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Der erste Jump

von Sekhmet
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Griffin
23.04.2015
23.04.2015
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516
 
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„War es schön bei Fred?“, fragte die blonde Frau den kleinen Jungen, welcher sofort ihre Hand ergriff. Das Kind nickte kräftig mit dem Kopf. „Mrs. Hensley hat Kuchen gebacken. Den durfte wir im Baumhaus essen.“, berichtete der Junge aufgeregt. „Wie schön, Schatz.“

Die junge Mutter setzte den Jungen in ihr Auto und schnallte ihn fest, während dieser munter weiter über seinen Tag bei seinem besten Freund Fred redete. Er war fünf Jahre alt und ein richtiges Plappermaul. Als seine Mutter das Auto auf eine stärker befahrene Straße lenkte, unterbrach sie das fröhliche Gerede ihres Sohnes. „Sei bitte still, Schatz. Ich muss mich konzentrieren.“, bat sie den Kleinen. Sofort war der Junge verstummt. Normalerweise hörte er nicht gern auf Erwachsene und man musste ihm alles mehrmals sagen, bis er sich dann so verhielt wie man es wollte. Doch bei seiner Mutter war es anders. Er liebte sie abgöttisch und tat alles worum sie ihn bat. In den Augen des Kindes war seine Mom wunderschön, weise, stark und sie hatte vor nichts Angst. Niemals würde sie ihn um etwas bitten, was nicht wirklich wichtig war.

10 Minuten später kamen sie in einer kleinen Vorstadtstraße an und hielten vor einem gepflegten Reihenhaus. Auf der Straße fuhren einige Autos und die Mutter des Jungen schimpfte leise über die Fahrer, die viel zu schnell durch die Siedlung heißten. Als sie die Tür aufmachte, sprang der Junge aus dem Auto und mit einem Lächeln stellte sie fest, dass er sich selbst abgeschnallt hatte. Für einen Jungen seines Alters lernte er schnell. Jetzt musste sie ihm nur erklären, dass er dies nicht während der Fahrt tun durfte.

„Mom, sieh mal!“, rief er und deutete auf die gegenüberliegende Straßenseite. Dort ging ein junger Mann mit drei Hunden spazieren. Seine Mutter richtete sich auf und sah zu ihrem Sohn. Einen Augenblick zu spät erkannte sie, was er vorhatte. Bevor sie reagieren konnte rannte der Junge schon los, sein Blick auf die Hunde fixiert.„Griffin, nein! Komm zurück!“, rief seine Mutter laut, doch der Junge flitzte bereits über die Straße. Auch der junge Mann mit seinen Hunden war stehen geblieben und sah entsetzt zu dem kleinen Jungen der über die befahrene Straße gerannt kam. Seine Mutter verlor nun völlig die Nerven, als sie sah wie ein Auto, viel zu schnell für diese Straße, um die Kurve kam und genau auf ihren Sohn zuhielt. „GRIFFIN!“ Erschrocken blieb der Junge stehen und sah zu seiner Mutter. Er verstand nicht warum sie so schrie. Er wollte sich doch nur die Hunde ansehen. In diesem Augenblick kreischten Bremsen auf und Griffin sah das Auto, welches auf ihn zugeschossen kam. Wie versteinert sah er in das entsetzte Gesicht des Fahrers.

Dann, von einem Augenblick auf den Anderen, war es still um Griffin. Vorsichtig öffnete das Kind seine braunen Augen und sah verwirrt, dass er vor dem kleinen Süßwarenladen war, in den er so gerne mit seiner Mom ging. Doch das Geschäft war dunkel und es waren auch keine Leute darin. Verwundert drehte sich der Junge um. „Mom?“, fragte er leise in den Abend hinein, doch seine Mutter war fort.
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