Gruppe 19: Totgeglaubte leben länger

von MDU-Story
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
13.05.2015
13.05.2015
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13.05.2015 670
 
Hey ihrs :D
Eine weitere MDU-Gruppe ist fertig geworden *~*
Möchte auch gar nicht viel drum herum reden und euch einfach viel Spaß beim Lesen wünschen ^^

Ein großes Dankeschön an alle Schreiberlinge :D

             
Gruppe 19:
Gruppenleitung:
Wegweiser

01: Wegweiser  
02: Traumfaenger
03: AuctrixMundi
04: Jaina Lyn Solo
05: baronesse
06: Calaijah
07: Stillleben  
08: AnimeLoveForever21
09: Kyeira
10: JelsaShipper  

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Kapitel 1 - Wegweiser


„Wieso? Wieso willst du ihn heiraten? Du weißt genau, dass ich ihn nicht mag! Du weißt genau, wie er mich ab der achten Klasse fertig gemacht hat! Und trotzdem willst du ihn heiraten?“, schrie ich wutentbrannt meine Schwester an. Sie hatte uns gestern Abend ihren zukünftigen Ehemann gezeigt, und ich bin fast von meinem Stuhl gefallen, als er sich vorgestellt hat. Vom Äußeren her kam er mir gestern schon bekannt vor, er hatte sich seit dem Abitur nicht mehr sehr verändert, aber mir wollte partout nicht einfallen, woher ich ihn kannte. Bis ich dann seinen Namen gehört hatte, als er sich uns vorstellte und mir die Hand schüttelte. Ich habe ihm diese sofort entzogen und bin kalkweiß geworden. Dann sah ich schockiert meine Schwester an. Sie war die einzige aus unserer Familie, die wusste, dass ich gemobbt wurde. Und den Übeltäter wollte sie heiraten? Ich habe mich dann entschuldigt und bin hoch in mein Zimmer gegangen. Ja, ich wohnte noch bei meinen Eltern, da ich hier auch studierte. Wieso also nicht? Nun stand ich hier in der Küche mit meiner Schwester, und schrie sie an.
„Wie kann man sich in so einen Arsch verlieben? Er ist total oberflächlich! Das hast DU mir doch immer gesagt! Und jetzt seid ihr verlobt?“
Sie war zwei Jahre älter als ich. Luca, er war der Junge allen Übels, hatte sie an der Uni kennengelernt. Wobei sie ihn ja eigentlich schon von der Schule her kannte. Er war immer genau zwischen uns. Wenn ich in die neunte ging, war er in der zehnten, meine Schwester in der elften. Wie er mich trotzdem terrorisiert hat? Wir beide gingen damals zusammen zur Volleyball-AG und da unsere Schule nicht sehr groß war, kam das Eine zum Anderen. Es passierte so also öfters als mir lieb war, dass wir uns über den Weg liefen. Ob beim Mittagessen, oder an den Toiletten, beim Kiosk, oder vor den Klassenräumen. Möglichkeiten gab es genug!
„Nein! So ist er nicht mehr! Er hat sich geändert! Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich mich in ihn verliebt hätte, wäre er genauso ein Arschloch, wie er es damals war!“, nahm sie Luca in Schutz.
Lisa wollte noch etwas hinzufügen, als der blonde Kerl gerade die Küche betrat.
„Was macht er hier noch? Ich dachte, er hat eine eigene Wohnung, wo er haust!“, wollte ich geschockt von meiner Schwester wissen.
Wobei es mir auch eher darum ging, dass ich ein pinken Schlafanzug mit Teddybären trug, was eigentlich für keine fremden Augen bestimmt war! Und für seine erst recht nicht! Was wäre, wenn er wieder damit anfangen würde? Aber Luca beachtete mich erst gar nicht, sondern ging sofort zu meiner Schwester, küsste sie und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Daraufhin kicherte sie kurz und nickte. Dann verschwand er wieder. Sein Auftritt dauerte keine Minute, doch irgendwie verstörte es mich.
„Hör zu, Marie! Er hat sich verändert! Er ist weder oberflächlich noch arrogant, noch beleidigend! Er ist ein toller Kerl Gib ihm eine Chance!“ Mit diesen Worten rauschte sie ebenfalls aus der Küche und ließ mich dort stehen. Ich sollte ihm eine Chance geben? Nie! Wieso sollte ich? Er hatte sich ja noch nicht einmal bei mir entschuldigt und „guten Morgen“ gesagt hatte er ebenfalls nicht! Ob er überhaupt wusste, dass ich dieses Mädchen von früher war, welches er nie in Ruhe lassen konnte? Doch natürlich wusste er das! Ich habe mich in den letzten Jahren kaum verändert! Ich bin nur ein bisschen größer und… naja… weiblicher geworden. Mein Gesicht hat sich auch kaum verändert! Natürlich wusste er, wer ich war!
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