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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
24
Alle Kapitel
100 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
13.09.2015 2.678
 
Hallihallo liebe Leser,
bedankt euch bei meiner Beta "Jo de Bry" für das schnelle Kapitel.
Ich hoffe, dieses Kapitel gefällt euch, vor allem RinneSonogami, sie wollte mal wieder was von Mirai sehen. Das Training ist ein bisschen zu kurz gekommen, aber das kommt noch.
Schließlich sind Wettschulden ja Ehrenschulden.
Viel Spaß beim Lesen
Poettierchen
- - -
Für eine bessere Übersicht der OC's:  Bilder und Zusammenfassung

Langeweile als Motivation


„Findest du das nicht auch ein bisschen seltsam?“
Kahoko erkennt seine Stimme sofort, dreht sich nicht einmal um. „Was denn?“ Sie wirft einen Korb von der Mittellinie aus und als der Ball auf dem Boden aufschlägt, steht Shoichi neben ihr, die Hände in die Hosentaschen gestopft.
Ohne sie anzusehen, spricht er weiter, während sie den Ball holt, um einen weiteren Korb zu werfen. „Sonntag bittet dich Sakurai um ein Date, ihr geht am Abend desselben Tages ins Kino. Und Montagnachmittag beim Training ist er schon in einer Beziehung mit Momoi Satsuki.“
„So heißt sie also?“, murmelt Kahoko zu sich selbst und wirft den nächsten Korb.
Shoichi mustert sie ruhig, abwartend.
„Was denn? Du hast doch nicht etwa erwartet, dass wir beide in einem dunklen Kinosaal plötzlich entdecken, wie viel wir für einander empfinden.“ Sie lacht und drückt ihm den Ball in die Hand.
Ohne eine Miene zu verziehen, geht er ein paar Schritte und wirft ebenfalls einen Korb. „Das nicht. Aber dass mir dieses Date mehr Probleme bereiten würde, habe ich auch nicht erwartet.“
„Wieso denn Probleme? Hat Ryō jetzt nicht mehr Selbstbewusstsein?“
Shoichi starrt sie an, bleibt für einen Moment daran hängen, wie selbstverständlich sie Sakurai beim Vornamen nennt. Dann besinnt er sich auf ihre Frage.
„Doch, das hat er. Aber nicht genug, um sich Momois bestem Freund entgegen zu stellen.“
„Ah, Blauhaar. Wenn der nur annähernd so ist, wie im Manga, dann wundert mich gar nichts mehr.“
Blauhaar? Manga? Wovon redet sie bitte? Shoichi ist für einen Moment versucht, tief durchzuatmen und sich in die Nasenwurzel zu kneifen – nichts hilft besser, wenn seine Nervenstränge mal wieder ganz schön dünn sind – aber er will vor ihr auf keinen Fall Schwäche zeigen, also lächelt er einfach, als könnte er sie ganz gut verstehen.
„Unser Ass Aomine, du erinnerst dich sicher daran, dass wir über ihn gesprochen haben, hat die wunderbare Angewohnheit, sich vor dem Training zu drücken. Normalerweise tut er das mit der Begründung, dass er zu gut für Training ist, aber in letzter Zeit ist er immerhin manchmal für fünf Minuten aufgetaucht oder war bei den Spielen dabei. Jetzt tut er nicht mal mehr das, weil er nicht mit dem 'notgeilen Zwerg' in einem Raum sein will. Seine Worte, nicht meine.“
Er drückt sich vor dem Training?“ Kahoko starrt ihn an, die Fäuste geballt und er schüttelt innerlich den Kopf.
Ist wirklich nur das bei Ihr hängen geblieben? Er mustert sie ernst. „Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sakurai von dir den entscheidenden Schubs gekriegt hat?“
Sie stockt. „Na ja... vielleicht?“ Sie bemüht sich um ein unschuldiges Lächeln und wirkt dabei eher so, als hätte sie akute Verstopfung. Er schüttelt den Kopf.
„Kann ich es irgendwie gut machen? Ich hab der Gewalt zwar abgeschworen, aber falls du ne Idee hast, wie wir diesen Aohime oder wie er heißt, überzeigen können, dann kannst du auf mich zählen.“
Du hast der Gewalt abgeschworen?“
Sie knurrt über seinen spöttischen Tonfall. „Ja, glaubs ruhig. Keine Prügeleien mehr von meiner Seite.“
„Da bin ich aber gespannt. Und was Aomine angeht, werde ich mich darum kümmern. Ich denke nicht, dass du bei ihm etwas ausrichten kannst. Aber deine Nachricht hat so aufgeregt geklungen, warum hast du mich überhaupt hier her beordert? Oder wolltest du nur über dein Date mit Sakurai reden?“
Sie grinst ihn an. „Nein, stell dir vor, ich gehöre jetzt zum Mädchenteam der Nakamiya South High.“
Innerlich grinst Shoichi überlegen. Hab ichs doch gewusst. Phase 1 des Plans abgeschlossen.
Äußerlich hebt er überrascht die Augenbrauen. „Ach wirklich? Und ich dachte, du hättest mit dem Basketball aufgehört.“
„Ja schon... aber weißt du... Kazunari-kun und ich sind überein gekommen, dass ich so Shintarou herausfordern kann, damit er gegen mich gewinnt und wir uns wieder versöhnen können.“
„Wer ist denn Kazunari-kun?“
„Oh, Takao Kazunari, er spielt bei Shutoku im Team.“
Takao. Dieser miese kleine Wicht. Finger weg von meinem Spielzeug. Innerlich wütet Shoichi, äußerlich lächelt er. „Ach, du meinst Takao. Kennst du ihn gut?“
„Ja, doch, kann man sagen, wir haben uns irgendwie angefreundet. Was hältst du von seiner Idee?“
„Nun, ich denke... wenn du gegen Shutoku antreten willst, braucht ihr definitiv Training. Mit anderen Mädchenteams, aber ihr solltet auch gegen Jungs antreten, um gewappnet zu sein.“
„Das stimmt, da hast du Recht. Nur gegen wen? Die wenigsten wollen gegen Mädchen antreten. Wir können sich unser eigenes Schulteam überreden, aber dann...?“
„Ihr braucht eine gute Managerin, die überzeugen kann. Und nutzt alle Kontakte, die ihr habt.“
Bei dem Wort Kontakte hebt Kahoko abrupt den Kopf und sieht ihn an. „Shoichi, du als Kapitän.... würdet ihr gegen uns antreten?“
Er grinst in sich hinein. Das klappt ja besser als geplant.
Ich kann das nicht allein entscheiden... aber ich lege ein gutes Wort für dich ein.“
Im nächsten Moment fällt sie ihm um den Hals und das mit so viel Schwung, dass er droht, das Gleichgewicht zu verlieren. Damit hat er jetzt wirklich nicht gerechnet.
„Danke! Vielen, vielen Dank!“ Sie löst sich wieder von ihm, grinsend wie ein Honigkuchenpferd.
„Kahoko. Ist es ihm Gegenzug zu viel verlangt, wenn ich dich bitte, uns am Samstag anzufeuern.“
„Hast du etwa Angst, dass du verlierst? Natürlich komm ich. Gegen wen spielt ihr?“
„Seirin.“
„Oh.“ Sie stockt und er beobachtet das alles höchst interessiert.
„Ich weiß, dass du mit einem der Spieler bekannt bist. Aber nach dem Spiel von Kaijo hattest du keine Bedenken, dass wir gegen Seirin gewinnen könnten. Hat sich das geändert?“
Kahoko besinnt sich. „Nein, natürlich nicht. Ich komm gerne. Ich will euch mal spielen sehen, bevor wir ein Trainingsspiel haben.“
„Eine sehr gute Idee. Ich freue mich schon.“

- - -

Kirisaki Daichi High:
„Hotaru.“ Die Angesprochene hebt den Blick. Meij lächelt sie zuckersüß an. „Sei ein Schatz und lauf zum Getränkeautomaten. Ich spendiere uns für das heutige harte Training eiskalte Limonade.“
Hotaru nickt eifrig und eilt aus der Sporthalle. Ihre Mitspielerinnen drehen sich zu ihrer Kapitänen um, teils misstrauisch, teils belustigt.
„Was gibt es, dass der Frischling nicht hören soll?“, stellt Nao, der Vize, schließlich die Frage, die allen unter den Nägeln brennt.
Meij behält ihr süßes Lächeln bei. „Ich weiß nicht, was du meinst. Darf ich als Kapitänin meinem Team nicht einmal etwas Gutes tun, ohne dass das sofort hinterfragt wird?“
Nao lächelt zurück. „Aber wer hinterfragt denn deine noblen Taten, Meij? Wir doch nicht.“
Meij schnaubt und verdreht die Augen. Es hat auch Nachteile, seine Sandkastenfreundin im Team zu haben. „Mir ist langweilig, okay? Zufrieden?“
Naos Lächeln wird breiter. „Aber sag das doch gleich. Wir als deine Freunde sind doch immer bereit zu helfen. Sollen wir bei dem morgigen Spiel Vollgas geben? Ich hätte nicht schlecht Lust, einen 'Kiyoshi' zu machen.“ Sie kichert böse und der Rest des Teams stimmt mit ein. Der Codename für diese Art von Knieverletzung ist irgendwie hängen geblieben, seit dem Vorfall vom letzten Jahr.
Meij nickt abwesend. „Ja ja, von mir aus. Aber das ist zu leicht. Die Spieler gehen zu Boden wie Schafe, bereit für die Schlachtung. Keiner wehrt sich, keiner ist ne Herausforderung.“
„Oh, aber Rakuzan soll dieses Jahr noch besser geworden sein. Und Yosen hat dieses Jahr auch ein Mädchenteam.“, meldet sich eine der Spielerinnen.
Meij leckt sich die Lippen. „Ich weiß. Ich kann es kaum erwarten. Von Yosen erwarte ich mir nicht viel, vermutlich schaffen sie es noch nicht mal bis nach Tokyo, aber Rakuzan ist eine Privatschule und das Spiel gegen sie war schon letztes Jahr ein Riesenspaß. Wen haben sie denn dieses Jahr angeworben?“
„Eine Hayama, hab ich gehört. Soll besonders im Streetball glänzen.“
Meij hebt die Augenbrauen. „Hayama? Wie Makotos ehemaliger Teamkollege? Hmm, das wird Mako-chan gefallen.“, sie grinst, „Im Streetball ist doch alles erlaubt, oder nicht? Da werde ich mich mit ihr sicher gut verstehen.“

- - - zur gleichen Zeit - - -

„HATSCHI!“ Hayama Yoyuka reibt sich die Nase, flucht leise „verdammte Erkältung“ und konzentriert sich wieder darauf, ungesehen in ihr Zimmer zu schleichen. Bei dem Erdbeben verursachenden Nieser keine leichte Sache.
„Ah, Yoyo, auch schon da?“ Ihr Bruder grinst sie an und sie ahnt Übles.
„Ja, tatsächlich. Und du bist auch zuhause. Welch eine Überraschung. Hat dieser Teufel von einem Kapitän euch diesmal nicht bis Mitternacht beim Training behalten?“ Ihrer Meinung nach war das ein geschickter Themenwechsel von ihr zu ihm. Kotarou grinst aber nur noch breiter, was nie etwas Gutes zu bedeuten hat und hinter ihm räuspert sich jemand auf diese beschissen höfliche Art, wie es nur arrogante Idioten können. Sie blinzelt an ihrem Bruder vorbei. In dem Sessel an seinem Schreibtisch sitzt jemand mit knallrotem Haar, der sie aus verschiedenfarbigen Augen ernst mustert. Ups?
„Ah, Akashi, du bist auch da. Nett, habt ihr ein Teekränzchen?“ Er kneift die Augen zusammen, während er sie mustert und dann befindet, dass sie die Mühe nicht wert ist und sich wieder weg dreht. Pfft, ihr doch egal. Außerdem hat sie den misstrauischen Schlitzaugenblick sowieso besser drauf als er.
Ihr Bruder steht ihr immer noch im Weg und langsam geht ihr das auf den Wecker. „Kann ich jetzt auf mein Zimmer?“
„Wann war denn euer Training fertig?“ Oh Mist, sie hätte auf ein anderes Thema umschwenken sollen.
„Die Kapitänin hat uns länger dabehalten..“ Sie schiebt sich kurzerhand an ihm vorbei und geht auf ihr Zimmer.
„Das ist eine Lüge.“, ruft ihr Bruder ihr nach und sie dreht sich nicht mal mehr um. „Gut möglich.“
Was fragt er auch? Er kennt sie doch. Dann spielt sie eben gerne lange Streetball und wenn schon? Ist ja nicht so, als würde das ihrem Team schaden.
Sie niest noch einmal. Wirklich. Verdammte Erkältung.

- - -

Megumi kann sich nicht helfen. Sie grinst wie ein Honigkuchenpferd, während sie neben Kahoko her tänzelt. Ihre neue Freundin hat irgendetwas mit ihr vor, weswegen sie sich nach dem Training von der Gruppe getrennt haben. Und obwohl nichts darauf hinweist, hat Megumi so ihren eigenen kleinen Verdacht – und dieser Verdacht hat etwas mit einem großen, rothaarigen Basketballspieler zu tun. Schließlich ist ihr Kahoko immer noch ihren Wetteinsatz schuldig.
Die beiden erreichen einen Sportplatz. Soweit so gut. Vielleicht wollen sie zusammen mit Kagami-kun trainieren?
Kahoko beginnt sich zu dehnen, als hätten sie nicht gerade fast drei Stunden Ausdauertraining gemacht und Megumi folgt notgedrungen ihrem Beispiel. Wenn Kagami hier aufschlägt, will sie wenigstens ein gutes Bild abgeben. Reden wird sie ja wohl kaum können, nicht, wenn sie vor ihm den Mund nicht aufkriegt.
„Juchuuu! Leute!“
Vielleicht hätte Megumi nicht so in die Höhe schießen sollen. Ihre Wirbelsäule knackt bedrohlich und sie erhascht aus dem Augenwinkel lediglich einen Blick auf einen dunkelblauen Haarschopf und gebräunte Haut, als sie mit einem schmerzerfüllten Stöhnen zu Boden geht.
„Oi, Megumi-senpai, ist alles okay mit dir?“
Megumi blinzelt. Mirai steht über ihr und aus dieser Perspektive heraus steht die Jüngere ganz einfach auf dem Kopf.
„Was machst du denn hier, Mirai?“
„Na was wohl? Kahoko hat was von Spezialtraining gesagt und hier bin ich.“
„Spezialtraining?“, Megumi hievt sich in eine sitzende Haltung und starrt Kahoko anklagend an, „Dann treffen wir heute gar nicht auf Kagami-kun?“
„Taiga? Eh, nein. Warum?“
Megumi stemmt die Hände in die Hüften und Kahoko schwant übles. „Warte? Habe ich irgendwas wichtiges vergessen?“
„Ja, hast du! Du hast versprochen, mich Kagami-kun vorzustellen.“
„Oh... OH!... OH, ja klar, das meinst du, nein, das kommt noch, versprochen.“, Kahoko lächelt, allerdings nicht sehr überzeugend und Megumi hebt ihre Augenbraue. Sie mag zwar klein sein, aber hey, sie hat eine ausrucksstarke Mimik.
„Wir können ja beim Training vorbeischauen? Die Seirin High ist nicht weit von ihr.“, schlägt Mirai vor und Megumi ist sofort Feuer und Flamme. Je eher Kagami sie kennen lernt, desto besser und mehr als hübsch aussehen muss sie selbst ja sowieso nicht. Reden kann sie ja nicht.
„Aber mein Spezialtraining...“, Kahoko verstummt abrupt, als Megumi ihr einen Blick zuwirft, „Stimmt, entschuldigung, ich habe es versprochen.“ Sie atmet tief durch, packt ihr Zeug zusammen und bemüht sich um einen begeisterten Tonfall. „Auf nach Seirin!“

- - - Seirin High, Sporthalle - - -

Rikos Pfeife durchschneidet die friedliche Stille ihrer kurzen Pause. Alle sind müde, aber das ist kein Grund, aufzuhören. „Aufstehen Leute. Wir machen jetzt eine Runde Liegestütze und dann noch ein Übungsspiel.“
Die Jungs grummeln, murren leise vor sich hin, beklagen sich in Gedanken – und stehen doch auf. Am Wochenende ist das Spiel gegen Touou, sie können sich keine Schwäche erlauben.

Es ist Sommer und die Türen der Halle stehen weit offen. Super, um dahinter in Deckun zu gehen. Trotzdem oder vielleicht gerade weil sie zu dritt hinter den Stahltüren kauern, kommt Kahoko sich reichlich bescheuert vor.
„Die trainieren noch, wir können da jetzt nicht stören.“, faucht sie, als Mirai Anstalten macht, einfach rein zu spazieren.
„Aber das dauert sicher noch ewig, wir können doch nicht einfach hier warten und dann so tun, als wären wir zufällig vorbeigelaufen.“, mault Megumi.
„Ja schon, aber...“ Kahoko hält inne, als sie leises Trippeln hört. Da kommt jemand zur Tür. Sie hält die Luft an und deutet den anderen beiden, es ihr gleich zu tun. Irgendwie hat sie die bescheuerte Hoffnung, dass man sie übersehen wird. Als ob das bei einer Größe von 1,90m irgendwie möglich wäre.
Das Trippeln kommt näher, Megumi bricht als erster der Angstschweiß aus. Eine Pause... dann schiebt sich ein pelziges Köpfchen um die Tür herum. Ein kleiner Hund.
Kahoko presst Mirai die Hand auf den Mund, dem Blick der Jüngsten im Bunde nach zu urteilen ist sie kurz davor loszuquietschen.
„Braver Wauwau. Geh einfach weiter. Wir tun dir nichts. Wir stehen nur hier und warten.“
Der Hund umrundet die Tür und stellt sich vor ihnen auf, ein putziger kleiner Haufen Fell mit großen blauen Augen. Er wedelt mit dem Schwanz und Mirai röchelt um die Hand herum, die sie knebelt. Was muss dieser Hund auch so süß sein.
„Ja, sei ein braver kleiner Wauwau, geh zurück zu deinem Herrchen, hmm?“, wispert Kahoko und vergisst dabei völlig auf Megumi, die selbst Hundehalterin ist und dem herzigen Kleinen ebenso schnell verfallen ist wie Mirai. Langsam streckt sie die Hand aus, der Hund schnüffelt probeweise daran und leckt ihr über die Finger. Sie kichert.
„Megumi!“, zischt Kahoko und lässt Mirai los, damit sie wieder Luft holen kann. Die geht ebenfalls sofort in die Hocke, um den kleinen Hund zu streicheln, der sich ob soviel Aufmerksamkeit gar nicht mehr einkriegt und mit dem Schwänzchen wedelt, als wäre es ein Ventilator.
Kahoko muss zugeben, irgendwie ist er schon süß. Sie beugt sich über ihre Freundinnen und streckt probeweise ebenfalls die Hand aus. Wenn sie ohnehin auf die Jungs warten müssen, kann sie den Kleinen doch auch streicheln, oder?

Es wäre vermutlich gut gegangen, irgendwie, hätte sich die Person auf der anderen Seite der Tür nicht genau diesen Moment ausgesucht um zu sprechen. Was genau gesagt wird, kann Kahoko beim besten Willen nicht verstehen, aber es kommt so plötzlich, dass sie zusammenzuckt, das Gleichgewicht verliert und mit Karacho auf ihre beiden Freundinnen fällt. Mit einem sehr mädchenhaften Kreischen gehen alle drei zu Boden und der kleine Hund stürmt panisch kläffend davon – in die Halle hinein.
Im nächsten Moment steht das gesamte Basketballteam vor ihnen, allen voran ihr Coach, gut erkennbar an der Trillerpfeife und dem mordlüsternen Blick.
Kahoko ist auf sich allein gestellt, die Mädels unter ihr sind entweder von ihrem Gewicht und dem Aufprall bewusstlos oder einfach Zungengelähmt, wie auch immer, von unter ihr kommt kein Mucks mehr.
„Äh... hi?“, sie versucht ein Lächeln, das am Coach abprallt wie ein Flummi vom Asphalt. Vermutlich hätte das ihr Ende bedeutet, hätte der kleine blauhaarige Spieler sich nicht gemeldet. „Aomine-chan? Was machst du denn hier?“, wendet er sich an Mirai, die mit einem gurgelnden Laut die Augen aufschlägt und ihn angrinst.
„Hi Kuroko-kun... Ach, wir liegen hier nur so rum.“
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