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Different moments ~

KurzgeschichteAllgemein / P18 Slash
14.04.2015
29.05.2019
96
157.315
8
Alle Kapitel
93 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
03.05.2017 965
 
Dies hier... ist gewidmet an unsere herzallerliebste Vivien Lacroix. xDD
Ich... sie hatte das Pairing irgendwie nötig also ja, sollte ich das noch mal neu schreiben und hier hast du's. ^^'
Ich denke mal, es ist besser als das Alte (Wer irgendwie nen Vergleich sehen will, könnte das noch mal lesen und dann das hier hinterher xD), aber ob es sehr gut ist, kein Plan.

Ja, hier habt ihr's...???

Und ja sorry, es ist irgendwie kurz (kein Plan warum xD) und ohne Lemon, ich habe was Lemons angeht in diesem Jahr schon genug gesündigt... ohne Witz, mein Gehirn wird immer perverser???


~Schnuff



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Vincent war genervt.
Er war sogar sehr genervt.
Er trommelte mit den Fingern auf der aprikosenfarbenen Tischdecke, starrte angestrengt auf das Messer vor ihm.
Wie gern er es doch in blutrot sehen würde, mit dem Blut des Mannes, der gegenüber von ihm saß.
Er hatte ein süffisantes Grinsen auf seinem Gesicht, die roten Augen blickten ihn spöttisch an, das blasse Kinn war in schlanke Finger gestützt.
Er hatte rote Augen, er war beinahe noch mehr verflucht als Vincent selbst.
Er war seltsam.
Aber Vincent war auch seltsam.
Sie hatten viel zu viel gemeinsam und genau das war es, weswegen er diesen Mann so hasste.
Immer, wenn er ihn sah, sah er nicht nur die Fehler des Hutmachers, sondern auch seine eigenen.
Und es tat weh und machte ihn verdammt noch mal aggressiv.
„Na, werter Herr Kanalratte, wollen sie nicht über irgendetwas reden~?“
Wie war er überhaupt in diese Situation gekommen?
Er saß allein mit dem Hutmacher an einem Frühstückstisch, und das nur, weil Oz – sich die Hand vor den Mund haltend – aus dem Raum gerannt war, sein Bruder, das blöde Chain-Mädchen und Sharon hinterher.
Warum war er nicht auch hinterhergerannt?
Auf den meisten Tellern lagen noch Croissants oder Baguette mit Marmelade oder Honig.
Der Honig in dem Glas sah fast so aus wie flüssiges Karamell, brach das Sonnenlicht, dass durch die dünnen Vorhänge fiel und reflektierte es beinahe wie einen Spiegel.
„Einen Scheiß will ich mit dir reden“, zischte er und wandte sich wieder dem Honig zu.
Der Deckel lag neben dem Glas, er sah seltsam verlassen aus.
Vielleicht war er so wie Vincent – getrennt von den Leuten die er liebte.
Break stand auf, der Stuhl knarrte, als er über den Boden geschoben wurde.
„Weißt du was, Vincent?“
„Ja, du solltest verschwinden!“, schrie er, aufgebracht und wütend, weil dieser Mann rote Augen besaß, so wie er, weil er Leute verletzte, so wie er.
„Nein... ich dachte eher daran, dass du süß bist, wenn du ausflippst.“
In ein paar Millisekunden war Vincent alle Möglichkeiten durchgegangen.
Seine Schere lag noch in seinem Zimmer.
Seine Pistole auch.
Aber vor ihm lag ein Messer. Er griff danach, als Break einen weiteren Schritt nach vorn tat, er war bereit, es ihm in die Brust zu rammen, damit es endlich, endlich blutrot glänzte.
Allerdings konnte er diesen Plan fast sofort verwerfen denn Break griff nach seinem Handgelenk, so schnell, dass Vincent es gar nicht mitbekam.
Dünne Finger schlangen sich um sein Handgelenk, zwangen ihn dazu, das Messer herunter zu nehmen.
„Sicher, dass du dich nicht vertragen willst~?“
Er hatte es ganz nahe an seinem Ohr geflüstert, der Blonde konnte den Atem des Hutmachers auf seiner Haut spüren, er zog sich süßlich warm über seinen Hals und den Nacken, brachte in dazu, eine Gänsehaut zu bekommen.
Wenn Vincent ehrlich zu sich selbst wäre, ja, dann würde er sich nur zu gern mit ihm vertragen.
Aber er war nun mal nicht ehrlich zu sich selbst.
Beinahe verzweifelt tastete er mit der anderen Hand den Tisch ab, auf der Suche nach einer weiteren Waffe.
Das erste, was er in die Hand bekam, war der Honig, und da dieser nun mal keinen Deckel mehr hatte, tat er das Einzige, was seinem irgendwie leicht benebelten Gehirn als erstes einfiel:
Er drehte das Glas und der gesamte Inhalt floss in goldenen Tropfen auf die lavendelfarbenen Haare.
Vincent war aufgrund der Nähe dieses Mannes heiß und kalt zugleich und irgendwie wusste er, dass das nicht besser werden würde, würde er ihm ins Gesicht schauen.
Er tat es trotzdem.
Dünne Honigfäden zogen sich durch die weißen Strähnen vor seinem verlorenen Auge, ein Tropfen hing an der Spitze seiner kantigen Nase, die Flüssigkeit klebte an seinen Lippen und sogar in seinen Wimpern.
Ganz langsam leckte Break den Honig an seinem Mund ab, so langsam, dass Vincent sich fast vor lehnte, um ihm zu helfen.
„Warum willst du dich nicht mit mir vertragen~?“, seine Stimme war rau, gesenkt, beinahe dunkel.
Vincent hasste ihn, er hasste ihn mit allem, was er besaß, so sehr, dass er zitterte, dass sogar sein Atem nur stoßweise ging.
„Ich... i-ich...“
Er hörte das Klirren des Messers, spürte allerdings nicht, dass er es fallen gelassen hatte.
Sein Handgelenk wanderte wie von selbst zu Breaks Schulter, blieb dort liegen und klammerte sich fest, auf der Suche nach einfach irgendetwas.
Plötzlich spürte er klebrige Lippen an seinem Hals, die sich einen Weg nach oben küssten und fast schon bereitwillig drehte er den Kopf zur Seite.
Als ihm bewusst wurde, was der Hutmacher hier tat, war es ihm schon egal.
Breaks Lippen berührten dann seine, nur neckisch und er ließ sofort  von ihm ab, eine seiner Hände hatte sich bereits einen Weg unter Vincents Hemd gebahnt, strich an seiner Hüfte entlang.
Beim nächsten Kuss dann schmeckte er den Honig.
Er war nicht so süß, wie er gedacht hatte.
Er war zu süß, hatte gleichzeitig einen widerlich bitteren Stich, er war  genau so wie Break.
„Was ist das... für ein ekliger... Honig?“, brachte er hervor, als Break sich wieder von ihm löste.
Dieser grinste ihn nur spöttisch an.
„Das, mein Lieber... das ist guter Honig von Göttinger Bienen.“
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