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Different moments ~

KurzgeschichteAllgemein / P18 Slash
14.04.2015
29.05.2019
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21.05.2015 2.397
 
Gwyneth, du Genie!!

Es war Abend und Gilbert war auf einer Veranstaltung der Rainsworths. Er lief grade durch die langen Korridore in den Veranstaltungssaal, da Oz schon wegen ein paar Umständen hier war und nun auf ihn wartete. Gil war nervös, nicht nur, weil er keinen Schimmer hatte, was da auf ihn zu kam, sondern auch, weil er wusste, dass er sich um zehn Minuten verspätet hatte. Zum hundertsten Mal strich er sich durch die schwarzen Haare, um sich zu vergewissern, dass sie gut saßen und Break oder der blöde Hase sich nicht über ihn lustig machen konnten.
Er zog ein Taschentuch aus seiner Anzughosentasche und wischte sich damit über die feuchten Hände und über die Stirn. Ihm war heiß.
Er bog um die nächste Ecke und da er mit der Zeit immer schneller gegangen war, krachte er mit einer, viel schwächeren Person, als er es selbst war, zusammen. Diese Person fiel hin und es schepperte. Gilbert's erster Gedanke war, dass es sich um ein Dienstmädchen handelte, dann fiel ihm auf, dass keiner "Aua" gesagt hatte, aber ein Dienstmädchen hätte das jetzt sicher getan. Stattdessen sah er auf jemanden herab, der insgesamt bestimmt drei Köpfe kleiner war, als er. Es war ein Kind, ein Mädchen und im nächsten Moment sahen ihn zwei riesige, rote Augen an. Gilbert war unfähig, irgendetwas zu tun oder sonst eine Reaktion von sich zu geben. "A-- Oh, es tut mir leid, ich wollte nicht . . . Verzeihung!", sagte sie und verbeugte sich. Neben ihr lag zerbrochenes Geschirr und ein Tablet. "G-- Gwyneth?", rief er. Sie nickte und begann damit, die Scherben auf das Tablet zu räumen. "Es tut mir leid. Nächstes Mal passe ich besser auf", sagte sie. "Ich sollte nicht mehr so schnell um Kurven gehen. Ich weiß gar nicht, was das gnädige Fräulein dazu sagen wird. Schließlich war es das Geschirr von Lady Shelly. Oh je, ich bin so ein Tollpatsch!" Gilbert war von Gwyneth's Verhalten leicht verstört, da er doch derjenige sein müsste, der sich entschuldigen sollte, so, wie es sich gehörte. Aber dann fiel ihm ein, dass Xerxes mal gesagt hatte, dass seine Schwester sich immer sofort entschuldigte, um andere sorgte und alles auf sich nahm. Die Kleine hatte mittlerweile alles aufgesammelt und stellte sich wieder hin. Sie lächelte.
Es war kurz Still, bis sie wieder das Wort ergriff: "Ähm, Gil? Ich hab eine Frage, aber sie ist äußerst blöd und dumm und du musst nicht antworten, okay?"
"Äh, ja. Frag ruhig, ich bin ganz Ohr."
"Okay. Ich wollte dich fragen, ob du zufällig . . . äh, a-- in -- in . . . Ob du zufällig in . . . jemanden verliebt bist?"
"Was?"
Gil stolperte einen Schritt zurück. Gwyneth war damit beschäftigt, von sich selbst geschockt zu sein. "Wie konnte ich nur . . .?", murmelte sie an sich selbst gerichtet. "Hä?", fragte Gilbert. "N-- nein! Vergiss es einfach wieder! Es ist sowieso egal und spielt keine Rolle! Tut mir leid, dass ich gefragt hab", sagte sie und schüttelte den Kopf. Unschlüssig sah der Ältere auf sie herab. Er wusste nicht, was er sagen sollte, aber er konnte jetzt nicht nicht antworten, da er befürchtet, dass das arme Kind sich dann ihr ganzes Leben lang Vorwürfe machte und ihm nie wieder in die Augen sehen konnte. "Ähm, also, ich . . .", begann er. "Ich weiß echt nicht, was ich sagen soll, also, als Antwort, auf, äh, deine Frage: Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht genau. Es kann sein, aber ich weiß es nicht. Wirklich!"
"Ist schon gut, ich glaube dir", sagte Gwyneth und lächelte wieder. "Wenn du es sagst, dann glaube ich dir, weil ich dir vertraue."
Sie ging an ihm vorbei und verschwand hinter der nächsten Ecke. Das war eindeutig Gilbert's seltsamste Begegnung mit Gwyneth gewesen. Eine Weile lang starrte er noch Löcher in die Luft, bis ihm einfiel, dass er schon viel zu spät war. Er lief den Korridor entlang, und kam, ein bisschen außer Atem, endlich in dem Saal an. Ihn schien allerdings keiner vermisst zu haben. Neben der Tür stand Sharon mit Xerxes und schüttelte seine Hand. "Schön, dass du gekommen bist", sagte sie und strahlte. Xerxes verbeugte sich. Das verängstigte Gilbert allerdings noch mehr, als er es zuvor schon war. Deshalb stellte er sich in sicherem Abstand zu den Beiden irgendwo anders hin und lehnte sich gegen die Wand.
Er sah Gwyneth durch die Tür treten. Sie war eindeutig schneller, als er es war. Naja, sie wohnte hier. Da musste man sich auskennen, um sich nicht zu verlaufen.
Sie redete mit ihrem Bruder und dieser setzte ihr am Ende des Gespräches Emily auf den Kopf.
Alle waren festlich gekleidet, was Gilbert natürlich einschloss. Sie Frauen trugen Kleider, die Männer Anzüge. Sharon hatte eine aufwendige, gesteckte Frisur mit vielen geflochtenen Zöpfen und Xerxes hatte seine Haare zusammengebunden. Es musste eine wichtige Veranstaltung sein, wenn die Zwei so aussahen.
Was dann so gar nicht dazu passte, war Gwyneth. Sie trug, wie immer, eine dunkellila Hose, eine lila Weste, einen weißen Umhang und ihre zwei, losen, blauen Ärmel, welche ihre Hände bedeckten. Überhaupt hatte Gilbert sie noch nie in einem Kleid gesehen, was an ein Wunder grenzte, da dieses Mädchen mit Sharon zusammen lebte. Gilbert's Kopf fiel in den Nacken und er schloss kurz die Augen. Dabei fiel ihm wieder ein, was Gwyneth ihn eben gefragt hatte: "Ob du zufällig in jemanden verliebt bist?"
Was sollte das? Sie war doch gar nicht die Sorte Mensch, die das so interessierte. So stark konnte Sharon nicht auf einen abfärben. Also, worauf hatte sie es abgesehen? Es gab sicher einen Grund. Vielleicht wollte sie es wissen, weil sie Anteil an Gilbert's Leben haben wollte oder weil sie für sich selbst einen Tipp brauchte. Oder . . . Oder wollte sie etwa wissen, ob Gil sie mochte? Er fuhr aus seiner bequemen Haltung hoch. Wollte sie wissen, ob er sie liebte, weil sie dies auch für ihn empfand? Nein! Andererseits, ein anderer Grund erschien Gilbert mittlerweile nicht mehr logisch. Und . . . liebte er sie denn? Liebte er denn überhaupt jemanden? Eigentlich hatte er immer gedacht, dass er sich mit dieser Frage niemals auseinander setzten musste, aber mit seinem 24 Jahren hatte er es wohl schon lange genug aufgeschoben.
Wenn er jemanden liebte, wer war es dann? War es vielleicht sogar auch Gwyneth?
Wer Anders kam ihm grade nicht in den Sinn und deshalb dachte er dann erstmal darüber nach. Klar, sie war nett und . . . so wie sie halt war, aber sie konnte auch gut die Kontrolle übernehmen. Eigentlich kannte er sie viel besser, als er gedacht hatte. Er seufzte. Aber es war auch denkbar, dass er jemand Anderen liebte. War es am Ende sogar der blöde Hase? Er verbrachte schon viel Zeit mit ihr, aber er hatte sie immer als eine Art Feindfreundin gesehen. Allerdings war es durchaus möglich, dass er mit der Zeit mehr für sie empfand. Verdammt, war das alles kompliziert!
"Ähm, Verzeihung?", sagte eine zarte, freundliche Stimme. Gilbert sah auf. "Störe ich dich? Du sahst so nachdenklich aus. Wenn es ungelegen ist, dann komme ich später nochmal", sagte sie. "Lea?", fragte er. "N-- nein! Du kommst kein bisschen ungelegen." Er war für den Moment froh, dass sie ihn ablenkte.
"Ist bei Pandora alles okay?", fragte sie. Gilbert nickte. "Und du bist mit Oz hier?"
"Ja. Allerdings ist er schon vor mir hier gewesen und ich habe ihn noch nicht gefunden."
"Aha. Und, wie geht es dir in letzter Zeit so?" Gilbert raufte sich die Haare. "Ein bisschen stressig, aber sonst ist alles gut." Es wurde still, da weder Gil noch Lea gut darin waren Smaltalks zu halten. Beide starrten einfach nur so in der Gegend rum. Gwyneth verlies den Saal wieder.
"Schön, dass so viele Leute gekommen sind", sagte Lea plötzlich. Gil sah auf sie herab. Sie sah die Menschen an, die sich unterhielten oder etwas tranken.
"Ja, es kommt ja nicht oft vor, dass Sharon eine Veranstaltung . . . veranstaltet", sagte Gil und hasste sich für seine Wortwahl.
"Das meinte ich aber nicht. Ich meinte generell die ganzen Menschen, die sich treffen. Der Ort ist doch egal. Es zeigt mir irgendwie, wie lieb man sich haben kann." Erstaunt sah Gil sie an. Darüber hatte er noch nie nachgedacht. Er hatte sowieso nie groß über Veranstaltungen nachgedacht und es immer nur als seine Pflicht gesehen, sie zu betreten. Nicht, weil er anderen eine Freude machen wollte.
"So hab ich das noch nie gesehen." Lea grinste. "Hab ich mir gedacht." In null Komma nix nahm Gil's Gesicht eine viel dunklere Farbe an. Weshalb brachte sie ihn immer so in Verlegenheit?
Es war wieder still.
"Und . . .", setzte Gil an. "Und was hast du so in letzter Zeit gemacht?"
"Ich? Ach, ich hab mich mit meinen Eltern und Brüdern herum geschlagen. Man hat es nicht leicht, wenn man vier Brüder hat. Sonst ist nicht viel passiert. Da meine Familie ja auch nicht wirklich viel zu sagen hat, bekomme ich auch sehr wenig von Pandora oder anderen, wichtigen Sachen mit." Gil nickte. Er bedauerte es, dass Lea nicht gesagt hatte, weshalb sie hier war, denn ihm war immer noch nicht bewusst, weshalb das hier statt fand.
"Du kennst deshalb hier auch nicht sehr viele, oder?", fragte er. Sie schüttelte den Kopf. "Niemanden in meinem Alter oder mit dem ich gut befreundet bin." Gil war ein bisschen beleidigt, dass Lea ihre Verbindung zu ihm und Oz nicht als Freundschaft ansah.
Gwyneth kam auf sie zu. "Wollt ihr vielleicht etwas Tee?", fragte sie. Lea nickte. "Au ja, gerne!"
"Mit Zucker?"
"Nein, nur Tee bitte."
"Du auch?", fragte Gwyneth an Gilbert gewannt. Dieser schüttelte den Kopf. Das kleine Mädchen gab Lea eine Teetasse und zog von Dannen.
"Wer war das?", zischte Lea zu Gil. "Xerxes kleine Schwester. Sie nimmt den Beruf als Sharon's Dienerin irgendwie ernster, als er."
"Gibt's nicht! Break hat 'ne Schwester?!", rief Lea überraschet. "Ja. Und deshalb muss ich ihn jetzt immer Xerxes nennen, weil Gwyneth mit Nachnamen auch Break heißt." Lea nickte. Sie kannte die Kleine, aber nur vom sehen her. Andererseits sah sie ihrem Bruder so ähnlich, dass selbst ein Dreijähriger die Verwandtschaft bemerkt hätte. Gedankenversunken sah sie ihr hinterher.
Gwyneth nahm ein Glas und ein Messer und stieß die beiden Gegenstände zusammen. Es gab einen hellen Ton und augenblicklich verstummte alles im Saal und sah zu ihr. Sie räusperte sich und trat einen Schritt hinter Sharon. "Ich wollte mich nur dafür bedanken, dass ihr alle gekommen seid. Das finde ich echt nett von euch, da manche einen sehr weiten Weg hierher hatten. Und jetzt wünsche ich euch allen noch einen schönen Abend", sagte Sharon.
Gil fiel fast ins Koma, als neben ihm eine Blaskapelle anfing, zu spielen. Sie hatten sich hier heimlich aufgebaut und jetzt hatten sie ihn von hinten angegriffen. Lea lachte ihn aus.
"Hey! Du hättest mir ruhig sagen können, dass sich hier eine Kapelle versammelt hat!", sagte er entrüstet, während er mit Lea ein paar Schritte ging. "Ja, hätte ich, aber so ist es um einiges lustiger", kicherte sie. Gil raufte sich die Haare und fragte sich wann der Abend zu Ende war.
Nach und nach versammelten sich immer mehr Leute in der Mitte des Saals und begannen, zu tanzen. Es war kein schlechter Anblick, wie es immer mehr wurden.
Es gab auch Streicher und mit der Zeit wurde den Klang der Instrumente immer melodischer.
Lea sah sehnsüchtig auf die Tanzfläche.
Gwyneth stand mit einem Tablet, auf dem leere Teetassen standen, bei Sharon und ihrem Bruder. Sie sah die ganze Zeit zu Gil und seiner Begleiterin. Lea oder so. Gwyneth war nicht sonderlich gut darin, sich Namen zu merken. Sie lächelte und drehte sich um, um die Tassen wegzubringen.
"Gil . . .?"
"Hm?"
"Wollen wir nicht auch tanzen?", fragte Lea vorsichtig. Gil wurde rot.
"W- was? Wieso?"
"Wieso nicht? Ich meine, die Anderen tanzen doch auch alle, da wäre es doch blöd, wenn wir hier nur so rumstehen." Sie nippte an ihrem Tee. Gil fand irgendwie, dass Lea recht hatte, aber er wusste, dass das nicht der einzige Grund war, warum sie gefragt hatte. Und er wusste auch, dass es nicht der Grund war, weshalb er das tat, was er jetzt tat. Er nahm Lea die Tasse aus der Hand, stellte sie auf einen Tisch und zog sie einfach auf die Tanzfläche. Ihm kam alles so benebelt vor, als wäre er betrunken. Aber das war ihm jetzt egal. Alles egal! Sollten die Anderen doch denken, was sie wollten, er wusste es besser, denn auf einmal wusste er, in wen er sich verliebt hatte.
Gwyneth stand in der Tür und beobachtete die zwei. Sie war stolz auf sich, denn hätte sie Gil vorhin nicht gefragt, ob er verliebt war, wäre er jetzt wahrscheinlich immer noch zu verpeielt, um es zu erkennen.
"Gwyneth, du bist ein Genie!", flüsterte sie sich selber zu.

The End..


P.P.S. Lea x Gilbert ^^


Eine gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz gewisse Freundin meinerseits hat diese GEschichte geschrieben. xDDD *hust*Vivi*hust*

Btw, ich bin Lea. xDDDDDD Das ist hier das Problem... sie kann mich doch nicht eifch mit Gil pairen... o.O (sie weiß dne grund warum sie das einfach tun kann. xDDDDD) Gil ist heiß. Ja, mehr sag ich nicht.

P.P.P.S von Lea (also mir xD): Ich kann nicht tanzen.

Oh, viviii, hätte dich das zwar auch in einer mail fragen können, bin aber grade zu faul, aber darf ich Gwyneth in eine schon sehr lang geplante Geschihte mit reinfügen, die ich höchstwahrscheinlich am 5.Dezember anfangen werde ? xD 8nicht fragen warum ich das Datum so genau weiß xDDD)

Meine Güte ich war voll geschockt als sie mir diese Geschichte geschickt hat. xDDD

LG
~Fett-Lea (ich bin nicht Fett aber meine Tischnachbarin hat mich kurzerhand einfach mal so genannt ! xDDD)
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