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Buzzer Beater

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Midorima Shintarō OC (Own Character)
15.05.2015
15.05.2018
108
320.657
23
Alle Kapitel
100 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.02.2017 2.771
 
Hallo ihr Lieben.
Jetzt sind wir bei den ganz unkreativen Kapiteltiteln angekommen, ich hoffe ihr verzeiht sie mir. Und ich möchte auch um Entschuldigung bitten, dass ich das Update unter der Woche doch tatsächlich verpennt habe. Ich verspreche, morgen dennoch das nächste Kapitel hochzuladen und hoffe, dass ihr es mir nicht böse nehmt.

Kleiner Ratewettbewerb am Rande:
Was denkt ihr, wer Yoyos geheimer Liebhaber ist?

Und noch etwas: wollt ihr wieder was von mir lesen?
Eure Antwort auf diese Frage wird sicher nicht beeinflussen, ob ich weiter schreibe oder nicht, denn das tue ich sowieso, aber vielleicht habt ihr ja Wünsche oder Anregungen. Außerdem möchte ich mich in Zukunft mehr in Richtung meiner eigenen Stories wenden, wobei die nächste von einer Gruppe Mädchen handeln wird, deren Eltern total Basketballversessen sind und sie selbst können damit eigentlich gar nichts anfangen.
Vielleicht trifft das ja den Geschmack von einem meiner Leser...
Bis zum nächsten Kapitel alles Liebe
Poettierchen

- - -


„Ich hab mich wirklich aufgewärmt.“, protestiert Tsunako.
Reo mustert sie nicht sehr überzeugt.
„Ich glaube dir schon, Prinzessin, ich sage nur, dass du nie gut genug gedehnt sein kannst. Was, wenn du dich verletzt?“
„Die Leute von Kirisaki spielen nicht mit.“, protestiert Tsunako erneut, „Und so ernst nehmen wir das Ganze nicht. Wir sind nur drei kleine Mädels, die das als Training ansehen.“
„Trotzdem.“, erklärt Reo und deutet ihr, sich auf die Zehenspitzen zu stellen, „Ein paar mehr Dehnübungen schaden nie.“
Tsunako seufzt und streckt sich.
Hinter ihnen geht eine Tür auf und Hayama Kotarou streckt den Kopf zu ihnen heraus.
„Habt ihr meine Freundin gesehen?“, fragt er und fügt ein „Hi Tsunako“ hinzu, als sie ihm das Gesicht zudreht.
„Hi.“, piepst sie zurück und Hayamas viel zu aufmerksame Augen richten sich auf Reo, der den Kopf schüttelt.
„Hast du schon versucht, sie anzurufen?“
„Ich finde mein Handy nicht.“, gesteht der kleinere Junge und Reo seufzt.
„Akashi hat ihre Nummer auch gespeichert, frag ihn.“
„Aber ich finde Akashi nicht.“, jammert Hayama, „Kaum waren wir hier, ist er verschwunden.“
Reo seufzt erneut und fängt den Blick auf, den Tsunako ihm zuwirft.
Er küsst sie und richtet sich auf.
„Ich komme. Alles muss man hier selber machen… Du dehnst brav weiter, okay?“
„Okay...“, gibt sie lächelnd zurück und blickt ihm nach, als er geht.

- - -

„Du musst dich umziehen.“, murmelt Shouta, als Kahoko sich neben ihn stellt, immer noch in ihrer Verkleidung.
Sie schmollt.
„Du hast mich erkannt?“, fragt sie und er blickt verdutzt von seinem Klemmbrett hoch.
„Oh… das meinst du… Ich glaube, ich kenne dich etwas zu gut, als auf eine Brille und lange Hosen herein zu fallen. Also zieh dich jetzt bitte um.“
Kahoko zögert. „Es ist nur… ich will erst Shoichi begrüßen und wenn ich mich umziehe, dann ist kein Spaß mehr dabei. Hast du ihn gesehen?“
Shouta schüttelt den Kopf und zeigt auf die Gruppe von Leuten, die auf sie zukommt.
„Dein Bruder ist hier.“
„Oh Mist...“, Kahoko blickt sich um stellt sich auf eine der nahen Stufen.
Shouta wirft ihr einen fragenden Blick zu.
„Ich bin immer noch fünf Zentimeter kleiner als er und wenn wir auf gleicher Höhe stehen, fällt das auf.“
„Kahoko.“, Shintarou tritt zu ihr, einen grinsenden Takao und eine verlegene Akemi neben sich.
„Ich bin nicht Kahoko, ich bin Shintarou.“, gibt Kahoko trotzig zurück und Takaos Grinsen geht mittlerweile von einem Ohr zum anderen.
„Lass den Blödsinn...“, fängt Shintarou an, als hinter ihnen eine Stimme ertönt.
„Baby, wo warst du…?“
Die Zwillinge, heute wirklich identisch angezogen, drehen sich synchron zur Seite, wo Shoichi steht und sie ansieht.
Takao bekommt einen Lachanfall, Akemi fängt an nach Luft zu schnappen und irgendwo im Hintergrund kann man Yahiro hören, der sich mit einem „Halt meine Gummischlangen, Yoyo!“ seine Kamera schnappt.
Keiner spricht. Shintarou, weil er das alles einfach nur idiotisch findet. Kahoko, weil sie sich nicht verraten will.
Shoichi tritt zu ihnen, mustert die Zwillinge nacheinander seelenruhig, bevor er den, der links von ihm steht, am Kragen zu sich zieht und küsst.
Takao quietscht, Akemi hyperventiliert, Shouta seufzt und Yahiro macht Luftsprünge, denn ganz egal, ob Shoichi richtig oder falsch gelegen hat, auf Video sieht es einfach nur selten lächerlich aus.
Shoichi lässt den Kragen los und tritt einen Schritt zurück.
„Woher hast du gewusst, dass ich es bin!“, blafft Kahoko in einer Mischung von Enttäuschung und Freude.
Shoichi zuckt mit den Schultern und lächelt.
„Zieh dich um, okay?“
Kahoko nickt verdattert und eilt davon.
Shoichi blickt ihr nach, dann dreht er sich zu Shintarou um.
„Hätte ich davon gewusst, hätte ich sie aufgehalten.“, erklärt er Shintarou und der nickt.
„Ich ebenfalls.“
„Gut.“
„Gut.“
Die zwei Jungen nicken sich zu, dann trennen sich ihre Wege.

- - -

„Du hast Spaß… Oder?“, fragt Shoichi und klingt beinahe… unbehaglich, als er Akemi die Wasserflasche reicht, die er ihr gerade geholt hat.
Sie nickt hektisch und er sieht seltsam erleichtert aus.
„Du musst… also du musst nicht bei mir sitzen bleiben.“, bietet sie an und er schüttelt den Kopf.
„Dein Freund hat Kahoko gebeten, dass sie mich darum bittet, auf dich aufzupassen. Ich soll dafür sorgen, dass du dich nicht fehl am Platz fühlst, was auch immer das heißt.“
Akemi blickt peinlich berührt zu Boden, bevor ihr etwas einfällt.
„Warum spielst du eigentlich nicht mit?“, fragt Akemi gerade heraus.
Shoichi verzieht das Gesicht.
„Ich hab keine Mitspieler gefunden. Susa spielt mit Shinji im Team und Kahoko freut sich schon seit Wochen darauf, mit ihrem Bruder spielen zu können, da wollte ich mich nicht reindrängen.“
„Ich verstehe… Aber was ist mit den Leuten aus deinem Team?“
„Ich hatte nicht das Gefühl, die Leute vom College wollen gegen einen Haufen Leute aus der High-School antreten.“
„Und die von der Touou?“
Shoichi schnaubt. „Ich finde deine Bemühungen nett, aber es muss wirklich nicht sein.“
Akemi wird still und spielt mit dem Anhänger ihrer Kette herum, wie sie es immer tut, wenn sie nachdenkt.
„Die Kette trägst du immer, ist sie was Besonderes?“, fragt Shoichi, um das Schweigen zu brechen.
Akemi nickt und rückt näher, um ihm den Anhänger zu zeigen.
„Shintarou hat ihn mir geschenkt… an dem Tag, an dem wir Tanzkurs hatten, das war mein Glücksbringer. Und für unser Halbjähriges Jubiläum hat er das Datum eingravieren lassen, an dem wir zusammen gekommen sind.“
„Das ist nett...“, gibt Shoichi verhalten zurück und nimmt einen Schluck von seinem eigenen Getränk.
„Was hast du eigentlich Kahoko zu eurem Halbjährigen geschenkt?“
Shoichi schafft es grade noch, den Inhalt seines Mundes nicht über seinen Vordermann zu spucken, hustet aber dennoch kräftig.
Er mustert Akemi, die unschuldig zurück blickt und seufzt.
„Weißt du was, ich hab's mir überlegt. Wir suchen uns irgendeinen Dummen und bilden ein Dreierteam, okay?“
Akemis Augen werden groß.
„Wir zwei in einem Team?“, fragt sie panisch.
„Klar. Oder hast du keine Klamotten zum Spielen dabei?“
„Doch… schon… aber...“


Kahoko guckt nicht schlecht, als ihre Gegner auf den Platz treten.
Shoichi grinst frech, Aomine herausfordernd und hinter ihnen schiebt sich eine rotgesichtige und verlegene Akemi aufs Feld.
Kahoko muss sich nicht umdrehen um zu wissen, wie Shintarou grade dreinblickt.
Vor allem, weil er sie am Ellbogen packt und zur Seite zieht.
„Du hast mir versprochen, dass er auf sie aufpasst.“, zischt er und Kahoko guckt ihn verloren an.
„Also nur weil sie gegen uns spielen, heißt das ja nicht, dass er nicht auf sie aufpasst. So hat sie wenigstens Spaß.“
„Ich kann doch nicht gegen meine Freundin spielen!“, faucht Shintarou panisch zurück.
„Dann spiel gegen Aomine und Takao spielt gegen Akemi.“
„Aber...“, macht Shintarou und Kahoko schneidet ihm mit einer Handbewegung das Wort ab.
„Ich rede mit Shoichi und du reißt dich zusammen.“

„Hey...“, macht Shoichi vorsichtig, als Kahoko auf ihn zukommt.
„Hey...“, gibt Kahoko launisch zurück, „Erklärst du dich mal?“
Shoichi seufzt und wirft einen Blick hinter sich um sicher zu gehen, dass Akemi gerade mit Nanami, der Organisatorin, spricht.
„Sie hat nicht aufgehört mich mit Fragen zu löchern. Wenn sie spielt, ist sie wenigstens still.“
„Das ist meine Freundin, von der du da redest.“, gibt Kahoko entsetzt zurück und Shoichi zieht eine Grimasse.
„Sie hat mich gefragt, was ich dir zum Halbjährigen geschenkt habe, Kahoko! Sie hat mich persönliche Dinge gefragt!“
Kahoko seufzt.
„Du bist echt so ein Idiot, weißt du das?“
„Ich weiß.“, gibt Shoichi frech zurück, „Und als nächstes sagst du, dass ich Glück habe, dass mein Hintern so gut geformt ist.“
Kahoko zieht eine Grimasse. „Wohl eher dein Ego. Also… lasst uns spielen. Ich mache dich fertig.“
„Versuch's.“, gibt Shoichi herausfordernd zurück.

Es ist ein seltsames Spiel, aber noch seltsamer ist die Tatsache, dass dieses ungleiche Team auf der anderen Seite des Platzes auf wundersame Weise gut funktioniert.
Vielleicht liegt es an der Tatsache, dass Aomine stark genug ist, um das Team immer weiter vorwärts zu ziehen und die meisten Gegner im Alleingang fertig macht – anders ist fast nicht zu erklären, dass sie schon so weit gekommen sind – oder daran, dass Shoichi das Talent hat, aus seinen Mitspielern das Beste herauszuholen.
Sie hätten einfach ein gutes Duo mit einem Anhängsel sein können, aber ihr Match läuft noch nicht lange, da fällt Kahoko auf, dass Akemi nie einfach nur ein Anhängsel ist.
Akemi versteht intuitiv, was vor sich geht, sie versteht ihre Mitspieler blind – vielleicht als Ausgleich für all die Hemmungen, die sie außerhalb des Platzs hat - und sie spielt auch so.

Es ist eine sehr ausgeglichene Kombination, bis Aomine in die Zone geht.
Kahoko verspannt sich augenblicklich, sie spürt den Sog, denn Aomine drauf hat, der sie immer mehr und mehr Gas geben lässt, aber dafür ist sie nicht da.
Sie fängt Shintarous Blick auf und nickt.
Vielleicht ist es noch zu früh dafür, aber das hier ist ein Streetballturnier, das Spaß machen soll, also warum nicht?
Und so geht Midorima Shintarou zum ersten Mal in die Zone. Zum ersten Mal vor Publikum. Und dann auch noch gegen Aomine.
Als Außenseiter begreift Kahoko plötzlich den Unterschied zwischen dem, was sie kann und dem, was die Jungs können. Sie begreift, dass es anders ist und deshalb nicht schlechter oder besser, nur anders.
Und sie begreift noch etwas anderes, etwas Vergangenes, das ihr mit Wucht zurück in Erinnerung gerufen wird.
Aomines Worte von damals aus dem Traininscamp.
„Um in die Zone zu kommen, darfst du es auf keinen Fall wollen. Du musst richtig... hinein gleiten. Es ist, als würdest du vor einer schweren Tür stehen. Und diese Tür öffnet sich nicht, nur weil man es will. Aber wenn sie sich erst mal öffnet, dann ist man in der Zone und man taucht immer tiefer und dunkle Gewässer. Je tiefer man taucht, desto tiefer geht man in die Zone. Dann, wenn man am Boden ankommt, ist wieder eine Tür. Vor dieser Tür steht ein Wächter, der einen nicht durch lässt. Wie man an ihm vorbei kommt, weiß ich nicht und ich weiß auch nicht, was hinter der Tür ist... Aber das ist die Zone, die ich kenne. Die echte Zone“
An ihre Erkenntnis von damals, die sie nur Shouta gestanden hat.
„Da ist eine Tür. Wenn ich ganz konzentriert bin, ganz tief drin stecke, dann ist da eine Tür. Aber sie ist hinter meinem Rücken. Ich bin nie auf die Idee gekommen, sie öffnen zu wollen.“
Und jetzt, wo sie so tief drin steckt, wo sie die Tür hinter sich hat und Dunkelheit um sich herum, taucht Shintarou vor ihr auf und sie begreift, dass Shouta Recht gehabt hat.
Was auch immer diese Zone ist, sie darf die Wächterin sein und sie öffnet die Türen weit, um Shintarou hindurch zu lassen.
Es versteht sich fast von selbst, dass sie gewinnen.
Zwar nur ganz knapp, aber sie gewinnen gegen Aomine, der sie mit einem Gesichtsausdruck mustert, den Kahoko noch nie an ihm gesehen hat.
Als würde die Welt sich plötzlich in eine andere Richtung drehen.
Es versteht sich auch fast von selbst, dass sie das nächste Spiel verlieren, denn die Zone verbraucht Unmengen von Energie und es ist nur einem Kuss von Akemi zu verdanken, dass Shintarou im nächsten Spiel überhaupt noch auf den Füßen gestanden hat.
Dass sie ausgerechnet gegen Akashi, Murasakibara und Kise spielen müssen, die sich zu einem viel zu starken Team zusammen gerottet haben, setzt dem ganzen die Krone auf.
„Mido-chin sieht müde aus.“, stellt Murasakibara fest, als Kahoko ihren Bruder regelrecht vom Platz schleifen muss.
Die nächsten, die spielen werden, sind die drei Musketier, die gerade das Team um Kagami, Kuroko und Mitobe fertig gemacht haben.
„Yoyo!“, ruft Kahoko und das Mädchen dreht sich zu ihr um.
„Hast du schon wieder verloren? Mann, ich wollte gegen dich spielen!“
„Morgen.“, gibt Kahoko zurück, „Kannst du die Jungs da für uns erledigen?“
Yoyo grinst. „Kann ein Hund gegen ne Laterne pinkeln? Du kannst dich auf mich verlassen.“
Die Musktiere verlieren. Trotz ihrer jahrelangen Erfahrung im Streetball ist eine geballte Mischung aus drei „Wunderkindern“ einfach viel zu stark und Yoyo trottet mit Leichenbittermiene vom Platz.
Kahoko wartet draußen.
„Hey...“, beginnt sie und Yoyo wirft ihr einen Blick zu, der töten könnte, „Ich hab ne Idee. Hör einfach nur zu.“

- - -

„Du willst morgen mit Yoyo spielen? Mit ihr? Nicht gegen sie?“, fragt Takao fassungslos, als sie nach der Preisverleihung draußen warten. Kise war der einzige, der wirkliche Begeisterung über den Pokal gezeigt hat, bevor Murasakibara ihm die Trophäe aus seinen Händen gefischt und außer Reichweite gehalten hat. Er will ihn „Tsu-chin schenken“, die selbst nicht besonders weit gekommen ist. Kise lässt ihn gewähren, aber auch nur, weil er nicht seinen Zorn auf sich ziehen will. Es war schon schwer genug, Murasakibara zu überzeugen, Tsubaki in einem Dreier-Mädchen-Team spielen zu lassen.
„Ich hatte die Idee und sie gefiel mir. Yoyo findet's auch gut.“
„Du weißt schon, dass sie deine Gegnerin ist, oder? Ihr hattet doch grade erst die Inter High!“
„Da konnte ich nicht gegen sie spielen, weil wir ohne Lia schon viel früher raus geflogen sind. Und ich hab das Gefühl, wenn wir uns nur darauf versteifen, gegeneinander zu spielen, wird das nie was.“
Takao mustert sie lange, dann schüttelt er den Kopf und blickt zurück zum Eingang.
„Ich kann nicht glauben, dass ich das sage, aber es wird Zeit, dass dein Freund kommt und dich zur Vernunft bringt.“
„Hey!“, gibt Kahoko zurück, als sich die Tür öffnet und die nächste Gruppe heraus kommt, frisch geduscht und lachend.
Shoichi geht voran, neben sich Akemi und ein immer noch sehr erschöpfter Shintarou.
„Kahoko will morgen mit Yoyo in ein Team!“, platzt Takao ohne Warnung heraus und Kahoko schnaubt entnervt.
Shoichi hebt eine Augenbraue.
„Ich dachte, wir spielen zusammen.“
Kahoko hat den Anstand, verlegen drein zu blicken.
„Tut mir leid… ich dachte nur, du kannst mit Susa spielen. Und ich… also ich wollte einfach mal mit Yoyo spielen.“
Shoichi seufzt. „Ist schon okay… Tust du mir einen Gefallen?“
„Klar, welchen?“, fragt Kahoko, überrascht über den plötzlichen Themawechsel.
„Kannst du Akemi zeigen, was ich dir geschenkt habe? Sie hat heute so gut gespielt und es sich verdient.“
Kahoko blinzelt überrascht, dann gräbt sie in ihrer Tasche herum und zieht ihren Schlüsselbund hervor.
„Schau mal...“, sie tritt zu Akemi und hält in ihr vor die Nase, „Das ist ein Foto von ihm und mir und dann hängen da noch lauter kleine Sachen dran. Ein Igel und ein Affe, ein Basketball und ein Ballerinaschuh. Hat er selbst gemacht.“
„Oh, wie süß!“, quietscht Akemi, während Takao im Hintergrund kichert.
„Hast dir ja ziemlich Mühe gegeben, was?“, spottet der und grinst Shoichi an.
Der Ältere wirft ihm seinen finstersten Blick zu und Takao macht unwillkürlich einen Schritt zurück.
„Schon okay, schon okay! Ich hab nicht's gesagt.“

- - -

Lias Handy summt. Sie setzt sich auf und streckt sich, schiebt ihre Schulbücher für einen Moment zur Seite.
Als sie ihr Handy nimmt und den Wecker ausschaltet, ist ihr Bildschirm voller Meldungen.
Da schreibt Natasha, die fragt, wann sie dieses Wochenende zum Essen kommt.
Ihre Teammitglieder schicken Fotos aus dem Urlaub und der Junge aus ihrem Biologiekurs fragt, ob sie Lust auf ein Eis hat.
Sie hat eine neue Mail von Nanami, die sie später in Ruhe lesen wird und dann ist da noch eine Nachricht von Kahoko.
Lia öffnet diese zuerst und lächelt verblüfft.
Es ist ein Foto.
Hayama Yoyo steht da, verschwitzt und frech grinsend, einen Pokal in den Händen, während Kahoko einen Arm um sie geschlungen hat, die Kleinere an sich presst und zwei Finger in einer Siegerpose in die Kamera hält.
„Wir haben das Zweiertunier gewonnen!“, steht drunter, „Yoyo spielt der Wahnsinn! Ihr Rhythmus ist der Hammer! Ich hoffe, ich kann noch öfter mit ihr spielen!“
Lia schmunzelt und tippt eine Antwort.
„Erst die Highschool, dann das College und dann das Nationalteam.“

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