Finny Rider

GeschichteAngst / P12
20.04.2015
20.04.2015
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Es war ein schwüler Nachmittag, als die Schulglocke läutete. Alex packte wie auch die anderen Schüler seine Sachen ein und verließ das Schulgebäude. Als er zu Hause ankam, erwartete Jack ihn schon mit einem Brief in der Hand. Er lehnte sein Fahrrad gegen den Gartenzaun und nahm neugierig den Brief entgegen. Kein Absender war angegeben. Vorsichtig riss er den Briefumschlag auf und zog ein altes Pergament heraus. Verwirrt fragte er: "Jack, weißt du wer mir diesen Brief geschrieben hat?"
"Nein, er wurde schließlich mit der Post geschickt. Was steht denn drin?", erwiderte sie neugierig.
"Naja, wie es aussieht ist es ein Stammbaum.", fing er an, während seine Augen immer größer wurden, "Jack!!! Das ist der Stammbaum von unserer Familie! Den Ur-Urgroßvater damals schon geführt hat! Wer kann so etwas besitzen? Ich meine, ich habe keine Verwandten die mehr leben, keinen einzigen!"
" Lass mal sehen", sagte sie und nahm den Stammbaum zur Hand, "Tja, aber Alex den kanntest du doch schon. Hier steht nichts drin was du noch nicht kennst."
"Darum geht es ja gar nicht!", rief Alex aus, "jedes Familienmitglied besitzt einen Stammbaum. Man hütet ihn wie seinen Augapfel. Es ist was ganz besonderes, weißt du?  Und wer so ein Pergament besitzt und es versenden kann, muss ein Mitglied unserer Familie sein." "Alex", murmelte Jack, "Es sind schon so viele gestorben, da findet bestimmt jemand so einen Brief. Mach dir da mal bitte keine Hoffnungen". Mit diesen Worten ging sie in die Küche um das Abendessen zu machen.
Alex aber machte sich Hoffnungen. Er war sich fast schon sicher, einen Verwandten zu haben, der noch am Leben war. Mit gefedertem Schritt lief er an seinen Schreibtisch, und studierte die Karte sorgfältig. Zunächst fiel ihm nichts auf. Dann aber sah er neben seinem Namen, einen Namen, der ihm noch nicht bekannt war. Finny Rider.