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☆Lullaby - Teil 2☆

Kurzbeschreibung
GeschichteSci-Fi, Übernatürlich / P16 / MaleSlash
Dr. Helen Magnus Nikola Tesla
09.05.2015
01.07.2017
18
54.648
4
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08.06.2015 2.768
 
"Das war verdammt riskant, Nikola! ... Du hast nicht nur dein eigenes Leben leichtsinnig aufs Spiel gesetzt, sondern auch das von Dakara und Ari! ... Was, wenn Dakara nicht stark genug gewesen wäre, um ihre Aktion durchzuziehen? Du hast selbst gesagt, dass sie vorher nicht wusste, ob es klappt! Sie ist gerade erst wiedererweckt worden. Gott weiß, wie die Kleine das geschafft hat und wie soetwas, nach allem, was wir diesbezüglich mitangesehen haben, möglich ist?! Denkst du nicht, dass wir den Lichtbringer erst einmal mit Samthandschuhen anfassen und sie mit ihren Fähigkeiten nicht gleich überfordern sollten? Erfolgreicher Übergang hin oder her! Fakt ist: Wir haben keine Ahnung, wie es ihr oder Ari wirklich damit geht. Des Weiteren ist unser Wissensstand bzgl. des Lichtwesens und deren komplexe Wirtsbeziehung, sowie die korrekte Physiologie und Verbindung der Zwei, ebenfalls begrenzt und quasi gleich null! ... Was, wenn Irisa ihr weh getan oder dein Trick mit dem Stein nicht funktioniert hätte? Was, wenn die Dosierung deiner Spritzen zu früh nachgelassen oder trotzdem bei dem Fulgur versagt hätte? Nur weil das Beruhigungsmittel momentan bei allen dreien wirkt und Irisa auf das starke, muskellähmende Mittel angesprungen ist, heißt das nicht, dass es beim nächsten mal wieder hin haut und es sie nicht doch irgendwann resistent macht! Ausserdem war das ein zweischneidiges Schwert, es hätte Dakara ebenso schaden können! Ganz zu schweigen von dem ewigen, armen, leidtragenden Kind! Sie sind Abnorme und mächtige noch dazu! Herkömmliche Regeln gelten da nicht! Vergiss das bitte nie! ... Die Fulgur Principes hat Lunte gerochen. Was ist, wenn sie irgendwie raus kriegt, dass unsere Gedanken lesende Freundin ihr im Gehirn rumgepfuscht und so ihren aktuellen Aufenthaltsort herausgefunden hat. Was ist, wenn sie nun abhaut? Und was wäre gewesen, wenn Dakara Irisa nicht rechtzeitig gestoppt hätte? Ari in diesem Zustand bewusst soetwas auszusetzen...", hielt die sich in Rage befindende Frau, welche in ihrem Besprechungszimmer stand und dem im 18. Jahrhundert geborenen Mann lautstark die Meinung geigte, aufgestachelt ihre Schimpftirade ab.

Ihr Gegenüber blieb, seit er von dem Alphawolf in seinem Labor überrascht und in ihr Büro zitiert wurde, still in seinem ihm zugewiesenen Stuhl sitzen.
Sein Gesicht zeigte keine einzige Regung.
Er setzte sein Pokerface auf und mimte den perfekten Zuhörer.
Doch er war insgeheim mit seinen Gedanken woanders.
"Das ist unverantwortlich! ... Verdammt! Ich weiß, dass es das Werk dieser miesen Kreatur war, dass sie gefoltert wurde, aber dass du einfach zugesehen und es stumm toleriert hast, nur um...",
Plötzlich erhob sich der größtenteils kalte, sich von Blut ernährende, desinteressiert wirkende Kerl.
In der Sekunde eines Augenaufschlags, stand er vor ihr.
Seine Mimik verriet, dass er ihre Worte (oder zumindest einen Satz davon) sehr wohl zur Kenntniss genommen hatte.
Zwei Hände packten die Schultern der Sanctuary-Leitung.
Azurblaue Augen funkelten erregt.
Seine Stimme war rau, gereizt und klang ungewohnt verletzt.
Anscheinend hatte sie einen wunden Punkt getroffen.
"Unverantwortlich? Es toleriert? Hah! ... Ich sag dir jetzt mal was,  Helen: Ja, es war ein verfluchtes Risiko,  das sehr wohl hätte schief gehen können. Glaub mir, das ganze ist mir keineswegs so einfach gefallen, wie du das hier darstellst! Ich habe mit dem Gedanken gespielt, dich aufzuwecken, einzuweihen und zu informieren, aber ich wollte keine Zeit mehr verlieren oder dich in Gefahr bringen. Mit jeder Minute, die verstreicht, wird Ari schwächer und kränker. Ich hatte es so satt, nur daneben zu sitzen und das ganze hilflos mitanzusehen. Uns gehen langsam die Möglichkeiten aus!  Ich wollte die Initiative ergreifen und mein Kind retten! Das schien mir eben der beste Weg zu sein. Du kannst davon halten, was du willst und ich weiß sehr wohl,  dass mich die Kleine jetzt dafür hasst, aber es ist, wie es ist. Dakara und ich haben, was wir wollten und sogar noch mehr!"

Der Vampir seufzte schwerfällig, senkte eine seiner Hände, drückte sanft ihre Schulter und fügte erklärend hinzu:
"Dieses feige, manipulative Miststück ist einzig und allein hinter  dir her! Ich habe keine Ahnung warum, aber sie möchte mich nicht umbringen. Ursprünglich schon, aber anscheinend hat sie ihre Meinung nun geändert. Näheres dazu gleich! ... Sie erwähnte irgendwas von Barmherzigkeit und hat beim letzten Mal nur Blitze verwendet, die ich, wie du ja weißt, abwenden konnte. Auch das mit dem Energiestoß, hat mich irgendwie stutzig gemacht. Ich lehne mich da vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster, aber möglicherweise wollte sie mich damit nur einschüchtern. Sie hat immerhin großmäulig das Wort Vorgeschmack rumgeplärrt, bevor der Kontakt abgerissen ist. Klar, sie hätte mich fast damit getötet, aber ich glaube, das war nicht beabsichtigt. Dakara hat überraschend übernommen. Unsere Kinderflüsterin hätte das ganze jedoch jederzeit beenden können, ich vermute, dass sie das auch gemacht hätte, wenn sie nicht abgelöst worden wäre. Oder -und das ist meine zweite Theorie-, Irisa scheint uns beide zu  kennen. De Fakto wusste sie, dass ich ein Vampir bin und über regenerative Fähigkeiten verfüge. Möglicherweise hat sie nicht gewusst, dass ihr zerstörerischer, kinetischer Stoß diese außer Kraft setzen und ich deswegen fast ins Gras gebissen hätte. Quasi, dass es einen wie mich tötet! Irisa hat durchsickern lassen, dass es mehr ihre Freundin ist, die uns alle scheinbar tot sehen möchte und dass sie mich mag. Ich vermute, dass diese die Fäden zieht! ... Auf alle Fälle, hegt sie einen ziemlichen Groll gegen dich, Darling! Und ich, scheine ihr auch irgendwann mal ordentlich auf den Schlips getreten zu sein. Sie wollte, dass ich für meine Taten bezahle, weshalb sie dich und Ari als Zielscheibe auserkoren hat. Ich soll leiden, über meine Taten nachdenken und zur Besinnung kommen... Wenn du mich fragst, spinnen die beiden total!"
Magnus musterte ihn mit hochgezogener Augenbraue.

"Da bin ich ausnahmsweise mal deiner Meinung! ... Okay, das wusste ich nicht. Warum hast du auf einmal einen Sympathiebonus bei dieser Gestörten? Himmel Herrgott! Ich würde mich doch an so eine exotische Abnorme mit solch einem extravaganten Namen erinnern, oder nicht? Aber das tue ich weiterhin nicht! ... Warum zum Teufel weiß Irisa so viel über uns und woher kennt sie uns nur? Was haben wir ihr getan, dass sie uns so hasst? Nikola, ... ich weiß, dass du mich nur beschützen und Ari helfen wolltest, aber tu mir beim nächsten Mal den Gefallen und gib mir wenigstens vorher Bescheid. Du weißt, dass wir da beide drinstecken.  Zusammen. Lass bitte nicht zu, dass sie die Kleine  nochmal so als Druckmittel benutzt! Ab sofort, wirst du mich über jede Kleinigkeit auf dem Laufenden halten. Keine Geheimniskrämerei mit Dakara und keine waghalsigen, lebensgefährlichen Manöver mehr!  Außer, du hast mein okay und es ist unvermeidlich. Einverstanden?", begann sie, starrte ihn eindringlich an und zwinkerte ihm mit einem milden Lächeln zu.

Der Klavierspieler nickte und erwiderte das Lächeln.
Dann umarmte er die Britin fest.
"Wie geht's ihr? Ist sie immernoch...", traute er sich anschließend mit schlechtem Gewissen und großer Sorge zu fragen.
"Sauer?" beendete die Gelehrte den Satz und suchte sogleich seinen niedergeschlagenen Blick.
Ihre linke Hand lag auf seiner Schulter, während die rechte zu seiner Wange wanderte.
Ihre Gesichter waren nur zentimeterweit voneinander entfernt.
Beide spürten zeitgleich die willkommene Wärme, die der Körper des Partners und die damit zusammenhängenden, mehr als angenehmen Berührungen mit sich brachte.
Schließlich trat die Teratologin vor, stellte sich auf die Zehenspitzen und versiegelte die Lippen ihres einstigen Kommilitonen mit einem langsamen, romantischen Kuss.
Sie spürte, dass er das jetzt brauchte, ebenso sehr wie sie.
"Ein wenig. Ich würde mich deswegen trotzdem nicht verrückt machen. Ari liebt dich. Sie wird vielleicht noch ein Weilchen eingeschnappt und verletzt sein, aber das gibt sich schon mit der Zeit. Sie ist vier und macht gerade eine Menge durch. Das, was da gerade alles passiert, versteht sie nicht. Wie du bereits gesagt hast, die ganze Situation ist nicht einfach für uns alle. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie belastend das sein muss, jedes mal zwei Stimmen in seinem Kopf zu hören, die nicht die eigenen sind. Irisa verunsichert sie und will sie so auf ihre Seite ziehen, damit sie aufhört, sich zu wehren und eine bessere Kontrolle bekommt. Das mit der Folter war ein kluger Schachzug von diesem Biest. Sie hat das bewusst gemacht. Wir sollten auf der Hut sein und aufpassen, dass Aris Vertrauen in uns nicht noch mehr erschüttert wird. Sie braucht uns jetzt mehr denn je." teilte ihm die Lady mit, als sie sich wieder voneinander lösten.

Ein schweres Seufzen verließ Helens Kehle.
Sie biss sich kurz auf die Lippen und senkte flüchtig ihren Blick.
Ein merkwürdiger Ausdruck legte sich jetzt auf ihr wunderschönes Gesicht.
Ihre Augen glänzten betrübt.
Sie nästelte nervös an einem gelösten Nahtfaden ihres Arztkittels herum.
"Darling?"
Stutzig beobachte das Physikgenie die zeitlose Schönheit.
Ihm entging nicht, dass sie etwas sehr beschäftigte und über die allgemein ziemlich beunruhigende Situation hinaus ging.
Nikola kannte ihre Körpersprache.
Er hatte sie über die Jahrhunderte hinweg studiert und perfekt analysiert.
Dementsprechend wusste er, was ihr jetziges Verhalten zu bedeuten hatte.
Der Sanguine Vampir konnte sie lesen, wie ein offenes Buch.
Vorsichtig nahm er ihre Hand und drückte sie.
"Was ist los?"
Die Angesprochene holte tief Luft.
Danach beäugte sie den Serben unsicher und verschränkte ihre Hand mit der seinen.
Es kostete sie viel Überwindung, um ihm das folgende anzuvertrauen:
"Aris Tumor wächst ungewöhnlich schnell. Er breitet sich immer weiter aus. Mittlerweile ist auch der Liquorraum betroffen. Ihr intrakranieller Druck ist inzwischen alarmierend hoch. Das Ganze wirkt sich auf ihr Sehvermögen und den Kreislauf aus. Um ehrlich zu sein, habe ich soetwas noch nie erlebt. Ich kann mir das nicht erklären. Ich dachte, wir hätten mehr Zeit! Normalerweise würde ich umgehend mit der operativen Therapie beginnen. Aber da Irisa die Ursache des Krebsgeschwürs und ein erheblicher Risikofaktor ist, kann ich das nicht. Auf eine Bestrahlung würde ich gerne, aufgrund der aktuellen Lage, ebenfalls verzichten. Das ist für ein sich im Wachstum befindendes, noch so kleines Kind, viel zu gefährlich. Das einzige, was ich tun kann, ist mit der Chemotherapie anzufangen. Ich habe ihr Krebszellen abtötende und die Zellteilung hemmende Medikamente, wie Vincristin, CCNU und Cisplatin verabreicht. Ausserdem bekommt sie Dexamethason, um die Hirndrucksymptome zu lindern. Das sollte eine Weile helfen. Aber um es klar auszudrücken, müsste ich sie operieren, um ihr Leben zu retten."

Der Erfinder schluckte schwer.
Dass es bereits jetzt schon so schlimm um sie stand, riss ihm den Boden unter den Füßen weg.
"In dem Buch stand, dass man eine Fulgur-Kind-Verbindung lösen kann. Ich weiß zwar nicht wie, weil der Teil gefehlt hat, aber es ist möglich! Es wurde geraten, den Übeltäter aufzusuchen und genau das werde ich tun. Ich denke, wenn Irisa Ari freigibt, geht auch der Tumor zurück. Ich bin bereit, sie zu töten, wenn es sein muss! Ganz offen gesagt, würde ich trotz allem nichts lieber tun. Jeder, der dir schaden will und sich an einem wehrlosen Kleinkind vergreift, hat in meinen Augen nichts anderes verdient. Ihr, du und Ari, seid meine Familie und ich werde nicht zögern, euch zu beschützen!" entgegnete er fest entschlossen und heldenhaft.
Ein sekundenkurzes Lächeln, huschte der konservativen Einrichtungs-Chefin gerührt übers Gesicht.
Sie spürte, wie sich seine Arme um sie legten.
Jetzt war es der Nobelpreisträger, der die Initiative ergriff, die Netzwerksleiterin besitzergreifend zu sich zog und sie leidenschaftlich küsste.
Beide hielten sich aneinander fest und legten alles in diesen einen, feurigen, so dringend benötigten Kuss.
Sein wohlriechendes, männliches Parfum, die schwache Zimtnote, der stattliche, vampirisch-muskulöse Körperbau, der faszinierend-helle Teint, seine überaus weiche Haut, sowie die soeben verkündete Liebeserklärung und die Palette an Gefühlen, der sie seit einer gefühlten Ewigkeit stand halten musste, brachte sie schier um den Verstand.
Ihr Herz klopfte jetzt so laut, dass es in ihren Ohren dröhnte.
Sein viel zu schneller Atem, streifte sie, als er ihr sündig mit der Zunge über die Lippen fuhr.
Bald schon, gewährte ihm die unsterbliche Evastochter den geforderten Einlass.
Sie ließ sich fallen und vergaß für einen kurzen Moment alles um sich herum.
Warum nur, war jeder Kuss dieses Mannes solch ein Vergnügen?
Warum schmeckte er so süß?
Und warum hatte es den Anschein,  als ob die Zeit stehen bleiben würde, wenn er das mit ihr tat?

Helen krallte sich berauscht in seine pechschwarze Haarpracht.
Sie konnte nicht widerstehen, mit der Zungenspitze seine Fangzähne entlang zu wandern, ehe sie sich wieder miteinander vereinten und  wild jagten.
Hitze erfasste die beiden.
Ein angenehmes Kribbeln breitete sich schlagartig aus.
Ihre Beine wurden weich, als seine Hand zärtlich über ihre Seite strich.
Der Herr mit den Saphiraugen fuhr ihre perfekte, weibliche Rundung nach und widmete sich dann hingebungsvoll ihrem Hals.
Er wusste, dass sie es liebte, wenn er mit seiner Zunge (und den zwei spitzen Zähnen) sanft aber bestimmt, darüber fuhr und spielerisch an einem ganz bestimmten Punkt saugte.
Innerhalb von Sekunden, hatte er sie gepackt, auf den Schreibtisch gesetzt, ihr den Kittel und den Blazer ausgezogen und ihr Schlüsselbein mit Küssen benetzt.
Ein lustvolles Stöhnen drang wie Musik an sein Gehör.
Er sah zufrieden dabei zu, wie die Xenobiologin ihren Kopf zurück warf, ihre Augen schloss und wie eine Katze, unter seinen immer schamloser werdenden Berührungen, zu schnurren anfing.
"N... Nikola, ... wir... haben... keine... Zeit... dafür! ... Außerdem... ist... die... Tür... nicht... verschlossen...", keuchte sie mit dem letzten Rest an klar denkendem Verstand.
Tesla, welcher sich mittlerweile seines Hemdes entledigt hatte, grinste breit, bevor er für den Bruchteil einer Sekunde inne hielt und sich in Bewegung setzte.
Das Geräusch eines umgedrehten Schlüssels ertönte.
"Jetzt schon!" flüsterte ihr der Wissenschaftler verheißungsvoll ins Ohr.
"Ich weiß, dass sich Irisa und ihre Freundin in Rom befinden. Sie haben sich dort irgendwo, in einer Art unterirdischen Anlage verschanzt. Dakara hat einen großen, ovalen Platz, vier aus Marmor gefertigte Löwen samt dazugehörigen, kleinen Springbrunnen und eine ägyptische Obeliskstatur gesehen. Klingt für mich wie die berühmte "Piazza del Popolo". Da wir beide schon mehrmals dort waren, Rom wie unsere Westentasche kennen und du dich sicherlich an ihre multiplen Kräfte erinnerst, hat sie mir angeboten, uns dort alle hin zu teleportieren. So ähnlich, wie sie dich damals aus dem Gebäude der SCAS&H Corporation zu mir, nach Smiljan gebracht hat. Ich habe mir bereits einen Plan überlegt und Vorkehrungen getroffen. Will, Henry, den Großen und Kate, habe ich schon eingeweiht. Unsere Sachen sind bereits gepackt. Du kennst doch noch diesen Abnormen, Mister Val... dingsbums, der mehrere Gästehäuser ganz in der Nähe besitzt?"
Magnus nickte.
"Mister Victor Valeria." fügte sie verbessernd hinzu.
"Ja, genau. Wie ich zufällig weiß, ist er ein guter Freund von dir. Dein Protegé hat ihn bereits kontaktiert. Er stellt uns zwei seiner Domizile zur Verfügung. Das einzige, was wir lediglich noch tun müssen, wenn wir dort sind, ist den Eingang zu dieser versteckten Festung zu finden. Mit vereinten Kräften, sollte das nicht weiter schwer sein."
Der Adamssohn machte eine kurze Pause, starrte ihr lange in die laubgrünen Sehorgane und näherte sich dann erneut ihrem anziehenden Leib, bevor er weitersprach:
"Das Teleportieren ist schonend für Ari. Dakara hat mir ausdrücklich versichert, dass sie nichts spürt. Ausserdem geht es schnell. Wir werden alles wichtige, wie ihre Medikamente, medizinische, kleinere Apparate etc. mitnehmen. Freelander sollte bereits alles notwendige zusammengepackt haben. Du kannst ihr gleich helfen gehen. Wir brechen in einer halben Stunde auf."
Er hatte inzwischen seine alte Position eingenommen, hielt sie fest, streichelte ihr über die Wange und lehnte sich dann ungehemmt gegen ihr überhitztes Fleisch.
Der Oxford-Absolvent merkte, wie sein Blut aufgeregt in Wallung geriet.
Eine Flut an Emotionen bzgl. der bevorstehenden Mission und die beständige Angst um seine Tochter drohten, ihn zu überwältigen.
Doch sein Verlangen nach der Frau, die er so über alle Maßen liebte und der er jetzt ganz nah sein wollte, überwog schließlich.
Seine Iris färbte sich nun in das vampirtypische nachtschwarz um.
Die Biologin bekam eine Gänsehaut, als er ihr abschließend und mit erotischer Stimme, etwas ins Ohr säuselte:
"Fünf Minuten, okay? Ich würde nur gerne kurz entspannen und für einen Moment meinen Kopf  ausschalten. Wenn du nicht willst..."
Abrupt schlang seine Herzdame ihre Beine um seine Hüften, verschloss ihre Lippen stürmisch mit den seinen und zog ihn zu sich, auf das Möbelstück.
"Fünf Minuten!" war alles, was die hübsche Kryptozoologin grinsend von sich gab, ehe sie voller Leidenschaft übereinander her fielen.

Es würde also bald losgehen.
Trotz der vielen Sorgen, Ängste und Bedenken, die ihre neue, lebensrettende Mission mit sich brachte, war da nun etwas, was vorher unerreichbar fern schien.
Etwas, was den zwei Ursprungsblut-Trägern wieder Mut und die Kraft gab, das Ganze auszuhalten und weiterzumachen.
Dieser wertvolle Silberstreif am Horizont, hieß Hoffnung.
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