Reise in die Vergangenheit

von anja79
GeschichteKrimi, Freundschaft / P12
Hauptkommissar Frank Thiel Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne
05.05.2015
02.08.2015
5
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Titel: Reise in die Vergangenheit
Fandom: Tatort Münster
Rating:P 12
Genre: Freundschaft, Krimi, etwas Humor
Länge: 694 Wörter
A/N: Der letzte Mehrteiler hat mir Spaß gemacht, da habe ich gedacht, ich könnte es mal wieder versuchen. Wieder vielen lieben Dank an cricri_72 für ihre Hilfe und Unterstützung.

Warnung: Ist wieder nur ein  "Schreibversuch". Also habe ich mich entschieden, eine kleine Warnung drüber zu schreiben. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste :)

***

Am Morgen nach dem Frühstück packte Thiel das Geburtstagsgeschenk für seinen Vater ein. Er hatte es gestern Abend nach der Arbeit noch schnell besorgt. Zuerst war ihm nichts eingefallen, aber dann hatte er ein Blinker-Sortiment entdeckt. Vielleicht könnte man dies als Anlass nehmen und mal wieder zusammen angeln gehen, dachte er.
Gegen Abend schnappte sich Thiel seine Jacke und machte sich auf den Weg zu Herbert. Als er dort ankam, hörte er schon laute Musik. Wie gut, dass es in unmittelbarer Nähe keine Nachbarn gab, denn sonst hätte es gleich wieder Ärger gegeben. Thiel lehnte sein Fahrrad an den Zaun und schloss es ab. Im Garten war ein Grill, ein Pavillon mit Essen und ein Pavillon mit Partybänken aufgebaut worden. Unter einem Pavillon stand sein Vater und redete mit einer Person. Als Thiel näher kam, erkannte er, dass es sich um Frau Klemm handelte. „Na super“ das hatte ihm gerade noch gefehlt. Eigentlich wollte er heute Abend mal nicht an die Arbeit denken.

„Moinsen. Herzlichen Glückwunsch Vaddern“, wünschte Thiel und überreichte das Geschenk.“
„Nabend Frankie, schön dass du kommst“, entgegnete Herbert und legte den Arm um ihn.
„Jo Vaddern is´ ja gut“, versuchte Thiel sich aus der Umarmung zu lösen. Sein Vater öffnete sogleich das Geschenk.
„Oh danke Frankie. Die können wir ja bei unserem nächsten Angelausflug gleich ausprobieren“, schlug Herbert vor.
„Jo gerne“ entgegnete Thiel.
„Ich hol dir mal ‘n Bier, Fankie“.
„Nee, Vaddern, ein Wasser wäre besser“:
Herbert schaut ihn irritiert an. „Wie?“
„Ich habe heute Bereitschaftsdienst.“
„So viel ich informiert bin, hat Frau Krustenstern heute Bereitschaft“, mischte sich Frau Klemm ein.
„Wir haben getauscht. Ein familiärer Notfall“, antwortete Thiel knapp. Frau Klemm nickte.
„Genug über die Arbeit geredet, die Bratwürstchen dürften fertig sein“, sagte Herbert und zog seinen Sohn Richtung Grill. Frau Klemm folgte.

Zu Thiels Überraschung kam am späten Abend noch Boerne mit zwei Flaschen Wein vorbei. Eine davon war allerdings, wie Boerne betonte, für sein leibliches Wohl bestimmt, da er davon ausging dass Herbert so etwas nicht besorgt hatte. Es wurde ein unterhaltsamer Abend mit der einen oder anderen Anekdote, die jeder zum Besten gab. Auf die von seinem Vater hätte er aber echt verzichten können. Als der Abend dann zu Ende war, nahm Thiel Boerne den Autoschlüssel aus der Hand.
„Es ist besser wenn ich fahre“, entschied Thiel. Boerne war zwar nicht wirklich betrunken, aber er hatte bestimmt schon genügend Punkte ins Flensburg gesammelt.
„Mein lieber Thiel, selbstverständlich bin ich in der Lage noch zu fahren“, entgegnete Boerne empört.
Frau Klemm und Herbert lauschten dem Gespräch mit Interesse.
„Herr Professor, ich denke, das würde Ihrem Konto in Flensburg gut tun, wenn Thiel Sie nach Hause fahren würde“, bemerkte Frau Klemm schmunzelnd.
„Nicht dass es ihm noch so geht wie dir Frankie damals und er muss zum Idiotentest“, raunte Herbert ihm hinzu.
„Zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung Herr Thiel“, verbesserte Boerne. Thiel grinste, typisch Boerne.
„Aber wenn Sie unbedingt meinen Wagen fahren möchten, werde ich Ihnen diesen kleinen Gefallen gerne tun“, entgegnete Boerne großmütig. Boerne hatte immer das Talent, eine Situation zu seinen Gunsten zu drehen, dachte Thiel. Während der Fahrt ließ Boerne es sich nicht nehmen, nützliche Tipps zum Umgang mit seinem Wagen zu geben. Aber Thiel war zu gut gelaunt, um sich darüber aufzuregen. Zu Hause angekommen, stellte er fest, dass er nach der Feier zu aufgekratzt war, um sofort ins Bett zu gehen. Er ließ sich aufs Sofa fallen und schaltete den Fernseher ein. Mal sehen, was das Programm so hergab um müde zu werden.


*** zur gleichen Zeit….. ***

Er hätte nie gedacht, dass sich sein Leben innerhalb der weniger Tage so dramatisch verändern würde. Er packte die Tüte mit dem Geld, was er mühsam zusammen gekratzt hatte, in seine Manteltasche. Er hoffte inständig, dass es als erste Anzahlung reichen würde. Wie er den Rest aufbringen sollte, wusste er noch nicht, aber da würde ihm hoffentlich noch etwas einfallen. Er machte sich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Unter seinem Jackett hatte er seine Sportpistole versteckt, nur zur Sicherheit, ermahnte er sich. Als er am Treffpunkt angekommen war, lag alles still und verlassen da. Er atmete noch einmal tief durch und ging in die Lagerhalle.

t.b.c

***
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