Baymax - Von Freunden und Helden

von GrauW0lf
GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P16
Fred Gogo Tomago Hiro Hamada Honey Lemon OC (Own Character) Wasabi
19.04.2015
26.04.2016
40
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Ein Klicken und der Metallhacken war im Beton verankert.
„Sehr gut.“
sprach eine verzerrte Stimme ins Mikro. Ein schnappendes Geräusch, die Stahlseile waren gespannt. Ein Raunen durchfuhr den ganzen, in Dunkelheit getauchten Raum, durchmischt mit dem leisen und konzentrierten Atmen der beiden Gestalten.
„Du kannst ihn einschalten. Ich halte Wache.“
sprach der andere und trat einen Schritt zurück.
„Halt deine Klinge bereit, wir werden gleich Besuch bekommen.“
antwortete der erste.
„Und jetzt schön die Hosen festhalten!“
brüllte er ins Mikro und mit einem lauten Dröhnen begann sich der Koloss in Bewegung zu setzen. Ein Koloss aus Stahl und Ketten, der sich tief in den Keramikboden des Gebäudes grub, als die Räder Richtung Ausgang drängten.
Noch immer hatte der Alarm des Labors nicht reagiert und das machte ihn nervös. Er durchschritt das riesige Loch, das sie in die Außenwand geschlagen hatten und trat in die Nacht heraus.
„Wie sieht es draußen aus?“
drang die Stimme seines Kollegen durch den Lautsprecher seines Helms.
„Ruhig.“
war die das einzige Wort, das er antwortete. Die Stadt lag still und abgesehen von gelegentlichem Hupen von Autos in der Ferne oder dem Kreischen einer Katze war nichts zu hören. Er hoffte, dass die Beute, die sie heute Nacht machen würden, den Aufwand lohnte. Mit einem ohrenbetäubenden Krachen barst die Betonwand und der Alarm begann schrillend seinen Dienst.
„Wohaa!“
lachte sein Kollege laut.
„Wenn du das sehen könntest!“
„Eintüten und abhauen.“
antwortete er und sah sich um. Durch die Nachtsicht seines Helms hindurch erschien alles um ihn herum in helles Grün getaucht. Die laute Explosion und die inzwischen verstummte Alarmanlage hatten eine unangenehme Stille hinterlassen und er hörte angestrengt nach jedem verräterischem Geräusch.
Die Minuten vergingen, ehe die ersten Sirenen in der Ferne die Nacht erfüllten.
„Wie weit bist du?“
fragte er ins Mikro hinein.
„Die Hälfte vielleicht. Mach mal nicht so einen Stress, das ist viel zum Schleppen.“
witzelte sein Kollege. Er stöhnte resigniert und griff an das Heft seines Schwertes, welches in der Scheide zu seiner Linken hing. Die Sirenen wurden lauter und lauter, bis der erste Einsatzwagen in die Straße zum Labor einbog und seine Scheinwerfer direkt auf ihn richtete. Der nächste folgte, dann noch einer. Mit quietschenden Reifen blieben sie gut zehn Meter vor dem Labor stehen, bildeten eine Front aus blankem Autostahl. Vermummte Polizeibeamte, mit schweren Gerät bewaffnet, nahmen Stellung und richteten ihre Gewehrläufe auf ihn.
„Was ist da oben für ein Lärm?“
sprach die Stimme aus den Lautsprechern des Helms.
„Nur ein paar verwirrte Partygäste, die mich nach den Weg fragen. Mach weiter.“
„Jaja, ich weiß, bin dabei.“
Er sah sich um. Der Weg nach vorne war völlig versperrt und die nervösen, brüllenden Stimmen der Einsatzkräfte schienen die Entschlossenheit, diese Blockade auch aufrecht zu halten, nur zu untermauern. Man richtete die Scheinwerfer und Taschenlampen auf ihn und das Loch in der Wand hinter ihm.
„Nehmen Sie die Hände hinter den Kopf!“
brüllte jemand durch ein Megaphon. Er tat nichts dergleichen. Stattdessen zog er das Schwert, welches mit einem metallenen Singen die Scheide verließ. Der Stahl schimmerte rötlich im Scheinwerferlicht.
„Nehmen Sie die Waffe runter! Ihre Lage ist aussichtslos.“
brüllte sie wieder durchs Megaphon.
Naja
dachte er. Sie hatten Scharfschützen auf den Dächern vor ihm postiert und die gepanzerten Einsatzwagen hatten seine Flanken eingemauert. Durch die Gewehrläufe, die auf seine Position gerichtet wurden, waren seine Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt. Schwierig, aber nicht aussichtslos.
„Ich bin fertig hier unten.“
Das war der Satz, auf den er gewartet hatte.
„Wir nehmen Ausgang A in dreißig Sekunden.“
sprach er ins Mikro. Geschickt ließ er das Schwert in seiner Hand kreisen und ließ die Klinge wieder in die Scheide gleiten.
Schade, aber vielleicht würde er ein andermal die Gelegenheit zum Kämpfen bekommen.
„Und jetzt die Hände hinter den Kopf!“
brüllte der Polizist und er tat, wie ihm geheißen.
„Gehen Sie langsam auf die Knie und verhalten Sie sich ruhig!“
Langsam ließ er sich wie gefordert auf seine Knie fallen. Die Anzeigen in seinem Helm begannen zu flimmern, als sich drei Polizisten langsam näherten, und auf dem Display erschienen ihre Waffen und Dienstgrade.
„Einundzwanzig, zweiundzwanzig…“
flüsterte er. Nur noch wenige Meter und sie würden nah genug sein.
„Bleib unten!“
zischte ihm einer der Männer entgegen.
„Achtundzwanzig...“
flüsterte er und riss die Hände vom Kopf. Der erste Polizist war einfach. Er griff nach dem Lauf des Gewehres und schob diesen beiseite. Ein Schuss löste sich und traf den zweiten in die Brust. Ein Trommelfeuer aus Faustschlägen auf Brust, Hals und Gesicht ließ er auf den ersten nieder, packte ihn am Hals und riss ihn zu Boden.
„Dreißig...“
Ein ohrenbetäubendes Krachen ließ die Mauer hinter ihm bersten und den dritten Beamten hob es von den Füßen. Nur Sekunden und die ganze Szenerie war in dichten Staub und Schutt gehüllt. Entfernt hörte er das hektische Gemurmel der Polizisten, die sich Kreuz und quer Befehle und Anweisungen zubrüllten. Neben ihm stand der Koloss aus Stahl, dessen Motor laut rumorte.
„Lass uns abhauen.“
sprach er ins Mikro, sprang auf das Fahrzeug und eine Klappe auf dem Dach eröffnete ihm den Weg ins Innere. Kaum war diese wieder geschlossen, heulte der Motor auf und sie setzten sich in Bewegung.
„Hat sich der Aufwand gelohnt?“
fragte er seinen Partner. Dieser nickte resigniert.
„Nicht so sehr, wie wir erhofft hatten, aber ein paar nette Exponate waren dabei.“
Sein Partner lachte dabei und fragte schließlich
„Was steht als nächstes auf der Liste?“
„Fransokyo.“
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