Wir werden niemals Freunde

GeschichteFreundschaft, Sci-Fi / P18
26.04.2015
04.06.2015
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Saranja blickte John nach, wandte sich Sekunden später zurück.
„Ich gewöhne mich so langsam an den Namen Todd.“
„Was bedeutet er?“
„Fuchs“, er schwieg kurz, „Weißt du was ein Fuchs ist?“
Sie wandte den Kopf. Er folgte ihrem Blick hinauf in den Himmel.
„Möchtest du immer noch gehen?“
„Nein, aber ich will diese Blicke nicht mehr. Sie sehen uns an, als ob sie darauf lauern, dass du mich in der nächsten Sekunde auffrisst.“
Er trat einen Schritt näher und senkte seinen Kopf an ihren Hals.
„Meinst du so?“, witzelte er.
„Ich finde es nicht komisch“, meinte sie und er spürte wie ihre Stimme beinahe erstickte.
„Du musst ihnen Zeit geben. Einen Feind in den eigenen Reihen zu haben, ist …“
„Du bist kein Feind.“
„Du weißt das. Ich weiß das. Teyla weiß das, vielleicht auch noch Elsbeth.“
Bei der Erwähnung des Namens kam sofort ein widerlich stinkender Schleier in seinem Inneren auf unbeirrt sprach er weiter. Das Gefühl ging zurück.
„Sheppard auch, aber die anderen misstrauen mir. Ich hatte eben ein Gespräch mit Elsbeth, deshalb komme ich auch so spät.“
„Ich mag sie nicht“, antwortete sie und rückte von ihm ab. „Du verbringst viel zu viel Zeit mit ihr.“
Wieder breitete sich ein stinkender Schleier in seinem Inneren aus. Er wusste, dass dieser ihm ihre Gefühle zeigte, die sie gegenüber Elsbeth Weir empfand.
„Sie war oder ist niemals meine Gefährtin gewesen“, zischte er. „Als ich sie das erste Mal traf, wollte ich einen Krieg beenden.“
„Ich kenne deine Gefühle für sie – sie sind überdeutlich.“
„Zweifelst du an meiner Aufrichtigkeit dir gegenüber?“
„Nein, nur hast du …“
„Ich habe ihr das Leben gerettet, ja, aber nicht nur ihr, sondern auch den anderen.“
„Und dafür hassen sie dich. Undankbare Geschöpfe sind das.“
„Sie wissen es nicht“, widersprach er leise. „Noch nicht.“
Der bunte Fluss, der ihre Neugier anzeigte flutet ihm entgegen.
„Aber morgen werden sie es erfahren. Ich habe Elsbeth gerade erzählt, wo ich diese glühenden Energiezellen versteckt habe.“
„Das heißt, dass morgen aufbrichst?“
„Ja. Als ich sie verlassen habe, hat sie nach diesen McKay und Sheppard rufen lassen. Wir sollten uns zur Ruhe begeben.“
Sie wandte den Kopf und stierte hinauf in den Himmel.
„Ich habe mich gerade gefragt, ob ich mich hier nicht auch nützlich machen könnte.“
„Ich würde es begrüßen.“
Sie schüttelte den Kopf heftiger.
„Wo und was könnte ich hier schon nützliches verrichten?“
„Du bist eine ausgezeichnete Gewandmacherin. Dass, was du für Teyla gefertigt hast, wird ihr gerecht.“