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The Tears In Your Eyes [4x23]

von revenge88
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Familie / P12 / Gen
Charlotte Grayson David Clarke Emily Thorne / Amanda Clarke Victoria Grayson
09.05.2015
09.05.2015
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-The Tears In Your Eyes-

Mir brannte mein Hals und ich spürte wie mir das Atmen immer schwerer fiel. Damals als ich hierher zurück kam, hätte ich niemals gedacht, dass die Geschichte so enden würde.

Und da standen wir nun, Viktoria und ich. Eine Waffe in ihrer Hand und eine in meiner Hand. Bis jetzt hat es keiner von uns beiden geschafft abzudrücken. Ich wusste meine Gründe, aber ich würde alles tun um ihre zu erfahren. Ich bemerkte, dass sie etwas zitterte, aber ihr Blick blieb kalt und starr auf mich gerichtet.

„Amanda, ich wusste immer schon, dass etwas nicht mit dir stimmte. Nach allem was du meiner Familie angetan hast, meinen Sohn, meiner zukünftigen Schwiegertochter, deiner eigenen Halbschwester… die Liste ist lang. Weiß dein Vater, was du alles getan hast?“

Wie immer provozierte mich meine Rivalin, aber ich ging nicht darauf ein. Sie will nur Schwäche in mir entdecken. Sie spielte die Karte aus, die sie immer schon anbringen wollte, aber der Moment schien ihr nie passend, bis heute. Ich räusperte mich kurz und legte nun meine zweite Hand auf die Schusswaffe.

„Wer hat hier wem etwas angetan? Du magst vielleicht Recht haben, dass ich vieles für die Rache getan habe, aber über Leichen gehen, das ist nicht mein Stil, sondern deine Handschrift. Du kannst sagen, was du willst aber ich werde immer einen Grund mehr haben als du warum ich diese Dinge getan haben.“ Ich schluckte nun kurz und sprach mit einer kräftigen Stimme weiter.

„Du hast mir Aiden genommen und jetzt auch noch Jack. Also warum sollte ich meine Grundsätze nicht einmal überdenken und dir doch eine Kugel verpassen?“

Sie wirkte kurz orientierungslos, stand dann aber sofort wieder mit beiden Beinen auf dem Boden. Die Unsicherheit in ihren Augen war etwas, was ich nur selten gesehen habe.

Ich war nun bereit die Waffe zu betätigen, ich war bereit endlich Rache zu nehmen. Als ich plötzlich Schritte hörte. Ich wusste, wenn ich mich nun umdrehen würde, wäre ich tot. Also versuchte ich ruhig zu bleiben und die Sachen schnell hinter mich zu bringen.

„David, was ist passiert?“, schrie plötzlich meine Rivalin, während sie die Waffe fallen ließ. Anstatt die Waffe zu betätigen, drehte mich darauf um. Was ich sah ließ mich selbst erschrecken. Mein Vater hatte eine riesen Wunde auf der Stirn. Ich rannte zu ihm, wobei ich selbst die Waffe fallen ließ.

„Dad, wer hat dir das angetan?“ Bevor mir mein Vater noch eine Antwort geben konnte, reagierte er schnell und stellte sich vor mich, ein lautes Geräusch hallte durch das Gebäude.

Es war ein Schuss, der von Viktoria gefeuert wurde, aber der nicht mich traf, sondern meinen Vater. Er fiel zurück und ich fing ihn auf. Ich hatte ihn erst wieder gefunden und nun würde ich ihn wieder verlieren, dies konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich wollte gerade mein Handy zücken und den Notruf anrufen, als ich merkte, dass Viktoria starr in meine Richtung sah.

„Was habe ich getan?“, flüsterte sie. Für einen kurzen Moment dachte ich, sie würde weinen. Dies erwies sich aber als Irrtum. Sie schüttelte den Kopf und zeigte dann wütend auf mich. „Nein, das warst du, du lasst andere Menschen immer das ertragen, was eigentlich dein Schicksal wäre. So war es bei Daniel und genauso ist jetzt auch bei David. Du bringst alle in deiner Umgebung zum Fall und ich werde dies nicht weiter zulassen.“ Sie zielte die Waffe erneut auf mich.

Ich schloss meine Augen, denn nun wusste ich, dass mein Ende da war. Das einzig Gute war, dass ich nun wirklich für immer mit meinen Vater zusammen sein würde. Schnell nahm ich seine Hand und wartete auf meinen Todesschuss.

„Nein, Mom, tue es nicht!“, hörte ich eine Stimme rufen. Aber genau in diesem Moment löste sich ein Schluss, der mich traf. Ich fiel mit großen Schmerzen neben meinen Vater und lies die Tränen in den Augen zu.

„Emily!“, nun beugte sich Charlotte über mich. Sie betrachtete auch unseren Vater mit Verzweiflung in ihren Augen. „Wie konntest du nur? Das sind mein Vater und meine Schwester.“

„Ach höre auf! Sie ist nur deine Halbschwester. Hast du schon vergessen, was sie dir alles angetan hat?“ Charlotte überlegte kurz und nahm dann schließlich ihr Handy aus ihrer Handtasche. Sie wählte eine Nummer und legte dann das Telefon an ihr Ohr.

„Ja, hallo, wir brauchen dringend einen Krankenwagen…“ Kaum waren diese Worte gesagt, richtete Viktoria die Waffe auf ihre eigne Tochter. Sie stockte und brach ihren Satz ab. „Wenn du jetzt Hilfe holst, kannst du dir sicher sein, dass du sie dann auch gleich benötigen wirst.“, sagte ihre Mutter scharf.

Meine Schmerzen wurden immer schlimmer, aber es war mir egal, ich musste Charlotte beschützen. Ich mustere den Boden und suchte meine Waffe. Sie lag nur wenige Meter von mir entfernt. Ich musste nur schnell sein.

„Wir sind in dem alten Lagerhaus der Bayons, bitte beeilen sie sich.“ Dann legte sie auf. Viktorias Wut stand ihr ins Gesicht geschrieben. Aber sie hatte den Abzug noch nicht betätigt.

„Mom, du wirst mich nicht töten. Ich bin deine Tochter, so herzlos bist nicht mal du.“, sagte meine Schwester mit einer etwas unsicheren Stimme. Es klang fast so, als würde sie sich das selbst vorlügen wollen. Ich wollte aber kein Risiko eingehen. Mit meiner letzten Kraft holte ich mir die Waffe und Schuss auf Viktoria, die aus Schreck ebenfalls eine Kugel abfeuerte.

Diese ging gerade noch neben Charlotte vorbei. Was man von meiner Kugel nicht behaupten konnte, diese landete nämlich genau in der Brust von Viktoria. Meine Schwester schrie und hielt sich die Hand vor dem Mund. Obwohl ich nun meiner Rivalin nicht in die Augen sehen konnte, nahm ich an, dass der Schuss meine Erwartungen erfüllt hatte.

„Charlotte!“, sagte ich mit schwacher Stimme. Ich streckte meine Hand nach ihrer aus. „Hör mir jetzt gut zu.“ Ich sah zu ihr hoch, während ihr die Tränen in den Augen standen.

„Du wirst jetzt unseren Vater hier rausbringen und warten bis der Krankenwagen da ist. Er könnte es noch überleben.“ Charlotte schüttelte bestürzt den Kopf.

„Und was ist mit dir und Mom?“ Ich wusste, dass sie mich das fragen würde. Aber ich kannte keine Antwort, die sie zufrieden gestellt hätte. Also sah ich sie nochmals eindringlich an und betonte: „Hilf unseren Vater, er kann dies noch heil überstehen.“

„Emily!“, rief sie noch ein letztes Mal, aber ich war nun schon ganz benommen. Mir war kalt und mein Blick fiel auf meine Schusswunde, die auf meinen Bauch war.

Ich hatte es geschafft.
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