jedes erfolgreiche Manöver und wenn wir es nur schaffen sollten, mal an ihnen vorbei zu passen, das alles ist jedes Mal eine kleine Niederlage für sie. Stimmt's Shinji?“
Shinji grinst. „Stimmt.“
„Was heißt das für uns? Wir gehen da raus, wir spielen, wir verlieren und wir lernen was draus. Aber die Jungs... oooh... die machen wir fertig. Jeder von Megumis genialen Pässen ist wie ein Tritt in die Magengrube. Michirous Rebounds, die tun so richtig weh. Wenn Lia ihnen den Ball mopst, das kratzt so richtig am Ego. Ist das realistisch genug für dich, Tsunako?“
Tsunako grinst und streckt ihre Hand in die Mitte. Eine Aufforderung, einzuschlagen.
Sie blickt zu Kahoko hoch. „Machen wir sie fertig?“
Kahoko schlägt ein. „Wir machen sie fertig.“
„Auf drei.“, Lias Wangen leuchten rot wie im Fieberwahn, als sie ihre Hand ausstreckt. „1...2...3...“
„MACHT SIE FERTIG!“

- - -

„Alles okay mit dir?“ Imayoshi mustert Wakamatsu gründlich.
Der grunzt unbehaglich. „Klar, was soll schon sein.“
„Du starrst. Hör bitte auf damit.“
Wakamatsu grummelt etwas in seinen nicht vorhandenen Bart und trottet gemählich zur Tip Off-Linie. Wenigstens ist Aomine nicht da. Wobei, das wäre vielleicht sogar von Vorteil, denn dann könnte er gleich all die Mädchen aussortieren, die auf Aomines „Star-Spieler-Ruf“ gehen wie Fliegen auf alten Käse.
Der Center der Mädchen tut es ihm gleich. Von Momois Einführung vorhin weiß er, dass sie Vizekapitänin ist und eine ruhige, aber nicht zu unterschätzende Spielweise fährt. Soll ihm recht sein. Das Mädchen ist mindestens fünf Zentimeter kleiner als er, wenn sie den Ball beim Tip Off nicht erwischen kann, dann hat sie ohnehin keine Chance.

„Fertig?“ Beide nicken, der Schiedsrichter macht sich bereit.
Genau dann passiert es. Nicht weit von ihnen entfernt lehnt sich Nanami über die Tribüne, mustert sie und brüllt lautstark „Meine Güte, was wärt ihr beide doch für ein süßes Paar!“
Wakamatsu fängt sich blitzschnell, aber nicht schnell genug. Noch während er springt, erwischt sein Gegenüber bereits den Ball und teilt ihn gekonnt dem zwergenhaften Small Forward der Mädchen zu, die über den Platz düst, als wäre sie ein ICE und kein Mensch.
Wakamatsu landet unsanft. Er kocht, wegen dieser dämlichen Managerin, die einfach so rumbrüllt und vor allem wegen seiner eigenen Dummheit. Auf sowas lächerliches reinzufallen. Er ist dch kein Grundschüler mehr.

Der Zwerg, Megumi, scheitert am Kapitän, der zwar eigentlich den gegnerischen Kapitän hätte decken sollen, sich aber blitzschnell umentscheidet. Er ist der Schnellste im Team, wenn man mal von Aomine absieht und da der ja heute nicht auftauchen wollte, übernimmt er eben den Part. Megumi bremst abrupt ab, als er sich ihr in den Weg stellt, grinsend wie immer.
Sie lächelt, scheinbar verlegen, und passt hinter ihrem Rücken.
Imayoshis Grinsen verrutscht nicht. Das hätte ihr zu denken geben sollen.

Der Ball geht an Lia, die an Tsunako weiter passt, die sich auf dem Platz nicht so richtig wohl fühlt. Sie spielt gerne Basketball, keine Frage, aber ohne Shinji haben sie keinen Power Forward. Eigentlich hat sie sich immer mehr als Shooting Guard gesehen, obwohl sie, wie Shouta das letztens ausgedrückt hat, in jeder Position gleich gut spielt. „Jack of all plays“ nennt man das wohl.
Shooting Guard wäre ihr trotzdem lieber gewesen. Aber sie kann ja schlecht Kahoko fragen, ob die mit ihr tauscht. Das käme ja Blasphemie gleich, wenn man bedenkt, dass Kahoko als einzige so weite Würfe hinkriegt.

Vielleicht hätte Tsunako weniger denken und mehr spielen sollen, dann hätte sie auch Yakewara bemerkt. Der Zweitklässler kommt zwar mit seinen Fähigkeiten noch lange nicht an Aomine heran, aber es reicht, um einer abgelenkten Erstklässlerin den Ball zu stehlen.
Eigentlich eine recht jämmerliche Beschreibung. Ich bin gut genug, um einer abgelenkten Erstklässlerin den Ball zu stehlen? Nein, das klingt wirklich nicht gut, das muss ich noch umschreiben, denkt er und passt zu Sakurai.

Sakurai selbst muss den Kopf in den Nacken legen, um zu Kahoko hinauf sehen zu können. Das ist zwar nicht das erste Mal, dass er gegen jemanden spielt, der größer ist als er, aber erstens ist es diesmal ein Mädchen, zweitens kennt er sie und drittens ist es immer unangenehm, an seine eigene, leider nicht besonders ausgeprägte Körpergröße erinnert zu werden.
Er begibt sich in Wurfhaltung, aber da ist der Ball auch schon weg und er kann nur zusehen, wie Kahoko den ersten Korb wirft.
„Tut mir leid.“, sie grinst ihn an, „Aber das musste jetzt einfach sein.“
„Mir tut es nicht leid.“, entgegnet er zu seiner eigenen Überraschung.
Kahoko hebt fragend eine Augenbraue.
„Ich weiß jetzt, was du kannst, aber wenn du denkst, du weißt bereits alles über mich, hast du dich geschnitten.“
Sie grinst herausfordernd. „Klingt gut. Dann lass uns mal Spaß haben.“

Nach zehn Minuten Spiel haben sie einen Punktestand von 9 zu 15 für Touou. Das klingt nicht nach viel, aber wenn man bedenkt, dass die neun Punkte sich lediglich aus drei von Kahokos Würfen ergeben und die fünfzehn Punkte mit sechs Lay Ups und einem wunderschönen Dreier Wurf von Imayoshi erzielt wurden, dann ergibt das gleich ein ganz anderes Ergebnis.

„Macht einfach weiter so.“, erklärt Shouta ihnen in der zwei Minuten Pause.
Tsunako schnauft. „Dieser Center ist höllisch groß und er springt so schnell, ich krieg keinen Korb rein.“
„Sollen wir einen Positionswechsel machen?“, wendet sich Kahoko an Shouta.
Der nickt nachdenklich. „Okay. Tsunako, du konzentrierst dich auf ihren Shooting Guard, Kahoko du hängst dich an Imayoshi, den Kapitän. Michirou, ich würde dich gerne mal als Power Forward einsetzen, du könntest mit dem blonden Center fertig werden. Dann bleiben noch dieser Riese, Susa und der grauhaarige Ersatz für Aomine. Lia und Megumi, ihr seid schnell genug, um wenn nötig einen fliegenden Wechsel zu machen, ich überlass euch die beiden. Ansonsten macht weiter so wie vorher und vergesst nicht, was Kahoko uns am Anfang gesagt hat. Macht sie fertig!“

- - -

Imayoshi grinst, als Kahoko zielstrebig auf ihn zusteuert.
„Willst du dich wirklich mit mir anlegen?“, spöttelt er.
Kahoko erwidert sein Lächeln, sieht sich kurz um und schnippt ihm dann spitzbübisch gegen die Schulter. „Mit dir werd ich wohl fertig werden, oder?“
„Das wird sich wohl zeigen.“
Imayoshi dreht sich von ihr weg, nur für einen Moment, um sich fangen zu können. Ein Freundschaftsmatch ist trotz allem immer noch ein Match und er ist gerade jetzt in allererster Linie Kapitän der Mannschaft. Aus Unaufmerksamkeit oder Nachgiebigkeit zu verlieren, das gibt es ganz einfach nicht.

„Hi...“, Michirou hebt grüßend die Hand, als sie ihre Position gegenüber des blonden Centers einnimmt. Er mustert sie wortlos mit zusammen gebissenen Zähnen.
Sie nickt, als hätte sie verstanden.
„Wir machen euch fertig.“, erklärt sie ihm mit beinahe monotoner Stimme.
Er blinzelt verdutzt, aber er hat ihre Aufmerksamkeit bereits verloren. Sie konzentriert sich jetzt auf das Spiel.

Tsunako ist nicht Kahoko, aber selbst Kahoko hätte mit Sakurais „Fast Release“-Würfen Probleme gehabt. Der Ball landet im Korb und wird von Michirou in Empfang genommen, die ihn blitzschnell an Kahoko weiter gibt. Entgegen Imayoshis Erwartungen geht sie jedoch nicht in Wurfposition – sie ist schlau genug um zu wissen, dass sie zu langsam ist, um einen sicheren Wurf hin zu bekommen – sondern passt weiter an die aus dem Nichts auftauchende Megumi.
Der Ball geht hin und her. Von Megumi zu Lia, dann zu Tsunako und von ihr aus wieder zu Kahoko, die sich zwar nicht frei dribbeln kann, aber mit Imayoshi an den Fersen über das halbe Feld prescht. Sie rennt, logisch gesehen, in die falsche Richtung, direkt auf den Korb der Mädchen zu.
Das wird einer ihrer langen Würfe, aber nicht mit mir!
Imayoshis Bewegungen sind genau auf ihre abgestimmt. Wenn sie springt, springt er auch.
Da, sie begibt sich in Wurfhaltung – er ist bereit. Er springt...
Und Kahoko passt den Ball unter ihm hindurch.
Mist.

Von Kahoko zu Megumi zu Michirou. Die steht direkt am Korb, springt in die Höhe und sieht sich mit einem grinsenden Wakamatsu konfrontiert, mehr als bereit, den Ball zu blocken.
Nicht zum ersten Mal in ihrem Leben ist Michirou froh darüber, dass ihre Hände größer sind als die anderer Mädchen. Es erlaubt ihr, den Ball von rechts nach links zu wechseln – in ihre eigentlich schwächere Hand. Die immer noch stark genug ist, um den Ball doch noch rein zu kriegen.
Sie landen beide gleichzeitig, Susa hat den Ball bereits erwischt und weiter gegeben, sie beide sind im Moment beinahe nutzlos.
„Guter Block.“, nickt Michirou ihm zu und dreht sich wieder zum Spielgeschehen um.

„Das klappt nur einmal.“, erklärt Imayoshi am anderen Ende des Spielfelds.
Kahoko grinst. „Schon. Aber wenigstens hat es einmal geklappt.“
„Vermutlich von langer Hand geplant, oder?“
„Was, das? Ne, ich hab Megumi gesehen und gepasst. Ich wusste, du würdest mich abfangen. Shouta hat mir das Passen eingeprügelt wie einem Hund das Apportieren.“, sie gluckst und schnippt ihm abermals gegen die Schulter, bevor sie mit einem gewissen Stolz weiter redet. „Ich werd langsam richtig gut darin, stell dir vor.“

- - - -

Das zweite Viertel verläuft recht ereignislos. Touou punktet weiterhin mit unbeirrbarer Gleichmäßigkeit – obwohl Michirou schon den ein oder anderen Lay-up verhindern konnte – und hin und wieder können die Mädels ein paar Manöver dazwischen klemmen oder, was die Jungs am meisten nervt, auch mal einen Korb machen, aber alles in allem baut Touou den Vorsprung dennoch weiter aus.
Es steht 32 zu 17 für Touou.
Und trotzdem, denkt Imayoshi, als die Uhr die Sekunden bis zum Halbzeitpiff hinunterzählt, spielen sie, als hätten sie Gleichstand oder zumindest eine Chance.

Der Ball landet völlig überraschend in Kahokos Armen. Sie steht am Rand, Imayoshi immer in der Nähe, bereit, zuzuschnappen. Eigentlich hatte sie erwartet, dass Megumi sich durchschlängeln würde, aber der Ball in ihren Händen spricht eine eindeutige Sprache.
Sie ist am Zug. Und sie wird es genießen.
Es ist nur ein Halbzeit-“Buzzer Beater“, aber es ist besser als gar keiner. Dieses Summen in den Ohren, weil man weiß, dass die Uhr unbarmherzig weiter tickt. Das Herz rast, überall Gänsehaut und das Kitzeln in den Fingern, wen der Ball durch rutscht, in einer perfekten, perfekten Kurve direkt im Korb landet.
Der Pfiff ertönt, es steht 20 zu 32. Kahoko lächelt.

„Was geht denn hier ab?“, ertönt es auf der Tribüne.
Alle drehen sich um, starren hoch zu dem hünenhaften Kerl, der da oben steht und missbilligend runter starrt.
Kahoko schnappt nach Luft. Ist das etwa...?
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