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☆Lullaby - Teil 2☆

Kurzbeschreibung
GeschichteSci-Fi, Übernatürlich / P16 / MaleSlash
Dr. Helen Magnus Nikola Tesla
09.05.2015
01.07.2017
18
54.648
4
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28.05.2015 2.429
 
Der 159-Jährige betrat schnellen Schrittes, mit dem Buch unter dem Arm, das Quarantäne-Zimmer.
Als er gerade dabei war, den Code einzugeben, um die abgeriegelte Stahltür zu öffnen, erhob sich der bis dato in einem Stuhl vor der durchsichtigen Glasscheibe sitzende Sasquatch.
Er legte seine Lektüre aus der Hand, zog seine Lesebrille ab und näherte sich mit einem aufgeregten, animalischen Laut, sofort dem Besucher.
"Moment! Was machen Sie da? Ari braucht Ruhe! Magnus hat mich damit beauftragt, Wache zu halten und niemanden außer ihr rein zu lassen. Außerdem...", knurrte die hochgewachsene, Bigfoot-ähnliche Kreatur pflichtbewusst und wollte Nikola schon an der Schulter festhalten, da drehte sich dieser hastig zu ihm herum, fixierte ihn mit nachtschwarzen Augen und zischte ungehalten:
"Geh mir aus dem Weg! Ich muss da rein! Und zwar auf der Stelle! ... Keine Sorge, ich petze nicht und übernehme die Verantwortung! Ich denke, in diesem Fall habe ich eine Sondergenehmigung."
Mit einem mechanischen Klicken öffnete sich die Tür.

Einen Augenblick zögernd und den Neuankömmling angespannt anblickend, verharrte der Große unentschlossen vor der offenen Pforte.
Er wusste, dass Tesla sich von nichts und niemandem davon abhalten lassen würde, die kleine, schlafende Patientin zu sehen.
Seine Körpersprache signalisierte eine erstaunliche Entschlossenheit und zugleich eine eiserne Coolness.
Auch wenn er einer der physisch stärksten und robustesten Geschöpfe in diesem Gebäude war, so wollte der andersartige, aber friedfertige Mann, doch lieber auf eine Auseinandersetzung mit dem Unsterblichen verzichten.
Unter Strom stehend, beäugte ihn der Herr mit der hellen Haut ein letztes Mal.
Ein schweres Seufzen, welches vielmehr zu einem unzufriedenen Brummen anschwoll, verließ die Kehle des Sanctuary-Mitarbeiters.
Seine karamellfarbenen Augen funkelten gefährlich und blitzten ebenso einschüchternd und dominant, wie die silber-grauen des Vampirs.
"Machen Sie's kurz! Und seien Sie vorsichtig!" knurrte der wache haltende Zufluchts-Bewohner, senkte seinen Arm und guckte mit ernstem Gesichtsausdruck in den mit etlichen, medizinischen Geräten versehenen, winzigen Raum hinein.
"Jaja, immer! Tu mir einen Gefallen und weck Helen in einer halben Stunde! Bring ihr was zu Essen und etwas Tee! Sorg dafür, dass sie beides zu sich nimmt und schick sie danach hierher, okay? Hol auch die anderen!" trug ihm der Erfinder mit herrischem Tonfall auf.
"Okay. Aber was haben Sie..."
"Später! Mach, was ich gesagt habe! Hier, nimm das und zeig Helen diese Seite! Geh jetzt!" schnitt ihm der Ursprungsblut-Träger dominant das Wort ab, übergab ihm das aufgeschlagene Literaturwerk, zwinkerte frech und trat mehrere Schritte vor, bis sich die Sicherheitstür hinter ihm schloss und ihn von seinem Gesprächenspartner trennte.
Mit einem unverständlichen Fluch, wandte sich der über 100 Jahre alte Abnorme ab, glotzte verständnislos das Buch an, zuckte mit den Schultern und machte sich wie ihm aufgetragen wurde, an die Arbeit.  

Der Serbe setzte sich neben das Kleinkind auf die Bettkante und nahm vorsichtig ihre gefesselte Hand.
Sanft strich er darüber, während er mit schwerem Herzen das aschfahle, von Schweißperlen überzogene Puppengesicht musterte und mit seinen kühlen Fingerspitzen ihre warme, vom Fieber gerötetete Wange berührte.
Das monotone Piepsen und die ansonsten verräterische Stille, machte ihn wahnsinnig.
Sie sah erschöpft und genauso blass, mitgenommen und krank, wie noch vor ein paar Stunden aus.
Es schien sich bedauerlicherweise nicht das geringste an ihrem derzeitigen Zustand geändert zu haben.
Wie sollte es auch?
Schließlich konnte ihr kein Medikament der Welt helfen.
Gegen die Wurzel allen Übels und der mit sich bringenden, immer schlimmer werdenden Beschwerden, war selbst die langjährige Ärztin hilflos und überfordert.
Doch er hatte einen Plan und wenn alles glatt lief, würde er das schlimme Schicksal seiner Tochter ändern und im besten Fall, das Ruder doch noch herumreißen können.
"Ari? Liebling, wach auf!"
Zunächst reagierte das ruhig gestellte, tief schlummernde Mädchen nicht.
Doch als der Adamssohn die Jüngere fest an der Schulter rüttelte und abermals laut ihren Namen rief, bewegte sie sich schließlich.
Langsam schlug sie ihre kastanienbraunen Seelenfenster auf, blinzelte verschlafen und stöhnte schwerfällig.
Es fiel ihr unsagbar schwer, den Älteren zu fixieren und ihre Augen offen zu halten.
Ihre Glieder waren steif und bleischwer.
"Daddy?" kam es im Flüsterton von dem schwarzhaarigen Lockenkopf, welche versuchte, sich ein Stück, sofern es die Fesseln zuließen, zu ihm zu lehnen.
"Ja, ich bin's. Hi, Süße! Tut mir leid, dass ich dich wecken muss, aber du musst was für mich tun, okay? Es ist unheimlich wichtig!"
redete er auf die Evastochter ein.
Sie gähnte und wollte gerade zu einer weiteren Frage ansetzen, da schlossen sich wieder ihre Lider.
Kraftlos und vollkommen fertig, sank sie zurück in die Kissen.
"Engelchen? Komm schon! Du musst wach bleiben! Bitte!"
Der Erwachsene löste ihre Fixiergurte, schlug das Deckbett zurück und zog sie auf seinen Schoß.
Danach zwang er sie in eine aufrechte Position und schüttelte sie sanft ein weiteres Mal.

Das Kind gab einen protestierenden Laut von sich und schlug widerwillig ihre Rehaugen auf.
"Müde!" murmelte sie trotzig und starrte ihn mit glasigem Blick an.
Sie versuchte vergebens, sich an ihn anzulehnen oder in eine bequemere Schlafposition zu wechseln.
Doch ihr Körper war mehr oder weniger taub, zudem hielt sie der Ältere so fest, dass sie auf seinem Schoß stehen musste.
Die Arme der Kleinen lagen rechts und links, auf den Schultern ihres Vormunds.
Heftige Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel, quälten sie jetzt.
Verwirrt und bang, schaute sie zu ihrem Adoptivvater auf.
Ihre Unterlippe fing zu zittern an, während sich zwei ihrer Finger in sein Hemd bohrten.
Sie konnte ohne seine Hilfe nicht stehen und hatte Angst, dass sie bald hinfallen würde, wenn er sie los ließ.
Es war ungewohnt, dass sie ihre Beine nicht richtig fühlen konnte.
Ängstlich und unwohl, füllten sich ihre Augen mit Tränen.
"Papa, ... bitte! ... Mir ist warm! Es tut weh! ... Ich will schlafen!" brachte der Schützling angeschlagen und weinerlich hervor.
Sie schluckte kräftig und stand kurz davor, erneut die Beherrschung zu verlieren.
"Ich weiß, das darfst du auch gleich wieder, Prinzessin. Kannst du vorher Dakara aufwecken und sie her holen? Bitte! Ich möchte mit ihr sprechen!"

Für einen Moment, vergaß die Vierjährige alles um sich herum, als sie der Gelehrte väterlich an sich drückte und ihr tröstlich und lindernd, einen Kuss auf die Stirn aufdrückte.
Ein langgezogenes Seufzen, drang an das Ohr des Sanguine Vampirs.
"Ich hol sie! Muss aber aufpassen, dass die böse Frau nicht aufwacht!" teilte sie ihm mit und schloss kurz konzentriert und mit den letzten Reserven, die sie aufbringen konnte, ihre Lider.
"Okay. Danke, Schätzchen! Du...", noch ehe er seinen Satz beenden konnte, durchlief ein starkes Zucken den Kinderkörper.
Aris Kopf fiel vornüber.
Ein kurzes Stöhnen entfuhr ihr.
Dann hob sich ihr Haupt plötzlich wie von Geisterhand an. Amethystfarbene Augen, lugten kraftvoll und unter ebenholzschwarzen Haarsträhnen versteckt hervor.
"Nikola! Du wolltest mich sprechen. Was kann ich für dich tun?" sprach der Lichtbringer, welcher ebenfalls durch das starke Sedativum beeinflusst wurde, mit einer müdeklingenden, weiblichen Stimme.
"Dakara! Ich habe etwas sehr Wichtiges über Irisa heraus gefunden. Sie ist eine Abnorme, die sich Fulgur Principes nennt. In einem von Helens Büchern, standen ein paar ziemlich interessante Dinge drin, die...", übermittelte ihr der Wissenschaftler telepathisch.
"Fulgur Principes? Die Blitz-Beherrscher und Kinderflüsterer? ... Das ich da nicht schon früher drauf gekommen bin!" unterbrach ihn die über 200 Jahre alte Gestalt schlagartig hellwach und mit großen, weit aufgerissenen Seelenfenstern.
Der Hobby-Pianist zog stutzig die Augenbrauen hoch.

"Du kennst diese Abnormen?"
"Ja. Vor Jahren kam eine junge Frau zu mir auf die Insel und bat mich um Heilung für ihren jüngsten Sohn. Er wies ähnliche Symptome wie Ari auf und hatte einen bösartigen Tumor in der Kleinhirnrinde sitzen, der ihm so auf den Sehnerv gedrückt hat, dass er mittels kürzester Zeit erblindet ist. Der Ärmste war in einer ziemlich schlimmen psychischen und physischen Verfassung. Ich habe versucht, ihn zu heilen, konnte es aber nicht. Jedes Mal, wenn ich kurz davor war, hat eine weibliche Stimme durch ihn gesprochen und sogar versucht, mich zu attackieren. Ich wollte verhandeln und die Abnorme bitten, den Jungen freizugeben, aber sie blieb hartnäckig... Bis heute weiß ich nicht, was aus ihm wurde. Aber ich nehme an, dass er mit ziemlicher Sicherheit gestorben ist. Ich habe mich belesen und über die Fulgur informiert. Trotzdem weiß ich praktisch nichts über sie! Außer, dass sie eine sehr gefährliche, hoch intelligente und mächtige Spezies sind, die stets nach ihren eigenen Regeln leben. Es gibt nur noch sehr wenige von ihnen und man kann sie nur sehr schwer von normalen Menschen unterscheiden. Wenn sie es einmal geschafft haben, eine Verbindung zu einem Kind herzustellen und es zu kontrollieren, ist das Schicksal von diesem besiegelt. Nikola, ich sage es nicht gerne, aber..."
Abrupt ergriff der Einrichtungs-Bewohner ihre Hand.
"Das heißt, selbst du und deine Heilerfähigkeiten sind hier machtlos und du kannst ihre Beschwerden nicht lindern, solange Irisa noch irgendwie die Kontrolle über Ari hat?"
Ein allessagendes, niedergeschlagenes Kopfnicken folgte.
"Verdammt! Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren! Während wir hier reden, breitet sich der Krebs immer weiter in Aris Körper aus."
Ein geschockter Ausdruck legte sich auf das kindliche Gesicht.
"Du meinst, es hat sich jetzt bereits schon...", stammelte Dakara ungläubig.
"Ja! Helen hat es vorhin auf dem MRT gesehen. Ari leidet und wird immer schwächer... Man kann die Verbindung lösen! Allerdings weiß ich nicht genau wie. Hör zu, ich werde dieses Miststück jetzt raus locken und sie eine Weile ablenken. Du wirst dich in der Zwischenzeit unauffällig bei ihr einklinken, wie du es vorhin vorgeschlagen hast. Versuche, raus zu bekommen, wo sie sich versteckt hält. Jedes noch so kleine Detail, kann uns helfen! Wir müssen sie schleunigst ausfindig machen und zur Rede stellen. Wenn sie Ari dann noch immer nicht freiwillig gehen lässt, werde ich sie töten! ... Ich lasse nicht zu, dass meine Tochter an einem blöden Tumor stirbt und wie eine Marionette von ihr benutzt und manipuliert wird!" äußerte er sich klar.

Die parasitäre Lebensform mit den besonderen Fähigkeiten seufzte schwer.
"Mein lieber Freund, ich verstehe dich und teile deinen Kummer, aber das ist reiner Selbstmord! Nikola, wenn Irisa erneut die Kontrolle über Aris Bewusstsein übernimmt und ich tue, was du von mir willst, kann ich dich nicht beschützen! Sie wird wieder versuchen, dich oder Helen anzugreifen und euch womöglich mit ihren Kräften töten!" rief das Lichtwesen besorgt.
"Das ist mir bewusst! Aber ich habe einen Plan! Wie viel Zeit wirst du benötigen, um ihre Gedanken zu lesen und uns die Informationen zu beschaffen, die wir brauchen?" wollte er tollkühn und unbeirrbar von ihr wissen.
Eine kurze Pause entstand.
"Wenn alles gut läuft, fünf Minuten. Könnte allerdings auch länger dauern, wenn sie was merkt und sich wehrt! Ich habe soetwas noch nie vorher gemacht. Es ist ein Risiko und nur damit du es gleich weißt, ... ich habe keine Ahnung, ob es mir überhaupt gelingt!" vertraute ihm die Abnorme ehrlich an.
"Eine andere Alternative bleibt uns aber nicht! Irisa könnte überall auf der Welt sein. Bis wir sie gefunden haben, wird es für Ari zu spät sein! Das ist unsere einzige Chance! Ich denke, dass die Kleine dich nicht ohne Grund wiedererweckt und sich mit dir verbunden hat. Irisa ist mächtig. Aber du auch! Ich habe gesehen, was du alles drauf hast, meine Liebe! Ich bin überzeugt, dass du das schaffen wirst! Bitte! Wir müssen es zumindest versuchen!" ermutigte sie der Nobelpreisträger.
"Okay. Gut. Ich werd's tun! Sieh zu, dass Irisa nichts merkt und weder die Möglichkeit hat, dich direkt anzugreifen noch dazu kommt, ihr kinetisches Feld aufzubauen. Sobald ich fertig bin, versuche ich ihr die Kontrolle zu entziehen. Halte trotzdem für alle Fälle ein Betäubungsmittel bereit! Wenn du nach zehn Minuten bemerkst, dass sich nichts tut und Irisa noch immer Aris Körper steuert, benutze es!" riet die Kreatur mit den violett-schimmernden Augen ihrem Freund.

"Einverstanden."
"Nikola, noch was!"
"Ja?"
"Wenn Irisa merkt, dass ich wach bin und wir was im Schilde führen, wird sie möglicherweise ziemlich heftig reagieren."
"Worauf genau, willst du hinaus?"
Dakara biss sich auf die Lippe, schloss kurz ihre faszinierenden Sehorgane und seufzte schwer.
"Sie wird Ari foltern. So sehr, dass du es kaum mit ansehen kannst... Egal, was passiert, du darfst nicht nachgeben und ihr unseren Plan verraten! Sonst übermittelt sie mir falsche Informationen, beendet das Ganze, bevor ich habe, was wir brauchen oder wechselt ihren momentanen Aufenthaltsort. Dann wäre alles umsonst gewesen! ... Ich weiß, dass ich da etwas nahezu Unmögliches von dir verlange, ... aber sei stark und bleib standhaft! Es wird vielleicht nicht danach aussehen, aber Fulgur Principes töten die Kinder mit denen sie verbunden sind nicht. Ich glaube, das können sie gar nicht! Sie quälen sie nur, lassen das aber alle Beteiligten glauben. So demonstrieren sie ihre Macht und schüchtern ihr Opfer ein! ... Jedes Kind, das mit einem Fulgur verbunden ist, stirbt letzten Endes an den mit sich bringenden, körperlichen Strapazen oder dem Tumor, der über längere Zeit daraus entsteht. Nicht anders!" klärte sie den Klavierspieler auf.
Mit angespannter Körperhaltung,  und zusammen gebissenen Zähnen, wich er ihrem Blick aus.
Er überlegte angestrengt, sollte es tatsächlich dazu kommen, ob er dieses grauenvolle Worst-Case-Szenario aushalten konnte.
Im Stillen fragte sich der Ältere, wie viel dieses süße, liebe, unschuldige Kind noch alles ertragen und über sich ergehen lassen musste.
Warum zum Teufel, war es eigentlich immer sie?
Das Kleinkind hatte doch niemandem was getan und doch musste sie es jedes verdammte Mal ausbaden...
Das war einfach nicht fair!

Mit großer Mühe, gelang es der uralten, philanthropischen Spezies, den Physiker zu umarmen.
Ein warmer, überaus vertrauter, kleiner Leib, schmiegte sich fest an ihn.
Zarte, weiche, rosafarbene Lippen, streiften vorsichtig seine Stirn und die elfenbeinfarbene, strahlende Haut.
Auch wenn es sich gut und vertraut anfühlte, so war es doch irgendwie seltsam.
Schließlich war das gerade nicht seine Tochter, die sich da an ihn drückte und ihn küsste...
Na ja, zumindest nicht ganz!
Nikola errötete, als sich Dakara nach einer langen Zeit von ihm löste und ihn mit solch gütigen, aufmunternden und wunderschönen Amethystaugen ansah, dass ihm automatisch ganz warm und leicht ums Herz wurde.
Sie schenkte ihm ein zauberhaftes, tröstliches Lächeln, bevor ihre Züge erneut ernst wurden und sie pragmatisch nach hakte:
"Bist du bereit? Denkst du, du schaffst das?"
Ein reflexartiges Kopfnicken, kam als stumme Antwort von dem Ursprungsblut-Träger.
"Gut. Triff deine Vorbereitungen! Und dann lass uns anfangen!"
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