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»Today is the tomorrow of yesterday.«

GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Gen
B.A.P Bangtan Boys Big Bang Block B EXO Vixx
25.04.2015
30.06.2015
10
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26.04.2015 1.416
 
Erschöpft ließ sich Min Ah auf eine der Stühle fallen. Bizzy hatte zwar gesagt das sie eine Stunde später kommen konnte, was so viel bedeutete wie das sie länger schlafen konnte, aber dennoch war sie zusammen mit Jan Di aufgestanden und war bis vor kurzem die wichtigsten Lebensmittel einkaufen. Ihre Schwester saß vor ihr auf dem Boden und spielte mit einigen Bauklötzen welche die Braunhaarige von ihrem Chef bekommen hat, da die Eltern seines Patenkindes etwas aussortiert hatten. Die 19-Jährige war froh darüber. Immerhin musste sie so nicht für neue Spielsachen sorgen da sie genau wusste wie nerv tötend Jan Di werden konnte, sobald ihr das Spielzeug zu langweilig wurde. Min Ahs braune Augen sahen aus dem Fenster auf die Straße hinunter und beobachteten einige Kinder beim Spielen. Irgendwie konnte sie nicht glauben dass man Kinder einfach so auf den Straßen eines Ghettos spielen ließ. Jedoch war dies hier auch eine Seitenstraße und Min Ah glaubte zu denken dass Kinder, welche in Ghettos aufleben, nie wirklich angegriffen werden. Bizzy hatte ihr erzählt, das es in jedem Ghetto anders zu ging. Gangnam war zwar einer der gefährlichsten, jedoch hielten sie sich meist von Kleinkindern fern, was die Braunhaarige ungemein beruhigte. Trotzdem konnte sie ihre Schwester nicht zu einem Nachbarn bringen. Zudem kannte sie kaum jemanden aus der Nachbarschaft. Lediglich diesen alten Knacker der über ihr wohnte und jeden Tag zu jeder Zeit laute Rockmusik hörter sodass Min Ah mehr als nur oft das Verlangen verspürte sich die Ohren auszureisen damit sie diese schreckliche Musik nicht mehr hören musste. Jan Di dafür war das wohl ziemlich egal. Diese saß sogar manchmal da und tappte zum Takt mit ihren Händen auf den kalten Fließenboden auf.

Wütend schrie Min Ah kurz auf als wie auf Befehl die Musik erklang. Mit einem einzigen Schluck leerte sie ihre Kaffeetasse ehe sie in ihr Schlafzimmer tapste um sich für die Arbeit fertig zu machen. Ihr Blick glitt zu ihrem Handy als sie sich das Top über den Kopf zog. Tae-Sung hatte sich nicht mehr gemeldet und in ihr machte sich ein ungutes Gefühl breit. Sie wusste das ihr Ex-Freund gute Kontakte hatte und es würde nur eine Frage der Zeit sein bis er vor ihrer Haustüre stehen würde. Genauso wusste sie auch das er sich oft in Schlägereien verwickelte und sich unter Wut nicht recht kontrollieren konnte, weshalb sie nur noch mehr hoffte nicht gefunden zu werden. Um sich abzulenken fing die Braunhaarige an vor sich her zu summen. Nebenbei schlüpfte sie in eine Armeehose, welche sie mal bei ihrem Vater hat mit gehen lassen, und in ein schwarzes Top. Dazu zog sie sich ihre schwarzen Springestiefel mit den Stahlkappen an, welche in einer Werkstatt mehr als hilfreich waren, und ihre schwarze Lederjacke legte sie erstmals zu ihrem Rucksack welcher mit allerlei Spielzeug für Jan Di gefüllt war. Es gefiel Min Ah zwar nicht, aber dennoch musste sie ihre kleine Schwester mit zur Arbeit nehmen da sie einfach nicht das Geld dazu hatte um sie in einen Kindergarten zu stecken. Meistens saß Jan Di im Aufenthaltsraum und manchmal konnte Min Ah ihren Augen nicht trauen wenn sie einen Jungen sah, der mehr als nur gewaltätig und brutal aussah, der friedlich mit ihrer Schwester spielte. Am Anfang hatte sie auch was dagegen, jedoch hatte Bizzy immer ein Auge auf die Kleine und würde im Notfall einschreiten, so hatte er es der Braunhaarigen versprochen. Zu dem hatte Min Ah, wenn sie dies dann immer beobachtete, das Gefühl als würde nicht jeder dieses Leben gewählt haben.

Leicht seufzend kämmte sie sich die Haare durch, nur um sie zu einem Dutt zu binden und ein Bandana in Camouflage um ihren Kopf zu binden. Schminken tat sie sich nicht. Wozu auch? Es würde sowieso verschmieren. Anschließend zog sie sich ihre Jacke an, schulterte ihren Rucksack und verließ zusammen mit ihrer Schwester ihre Wohnung. Stickige Luft die förmlich nach Rauch und Alkohol roch kam ihr entgegen und augenblicklich hob sie ihrer Schwester, welche auf ihrem Arm saß, ihren Unterarm schützend vor die Nase. Sie selber rümpfte nur ihren Riechkolben ehe sie das Treppenhaus hinunter tapste. Überall drang Gelächter oder Gestöhne hervor und augenblicklich tat es Min Ah leid das ihre Schwester in dieser Gegend aufwachsen musste. Kaum stand Min Ah vor der Türe ließ sie ihre Schwester hinunter und nahm ihre Hand. Ein sanftes Lächeln zierte ihre Lippen. Sie würde niemals zu lassen das ihrer Schwester etwas passieren würde. Gerade als sie los laufen wollte, stieß sie gegen eine männliche Brust und überrascht sah sie nach oben. Kühle schwarze Augen sahen sie an und augenblicklich wich sie einen Schritt auf die Seite und verbeugte sich leicht.

»Entschuldigung..« Ein abfälliges Schnauben ertönte und kurz darauf war der junge Mann in dem Haus verschwunden während Min Ah tief aus atmete. Sowas könnte schnell schief gehen. Jan Di währenddessen sah dem Mann ebenfalls nach, ehe sie etwas vor sich her brabbelte und Min Ah mit zerrte. Dafür das die Kleine noch so jung und zierlich war hatte sie eine ziemlich starke Kraft. Leise lachend folgte die Braunhaarige ihrer Schwester und nach einer Weile waren sie auch an der Werkstatt angelangt. Die Rolltore waren offen und gaben einen freien Platz auf die vielen Autos welche darin standen. Von einem aufgemotzten Mercedes bis hin zu alten Schrottwagen war alles dabei. Mit einem leichten Glucksen machte Min Ahs kleine Schwester auf sich aufmerksam als Bizzy an ihnen vorbei lief. Schmunzelnd blieb dieser durch diese Aktion stehen und ging in die Hocke um Jan Di auf sich zu laufen zu lassen. Mit zaghaften und vorsichtigen Schritten löste sich das kleine Mädchen von der helfenden Hand ihrer Schwester und tapste auf den Mann zu, ehe sie sich kurz vor ihm lachend in die Arme fallen ließ. Auch Bizzy lachte leicht, ehe er sich mit Jan Di auf dem Arm erhob und zu Min Ah blickte.

»Dafür das ich dir eine Freistunde gewährt hab bist du ziemlich früh da.« Unschuldig zuckte die 19-Jährige mit den Schultern und grinste dann. »Daheim wurde es langweilig und Ahjussi hat wieder mal seine Musik aufgedreht. Also wieso sollte ich länger daheim sitzen nur um Gefahr zu laufen hier mit Kopfschmerzen auf zu tauchen?«, erwiderte sie letztendlich nur und brachte ihren Rucksack in den Aufenthaltsraum. Bizzy folgte ihr. »Da hast du auch wieder recht.« Er seufzte. »Siehst du den Audi da drüben? Der gehört Rap Monster. Den Namen hast du ja schon gehört. Tuh mir einen gefallen und mach den zuerst. RM wartet nicht gerne.« Sofort nickte die Braunhaarige, ehe sie Jan Di noch einmal durch die Haare wuschelte und zu besagtem Wagen lief. Es war ein schwarzer R8 und schon von weitem konnte sie einen Weißhaarigen sehen der mit irgendeinem Weib im Arm an der Motorhaube lehnte. Schon von dieser Aktion genervt verdrehte sie leicht ihre Augen, ehe sie zu ihm trat. Laut räusperte sie sich, woraufhin er sich langsam von der Schwarzhaarigen löste und zu ihr sah.

»Wenn du nicht willst das dein Wagen fertig wird dann kannst du dort ruhig bleiben und weiter machen. Aber dann werd ich mich erst den Anderen widmen und deinen zuletzt machen. Also?« Mit mehr als nur roten Wangen hatte sich die schwarzhaarige Schönheit von dem Mann gelöst und war davon gerauscht woraufhin der Weißhaarige nur schwer seufzte und sich von seinem Auto löste. »Da mein Zeitvertreib nun eh abgehauen ist kannst du meinen Wagen machen. Reifen wechseln und putzen.« Min Ah schnaubte. Sie waren hier keine Putzhalle! Wenn er ein sauberes Auto will dann soll er zu einer Waschanlage fahren. Aber zuerst die Reifen. Flink hatte sie sich die Reifenmarke und -Nummer aufgeschrieben ehe sie im Lager verschwand und nacheinander vier Reifen heraus rollte. Eine halbe Stunde später hatte sie die Reifen gewechselt und grummelnd wischte sie sich über die Stirn. Reifen wechseln war eine Arbeit die Min Ah mehr als alles andere hasste. Der Weißhaarige hatte sich währenddessen in den Aufenthaltsraum gehockt welchen die Braunhaarige nun auch betrat. »Dein Wagen ist fertig.« Überrascht sah der Mann von seiner Tätigkeit - die im Übrigen daraus bestand mit Jan Di zu spielen - auf und verengte etwas seine Augen. »Auch gewaschen?«

»Dafür musst du woanders hin. Ich werde nicht fürs putzen bezahlt«, zischte sie leise, ehe sie sich zu Bizzy umdrehte welcher ein leichtes Schmunzeln im Gesicht trug. »Arbeite einfach die nächsten Wägen ab. Wenn sich was ändert sag ich dir Bescheid.« Nickend ging Min Ah zum nächsten Auto um es zu reparieren, nicht wissend was für eine Gefahr sich langsam aufbaute.
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