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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
Alle Kapitel
100 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
15.10.2015 2.634
 
Hallo Leute,
dieses Kapitel kommt außerhalb der Norm, weil mir die liebe Ninielchen mir gesteckt hat, dass sie schon sehnsüchtig darauf wartet. Damit ihr alle mal seht, dass solche Dinge in Mails erwähnt werden dürfen - und auch beantwortet werden.
Lg und viel Spaß beim Lesen

Für eine bessere Übersicht der OC's:  Bilder und Zusammenfassung

Seirin vs Touou


„Huh. Wo ist denn Daiki?“
Mirai lehnt sich über die Brüstung, um besser zu sehen, was Kahoko wiederum dazu veranlasst, den Arm um ihre Mitte zu schlingen, damit sie nicht runter fällt. Dieses Mädchen ist wirklich eine wandelnde Gefahr für sich selbst.
„Was meinst du, wo ist Daiki?“, fragt Tsunako nach, während Megumi Kagami inmitten der Spieler entdeckt und reflexartig erdbeerrot anläuft.
„Mein Bruder, er spielt bei Touou mit. Er ist nicht da. Au, Kahoko, das tut weh!“
Kahoko lockert ihren Griff mit einer Entschuldigung. Sie ist sauer auf diesen Aomine und sie fühlt mit Shoichi. Ganz egal wie gut deren Team ist, wenn das Ass des Teams nicht auftaucht, was bleibt dann noch an Motivation und Kampfgeist?
„Lasst uns einen Platz suchen.“, erklärt sie stattdessen und versucht ruhig zu bleiben. Sie spielt nicht, sie kann nichts tun, außer ruhig zu bleiben. Sie wirft noch einen Blick hinunter auf die Spieler.
„Kagami ist angepisst.“, stellt sie trocken fest.
Megumi nickt und beißt sich ganz fest auf die Lippe. „Ich hab mir vorgenommen, dass... also wenn sie gewinnen... dann.. ich.. also...“
„Redest du mit ihm?“
Sie nickt schüchtern und Kahokos große Hand wuschelt ihr durch das kurze Haar. „Anfeuern werd ich sie trotzdem nicht, schließlich hab ich es schon jemand anderem versprochen, aber ich hoffe für dich, das alles klappt.“

Anpfiff, der blonde Center von Touou schnappt sich den Ball und gibt ihn weiter an Shoichi. Der zieht dribbelnd an Kagami vorbei und Kahoko kann nicht anders, sie sitzt auf der Stuhlkante und starrt aufs Spielfeld hinunter. Es ist viel zu laut in der Halle, um irgendetwas von seinem Rhythmus zu erhaschen, aber zuzuschauen ist auch schon ein Genuss.
Shoichi ist unglaublich schnell, wetzt über den Hallenboden und tanzt regelrecht an den Seirin-Spielern vorbei, bis sich ihm Hyuuga in den Weg stellt.
Die vier Mädchen ahnen bereits, was Seirins Plan ist, so wie so ziemlich jeder Basketballinteressierte hier im Stadion. Sie wollen so viele Punkte machen wie möglich, damit Aomine, sollte er noch kommen, nicht mehr aufholen kann.
Das Problem an so offensichtlichen Plänen: auch der Gegner weiß davon.

Shoichi kann nicht an Hyuuga vorbei, aber das will er auch nicht. Er wirft den Ball zurück – er fliegt in einem wunderschönen Bogen und landet genau in Sakurais Händen.
In diesem Moment ist es Kahoko vollkommen egal, wer da unten spielt, wen sie anfeuern soll und wen nicht, denn Sakurai springt und wirft.
Kahokos Hände krallen sich in ihre Knie und ihr springt das Herz aus der Brust. Dieser Dreier Wurf ist einfach nur wunderschön.

Die Stimmung in der Halle ändert sich. Ob Aomine nun hier ist oder nicht. Touou ist trotzdem ein ernst zu nehmender Gegner.
Kahokos Augen fliegen zurück zu Shoichi, der mit beschwingtem Schritt an Hyuuga vorbei zurück zu den anderen spaziert. Sie lächelt unmerklich. Er spielt ein Spiel mit ihnen.

- - -

Es steht 8:4 für Touou, Megumi und Mirai haben sich längst in Kahokos Gliedmaßen verkrallt und Kahoko stiert auf den Platz wie eine Besessene. Sie war ein einziges Mal beim Training der Touou, sie hat ein paar Mal mit Shoichi Bälle geworfen – aber es ist immer eine ganz andere Sache, jemanden wirklich spielen zu sehen.
Wakamatsu passt quer über das Spielfeld zu Shoichi, der stürmt auf den Korb zu. Ein Seirinspieler stellt sich ihm in den Weg, aber – und hier setzt Kahokos Herz wirklich beinahe aus – er vollführt einen Double Clutch und versenkt den Ball im Korb.
„Wahnsinn.“, haucht sie und Mirai neben ihr schüttelt angewidert den Kopf. „Ich mag Shoichi nicht, der ist so schmierig. Dai-nii-chan spielt viel besser.“
„Aber er ist nicht hier.“, stellt Kahoko trocken fest und Mirai verzieht beleidigt den Mund. Blöder großer Bruder!

- - - Ein paar Reihen weiter - - -

„Was meint ihr?“, will Lia wissen, während sie ängstlich auf das Spielfeld blickt.
„Shh!“, zischt es zu ihrer linken. Nanami funkelt sie ärgerlich an, dann blickt sie zurück auf ihr Klemmbrett, der Stift in ihrer linken Hand flitzt über das Papier.
Lia schluckt und blickt nach rechts, wo Shouta in derselben Pose dasitzt, Klemmbrett, Stift in der Hand, die Stirn konzentriert gerunzelt. Auch er schreibt wie besessen.
Lia seufzt und blickt zurück aufs Feld. Touou ist stark, sie kann sich nicht vorstellen, wie sie gegen dieses Team antreten sollen, ohne einen Schaden davon zu tragen und wenn es nur ein Trainingsspiel ist.
Sie ballt die Hände zu Fäusten.
Wir sind Mädchen, zum Teufel noch mal! Wir spielen nicht gegen Jungs!

- - -

„Warum kommen sie nicht weiter?“, jammert Megumi links von ihr, Mirai schließt sich ihr an. „Kaho-chan! Warum funktioniert ihr Teamplay nicht?“
Kahoko seufzt. „Weil Touou einfach stärker ist.“
Beide Mädchen verziehen unwillig das Gesicht. „Aber Seirin hat Teamplay! Gegen Shutoku hat das doch auch geklappt!“, motzt Mirai und Kahoko verzieht das Gesicht, als hätte sie auf eine Zitrone gebissen.
„Aber bei Touou ist jeder Einzelne darauf aus, einen Korb zu machen. Du holst dir den Ball, du machst deinen Korb. Das ist einfach effekt-“, sie stockt, abgelenkt vom Geschehen auf dem Feld.
Shoichi wirft einen langen Pass und Wakamatsu läuft. Sie starrt, wortlos, begeistert – und dann entsetzt. Kuroko ist knapp hinter Wakamatsu, springt in die Höhe, um den Ball zu kriegen.
Mirai kreischt vor Freude, selbst als klar ersichtlich ist, dass Kuroko einfach nicht hoch genug springen kann. Aber da ist immer noch Kagami.
Tsunako steckt sich die Finger in die Ohren, als auch Megumi in hysterisches Geschrei ausbricht, nur weil Kagami sämtliche Gesetze der Schwerkraft bricht, um den Basketball zu erwischen. Dann kann ihr Schwarm eben hoch springen, na und? Ihrer hat dafür hübschere Augenbrauen!

- - -

Oberhalb der unzähligen Sitzreihen verfolgt jemand das Spiel, ungesehen von den anderen Zuschauern oder den Spielern selbst. Eine Sonnenbrille verbirgt seine Augen, aber sein grünes Haar kann er nicht so gut verstecken.
„Midorimacchi?“, er zuckt zusammen und fährt herum.
„Kise?“, faucht er erschrocken, sein „Jack in the Box“ springt durch den Ruck auf, „Woher wusstest du, dass ich es bin?“
Kise lacht. „Bist du blöd? Die Sonnenbrille ist übrigens oberpeinlich. Nimm sie gefälligst ab.“
Sein Gegenüber knurrt. „Wie bitte?“
Kise ignoriert seine Wut. „Und was soll die Box da?“
„Das ist mein Glücksbringer des Tages, was denn sonst?“ Für einen klitzekleinen Moment hat er ein schlechtes Gewissen, weil er heute morgen Kahoko gegenüber behauptet hat, es müsste ein roter Gegenstand sein. Aber die Erinnerung an ihr Gesicht, als sie ihm eine rote Boxershorts in die Hand drückte, wischt das schlechte Gewissen wieder weg.
Kise blinzelt, seufzt und wechselt das Thema. „Erst erzählst du allen, dass du das Spiel nicht sehen willst und dann kommst du doch.“
„So ist es nicht!“, ereifert sich Midorima, „Ich war nur gerade in der Gegend.“
„Du wohnst noch nicht mal in der Nähe!“, legt Kise nach und Midorima ignoriert ihn, ist mehr als froh, als sie zu einem neutralen Thema, dem Spielstand übergehen.
Es sieht nicht gerade gut aus für Seirin und es ist egal, ob Aomine noch kommt oder nicht. Denn Touou hat Momoi.
„Sie ist nicht nur eine Managerin.“ Während Midorima spricht, erinnert er sich. An Momois Talent der Berechnung, an ihre Aufgaben und ihre Unterstützung während der Zeit auf der Teiko. Aber erinnert sich auch an das kleine, zahnlückige Mädchen mit den rosa Haaren, das mit ihm, Koko und „Dai-chan“ Basketball gespielt hat, auf dem Parkplatz vor ihrem alten Haus.
Er erinnert sich, wie sie ihm geholfen hat, Limonade zu machen, während seine Schwester und ihr bester Freund draußen Kreise umeinander dribbelten, wie sie versucht hat, Zöpfchen in Kokos kurzes Haar zu flechten.
Er erinnert sich an einen Aomine, der sich ständig seine Brille ausleihen wollte und durch seine Zahnlücke pfeifen konnte.
Er erinnert sich an Koko, die ihn heiraten wollte und er schließt die Augen für den Bruchteil eines Moments und ist froh, dass Kise zu sehr auf das Spiel konzentriert ist, um seine aufgewühlten Gefühle zu bemerken.
„Aber mochte sie nicht Kurokocchi so gerne?“, denkt Kise plötzlich laut neben ihm und reißt ihn damit aus seinen Gedanken, „Vielleicht kann sie dann nicht ernsthaft gegen ihn antreten.“
„Ist das so?“, fragt Midorima verwirrt und blickt zurück zu Momoi. Er ist ein wenig enttäuscht, das gibt er sich selbst gegenüber zu. Irgendwie hatte er gehofft, dass sie immer noch so an ihm hängen würde, wenigstens an der Erinnerung von ihm, dem kleinen, grünhaarigen Jungen von damals, den sie hatte heiraten wollen. Aber Leute verändern sich nun mal.

- - -

„Was geht da ab?“, wispert Lia entsetzt, als sie dabei zusieht, wie Touou immer weiter in Führung geht.
Shouta blickt zu ihr und seine Züge werden sanfter, als er ihr Unbehagen bemerkt.
„Das liegt an Momoi. Das Mädchen mit dem rosa Haar neben dem Coach...“, er zeigt in ihre Richtung und wartet, bis Lia sie entdeckt hat, „Nanami kennt sie. Ihre Spezialität ist es, alles über die Spieler des gegnerischen Teams herauszufinden und diese Daten heraus zu finden. Aber sie geht noch weiter. Aufgrund dieser Daten kann sie bestimmen, wie sich jemand entwickeln wird.“
„Aber das ist doch...“, stottert Lia und Nanami neben ihr grinst. „Keine Sorge. Erstens haben wir nur ein Trainingsspiel gegen das Team der Jungs und zweitens sind Shouta und ich auch nicht zu verachten, wenn es um wichtige Informationen geht. Wir sind zwar kein Computer wie die liebe Momoi, aber wir haben ein gutes Maß an Intuition.“
Lia schluckt und kratzt sich unbehaglich.
„Und... und wer wird gewinnen?“
Nanami wirft einen Blick auf das Spielfeld und seufzt. Shouta tut es ihr gleich.
„Was denn jetzt? Sagt schon!“
„Ich hab absolut keine Ahnung.“, erklärt Nanami und Shouta fügt an, „Das Problem ist, dass wir nicht wissen, ob und wann Aomine auftauchen wird und wie schnell sich Kagami-kun auf diese Situation einstellen kann. Aber wenn ich wetten müsste, würde ich auf Touou tippen.“
Nanami nickt zustimmend und Lia versucht sich zu entspannen, aber erfolglos. Das hier übersteigt einfach ihren Verstand.

- - -

Kahoko blickt konzentriert auf das Spielfeld. Das erste Viertel endet mit einem Vier Punkte Vorsprung für Touou, trotz des beeindruckenden Widerstandes, den die Seirin Jungs bieten.
„Ich bin froh, nicht gegen diese Momoi spielen zu müssen.“, kommt es von Kahoko, während Mirai und Megumi zu zweit an einem anfeuernden Chorus für Seirin feilen.
Tsunako wirft ihr einen Blick zu. „Aber spielen würdest du jetzt gerne, oder?“
Kahoko grinst. „Ja, total!“

Als sie wieder beginnen, ist Kahoko zuversichtlich. Weswegen, weiß sie nicht, sie weiß nicht mal mehr so richtig, wen sie denn jetzt eigentlich anfeuert, schließlich spielen alle so dermaßen gut, dass sie gerne einfach nur drauf los johlen würde.
Dann geht alles den Bach runter. Es fängt damit an, dass Kagami durch Koganei ausgetauscht wird. Zwei entsetzte Mädchen hängen an Kahokos Seiten und sie ist gerade wirklich froh, dass der arme Junge sie nicht hören kann, denn Megumi und Mirai haben nun wirklich gar kein Vertrauen in seine Fähigkeiten.
Dann kriegt Hyuuga keine Dreierwürfe mehr hin. Was Kahoko eigentlich nur deshalb schade findet, weil sie Dreierwürfe nun mal einfach liebt, basta.
Und dann, gerade als es spannend wird, weil Kagami endlich wieder von der Reservebank aufsteht, da klingelt ihr Handy ohrenbetäubend laut. Sie springt auf und hastet unter wütenden Blicken der umsitzenden Zuschauer die Treppen hoch in Richtung der Gänge. Sie hebt ab, hält das Handy ins Ohr und hört gleichzeitig hinter sich den schrillen Pfeifton, der den Spielerwechsel einläutet.
„Hallo?“, sie eilt durch die Tür, Richtung Gang, blickt nur kurz zurück – und sieht einen Spieler in Touou-Uniform, der neben Kagami steht, den Arm um dessen Schulter geschlungen.
Ihr Hirn begreift, aber etwas zu langsam. Das ist Aomine, auf den sie alle gewartet haben.
Da schlägt ihr die Tür aber schon vor der Nase zu, alles, was sie von ihm sieht ist dunkelblaues Haar und gebräunte Haut und in der Stille des Ganges dringt die Stimme ihrer Stiefmutter laut und deutlich in ihr Ohr.
„Kahoko? Oh Gott sei Dank erreiche ich dich. Weißt du wo Shintarou ist? Kannst du her kommen?“
„Was ist denn los?“
„Da war ein Fährunglück, die Notaufnahme ist überfüllt, die brauchen jede Krankenschwester und jeden Arzt, den sie kriegen können! Deine Eltern sind nicht zuhause, da hab ich es schon versucht und Yuna liegt krank im Bett und ich krieg keinen Babysitter. Shintarou erreich ich nicht, kannst du her kommen und nach ihr sehen?“
Kahoko überlegt nicht lange. „Klar, ich nehm den nächsten Bus und bin in einer halben Stunde da, geht das?“
„Perfekt. Ich muss leider sofort los, aber da ist ein Schlüssel unter dem Blumentopf vor der Tür. Schau einfach dazu, dass sie genug trinkt, wenn sie aufwacht. Du bist ein Schatz. Tschüss.“

Kahoko ist, für einen Moment zumindest, ernsthaft versucht, noch einen Blick zurück zu werfen, aufs Spielfeld. Sie will Aomine spielen sehen, nicht nur verpixelt auf dem Bildschirm, sondern im echten Leben. Aber Yuna ist krank und wenn jetzt zurück geht, selbst nur für einen kurzen Moment, dann bleibt sie vielleicht das ganze Spiel. Und das kann sie jetzt wirklich nicht.
Sie schreibt ihren Freunden unterwegs eine SMS, blickt auf ihre Uhr, um sicherzugehen, dass Shoichi die Nachricht erst während der zweiten Halbzeit bekommt, wenn er nun wirklich nicht aufs Handy blicken kann. Zumindest ihn hätte sie gerne noch länger spielen sehen, Aomine hin oder her.

- - -

Touou gewinnt.
Midorima Shintarou seufzt. Ganz leise nur, doch er seufzt.
Ein weiterer Sieg für Aomine, den Unbesiegbaren.
Er löst sich vom Geländer, als Kise zum ersten Mal seit Beginn der zweiten Halbzeit wieder spricht.
„Übrigens. Ich hab deine Schwester getroffen, Hanacchi, richtig?“
Er bleibt stehen, die Überraschung wohl überdeutlich auf seinem Gesicht.
„Hat sie mich etwa nicht erwähnt?“ Kise verzieht den Mund, schmollt kurz, besinnt sich aber wieder. „Sie wollte unbedingt gegen mich antreten. Wer als erster zehn Körbe erreicht, gewinnt, du weißt schon. Irgendwie war sie wohl der Meinung, ich hätte dich beleidigt und-“ „Wer hat gewonnen?“
Kise stockt, dann lächelt er. „Ich natürlich. 10:4. Sie hatte ihren Freund dabei...“, Kise eugt sich vor, zeigt auf Imayoshi Shoichi, der gerade mit seinem Team den Platz verlässt, „Der da. Hat ihre Klamotten gehalten, während sie in Unterwäsche gespielt hat. Interessantes Mädchen. Ganz anders als du.“
Als keine Antwort kommt, dreht er sich um und flucht. Midorima ist weg.

- - -

„Megumi, das ist doch nicht das Ende der Welt.“, versucht Kahoko ihre Freundin zu trösten, während sie gleichzeitig Tee für Yuna kocht.
Multitasking ist wirklich nicht ihr Ding, stellt sie fest, als sie sich heißes Wasser über die Finger gießt und sich einen deftigen Fluch verkneift.
„Aber ich wollte doch so gerne, dass er gewinnt. Auch wenn ich mich dann hätte trauen müssen, es ihm zu sagen. Wie soll ich das jetzt noch auf die Reihe kriegen?“, schnieft Megumi.
„Mach dir keine Sorgen. Er braucht jetzt ein bisschen Zeit, um damit klar zu kommen und das mit sich selbst und den anderen Jungs auszumachen. Und danach kannst du deine Chance nutzen. Sowas braucht Zeit.“
„Aber selbst Mirai hat schon einen Freund! Und Tsunako hat einen, mit dem sie sich im Zug immer unterhält, der mit ihr flirtet! Und du hast ein Unterwäschemodel gedatet.“
„Tatsuya hat nicht für Unterwäsche gemodelt.“, erklärt Kahoko ruhig, während sie Honig in den Tee rührt, „Und es ist auch nicht so wichtig, einen Freund zu haben. Es gibt wichtigere Dinge.“
Megumis Jammern wird etwas leiser, aber etwas hat sie doch noch auf dem Herzen.
„Ich hab ihn halt so gerne.“, nuschelt sie verlegen ins Telefon, „Und es tut mir weh, dass sie verloren haben. Er hätte es wirklich verdient.“
„Ich weiß.“, antwortet Kahoko und denkt dabei an Shintarou, „Ich weiß, Megumi.“

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