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The past will always be a part of us || The After Series

von Vaniii-
GeschichteDrama, Familie / P18 / Gen
15.05.2015
30.08.2015
6
13.283
5
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8 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
15.05.2015 1.897
 
Ich lese gerade die After-Buchreihe und dabei ist eine kleine Idee in meinem Hirn entstanden :D
Für alle, die die Bücher noch nicht gelesen haben: BITTE TUT ES, SONST HABT IHR WIRKLICH EINE MENGE VERPASST!

Ich bin gerade beim zweiten Buch und ich habe keine Ahnung, ob bei den nächsten zwei Bänden vielleicht doch noch eine verschollene Schwester auftaucht :D Man kann ja nie wissen ...

Das hier soll auch keine Kopie des Originals von Anna Todd sein. Es ist nur eine Idee, die mir während des Lesens gekommen ist.

Und für alle Directioner, die hier zufälligerweise draufstoßen:
Hardin - Harry
Zed - Zayn
Nate - Niall
Landon - Liam
Logan - Louis

Okay, ich nerve mal nicht weiter :D Viel Spaß beim Lesen! ♥

LOVE, Vani ♥
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Outfit
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Chapter 1:

Silvesternacht …

Während ich die Zigarette zwischen Zeige- und Mittelfinger halte, blicke ich hinab auf meine Hände. Dünne, blasse Finger mit abgekauten Fingernägeln und dem schwarzen abgekratzten Nagellack darauf bieten sich mir. Trotz der Dunkelheit erkenne ich die aufgeschürften Fingerknöchel. Wenn ich wütend bin, reibe ich sie solange an dem rauen Gips meiner Zimmerwand oder schlage dagegen, bis sie aufplatzen. Der Schmerz ist mir egal. Ich habe schon Schlimmeres hinter mir.
Ich pule an der Kruste herum, bis eine der Wunden blutet. Schnaubend wende ich den Blick ab und nehme einen tiefen Zug von dem Glimmstängel und sehe starr geradeaus.
„Hast du dich geprügelt oder so?“, fragt der dunkelhaarige Typ belustigt, der neben mir auf der Mauer sitzt. Er muss die Schürfwunden bemerkt haben.
Bloß weil ich eine Zigarette von ihm geschnorrt habe, heißt das noch lange nicht, dass ich eine Unterhaltung mit ihm anfange. Er ist eigentlich ganz in Ordnung. Ich kenne ihn zwar nicht und habe auch noch kein einziges Wort mit ihm gewechselt, aber ich musste ihm für die Kippe keinen Fick anbieten. Was allerdings schade ist, denn er sieht echt heiß aus, soweit ich das beurteilen kann. Bisher habe ich ihn nur durch den Schein seines Handys erkannt. Vielleicht kann ich ihn ja trotzdem noch abschleppen.
Ich lasse mir Zeit mit meiner Antwort und ziehe nochmal an meiner Zigarette.
„Das geht dich gar nichts an“, sage ich barsch.
Der Typ neben mir lacht leise in sich hinein, woraufhin ich ihm einen kurzen Blick zuwerfe. Er drückt seine Zigarette auf der Mauer aus.
„Ich gehe wieder rein. Es ist echt kalt. Kommst du mit?“, fragt er mich.
„Weichei“, murmele ich, drücke aber ebenfalls meinen Zigarettenstummel aus und gehe mit ihm ins Verbindungshaus.
Ich folge ihm in das Wohnzimmer, wo mir sofort jemand einen roten Becher in die Hand drückt. Mir ist scheißegal was drin ist, ich trinke sofort einen großen Schluck. Es ist Bier. Ziemlich scheiße schmeckendes Bier. Ich schlängele mich an den Leuten vorbei, versucht, den Dunkelhaarigen nicht aus den Augen zu verlieren. Er lässt sich auf ein Sofa neben einem blonden Kerl fallen. Einige Leute stehen dort herum. Wahrscheinlich sind es Freunde von ihm. Er winkt mich zu sich, woraufhin ich mich zu ihnen geselle.
„Hey“, sage ich zu dem Blonden und nicke ihm zu. Da kein Platz mehr auf der Couch ist, setze ich mich auf die Armlehne.
Grinsend begrüßt mich der Blonde und stellt sich als Nate vor. Seine Haare sind nach oben gestylt und Tattoos bedecken seine Arme. Seine Ohren sind gepierct.
„Wow, Zed, da hast du dir aber Eine geangelt“, ruft Nate über die Musik hinweg seinem Kumpel zu und trinkt aus seinem Becher.
Zed heißt er also. Ich werfe ihm einen Blick zu. Erst jetzt sehe ich, dass auch seine Arme tätowiert sind. Seine schwarzen Haare stehen ebenfalls nach oben.
Zed grinst mich an, nimmt meine freie Hand und zieht mich auf seinen Schoß. Natürlich gehe ich sofort darauf ein.
„Ich darf doch.“
Verwegen grinsend nimmt er meinen Becher aus der Hand und trinkt daraus. Dabei lässt er mich nicht aus den Augen. Dann stellt er ihn auf den Couchtisch, der überfüllt von leeren Bechern und Glasflaschen ist. Er leckt sich die Lippen, sodass sein Zungenpiercing zum Vorschein kommt, und dreht mich auf seinem Schoß um. Seine Hände legt er auf meinen Arsch. Ich lehne mich zu seinem Gesicht hin, nehme seine Unterlippe zwischen die Zähne und sauge daran.
Mir ist es egal, dass Dutzend Leute um uns herum stehen. Ihm wahrscheinlich auch. Schließlich sind wir nicht die Einzigen hier. An jeder Ecke steht jemand knutschend herum.
Ein überraschtes Keuchen kommt über Zeds Lippen. Damit hat er nicht gerechnet. Er denkt wohl, er wird die Führung übernehmen. Aber da hat er sich geschnitten!
Ich löse mich kurz von ihm, um gleich darauf seine Lippen auf meinen zu spüren. Seine Zunge drängt sich durch meine Lippen hindurch und fordert meine zu einem Kampf auf. Er schmeckt nach Zigarette und Alkohol, aber es macht mir nichts aus. Er will sich behaupten und verdeutlicht es noch mehr, als er mich fester auf sich drückt.
Ich gehe auf sein Spiel ein, liefere mir einen kurzen, aber leidenschaftlichen Kampf mit seiner Zunge, bis seine Lippen meinen Hals hinunter wandern.
„Wie ist dein Name?“, flüstert er mir ins Ohr und zieht mit den Zähnen leicht an meinem Ohrläppchen.
„Den verrate ich dir nicht“, flüstere ich zurück.
Zed küsst weiterhin meinen Hals, bis ich sein Gesicht von mir weg ziehe. Geheimnisvoll grinse ich ihn an. Ich will ein bisschen mit ihm spielen.
Unsere Lippen treffen wieder aufeinander. Offensichtlich kann er nicht genug kriegen, denn ich spüre, wie seine Hose immer enger wird. Das reizt mich nur noch mehr und ich beginne, meine Hüften langsam kreisen zu lassen.
„Lass uns noch oben in irgendein Zimmer gehen“, säuselt Zed mir ins Ohr.
Ich schüttele den Kopf. Mit verschleiertem Blick sieht er mich an. Er scheint verwirrt zu sein.
„Ich mache es sicher nicht mit dir hier auf diesem Sofa … vor den Anderen“, sagt er.
„Ich auch nicht.“
Ich küsse ihn nochmal, bevor ich von seinem Schoß aufstehe und ihn mit seinem halben Ständer zurück lasse. Zufrieden grinsend gehe ich in die Küche, um mir einen neuen Drink zu holen. Ein Typ reicht mir einen roten Becher mit einer rosafarbenen Flüssigkeit darin.
„Was ist das?“, frage ich ihn, doch bevor er antworten kann, habe ich schon davon genippt. Ein süßlicher Kirschgeschmack breitet sich auf meiner Zunge aus.
„Mmh, das Zeug ist echt gut“, lobe ich und exe fast den ganzen Becher aus.
„Cherry-Vodka-Sour-Mix“, erklärt er. „Willst du noch mehr?“
Auf mein Nicken hin füllt er meinen Becher bis oben hin.
Als ich wieder ins Wohnzimmer gehe, sind noch ein paar Leute dazu gekommen. Eine Rothaarige hat ihre Beine über den Schoß eines Typen, der vermutlich ihr Freund ist, gelegt. Neben ihr sitzt ein Mädchen, das ein goldenes Kleid trägt. Total übertrieben für meinen Geschmack. Sie hebt sich völlig von den Anderen ab. Keine Tattoos. Keine Piercings. Ein typisches Good Girl eben. Aber sie hat etwas an sich, was sie sexy macht. Doch auf den ersten Blick erkenne ich nicht, was es ist.
Ein Mädchen mit pinkfarbenen Haaren sitzt zwischen Nate und Zed. Sie trägt ein schwarzes Shirt, was vorne zerrissen ist. Ihre roten Shorts sitzen eng um ihre Hüften und die Löcher an der Seite zeigen noch mehr Haut. Sie sieht total scharf aus, wären da nicht die pink gefärbten Haare! Wer macht so was bitte?
„Da bist du ja wieder“, ruft Zed und zieht mich an der Hand wieder auf seinen Schoß.
„Wir wollten gerade eine Runde Flaschendrehen spielen. Bist du dabei?“, fragt mich Nate.
Eigentlich finde ich dieses Spiel total kindisch, aber wenn alle besoffen sind, kann es richtig lustig werden. Also nicke ich und trinke immer mal wieder aus meinem Becher.
Das Spiel nimmt seinen Lauf. Wenn die Anderen nicht gerade Wahrheit wählen, bestehen ihre Aufgaben hauptsächlich aus Trinken oder Rumknutschen.
„Wahrheit oder Pflicht?“, fragt mich die mit den pinkfarbenen Haaren. Molly heißt sie. Ihr Name wird häufig erwähnt.
„Pflicht!“
„Okay … hmm“, macht sie, während sie überlegt. Ihr Blick geht durch die Runde. „Hast du ein Problem damit, Mädchen zu küssen?“, fragt sie und grinst dreckig.
„Nein“, antworte ich wahrheitsgemäß.
Worauf will sie hinaus? Will sie etwa, dass ich sie küsse? Damit hätte ich kein Problem, aber ich weiß nicht, ob ich mich dann noch beherrschen kann. Schließlich ist mein Plan, diese Nacht Zed abzuschleppen und nicht sie.
„Dann küss Tessa!“
Sie zeigt auf das Mädchen in dem goldenen Kleid.
Die?
Die Kleine sieht erst Molly und dann mich mit großen Augen an. So sexy sie auch ist, ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist.
„Sie? Ich glaube, dass ist keine gute Idee. Ich will ja nicht, dass sie am Ende noch ein Trauma fürs Leben hat“, sage ich belustigt.
„Ja, Molly, wähle was anderes aus“, sagt die Rothaarige. Ich glaube, sie hieß Steph.
„Nein, schon okay“, mischt sich Tessa dazwischen.
Ihr geschocktes Gesicht scheint erholter. Sie will wahrscheinlich nicht als Loser dastehen, deshalb tut sie so, als würde es ihr nichts ausmachen.
„Ihr habt es gehört“, ruft Molly selbstgefällig in die Runde.
Ich mache keine Anstalten, mich zu bewegen.
„Mann, wo ist Hardin, wenn man ihn mal braucht“, knurrt Nate.
Hat er gerade Hardin gesagt?
Nun bin ich diejenige, die große Augen macht.
Das ist jetzt nicht sein Ernst, oder?
Schlagartig wird mir übel. Und die Wut steigt in mir auf. Wenn er den gleichen Hardin meint wie ich, dann …
In mir drin tobt es, doch ich versuche nichts von außen zu zeigen. Am liebsten würde ich jetzt irgendwas kaputt machen oder jemanden die Fresse polieren. Einfach weil ich meine Wut irgendwo auslassen muss. Ich will diesen Menschen nie wieder sehen!
„Sorry“, murmele ich, stehe auf und verlasse das Wohnzimmer. Dass ich dabei die Blicke der Anderen auf mich ziehe, ist mir so verdammt egal.
Ich habe keine Ahnung, wo ich überhaupt hin will. Ich dränge mich an den Leuten vorbei. Kurz spiele ich mit dem Gedanken, einfach von hier zu verschwinden, aber es ist Silvester. Mein erstes Silvester in Freiheit, am College. Ich bin nicht mehr in England bei meiner Mutter. Und diese Party hier ist perfekt. Außerdem will ich unbedingt noch diesen Zed nageln. Und vielleicht meint Nate ja gar nicht denselben Hardin. Schließlich gibt es tausende Typen auf der Welt, die so heißen.
Deshalb entscheide ich mich dafür, das Badezimmer aufzusuchen, um wieder runterzukommen. Ich laufe die Treppen nach oben und werde auch schon bald fündig. Mir werden immer wieder irgendwelche anzüglichen Sprüche hinterher gerufen, die ich aber ignoriert.
Ich kühle meine glühenden Wangen mit kaltem Wasser. Dann überprüfe ich noch mein Make-Up und meine Frisur, während ich versuche, auf andere Gedanken zu kommen. Die Übelkeit hat sich ein wenig gelegt, nachdem ich ein paar Mal tief durch geatmet habe.
Entspannter als vorher verlasse ich das Bad und gehe den Flur entlang Richtung Treppe. Ich höre, wie sich hinter mir eine Tür öffnet und wieder schließt. Schritte folgen mir. Ich denke mir nichts weiter dabei.
Die Schritte werden schneller und schließlich packt mich eine große Hand an der Schulter.
„Val?“
Erschrocken zuckt ich zusammen. Diese Stimme ist mir so verdammt vertraut! Mein Magen zieht sich erneut heftig zusammen. Ich rühre mich nicht. Ich kann einfach nichts machen. Eigentlich sollte ich mich umdrehen und dieser Person eine reinhauen, aber ich tue es nicht.
Die große Hand auf meiner Schulter dreht mich zu ihm um.
Ich stehe vor einer großen männlichen Gestalt, mit braunem, lockigem Haar, Tattoos, Piercings und grünen Augen. Meinem Bruder.
„Valerie?“, wiederholt er.
Verdammte Scheiße!



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