@EffieDevine

von blaugrau
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
09.05.2015
07.04.2020
92
252.364
74
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12.04.2018 1.523
 
Als ich gerade den Bus verlassen hatte, klingelte mein Handy. Ich sah auf den Bildschirm und musste grinsen. Gerade eben hatte ich noch an ihn gedacht und nun rief er schon an? Zufälle gab es, aber dieser hier war schon ein wenig gruselig. "Hi Stan", meldete ich mich und hörte nur wenige Sekunden später, wie mein Ex-Chef vom Studio in London die Begrüßung erwiderte.

"Was gibt's Neues?", wollte ich wissen und Stan lachte auf. "Schau mal", meinte er, "Ich kenn dich doch. Du hast ja nicht zum Spaß bei uns gearbeitet während eurer Pause." Irgendwie war mir klar, worauf er hinaus wollte. Dennoch stellte ich mich erstmal dumm und wartete ab, was er mir nun erzählen würde.

"Ach ja?", machte ich deshalb und tat so, als wäre ich vollkommen ahnungslos. Stan durchschaute mich und lachte erneut auf. Ich wusste, dass er mich zu gut kannte, als dass ich so etwas abziehen könnte. "Ich hätte da noch einen Arbeitsplatz frei, falls du Interesse hast. Und ich habe dein Lächeln gesehen, als du hier gearbeitet hast. Sag mir also nicht, dass du kein Interesse hast", meinte Stan.

Er hatte recht. Er hatte mehr als nur recht. "Ich muss hier erstmal ein paar Dinge abklären, ja?", sagte ich und seufzte auf. Verdammt, wieso kannte er mich so gut? Klar, wir waren befreundet. Trotzdem. Es ging hier ums Prinzip. Ich wollte nicht so leicht zu durchschauen sein.

"Wie genau darf ich das jetzt verstehen?", wollte Stan wissen. Irgendwie klang er triumphierend. "Du darfst das so verstehen, dass du mir den Job bitte frei halten sollst", erwiderte ich und lächelte. Meine Zukunftspläne schienen aufzugehen. Es sah gerade alles ziemlich gut aus.

Wir sprachen noch ein paar Minuten, dann versprach ich ihm, dass ich ihn später anrufen würde, wenn ich mit den Js gesprochen hatte. Zu denen hatte ich eigentlich gerade gewollt. Wir verabschiedeten uns, dann legte ich auf und ging zur Bühne. One Direction war fast fertig mit dem Soundcheck, 5 Seconds Of Summer und Aurora warteten sitzend auf dem Steg der Bühne.

Ich lief an Liam vorbei und setzte mich zwischen Luke und Michael, welcher neben Caddie saß. Die beiden tuschelten miteinander und sie kicherte ein wenig zu laut. Alles klar. Wenn sie nichts von Michael wollte, wusste ich auch nicht weiter. "Alles klar?", wollte Luke wissen. Ich nickte und löste meinen Blick nicht von Niall, der gerade trällernd über die Bühne tanzte und mich dabei angrinste. Idiot. Aber er war mein Idiot. Mein absoluter Lieblingsidiot.

Als Michael, Ashton, Luke und Calum den Platz der drei Briten und des Iren einnahmen, stand ich auf und lief zu Jake und Jordan hinüber, die seitlich am Rand der Bühne standen und sich leise unterhielten, während sie ein Auge auf das Geschehen hatten. "Hey", meinte ich und die beiden sahen mich fragend an. Sie sagten nichts dazu, dass ich Jordan gerade einfach unterbrochen hatte.

"Wie können wir dir helfen?", wollte Jake wissen. "Wir müssen reden. Ich habe nachgedacht und mich entschieden", teilte ich ihnen mit. Langsam nickte er, musterte mich, so als könnte er die Antwort von meinem Gesicht ablesen. "Dann gehen wir wohl besser an einen ungestörten Ort", meinte Jordan nun und wir drei gingen von der Bühne. Nachdem wir ein paar wenige Minuten durch die Gänge geirrt waren, setzten wir uns in einen Raum.

Ein Tisch stand in der Mitte, darauf waren einige Dokumente verteilt. Ein Laptop stand ebenfalls dort, direkt neben einer Kaffeetasche. Der Kontrollfreak in mir rastete beinahe aus, weil man den Kaffee versehentlich auf die Tastatur schütten könnte. Jake und Jordan setzten sich auf die Seite, zu welcher der Bildschirm des Laptops zeigte. Ich blieb auf der anderen Seite stehen, ehe ich mich zögerlich setzte.

Ein wenig nervös war ich schon, das musste ich zugeben. Ich stand kurz davor meine Karriere als Schlagzeugerin zu beenden. Es war aber das richtige. Ich spürte es und ich wusste es. Es war das beste für alle und vor allem auch für mich. "Was genau passiert, wenn ich die Band verlasse?", sprach ich die Frage aus, die mir auf der Zunge lag.

Die nächsten Minuten sprach ich kein Wort. Jake und Jordan sprachen abwechselnd. Sie informierten mich, zählten Möglichkeiten auf und gingen verschiedene Szenarios durch. Eines musste man ihnen lassen: Sie wussten wirklich, wie man mich vom Ausstieg überzeugte. Eigentlich mussten sie das ja aber gar nicht mehr machen, denn ich war mir jetzt schon vollkommen sicher. Sonst wäre ich ja gar nicht erst zu ihnen gekommen.

Am Ende stand es für mich wirklich fest: Ich würde Aurora verlassen. Auch Zayn, mit dem ich gestern noch telefoniert hatte, hatte mir die Angst genommen. Er hatte One Direction verlassen und hatte dafür nicht nur positive Reaktionen bekommen. Und dennoch hatte er mir gesagt, dass ich meinem Herzen folgen sollte.

Ich diskutierte noch ein wenig über das Finanzielle und mir wurde versprochen, dass man mit Modest! Management und SYCO darüber reden würde, denn weder Jake noch Jordan konnte mir einfach so etwas zusichern. Natürlich verstand ich das, dann nannte ich noch andere Bedingungen. Man würde mir einen neuen Vertrag zukommen lassen, den ich dann unterzeichnen würde. Das könnte noch ein paar Wochen dauern. In dieser Zeit würde ich noch ein offizielles Mitglied von Aurora sein und dann würde ich ganz offiziell ausstiegen. Offiziell. In der Welt von Managements und Verträgen war dieses Wort mehr als nur von wahnsinnig großer Bedeutung.

Als ich den Raum verließ, seufzte ich auf. Kurz atmete ich tief durch, dann kehrte ich zur Bühne zurück. Kurz  bevor ich bei ihr ankam, blieb ich im Gang stehen und rief Stan an. "Das ging aber schnell", meinte er etwas überrascht. Ich lächelte leicht. Er hatte wohl nicht gedacht, dass ich das so bald durchziehen würde.

"Ich habe das jetzt abgeklärt. Die versuchen meine Forderungen durchzusetzen und dann vertraglich zuzusichern. Das mit dem Vertrag kann theoretisch noch ein bisschen dauern, aber sie wollen mich ja zum Unterschreiben bringen, also werden die sich bestimmt beeilen", teilte ich ihm mit. Stan hörte aufmerksam zu.

"Nun", meinte er dann, "Wie stellst du dir das vor? Ich meine, du bist doch mit Niall zusammen und die Tour geht doch noch eine ganze Weile, soweit ich weiß." Ich fragte mich, ob er sich ernsthaft über die Tour einer Boyband informiert hatte. Dennoch hatte er recht.

Bisher hatte ich mich noch nicht so ganz entschieden, wie genau ich das mit Niall machen würde. Auch die anderen würden mir ziemlich fehlen. "Ich muss mal schauen", gab ich zu, "Willst du, dass ich Vollzeit arbeite?", wollte ich dann wissen.

Stan versicherte mir sofort, dass er mich einfach nur bei sich haben wollte und ihm der Rest egal sei. Eine Menge Menschen wollten von mir tätowiert werden. Dennoch versicherte Stan mir, dass ich die Arbeitszeit flexibel verteilen könnte. So wäre es zum Beispiel möglich, dass ich freitags gar nicht arbeitete und montags erst spät, damit ich das Wochenende über zur Tour gehen könnte und Zeit mit  Niall, meiner Familie und meinen Freunden verbringen könnte.

Ich sprach eine ganze Weile mit Stan und es beruhigte mich wirklich sehr, denn er gab mir ein Gefühl der Sicherheit. Meine Zukunft war kein großes Fragezeichen mehr, sondern gut geplant. Und dieser Plan würde aufgehen. Als ich mich von meinem ehemaligen und zukünftigen Chef und guten Freund verabschiedete, kam mir schon Caddie entgegen. Sie zerrte mich am Arm in einen Raum und schloss dann die Türe.

Leise quietschte sie auf: "Michael hat mich nach einem Date gefragt." Ich tat überrascht, doch sie kaufte es mir nicht ab. Verdammt, wieso kannte mich jeder so gut? "Sag mir bitte nicht, dass du das geplant hast?", stöhnte sie auf.

Entschuldigend grinste ich sie an, doch statt mich zu beleidigen, umarmte sie mich und dankte mir gefühlt tausendmal. "Was denkst du, was wir machen?", fragte sie und sah mich prüfend an, so als würde ich jetzt sogar ihr Date planen. Ich zuckte mit den Schultern und sah Caddie ahnungslos an.

"Ich weiß es nicht", antwortete ich ihr, "Was würdest du denn gerne machen?", hakte ich vorsichtig nach. Sie lachte leise auf. "Mir egal. Er ist so süß", schwärmte sie, "Er könnte mit mir auf eine Mülldeponie gehen und es wäre das beste Date überhaupt."

Ich nickte. Das würde ich Luke sicher nicht sagen. So wie ich Michael kannte, würde der tatsächlich die nächste Mülldeponie aufsuchen und dann mit ihr dort picknicken oder so. Wer wusste schon, was bei ihm im Kopf vor sich ging.


WICHTIG:
Da Polyvore ja nicht mehr existiert und somit alle Outfits verschwunden sind, funktionieren die Links ja nicht mehr. Ich wartete momentan noch ab, ob die Sets vielleicht wiederhergestellt werden, nachdem sich viele frühere Polyvore-Nutzer beschwert haben, ansonsten werde ich die Links löschen.  Ich bitte euch also um etwas Geduld, bis wir Polyvore-User etwas von Ssense gehört haben.  Danke x
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