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GeschichteAllgemein / P12
Lilly Rush Scotty Valens
25.04.2015
25.04.2015
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Hallo ihr Lieben,
ich wage mich jetzt doch mal an das Cold Case-Fandom heran und hoffe, das ich nicht all zu sehr versage.
Ich hab zwar zig Ideen was ich schreiben könnte, doch ich hab mich bis jetzt nie wirklich getraut. Aber man muss ja irgendwann den ersten Schritt wagen.
Ich bin noch nicht sehr erfahren auf dem Gebiet zu schreiben also wird es tendenziell eher miserabel ;)
Es wird wahrscheinlich etwas OOC aber was sollst.
Für Fehler dürft ihr mich gerne hauen und ganz viel positives (natürlich auch negatives) Feedback wird von mir gerne angenommen.
Ich hoffe ihr seit nicht allzu streng.
*Bestechungskekse hinstell*
Ich hoffe es gefällt euch, Julia
PS: Spielt direkt nach 5x015 „The road/Der Sinn des Lebens“
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Lillian Rush stand im Beobachtungsraum des PPD. Nichts erinnerte daran, was ihr vor wenigen Wochen geschehen war. Der Einwegspielgel wurde ersetzt, die Blutspur an der Wand wurde übermalt, kurz gesagt, es sah aus wie immer. Doch das war es nicht und jeder im Gebäude wusste das.
Lilly ließ sich an der Wand herabgleiten, exakt an der Stelle wo sie angeschossen wurde. Sie war eine der letzten im Büro und brauchte einfach etwas Zeit zum nachdenken. Es war viel passiert an diesem Tag, gutes wie schlechtes. John Smith hatte heute, das musste sie zugeben, einiges Wahres von sich gegeben. So zynisch und teilweise pervers er war, so gut hatte er sie einschätzen können.

Sie war sosehr in ihre Gedanken versunken, dass die Polizistin gar nicht merkte, das sie nicht mehr alleine war. Erst als die Tür hinter ihrem Partner Scotty Valens ins Schloss viel, schreckte sie hoch.
Er sah auf sie hinab und setzte sich schließlich etwas entfernt ebenfalls auf den Boden . Eine Weile saßen sie schweigend da und jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.
„Ich...“, kam es dann von beiden gleichzeitig. Lil musste lächeln und auch auf Valens Gesicht bildete sich ein Grinsen. Sie musste zugeben, so oft er sie früher und auch heute noch, durch sein unüberlegtes  Handeln, teilweise zur Weißglut trieb, mindestens genau so oft brachte er sie mittlerweile zum Lächeln. „Bitte...“, sich machte eine kurze Handbewegung um ihm zu deuten, das er anfangen durfte.
„Ich wollte mich für heute entschuldigen, ich hätte nicht so die Kontrolle verlieren dürfen. Es tut mir leid“, begann er und kratzte sich am Hinterkopf und blickte zu Boden, wie er es immer tat, wenn er nervös oder unsicher war.
Jetzt gerade war es die Unsicherheit, da war Rush sich sicher. Und bevor er weiter reden konnte, musste sie etwas loswerden:
„Ich wollte mich dafür bedanken, Scotty! Es rechtfertigt nicht Ihr verhalten, aber es war trotzdem nett, das Sie mich verteidigt haben. Auch wenn das etwas zu brutal war, anders hätten wir Brenda nie gefunden“
Jetzt war es an ihr, auf den Boden zu starren und Scotty bildete sich ein, ein leises „Danke“ zu hören.
„Lil, das stimmt so nicht! Er hat uns zwar, in gewisser Weise wegen mir, zu dem Brunnen geführt, aber es waren Sie die den Gesang des Kirchenlieds erkannt hat. Ohne Sie wäre niemand auf die Idee gekommen in Kensington zu suchen. Und Sie haben Brenda gefunden. Sie alleine haben das geschafft. Eigentlich brauchen Sie uns gar nicht, Sie würden es auch alleine schaffen!“

„DAS stimmt jetzt nicht. Ich würde nie soweit kommen, ohne dieses erstklassige Team. Wie sollte ich das denn schaffen, ohne weibliche Unterstützung, ohne ein Duo das mir alte Zeugen wieder auftreibt und ohne jemanden, der mir den Rücken freihält und meine Launen erträgt.“
Heute war anscheinend Tag der Wahrheit, den auch Scotty antwortete mit Ehrlichkeit in der Stimme:
„Sie sind eine wunderbare Polizistin, Mentorin und Partnerin. Ohne Sie würde ich immer noch auf der Straße sein und nicht wissen, was ich eigentlich tun sollte. Und Gott weiß, was Kat machen würde. Sie haben so viele Leben durch Ihre Arbeit beeinflusst. Eigentlich verdienen alle Polizisten, insbesondere die Frauen etwas viel besseres, aber wir sind doch alle nur eins...“
Er lies den Satz unbeendet, doch sie wusste genau, was er meinte und sprach es auch aus.
„Einsame Wölfe, ich weiß. Doch wir beide wissen, wie schnell das Leben vorbei sein kann und wie schnell etwas zerbrechen kann. Und genau darüber mache ich mir Gedanken. Es gibt so viele ‘Was wäre wenn‘ und ‘Hätte ich doch nur‘. Was wäre wenn er etwas weiter nach unten gezielt hätte...“
„Hätte ich doch nur schneller abgedrückt... Ich weiß, was Sie meinen, doch wir können uns nicht aussuchen, was das Leben mit uns anstellt.“
Lilly drehte sich zu ihm und sah im direkt in die Augen.
„Und darum geht es. Denn er hat Recht. John Smith hatte heute verdammt noch mal Recht. Polizisten geben für diesen Beruf viel auf. Ich habe mein gesamtes Leben für diesen Job geopfert. Freunde, Familie, Beziehungen, alles! Weil ich meinen Job liebe und nicht wüsste, was ich hätte machen sollen, wenn ich durch Ed so verletzt worden wäre, das ich nicht mehr Arbeiten dürft. Meine Freunde haben es schon vor Jahren aufgegeben zu erwarten, dass ich es tatsächlich mal schaffe pünktlich oder überhaupt zu einem Treffen zu kommen. Und damals hatte ich die Cold Cases noch gar nicht. Meine Schwester treibt sich sonst wo rum, mit wem ist da die andere Frage und für Beziehungen ist da sowieso keine Zeit!“
So deutlich hatte sie es noch nie ausgesprochen, aber das waren Lillys Gedanken und es tat einfach gut, sich mal alles von der Seele zu reden.
„Sie könnten immer noch unsere Akten bearbeiten“, witzelte Scotty und erntete dafür ein Augenverdrehen, „nein jetzt mal im Ernst. Sie könnten noch so ziemlich alles werden. Der Boss würde Ihnen alle möglichen Empfehlungen aufs Auge drücken und schon hätten Sie einen neuen Job!“
„Ich wollte nie etwas anderes als das hier. Ich liebe meinen Job und wenn das bedeutet, angeschossen zu werden und nicht schlafen zu können, muss ich das wohl in Kauf nehmen.“
Valens verstand was sie meinte. Mittlerweile wollte er auch nichts anders mehr machen und deshalb versuchte er gar nicht, sie von etwas anderem zu überzeugen
„Dann bedeutet das wohl, dass wir noch besser auf Sie aufpassen. Und das mit dem Schlafen legt sich auch wieder. Sie werden sehen.“
Sie sah ihn mit müden Augen an, doch dann nickte sie. Es war einer dieser Momente, in denen man deutlich sah, wie sehr der Job doch an ihr zehrte. In diesem Moment sah sie um einige Jahre älter aus und nicht wie die toughe Polizistin.
„Ich schlage vor, wir gehen jetzt einen trinken, wir haben schließlich einen Fall gelöst“, meinte Scotty nach einer kurzen Phase angenehmen Schweigens.
„Einen der schönsten wohl gemerkt“
„Ja“, stimmte ihr Partner zu, stand auf und hielt ihr die Hand hin. Sie hatte jetzt keine Lust diese kleine Hilfe auszuschlagen und griff nach der warmen Hand, um sich hochziehen zu lassen. Heute hatte sie die Chance endlich mal wieder einen schönen Abend zu genießen. Morgen war schließlich auch noch ein Tag um die Eisqueen des PPD zu bleiben.
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Gott, ich merke erst jetzt, dass das komplett OOC ist. Behaupten wir jetzt einfach mal, das war gewollt. Ich hoffe es hat euch gefallen. Ich nehme gerne Kritik an, will mich schließlich ja noch verbessern und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
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