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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
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15.11.2015 2.557
 
Für eine bessere Übersicht der OC's:  Bilder und Zusammenfassung


Der ganz normale Wahnsinn

Sonntag

Wakamatsu Kōsuke kocht. Okay, das ist vielleicht übertrieben. Ein beständiges Glühen trifft seinen Zustand besser. Er versteht die Welt nicht mehr.
Vielleicht wird er alt, aber vor nicht allzu langer Zeit war alles noch ganz einfach. Die Kohais respektierten ihre Senpais, man arbeitete sich mit viel Training, Fleiß und hoffentlich ein wenig Talent die Karriereleiter im Team hoch, von ganz unten bis zu einer Startposition. Und wenn man Glück hatte, dann konnte man sogar Kapitän werden.
Er selbst hatte letztes Jahr unter Kapitän Kensuke bis zum Kollaps trainiert, nur um eine Startposition im Winter Cup zu ergattern – bei der Inter High ließen sie die Erstklässler noch nicht so gerne mit mischen. Aber kaum sind die Sommerferien vorbei, stehen da neben ihm zwei jämmerlich Erstklässler auf dem Platz, auf der Startposition, ohne sich vorher ein halbes Jahr dafür abrackern zu müssen. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, kommt einer dieser beiden Mistkröten nicht mal regelmäßig zum Training oder den Spielen selbst vorbei.
Gut, jetzt kocht er wieder, Zeit, eine Stufe runter zu fahren. Er will nun wirklich nicht, dass sein innerer Monolog während des Morgentrainings auffällt.

Wenn er sich gegenüber mal ein bisschen ehrlich ist, dann sind Sakurai und Aomine wirklich talentiert und durchaus gut genug, um als Starter zu spielen. Kensukes Taktik, dass Team in erster Linie mit den Älteren und Erfahrenen zu besetzen, hatte ihnen keinen Pokal eingebracht. Imayoshi hingegen wusste eindeutig, was er tat.
Was nicht heißt, dass sich diese frechen kleinen Würmchen aus der Unterstufe einfach erlauben können, ihm keinen Respekt mehr zu zollen. Er schnaubt wütend, was Susa dazu bringt, ihm einen verwirrten Blick zu zu werfen.
Kōsuke reißt sich wieder zusammen. Er hat einen Plan. Eigentlich wollte er ihn gestern Abend noch mit Susa durchsprechen. Susa ist für sowas nun wirklich der geeignete Ansprechpartner, er ist ruhig, besonnen, ernst, aber ehrlich. Wenn was an seinem Plan zum Scheitern verurteilt gewesen wäre, dann hätte er es ihm direkt gesagt. Aber was auch immer da gestern plötzlich mit der Leitung war, die Besprechung schlug jedenfalls fehl. Nun heißt es, das ganze auf eigene Faust durch zu ziehen.
Schritt 1: Mehr Fakten sammeln.

Sakurai Ryō ist ihm anfangs nicht wirklich aufgefallen. Er ist klein, unauffällig, hält sich gerne im Hintergrund. Natürlich, der Kleine kann wirklich gut Körbe machen, aber was am meisten auf ihn aufmerksam macht, ist diese nervige Angewohnheit, sich ständig für alles und jeden entschuldigen zu müssen.
Bei seinen Teamkollegen höflich zu sein, das geht ja noch an, aber sich bei den Gegner zu entschuldigen, bevor UND nachdem man einen Korb wirft, das geht nun wirklich zu weit!
Ganz egal, wie man das Problem auch anging, der Kleine hörte nicht auf damit. Dann taucht auf einmal diese grünhaarige Trulla beim Training auf, der Winzling bittet sie – komplett überraschend übrigens – um ein Date und siehe da: Ryō wirkt plötzlich, als hätte man ihm den Mut mit ner Baggerschaufel eingeflößt. Erst bittet er Momoi, seine Freundin zu werden, dann bietet er Aomine ganz ruhig die Stirn, lässt sich nicht provozieren, nicht aufreizen und zieht weiter sein Ding durch, ob dieser Aomine nun beim Training auftaucht oder nicht.
Nun heißt es, heraus zu finden, was an dieser seltsamen Veränderung schuld ist. Ist es die grüne Trulla? Momoi? Oder vielleicht doch etwas anderes?

„SAKURAI!“, sämtliche Augen drehen sich zu Kōsuke, der abrupt seine Lautstärke runter drosselt. „Ich muss was mit dir besprechen!“, erklärt er, immer noch laut, aber nun können wenigstens die Bewohner des Nachbarkontinents nicht mehr mit hören.
Alle Ohren werden gespitzt, aber Kōsuke weiß sich zu helfen, er packt sich den Jüngeren und schleift ihn vor die Tür.

„Willst du dich nicht einmischen?“, fragt Susa den Kapitän, der oben auf der Zuschauertribüne steht und von oben das Training begutachtet.
Shoichi reagiert nicht, starrt weiter hin hinunter zu den beiden trainierenden Teams. Sie haben heute die große Halle, was einerseits den Luxus der Tribüne bedeutet, aber auch, dass sie ihn sich mit dem Mädchenbasketballteam teilen müssen.
„Shoichi!“, Susa boxt ihn recht unsanft gegen die Schulter und sein Kapitän schreckt zusammen. Unaufmerksamkeit ist nun wirklich nicht typisch für ihn.
„Was hast du gesagt?“
„Ich hab dich gefragt, ob du dich nicht einmischen willst.“
„Wo einmischen?“, fragt Shoichi verständnislos zurück.
„Ach vergiss es“, grummelt Susa entnervt. „Warum bist du denn so abgelenkt? Hast du schlecht geschlafen oder was?“
„Geschlafen hab ich gut, geträumt hab ich schlecht.“, erklärt Shoichi kurz angebunden und wirft noch einen letzten Blick zu den Mädchen, bevor er sich zur Treppe wendet.
Er ist verwirrt, seit er aufgewacht ist und er mag es nicht, verwirrt zu sein. Der gleiche Traum, wie in der Nacht zuvor, Kahoko, wie sie mit einem Basketball spielt, in einer Touou-Uniform. Nur ist ihm heute beim Training etwas Entscheidendes klar geworden. Die Uniform der Mädchen hat ganz andere Farben als die der Jungs.
Kahoko trägt in seinem Traum eine Jungenuniform. Warum zur Hölle sollte sie das tun? Und es kann nicht wegen der Größe sein, da ist die Verwaltung der Touou wohl eine der fortschrittlichsten im Lande, immerhin hat das Mädchenteam einen zwei Meter großen Center.
Die einzig logische Schlussfolgerung gefällt ihm überhaupt nicht. Kahoko trägt eine Uniform, die einem Teammitglied, weil Kahoko zu diesem Jungen gehört. Was zur Hölle will sein Hirn ihm denn da bitte sagen? Dass er Kahoko mit einem seiner Spieler verkuppeln soll oder will? Mit wem denn bitte?
Sein Blick wandert unwillkürlich zurück zu Susa, dann wieder nach vorne. Alle, nur er nicht. Das kann ich beiden nicht antun.

- - -

„Warum hast du dich so verändert?“, fragt Kōsuke.
Sakura starrt ihn verständnislos an. „Was meinst du?“
„Was ich meine? Seit die grüne Trulla hier war, bist du ganz anders. Viel mutiger! Der Coach lobt dich viel öfter, du hast dir ein Mädel an Land gezogen und nicht nur irgend ne daher gelaufene, sondern Momoi, die jeder mag und achtet und keine Ahnung, was ist mit dir passiert?“
„Also ich... ich hab Selbstvertrauen entwickelt.“, kommt es zögerlich über Sakurais Lippen. Er mag zwar selbstbewusster geworden sein, aber so unter Druck, da kommt doch noch manchmal ein Stotterer raus.
„Aber wie? Wie hast du das gemacht?“
„Na ja, Imayoshi-senpai hat mir den Rat gegeben, dass ich ein Mädchen bitten soll, mit mir auszugehen, weil ich dann mal meinen Mut testen musste. Also habe ich Kahoko um ein Date gebeten.“
„Die grüne Trulla, oder? Aber warum ausgerechnet die?“
Sakurai zuckt die Schultern. „Ich weiß auch nicht.“, nuschelt er, „Vielleicht, weil ich sie nicht kannte und nicht so gut wusste, wie sie reagieren würde. Es war Imayoshi-senpais Vorschlag, sie zu fragen. U-und der Abend war ganz nett, wir haben viel geredet, einen netten Film gesehen und Kahoko hat mich bestärkt, Momoi meine Gefühle zu gestehen.“
„Die Trulla hat dich bestärkt?! Aber du warst doch auf nem Date mit ihr, warum sollte ausgerechnet sie dir helfen, ein anderes Mädchen aufzugabeln?“
Sakurai zuckt zusammen und mustert ihn pikiert. „Hör auf sie Trulla zu nenen, Wakamatsu-senpai, sie ist eine respektable Person!“
Kōsuke schnaubt. „Respektabel am Arsch. Aber jetzt mal im Ernst. Und dann? Das war doch noch nicht alles, oder?“
Sakurai rümpft die Nase. „Momois Liebe und Vertrauen in mich hat mir geholfen, zu erkennen, was ich wert bin. Der Rest lag dann bei mir... Wenn deine Fragen soweit beantwortet sind, würde ich gerne zurück gehen. Es gibt Leute, die trainieren müssen.“
Er stapft davon, sichtbar beleidigt über Kōsukes Ausdrucksweise. Das ist dem Älteren aber nun wirklich egal, er bleibt zurück, kratzt sich am Kopf und geht im Kopf seinen Plan noch mal durch.
Schritt 1 hat nur dazu geführt, dass die Fakten seine bereits aufgestellte Theorie bestätigt haben. Was ihn zu Schritt 2 führt. Er flucht ungehalten.
Schritt 2: Bitte jemanden um ein Date
„Und wo soll ich jetzt jemanden finden?“

- - -

Als Kahoko aufwacht, ist es draußen bereits taghell. Sie hat einen unangenehmen Geschmack im Mund und ein Blick auf die Uhr zeigt ihr, dass sie eine Dusche vor dem Training ausfallen lassen muss. Körperliche Hygiene wird ohnehin überbewertet und wenn sie beim Training ordentlich schwitzt, dann erkennt ohnehin keiner mehr, ob sie davor geduscht hat oder nicht.
Sie schiebt sich Richtung Bettkante, überschätzt die Entfernung und landet mit einem satten Plumpser auf dem Fußboden. Grummelnd schiebt sie sich auf allen vieren Richtung Bad, um nach einer Katzenwäsche deutlich wacher und deutlich gehetzter wieder darauß hervor zu schießen.

Sie wollte den Sonntagmorgen nutzen, um mit Shintarou zu reden. Jetzt ist nicht mehr viel Zeit bis zum Training und wenn sie Pech hat, hat Shintarou, dieser Oberpünktliche, nicht mit dem Hana'schen Sonntagsbrunch auf sie gewartet.
Als sie über die letzte Treppenstufe segelt und sich nur noch mit sehr viel Glück wieder fängt, ist der Tisch nur mehr für eine Person gedeckt. Shintarou ist nirgends zu sehen, Masahiro genauso wenig, nur Sakura steht in der Küche und wäscht ab.
„Auch endlich wach?“, fragt sie und spült den Schaum von einem Teller.
„Wo sind denn alle?“, fragt Kahoko verdutzt.
„Weg natürlich. Shintarou hatte schon gepackt und hat so lange gewartet, wie er konnte, aber dann hat Masahiro ihn mit seinem Zeug zur Schule gebracht.“
„Gepackt? Wofür?“
„Na für die Trainingswochen, Shutoku fährt doch jetzt für zwei Wochen zum Training ans Meer. Du hast leider verpasst, ihn zu verabschieden, aber du kannst ihm ja einen Brief schreiben.“
Kahoko starrt ihre Mutter fassungslos an, dann sackt sie in sich zusammen wie ein nasser Sack und sinkt auf die letzte Treppenstufe.
„Ach Schätzchen, was hast du denn?“, Sakura eilt zu ihr herüber und greift nach ihren Schultern, verteilt dabei effektiv Seifenschaum auf dem Oberteil, aber das ist jetzt auch egal.
Kahoko schüttelt einfach nur den Kopf, wieder und wieder, bemüht sich zu fassen. Jetzt hat sie es endgültig vermasselt. Sie hätte gestern Abend noch mit ihm reden sollen, oder wenigstens einen Wecker stellen, aber nein, nicht mal das kriegt sie hin. Wenn sie erst in zwei Wochen mit ihm reden kann, dann hat er sich schon seine eigene Meinung gebildet.

- - -

Als Kahoko in der Trainingshalle ankommt, ist ihre Stimmung immer noch gedrückt.
Sie würde gerne mit jemandem darüber reden, aber sie weiß nicht mit wem. Außerdem, so gerne sie drüber reden will, so wenig kriegt sie die Worte überhaupt über die Lippen.
„Gehts dir nicht gut?“, Michirou setzt sich während der Aufwärmübungen neben sie und wartet geduldig, bis Kahoko ihre Gedanken soweit sortiert hat, dass sie antworten kann.
„Nicht... nicht wirklich, nein. Ich hab nen Fehler gemacht, den ich nicht wieder gut machen kann.“, erklärt sie bekümmert.
Michirou nickt. „Das ist kein schönes Gefühl, das kann ich mir vorstellen. Ich weiß natürlich nicht, was das für ein Fehler ist, den du da gemacht hast. Hast du schon versucht, mit der Person zu reden? So wie du es mit uns gemacht hast?“
Kahoko schluckt aufkeimende Tränen hinunter. „Ich wollte ja...“, schnieft sie, „Aber ich hab ihn verpasst und jetzt seh ich ihn zwei Wochen nicht mehr und er hat auch keinen Handyempfang oder so.“
Michirou runzelt nachdenklich die Stirn, während sie Kniebeugen macht.
„Hmm... und wenn du ihm einen Brief schreibst?“
„Ich weiß doch gar nicht, was ich schreiben soll.“
„Ich kann dir ja dabei helfen, wenn du möchtest. Ich bin zwar kein Profi, aber uns fällt zu zweit sicher was ein und ich verrat auch keinem, worum es geht. Du musst ja nicht gleich alles aufschreiben, was du sagen willst. Aber du kannst schreiben, dass du drüber reden wolltest, es aber nicht geklappt hat. Wenn du das Wichtigste gleich ansprichst, dann könnt ihr sicher nach zwei Wochen das Gespräch noch mal aufnehmen und die Fronten haben sich noch nicht so verhärtet.“
„Meinst du wirklich?“, Kahoko mustert sie hoffnungsvoll.
„Klar.“, antwortet Michirou ernst, „Was soll schon schief gehen, wenn man sich bei etwas voll rein hängt?“
„Danke. Ich mach das. Danke.“
Michirou lächelt ihr zu und beeilt sich, bei den Übungen zu den anderen aufzuschließen. Kahoko tut es ihr gleich und schweigend trainieren die beiden nebeneinander, werfen sich hie und da verschwörerische Blicke zu.

„Geht's dir jetzt besser?“, fragt Nanami, als Kahoko sich bei ihr eine neue Wasserflasche holt.
Überrascht hebt Kahoko den Kopf. „Ja, äh... ja. Woher...?“
„Ach, ich hab eine Auge für so etwas. Ich hätte dich auch drauf angesprochen, aber Michirou ist mir offensichtlich zuvor gekommen.“
Kahoko lächelt. „Ja, sie ist ziemlich super in sowas. Ich glaube, das ist, weil sie so ruhig und ernst ist.“
Nanami nickt. „Das sind sehr gute Qualitäten bei einem Mädchen. Solange unser Team nicht auf der Kippe steht, kann man sich auf Michirous Nervenstränge verlassen. Was meinst du, würde sie eher zu einem ruhigen Jungen passen, der ihre Vorzüge noch unterstreicht, oder zu einem etwas... Lebendigeren, damit sich die beiden ausgleichen können?“
Kahoko starrt sie verdutzt an. „Äh... also... Wie kommst du denn jetzt auf so was?“
„Ich kupple gerne.“, erklärt Nanami seelenruhig, „Ich habe ein Auge für so etwas. Wo wir grade dabei sind, würdest du sagen, dass du mehr auf größere Jungs stehst?“
„Was? Nein!“
„Nein? Interessant.“, Nanami kritzelt etwas auf ihr Klemmbrett, „Würdest du in diesem Falle sagen, dass du mehr auf kleinere Jungs stehst und wenn ja, welche Größe ungefähr?“
„Ich sag gar nichts mehr.“, knurrt Kahoko, „Du drehst mir nur jedes Wort im Mund um.“ Sie dreht sich um und geht zurük aufs Spielfeld.
Nanami runzelt die Stirn. „Heißt das, deine Angabe vorhin war nicht vertrauenswürdig?“
„Finds raus.“, entgegnet Kahoko trocken und fängt einen sauberen Pass von Megumi, der sie wieder zurück ins Training bringt.
Nanami schnaubt. „Das werd ich schon, keine Sorge.“, murmelt sie und fischt ihr Handy aus der Tasche. „Mirai, hallo, für heute Abend ist doch alles geplant, oder? ... Sehr gut, ausgezeichnet.“

- - -

„Dieser Platz ist ja wirklich... herunter gekommen. Bleiben wir wirklich die ganze Zeit hier?“, meckert Kazunari, während er und Shintarou durch die dunklen Gänge der Herberge stapfen. Die lange Busfahrt hat nicht gerade dazu beigetragen, dass er sich wohl fühlt. „Ich fühle mich, als würde ich hier gleich einen Geist sehen.“
„Halt die Klappe, Takao!“, schimpft Shintarou. Die beiden gehen weiter, doch... war da nicht etwas? Sie drehen sich um und erstarren.
Hinter ihnen stehen Kagami und Kuroko, an denen sie wohl gerade blind vorbei gerauscht sind. Kagami starrt sie so entsetzt an, wie sie beide sich fühlen.
„W-was macht ihr denn hier?“, will Shintarou entsetzt wissen.
Kagami poltert sofort zurück: „Das könnte ich euch fragen!“
„Für Shutoku ist es bereits lange Tradition, hier her zum Training zu kommen.“, verteidigt Takao entrüstet das herunter gekommene Gebäude, als würde es zur Familie gehören. Und als hätte er nicht gerade vorhin darüber her gezogen.
„Und ihr kommt hier her, um Ferien zu machen.“, schlägt Shintarou aufgebracht in dieselbe Kerbe. Er hat genug Frust aufgestaut, um mal richtig Dampf abzulassen, da kommen ihm die beiden gerade recht.
„Was soll überhaupt diese Bräune?“, hakt er nach. In einer anderen Situation wäre ihm die Frage bei seiner eigenen Blässe sicher peinlich gewesen. Jetzt nicht.
„Wir trainieren hier doch auch!“, feuert Kagami zurück, aber Shintarou hört bereits nicht mehr zu.
Hinter Kagami und Kuroko steht ein Mädchen, ein Schlachtmesser in der Hand, die Teddybärenschürze, das Gesicht, die Haare, alles mit Blut bespritzt.
„Hey!“, brüllt Riko und bemerkt gar nicht, was für ein Entsetzen ihr Anblick bei den Jungs auslöst, „Wir warten schon alle in der Cafeteria auf euch!“

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