@EffieDevine

von blaugrau
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
09.05.2015
07.04.2020
92
252.364
74
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Dieses Kapitel
14 Reviews
 
10.05.2015 2.968
 
/Polyvore-Set vorhanden/


When we first dropped our bags on apartment floors
Took our broken hearts, put them in a drawer
Everybody here was someone else before


Welcome To New York - Taylor Swift

Juli 2016


Babygeschrei weckte mich mal wieder. Es passierte praktisch jede Nacht und so langsam war ich schon daran gewöhnt, auch wenn ich am liebsten das Kind höchstpersönlich aus der Wohnung geschmissen hätte. Nur leider war das gar nicht meine Wohnung, sondern die Wohnung des Vaters, welcher natürlich das Kind weder aus dem mehrstöckigen Haus verbannen wollte, noch irgendwie aufwachte von dem Geschrei, das garantiert lauter war als jeder Presslufthammer. Ich seufzte. War es nicht jede Nacht dasselbe? Kevin hörte Jamie nicht und ich, tja, ich leider schon. „Mann, Kevin“, seufzte ich und stand schließlich auf. In kurzer Stoffshorts und einem alten Shirt, das an mir so perfekt saß wie ein Kartoffelsack und zufälligerweise sogar noch eine ähnliche Farbe hatte, tappte ich durch die Wohnung. Sie war eigentlich recht groß, vor allem für New York. Ich war ja schon von London unmenschliche Preise gewohnt, aber in New York gingen die Leute da total ab. Übertrieben war das.

„Shh“, machte ich und nahm Jamie auf den Arm. Ich und Kinder. Das war noch nie wirklich gut gegangen. Dass ausgerechnet ich nun ein Kind in meinen Händen hielt, das genau dieselben braunen Augen wie Kevin hatte, war entweder Ironie oder ein Anzeichen für ein unlustiges Schicksal. Ernsthaft, wieso? „Jamie, ist schon gut“, wisperte ich und schaukelte das kleine Mädchen hin und her. Sie schrie lauter. Na super. Wie gesagt, ich war noch nie wirklich gut mit Kindern gewesen und Jamie konnte man ja noch nicht einmal mehr als richtiges Kind bezeichnen. Sie war gerade einmal ein Jahr alt, vor wenigen Tagen hatte sie Geburtstag gehabt. Vielmehr war sie also eine Mischung aus Baby und Meerschweinchen, zumindest roch sie wie eine ganze Meerschweinchenherde. „Jamie“, seufzte ich nun langsam ein wenig genervt, so als könnte mich das kleine Ding verstehen, „Ich möchte gerne schlafen. Würdest du bitte, bitte, bitte, den Mund halten?“ Die Kleine quietschte mich kurz freudig an, dann verformte sie ihr kleines Zwiebelgesicht wieder zu einem plärrenden Opossum. Na geil.

Eines Tages würde ich Kevin töten. Einfach nur, weil er der Vater war. Die Mutter konnte ich ja wirklich sehr schlecht töten. In den Hochsicherheitstrakt des Frauengefängnisses kam man nämlich nicht so leicht und ehrlich gesagt wollte ich dort auch nicht den Rest meines Lebens verbringen. Es stellte sich nämlich heraus, dass Jamies Mutter und Kevins damalige „Freundin“, die eigentlich eher ein Five-Nights-Stand gewesen war, was so viel wie die fünfmalige Wiederholung eines One-Night-Stands mit derselbe Frau bezeichnete, vom FBI gesucht wurde. Blöd nur, dass mein Mitbewohner und Chef sich nicht die FBI-Fahndungslisten ansah, bevor er mit einer Frau ins Bett ging. Kelly, die auf mich eher den Eindruck gemacht hatte, als wäre sie eine Drogensüchtige mit zu viel Koks in der Nase, war tatsächlich an mehreren Banküberfällen beteiligt gewesen. Mich hatte das FBI ja auch schon kritisch angeguckt, aber dann hatten sie doch keine Lust darauf mich mitzunehmen. Die Wohnungstür war dann aber futsch gewesen und das FBI hatte natürlich keine neue bezahlt, wieso sollten sie auch, es sei ja unser Fehler gewesen, dass wir Kelly bei uns versteckt gehabt hatten. Natürlich. Als wenn ich nicht sofort ein paar Millionen von ihrem Bankkonto geborgt hätte, wenn ich auch nur irgendeine Ahnung gehabt hätte, dass sie Banken überfallen hatte. Pff.

Am nächsten Morgen war ich total fertig. Jamie war eine kleine Kröte und sie hatte mich nur etwa vier Stunden schlafen lassen, was ziemlich wenig war, wenn ich am nächsten Tag noch einkaufen gehen sollte und allgemein noch einige Pläne hatte. Kevin hingegen war total munter und sah mich nur halbwegs mitleidig an. „Du solltest echt einen festeren Schlaf haben“, riet er mir und fing sich beinahe eine dafür. Was dachte der denn bitte? Immerhin stand das Babyphone in seinem Schlafzimmer und nicht in meinem. Und ich hatte niemanden geschwängert. „Gehst du einkaufen?“, fragte mich der junge Mann, der etwa siebenundzwanzig war. Ich nickte. „Mach ich das nicht immer?“ Kevin grinste nur und kritzelte noch etwas auf die Einkaufsliste. Nachdem ich frühstückte, machte ich mich zu Fuß auf den Weg zum nächstgelegenen Supermarkt. Mit dem Auto war man in New York City eher langsam unterwegs und meistens fuhr ich mit dem Fahrrad, aber heute nicht. Man hatte mir den Vorderreifen geklaut. So als wäre das irgendwie etwas Wertvolles. In England wäre das vermutlich nicht anders gewesen, nur dass ich dort immer mit einem Auto unterwegs gewesen war und niemals auf einem Rad gesessen hatte.

„Das sind dann bitte vierzig Dollar“, sagte der Kassierer. Ich nickte und zog das Geld aus dem Geldbeutel. Es war nicht meins, sondern Kevins, auch wenn ich genauso gut mal die Einkäufe bezahlen könnte. Nachdem aber Kevin nicht besonders gut kochen konnte und auch eher ein hoffnungsloser Fall gewesen war, hatte ich wohl oder übel einen Kochkurs machen müssen und somit war ich nun die Person, die jeden Mittag und teilweise auch noch abends das Essen zubereitete. Kevin schien mich wohl deshalb nicht bezahlen zu lassen, aber mir sollte das recht sein, denn immerhin sparte ich so noch mehr Geld. In seiner Wohnung wohnte ich auch umsonst und im Studio verdiente ich echt viel Geld. Es schien, als wäre mein Leben perfekt. Zumindest größtenteils.

Als ich wieder die Wohnung betrat, war Kevin schon mit Jamie weg. Er spazierte wohl mit ihr im Park, dachte ich zumindest. Er hatte mir dann aber einen Zettel auf der Kücheninsel hinterlassen, auf welchem stand:

Hey Effie,
Meine Mom hatte einen Unfall. Ich bin mit Jamie losgefahren und bin in etwa drei Tagen wohl wieder da, je nachdem wie es ihr geht. Hoffe, du kommst auch ohne uns aus? ;)
Könntest du bitte nachher ins Studio und den Andrew und Cam sagen, wie sie sich für den wichtigen Kunden morgen vorbereiten? Außerdem sollte noch eine Lieferung an Farbe kommen, die Bücher müssen überprüft werden und jemand muss die Termine noch einteilen…
Hab dich lieb, Kev


Na super. Da blieb die ganze Arbeit wieder an mir hängen. Wirklich schlimm fand ich das aber auch nicht, immerhin würde ich jetzt ein paar Nächte ruhig schlafen können. Ich tippte kurz eine Nachricht an Kevin ein und schicktesie ihm ab, wünschte seiner Mutter gute Besserung. Wer dieser wichtige Kunde war, wusste ich gar nicht, aber er musste wohl ziemlich wichtig sein, wenn ich Andrew und Cam noch einweisen sollte.

Ich seufzte kurz und zog mich dann um, schminkte mich und band meine Haare zu einem Zopf zusammen. Zum Einkaufen ging ich meistens in Sweatpants und einem Sweater, aber ins Studio? Nein. Dort trat ich immer so stylisch auf, wie es mein etwas verkümmerter Style zu ließ. Ich entschied mich für ein schwarzes Kleid, das relativ eng anlag, aber keinen wirklichen Ausschnitt hatte. Darunter zog ich eine Strumpfhose an, die eigentlich eher schwarz war, aber noch immer die Haut durchschimmern ließ und an beiden Knien Pflaster antäuschte. Über dem Kleid trug ich einen Kimono, welcher farblich zu meinem Nagellack passte und meine schwarzen Doc Martens durften natürlich auch nicht fehlend. Schnell trug ich noch Lippenstift auf und kontrollierte, was mein Eyeliner so machte. Okay, das war ganz akzeptabel. Meine Haare hatte ich in den letzten Jahren, die vergangen waren, seit ich aus England verschwunden war, mehrmals gefärbt. Ich wollte einfach eine Veränderung haben, wenn ich in den Spiegel sah. Und die hatte ich jetzt: Statt dunkelblond oder braun waren meine Haare nun eher lila, aber es war nicht so krass auffällig, sondern eher ein schöner beeriger Farbton.

Mit meiner schwarzen Tasche, die gefühlt mein gesamtes Hab und Gut in sich trug, machte ich mich dann auf dem Weg ins Studio, welches etwa drei Blocks weiter war. Es ging zum Laufen gut. Das Studio war riesig und wenn ich riesig sagte, dann meinte ich riesig. Das Studio von Stan in London passte ungefähr zehn Mal hier rein und das war ja auch nicht unbedingt klein gewesen. Das Studio hier hatte insgesamt zwanzig Tätowierer und fünf Tätowiererinnen, eine davon war ich. Zusätzlich kam noch eine Empfangsdame Strich Sekretärin hinzu, mal ganz abgesehen von den Leuten der Putzkolonne. Kurz gesagt: Es war unglaublich riesig. Am Anfang hatte ich mich nicht wirklich zu Recht gefunden, doch jetzt ging es. „Hey Effie“, begrüßte mich Sarah. Sie war noch eine der normalsten hier mit ihren naturblonden Haaren und einem einzigen Septum in der Nase. An ihrem Körper befanden sich einige Tattoos, aber es könnten auch deutlich mehr sein. Allein wenn ich mal meine Arme betrachtete, hatte ich in den letzten Monaten recht viel Farbe abbekommen. „Hey Sarah“, erwiderte ich, „Kannst du mir nachher das Buch bringen, wenn du es nicht mehr brauchst?“ Sie nickte nur etwas erstaunt: „Kev kommt nicht?“ Ich schüttelte den Kopf und sagte ihr nur, dass er verhindert war. Sie musste nicht unbedingt so viel Privates wissen, denn als Sekretärin kam sie recht viel herum. Zwar war sie Kevins linke Hand (die rechte war ja offensichtlich ich), aber ich wusste, dass sie ihm manchmal auf die Nerven ging. Nicht selten hatte sie versucht mit ihm zu flirten.

Ich setzte mich in Kevins Büro und suchte die Nummer des Unternehmens heraus, das uns die Farbe zum Tätowieren liefern würde. Nach einem kurzen Anruf wusste ich, dass wir wohl die Lieferung in einer guten halben Stunde bekommen würden. Auch gut. Ich ging in mein eigenes Büro, wo ich einen Minikühlschrank hatte. Dort lagerte ich unter anderem kühle Getränke, darunter auch eine Dose Cola. Ich nahm sie mir und öffnete sie mit einem Zischen, dann tippte ich auf dem Telefon, welches für interne Zwecke war, die Nummer von Andrew ein. Es wählte, dann ging er heran. „Ja?“ Ich bat ihn und Cam zu mir herüber.

„Hey Effie“, grinste Cam. Sie hatte schwarze Haare und ihre Augen sahen aus, als hätte sie sie mit einem Edding angemalt. Eigentlich hieß sie Camilla, aber sie bevorzugte eine Kurzform, entweder Cam oder Milla. Andrew war fast so alt wie Kevin, aber er verhielt sich viel unsicherer, da er noch nicht so lange als Tätowierer arbeitete. Eigentlich war er bei uns noch eine Art Praktikant, auch wenn er seine Ausbildung schon hinter sich hatte. Kevin setzte ihn für Aufgaben ein, auf die er selbst keine Lust hatte. „Hey“, erwiderte ich und deutete auf die Stühle vor meinem Schreibtisch, der so old school aussah, dass ich ihn fast mit einem Lehrerpult verwechselt hätte am ersten Tag. Sie setzten sich und sahen mich dann fragend an. „Kevin hat mir gesagt, dass ich euch mit dem wichtigen Kunden morgen helfen soll. Habt ihr nähere Informationen dazu? Ich weiß nämlich gar nicht, um was es eigentlich geht“, erklärte ich und Milla nickte direkt. „Wir wissen nicht, wer genau kommt. Es ist wohl jemand Berühmtes, das Management hat angerufen. Wir sollen einen der Räume für ihn oder sie vorbereiten heute und dann morgen noch einmal alles kontrollieren.“ Ich nickte langsam: „Du tätowierst?“ Milla zuckte mit den Schultern: „Kevin meinte, dass ich das machen soll. Aber du sollst dabei sein.“ Schön, dass ich das auch erfuhr.

Zusammen mit den beiden richtete ich den Raum her. Normalerweise sollte der sowieso aufgeräumt sein und total sauber und so weiter, aber für Stars musste man da noch ein wenig drauf legen. Die Putztruppe würde noch heute Nacht nach Ladenschluss kommen und durchputzen, die Instrumente tauschten wir sofort gegen die neusten aus und so weiter. Getränke würden morgen gekühlt direkt aus dem Kühlschrank geholt werden, sobald der Kunde an Sarah vorbei gehen würde. So blieben sie auch schön kalt bei dieser gerade noch so erträglichen Hitze. Juli 2016 schien ziemlich heiß zu sein. Die Klimaerwärmung machte sich bemerkbar.

Nachdem ich die Lieferung bekommen hatte, verteilte ich die Termine auf die verschiedenen Tätowierer, da nicht jeder Kunde einen speziellen Künstler angegeben hatte und jeder aber so sein kleines Spezialgebiet hier hatte. Ich selbst hatte die verschiedensten Kunstwerke an meinem Körper. Ebenfalls waren ein Nasenpiercing und mehrere Ohrlöcher hinzugekommen, an welchen ich nun schwarze Ohrringe trug. Man konnte eindeutig sagen, dass ich mich  verändert hatte. Es war aber auch gut, dass ich nicht mehr genauso aussah wie früher, denn mittlerweile sprach mich niemand mehr auf der Straße an, ob ich denn mit Liza Devine verwandt wäre. Ich hatte immer befürchtet, dass mich irgendjemand auf Twitter verraten würde und ich dann unerwarteten Besuch bekommen würde. Von wem genau ich das erwartete, wusste ich ehrlich gesagt eigentlich gar nicht. Meine Mom wollte mich nicht in ihrem Leben haben, selbiges sprach für meinen Bruder. Dad war tot und Niall war für mich gestorben, nachdem er mich vor über zwei Jahren nicht den Fans bevorzugt hatte. Mit Preston und Paul hatte ich gar keinen Kontakt mehr, viel zu groß war die Angst, dass sie irgendwie jemandem stecken könnten, wo ich war. Außerdem wäre die Sehnsucht nach ihnen, vor allem nach Preston, zu groß geworden und ich wäre vermutlich wieder nach England zurückgekehrt. Mit Amy hatte ich kaum Kontakt, wir sprachen ab und zu mal über Skype, aber ich verriet ihr niemals, wo ich steckte.

In den letzten knapp zweieinhalb Jahren hatte sich einiges in meinem Leben getan und auch in der restlichen Welt. Mal abgesehen von meiner äußerlichen Veränderung, war ich definitiv innerlich auch nicht mehr dieselbe. An das Leben als Ersatzmutter hatte ich mich beinahe gewöhnt, auch wenn ich mich viel mehr wie ein Au Pair fühlte. Ich hatte dank den Medien mitbekommen, dass One Direction erfolgreicher denn je war. Zayn war ausgestiegen, was mich wirklich überrascht hatte, aber er war noch immer mit Perrie zusammen und die beiden wollten laut den ganzen Starmagazinen bei Channel Four alle zwei Wochen heiraten. Gerüchte über Gerüchte. Perrie war noch immer mit Little Mix recht erfolgreich und Zayn war als Solokünstler ebenfalls weltweitbekannt. Die beiden waren praktisch die neue Version von Beyoncé und Jay-Z. Liam, der noch immer mit der wunderschönen Sophia zusammen war, welche ich ja kurz kennengelernt hatte damals bei der Tour, Niall, der immer wieder mit neuen Frauen abgelichtet wurde, Louis, der sich nun wohl von Eleanor getrennt hatte, und Harry, welchem man immer wieder neue Affären und Beziehungen anhängen wollte, aber nie beweisen konnte, waren nun also ein Quartett. Ich mied ihre Lieder so gut es ging und allgemein blockte ich praktisch One Direction soweit weg wie nur möglich. Nichts gegen Liam, Louis und Harry, nein, die drei waren ja voll in Ordnung und ich hatte mich damals gut mit ihnen verstanden, aber Niall…Nein. Niemals wieder wollte ich sein Gesicht sehen.

„Hey Effie“, rief mir Adam zu. Er war einer der Tätowierer und offenbar verstand er nicht viel von anklopfen, denn mal wieder stand er einfach so in meinem kleinen Büro. Ich blickte ihn fragend an: „Hey Adam?“ Er kam meistens nur dann, wenn er etwas wollte. Und das nicht im Sinne von Hilfe oder sowas, sondern vielmehr mich. Er flirtete wie ein Weltmeister und sah dazu auch noch recht gut aus, aber ich fuhr so gar nicht auf ihn ab. Er hatte dunkle Haare und einen scheinbar riesigen Bart, was einige Frauen wohl zum Umfallen gebracht hätte, aber ich stand ja eher auf…Nun ja…Auf Niall. Nach all den Jahren hatte sich diese eine Sache nicht geändert. „Sexy Bild, das du da auf Twitter gepostet hast“, grinste er und zwinkerte mir charmant zu. „Danke, Adam?“, seufzte ich, „Ich hab meine Meinung immer noch nicht geändert, weißt du?“ Er grinste nur. „Dann sehen wir uns eben morgen wieder.“

Mein alter Twitteraccount @LizaDevineDrums war schon seit meinem letzten Tweet vor der „Flucht“ nach New York nicht mehr benutzt worden. Ich hatte es einfach nicht für sinnvoll befunden. Stattdessen hatte ich mir einen neuen Account gemacht, welcher @EffieDevine hieß. Effie kam von Elizabeth, genauer gesagt von einer Serie namens „Skins“. Dort wurde eine Frau, die meinen Namen trug, nur „Effy“ genannt und Kevin hatte das irgendwie total cool gefunden. Seitdem nannte mich jeder nur noch so. In der Serie schrieb man Effie zwar mit einem Y am Ende, aber wir hatten das dann etwas abgeändert, weil Kevin das sonst zu „mainstream“ fand. Tief drinnen in seinem Herzen war er eben doch ein kleiner Hipster. Liza hatte ich schon lange nicht mehr gehört und eigentlich konnte ich darauf auch verzichten, aber Amy nannte mich noch immer so beim Skypen. Sie vermutete, dass ich eigentlich noch immer in London war, aber da lag sie ziemlich daneben. Sie tanzte noch immer für X-Factor, zudem war sie in einigen Musikvideos zu sehen gewesen. Es schien, als hätte jeder Karriere gemacht. Amy als Tänzerin, Zayn als Solokünstler, Louis als so ziemlich viele Dinge, denn er besaß einen Fußballclub, war Teil einer Jury für eine Castingshow und hatte nun auch irgendwie ein eigenes Label bei Syco gegründet, und ich eben als Tätowiererin. Klar, an Zayn und Louis kam ich niemals ran, aber als Tätowiererin hatte ich mir schon einen Namen gemacht. Irgendwie war es verwunderlich, dass mich noch niemand im Internet als Liza bloßgestellt hatte, beziehungsweise meinen Aufenthaltsort verraten hatte. Josh wusste von meinem neuen Account, er hatte mir auch anfangs gefolgt, aber ich hatte ihn dann geblockt. Amy berichtete mir von ihm und so wusste ich, dass er bald heiraten würde.







Da bin ich wieder c:
Soo, wer hat nach dem ersten Satz erstmal gedacht, dass Liza ein Kind hat? :D

Zu den Titeln von den Kapiteln: Das werden immer Lieder sein, die entweder von der Stimmung reinpassen, vom Titel oder vom Text her. Interpretiert also nicht unbedingt zu viel da rein c:

Erste Eindrücke von Liza und ihrem neuen Leben? Ich würde mich natürlich sehr über Reviews freuen!

Vielen Dank für 17 Reviews, 7 Empfehlungen, 255 Aufrufe und 60 Favoriteneinträge, alleine nach dem kürzesten und schlechtesten Prolog aller Zeiten :D ♥     

Lisa x

PS: Sehe ich jemanden von euch in Berlin am Samstag? c:


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