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Die Reise eines Engels

von Hei-chan
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Kratos Aurion
17.04.2015
17.06.2016
37
103.205
4
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10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.06.2016 680
 
Zeitpunkt: Wo Kratos und Anna das erste mal in Hima sind (Kapitel 7)

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Die Sonne war bereits untergegangen. Am Himmel konnte man nun die Sterne sehen.
„Wow toll!“, schrie Anna wie immer begeistert. Wie schaffte sie es nur sich für alles zu begeistern?
„Das sind doch nur Sterne. Die sind jede Nacht da.“, sprach ich gelangweilt.
„Bitte?!“
Jetzt war sie empört. Das merkte man gleich.
„Nur Sterne?! Die sind doch einfach fantastisch. Sie funkeln, obwohl es dunkel ist. Man kann sie sehen, obwohl sie so weit weg sind. Sieh sie dir doch genau an.“
Ich sah nach oben. Die Sterne waren wirklich schön und heute sehr gut sichtbar.
„In Nächten wie diesen kommt es mir immer so vor, als würde ich in den Himmel hineingezogen.“
Seltsame Umschreibung wie ich fand, aber doch…
„Wie klein wir doch sind im Vergleich zu den Stern. Wenn man bedenkt, dass auf jeden Stern eine Welt wie unsere sein könnte.“, beschrieb Anna.
So hatte ich das auch noch nie betrachtet. Irgendwie hatte sie Recht.
„Guck mal. Das Sternbild da. Sieht aus wie eine Katze oder?“, rief Anna. Sie kam zu mir gerannt  und zeigte in den Himmel.
Ich versuchte es zu finden und tatsächlich mit viel Fantasie konnte man eine Katze erkennen.
„Das da sieht aus wie Noishe.“, sprach ich und zeigte auf ein Sternenbild, was Noishe sehr ähnlich war.
„Du hast Recht. Toll nicht.“
Ich sah zu Anna. Sie starrte immer noch völlig begeistert in den Himmel. So begeistert hatte ich sie bisher noch nie gesehen. Dabei war sie sonst auch immer ziemlich enthusiastisch.
Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Wie sie da stand. Es war einfach. Ich konnte es einfach nicht beschreiben. Mir war auf einmal richtig …anders? Glücklich ohne jeden Grund.
Was war nur mit mir?
„Sind sie nicht einfach wunderschön.“, schwärmte Anna.
„Ja, wunderschön.“, sprach ich wobei ich immer noch Anna ansah. Sie war wirklich wunderschön.
Jetzt sah sie mich an. Ihr Blick war irgendwie…schüchtern. Das passte gar nicht zu ihr. Stand ihr aber ungemein.
„Ehm…“, stammelte sie, wobei sie etwas nach unten sah.
Mir war auf einmal ganz warm, dabei müsste es hier kalt sein. Es kümmerte mich nicht wirklich. Irgendwie war ich ganz benommen.
Nun lehnte ich mich leicht nach vorne und legte meine Lippen vorsichtig auf Annas.
Eine wohlige Wärme breitete sich in mir aus. So etwas hatte ich noch nie gefühlt.
Unser Kuss war nicht von langer Dauer.
Wir sahen uns nun an. Keiner sagte ein Wort.
//Was habe ich bitte gerade getan? Ich habe sie geküsst//
Ich konnte es nicht glauben. Warum tat ich so was? Ich konnte doch keine Gefühle für Anna entwickelt haben. Nein das durfte nicht sein.
Ich drehte mich um und ließ die Braunhaarige einfach stehen. Das musste ich erst mal verdauen.
Ich ging ins Gasthaus. Völlig verwirrt legte ich mich ins Bett. Das war ja nicht mein erster Kuss. Na gut irgendwie schon. Die anderen Frauen hatten mir früher Küsse aufgezwungen, wenn ich nicht aufgepasst hatte, aber das mit Anna.
Meine Wangen wurden rot.
Nannte man das Liebe? Ich war mir nicht sicher. Immerhin war ich noch nie verliebt. Mit viertausend Jahren. Das war schon eine schwache Leistung, aber Liebe war nie was für mich. Warum verliebte ich mich ausgerechnet jetzt?
Viel wichtiger war die Frage was ich jetzt tun sollte. Ob Anna auch etwas für mich empfand? Warum sollte sie? Immerhin war ich sozusagen Schuld an ihrer Situation auf der Menschenfarm damals. Cruxis befehligte ja die Desians. Sie wusste nichts zwar davon.
Trotzdem hatte sie jemanden besseren verdient, als mich.
Zudem wurde ich von Cruxis gejagt. Würden die rauskriegen, dass Anna mir irgendetwas bedeutete, dann wäre sie in großer Gefahr. Das musste ich verhindern. Nur wie?
Anna betrat nun das Gasthaus. Ich lag mit dem Rücken zu ihr.
Vielleicht dachte sie ich würde schlafen? Momentan wusste ich auch noch nicht wie ich reagieren sollte. Ich musste mir bis morgen was einfallen lassen.
Anna schien zu zögern, sprach mich aber nicht an. Dann legte sie sich auch ins Bett.
Es dauerte auch nicht lange bis ich einschlief.
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