You are my light

von dreamxy
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
Allan A Dale Little John Much OC (Own Character) Robin Sir Guy of Gisborne
03.05.2015
03.06.2017
26
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10
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Dieses Kapitel
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Hei hei :)
Willkommen bei meiner ersten FanFiktion im Robin Hood Universum. Um ehrlich zu sein hab ich lang mit mir gehadert, ob ich diese FanFiktion wirklich hochladen will, bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich das unbedingt will.
Deswegen freue ich mich über die, die sich hierher verirrt haben.

Noch ein paar klein Infos vorweg für euch:
1. Ich hab, als ich die Geschichte angefangen hab zu schreiben, keine Ahnung gehabt, wie ich den Namen 'Gisborne' zu schreiben hab. Überall wurde er unterschiedlich geschrieben. xD Da gab es beispielsweise 'Gisbourne', 'Gisbourn' oder 'Gisborne'. Weil mir zu dem Zeitpunkt keine davon so gefallen hat, hab ich mich für 'Gisborn' entschieden. (so wie er halt ausgesprochen wird.) Mittlerweile gefällt mir 'Gisborne' aber auch und anscheinend wird er ja auch so geschrieben, weswegen sich die Schreibweise nach den ersten paar Kapiteln dann ändern wird. (Ja, ich war zu faul, um das alles zu überarbeiten, Schande über mich :o ) Also nicht wundern.
2. Die ganze Story findet gegen Ende der dritten Staffel statt. Noch bevor Guy sich mit Robin Hood und seinen Outlaws verbündet. (Inspiriert zu der Story hat mich die Folge, wo Guy auf Meg trifft -müsste Folge 9 sein) ABER hier hat Guy Meg nie getroffen!
3. In meiner Story existiert Guy's Schwester Isabella nicht. Ihr erinnert euch, dass sie am Ende der neunten Folge ihren Mann Thornton umgebracht hat? In meiner Fanfiktion hat er sie umgebracht, weswegen er jetzt Sheriff ist und er hat Guy aus dem Kerker geholt und ihm seine Stelle als 'Rechte Hand' zurück gegeben. Die guten alten Zeiten ;)
4. Niemand der auftauchenden Charaktere -bis auf meinen OC Davina- gehört mir, ich habe absolut keine Rechte daran und verdiene auch kein Geld mit dieser Story.

So, ich glaube das wars erstmal von mir und Infos an euch. Wenn mir noch was einfällt, erfahrt ihr's als erstes :D Dann wünsche ich euch jetzt viel Spaß beim lesen des ersten Kapitels und wir sehen/lesen uns beim nächsten Upload.


++++
Prolog

Es war kalt. Viel zu kalt. Der im Sommer grün gesättigte Sherwood Forest war im Winter nicht halb so schön. Trotz der flauschigen Winterpracht. Kahle Bäume reihten sich überall nebeneinander auf. Nahezu brav in einer Reihe angeordnet, zumindest, was die Wege betraf. Der Schnee lag hoch im Wald und war auf den Wegen, auf denen die Pferde entlang galoppierten, unregelmäßig festgestampft. Der Winter kam  schnell und für die meisten Dörfer überraschend. Und mit ihm kam eine Eiseskälte, bei der niemand freiwillig das Haus verlassen wollte. Und doch hatte ich es getan.
Seit einiger Zeit saß ich nun zusammengekauert unter einem der Bäume. Mir sollte kalt sein, aber dem war nicht so. Wenn meine Hand mein Gesicht berührte, war sie warm. Zittern tat mein zierlicher Körper auch nicht. Auch wenn er das täte, fiele es mir vermutlich nicht auf.
Ich nahm auch nicht das lauter werdende Geräusch von Hufen wahr. Erst, als ich schwarze Stiefel im Schnee vor mir sah und eine behandschuhte Hand auf meiner Schulter spürte, kehrte ich langsam wieder in die Realität zurück.
Die Worte, die der unbekannte Reiter an mich richtete, kamen nicht bei mir an. Ich blieb stumm, als er mich leicht durch rüttelte und anscheinend zu dem Entschluss kam, dass er mich hier nicht einfach sitzen lassen konnte. Es dauerte nicht lange, bis er mich auf sein schwarzes Pferd gehoben und sich hinter mich auf seinen Sattel  geschwungen hatte.
Müde. Ich war unendlich müde. Alles, was mich davon abhielt in eine sorglose Traumwelt zu entfliehen, waren kleine Wortfetzen, an die ich mich klammerte.
Wir ritten Richtung Locksley -meine Heimat. Woher wusste er das? Kannte er mich? Kannte ich ihn? Bei einem Stall holte er mich runter und legte mich vor einem brennenden Kamin ab. Der Fremde verschwand aus meinem Blickfeld und kam mit einer Decke zurück, die er mir um die Schultern hängte. Mein Körper taute wieder auf, alles kribbelte und schmerzte. Instinktiv näherte ich mich dem Feuer, um die Wärme schneller aufnehmen zu können.
„Iss.“
Meine Sinne waren wieder uneingeschränkt, endlich konnte ich ihn klar und deutlich verstehen und griff nach der Schüssel Suppe, die mir beinahe runter fiel, als ich in sein Gesicht sah.
Ich hatte Geschichten gehört -grausame Geschichten- und mit meinen jungen Jahren schon viel Schlimmes gesehen. Und dieser Mann vor mir hatte viel davon getan. Aber noch nie hatte ich gehört, er kümmere sich um jemand anderen, als sich selbst.
Er -Guy of Gisborn. Lord of Locksley. Handlanger des Sheriffs.
Jetzt wusste ich auch sicher, wo ich war. In Locksley Manor.
„Iss.“ wiederholte er sich ungeduldig. Anscheinend war ihm das jetzige Geschehen ebenso unangenehm wie mir.
Zögerlich aß ich einige Löffel meiner Suppe. Obwohl man das nicht so nennen konnte. Eine warme, seltsam schmeckende Brühe höchstens. Ich hatte nicht vorgehabt, das zu zeigen, aber meine Miene verriet mich trotzdem.
„Ich kann nicht gut kochen. Besser als das da geht nicht.“ Er deutete auf die Schüssel in meinen Händen und ich schüttelte den Kopf.
„Es erfüllt seinen Zweck.“ antwortete ich kleinlaut. Eine kleine Stimme in meinem Hinterkopf riet mir mein 'vorlautes Mundwerk' (wie meine Mama immer gesagt hatte) zu halten, also hielt ich mich an den Rat. Zu meiner Überraschung setzte sich der Mann in schwarz zu mir auf die Holzdielen.
„Erzählst du mir, wie du heißt?“
Der Blick seiner blauen Augen ruhte auf mir, während ich in Erinnerungen an den heutigen Morgen fiel. Ich erinnerte mich an den Grund, weswegen mich eine blöde Idee in den Wald verschlagen hatte. Der Grund, weswegen ich bei der tödlichen Kälte im Schnee gesessen hatte.
„Mein Vater ist tot. Seit heute Morgen. Er hat die Kälte in der Nacht nicht überlebt. Jetzt bin ich ganz allein.“ gab ich stockend von mir, auch wenn ich so seine Frage nicht beantwortete. Er schwieg. Und das war gut so. Ich wollte sein Mitleid nicht. Nicht seins. Ich war mir noch nicht mal sicher, ob Guy of Gisborn überhaupt fähig war, solche Gefühlsregungen zu empfinden. Er legte auch nicht den Arm um mich, wie mein Vater, oder machte anderswie Anstalten, mich zu trösten. Dafür war ich dankbar. Ruhe füllte den Raum, begleitet von dem knisternden Feuer, in das wir beide starrten und die Ruhe genossen.
Es dauerte eine kleine Ewigkeit, bis er sich mir wieder zuwandte.
„Du kannst über Nacht bleiben. Mit Sonnenaufgang reiten wir nach Nottingham.“

Als die Sonne am folgenden Tag aufging, hämmerte eine Faust gegen die Tür, hinter der sich mein Zimmer befand.
„Es geht los!“ grollte Gisborns Stimme durch das Anwesen und beförderte mich voll und ganz in die Welt der Lebenden. Sein Tonfall zeigte, dass er nicht unnötig warten wollte, deswegen beeilte ich mich, obwohl ich das Bett am liebsten nicht mehr verlassen wollte. Es war so unsagbar gemütlich gewesen. So gut hatte ich lange nicht geschlafen. Schnell schlüpfte ich in mein schlichtes, vollkommen unscheinbares Kleid, welches ich gestern schon getragen hatte, versuchte meine Haare zu bändigen und hastete nach draußen. An der kalten Luft wartete der Mann in schwarz auf seinem ebenso schwarzen Pferd ungeduldig auf mich. Ungeschickt kletterte ich hinter ihn und hielt mich an ihm fest, indem ich meine Arme um seine Mitte legte, als sein Pferd auf Kommando los galoppierte. Über die Schulter warf ich einen Blick zurück in das kleine Dorf, in dem ich meine gesamte Kindheit verbracht hatte. Mein Blick blieb an meinem Elternhaus hängen, bis wir über den Hügel verschwanden. Den ganzen Weg nach Nottingham Castle schwelgte ich in Erinnerungen, bis Gisborn mich aus meinen Gedanken riss.
Die Zügel seines Pferdes in der einen und meinen Arm in der anderen Hand schleifte er mich von Tür zu Tür, um jemanden zu finden, der mich aufnehmen würde. Jede Person, die die Tür öffnete sah voller Schrecken zu dem schwarzen Reiter und dann voller Mitgefühl und Mitleid zu dem unscheinbaren 15-jährigen Mädchen, in dessen Körper ich mich befand, bevor sie uns eine Absage erteilten, weil sie ihre eigenen quengelnden Bälger versorgen mussten. Und mit jeder Absage wurde Gisborn hitziger und ungeduldiger. Konnte ich ihm nicht verdenken. Er wollte endlich jemanden finden, der ihm das Kind abnehmen konnte. Er würde mich sicher nicht bei  sich zuhause aufnehmen. Guy of Gisborn als Ziehvater eines elternlosen Mädchens. Das würde in hundert Jahren nicht passieren. Sogar ich war dabei, den Funken Hoffnung, den ich in mir trug, erlöschen zu lassen, als uns eine Frau mit ihrem Gatten die Tür öffnete. Sie seien bereit zu versuchen gute Eltern für mich zu sein, sagten sie. Froh, mich los zu sein, entließ er meinen Arm aus seinem Griff und wollte sich davon machen. Doch im Gegensatz zu ihm besaß ich so etwas wie Anstand, folgte ihm zu seinem Pferd, bevor er in seinen Sattel steigen konnte und umarmte ihn mit einem leisen „Danke“. Sein Körper spannte sich an und für einen Moment bewegte er sich nicht. Er wusste nicht, was er davon halten sollte. Ich ließ ihn wieder los und ging zu dem Haus, was jetzt mein neues Zuhause sein sollte. An der Tür drehte ich mich um.
„Davina.“
Gisborn sah von seinem Pferd aus sichtlich verwirrt zu mir.
„Mein Name ist Davina. Den wolltet Ihr doch wissen.“
Er nickte kurz und ritt dann zur Burg.
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