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Different moments ~

KurzgeschichteAllgemein / P18 Slash
14.04.2015
29.05.2019
96
157.315
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Dieses Kapitel
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22.11.2016 4.571
 
Ja, seit heute, dem 22. November kenne ich Pandora Hearts zwei Jahre.
Da habe ich Band 1 gelesen und dann nen Albtraum gehabt, dass ein Gemisch aus Alice und Ada mich erschossen hat... ja gut. xD

Aber ich gebe euch hier mal den Grund, warum mir so viel einfällt:
PH is great. Ok? Die Charaktere... das ist unerschöpflicher Stoff. Da geht sogar GilxReim. (wobei mir die Lemons demletzt zu weit gingen. VincentxBarma, OSCARXBREAK (Oscar war bewusstlos. Stellt euch vor, was Break getan hat...) und... KevinxFrauseinesOpfersunddessen...Genital. Ja. Ich war verstört. Sehr sogar. Aaargh.)
Das ist der Grund.

Und hier die vielen Gründe, weshalb ich Pandora Hearts immer noch so sehr liebe:
Klar, die Geschichte und die Charaktere, aber das ist euch allen bestimmt sowieso klar.
Aber es ist eher, dass es mich zwei Jahre lang begleitet hat und ich will nicht liegen, es waren die schrecklichschönsten meines Lebens. Naja, ich war eben in der Klapse und hatte eine echt schlime Zeit mit Panikattacken, Depressionen und von klein auf ne Essstörung, die jetzt ENDLICH weg ist (also, ich hab nur zu wenig gegessen, aber unabsichtlich) und der Tod meines Opas, meiner zwei Großonkel und meiner Uroma. Aber vor allem Jacks Selbstmord hat mich schlimm mitgenommen. Ich kannte ihn zwar nur übers Internet, aber es hat mich eben richtig schwer getroffen. Und das Schöne... mh. Ich habe die wohl besten Freunde der Welt. Und außerdem wird meine iebe endlich erwidert. *lach*
Und natürlich vor allem die charakterentwicklung. Ich weiß, es klingt vielleicht übertrieben, aber ich habe mich quasi daran festgeklammert, dass man stark sein kann, wegen PH. Das Problem war nur, ich dachte, Oz wäre stark, mit seinem 'akzeptieren' und deshalb habe ich auch zunächst alles akzeptiert. Es war nicht das beste. Aber irgendwie wurde ich dann wie Break, dass ich nichts mehr richtig akzeptiert habe und nur still in mich hinein geweint habe.
Zum Glück hat sich das geändert. Eben so, wie bei Break auch. Und naja, jetzt bin ich, wer ich bin. Ich selbst.
Und das liegt zum Teil nämlich auch an euch.
Vielen Dank für euren ganzen Support.
Ich liebe euch. <3

So. Jetzt zum eigentlich. Die Nachfolgenden... es sind keine Drabbles oder OSs... es sind Mini_satz_Sachen. xDDDD
Und ja, das sind meine Lieblingszitate und was ich damit verbinde. :3 Und ja, ich habe ein Zitatebuch... selbstgeschrieben.

Danke.

~Eure Schnuff



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[Weil mein Sturm auch zu heftig war.]

Der Regen prasselte unaufhörlich gegen die Scheibe der Kutsche.
Break stellte sich vor, es wäre die Anzahl der Tode, die er schon gesehen und selbst verursacht hat.
„Oje...“
Er sagte es in seiner normalen Stimmlage.
Es war gefälscht.
„Es hat also tatsächlich angefangen zu regnen... das könnte womöglich ein Sturm werden!“
Das Mädchen musterte ihn nur seltsam.
Und er wusste, dass der Sturm heftiger werden würde als er geplant hatte.



[Weil ich jemanden durch eine Veränderung verloren habe, nicht nur sie, sondern auch mich selbst.]

Gilbert?
War er es?
Oz wusste es nicht.
Er hatte schwarze, gelockte Haare.
Aber sein Rücken war viel zu breit.
Nein, er war es nicht.
Wie sollte er es auch sein?
Er hatte ihn umgebracht.
Der Fremde schaute ihn aus goldenen Augen an, komplett emotionslos.
Oz wusste bereits hier, er hatte ihn verloren.



[Weil ich wieder ich bin und sie wieder sie ist.]

„Es ist nicht wie damals.“
Er nahm seinen Hut ab und Oz konnte den Blick sehen.
Er war weich und er wusste, er war gefallen.



[Weil ich mich verliebt habe.]

„Ich will... noch immer dein Diener sein!“
Das Licht wird durch die Blätter der Bäume gebrochen; sie scheinen in einem sanften Goldtton.
Das Grab hinter dem blonden Jungen glänzt.
Keiner weiß, wie wichtig es noch sein wird und das damit alles angefangen hat.
Der Schwarzhaarige schaut auf, sieht die Person, die er so sehr liebt.
Wenn er nur wüsste, dass er noch mal so lang auf ihn warten muss.
Das Gold seiner Haare ist das einzige, was Gilbert sehen kann, als er ihn küsst.



[Weil ich mich selbst aus den Augen verloren habe. Und meinen Grund verloren habe und keinen Sinn mehr gesehen habe, zu leben.]

Er nahm das Kinn des Jungen in die Hand.
Er sah ihn nur verschwommen.
Ein Bild, gemalt mit Wasserfarben aus einem leichten Gold und einem kräftigen Smaragdgrün.
Er konnte ihn sehen.
Seine Wahrheit; der Grund, warum er lebte.
Er musste sie wissen, die Wahrheit, er hatte es Lady Shelly versprochen.
Er konnte ihn nicht sehen.
Seinen Grund.
„Oz... wo bist du denn bloß?“
Meine Wahrheit, mein Grund... wo bist du denn bloß?



[Weil ich mich nicht geliebt gefühlt habe und mittlerweile weiß, dass es Leute gibt, die mich nicht mögen und Leute, die es tun.]

„Geliebt? Dieses Kind hätte besser nie geboren worden sollen.“
Es tat weh. Es tat weh.
Warum?
Warum war er verflucht?
Sein Gesichtsausdruck wurde leer.
Was hatte er denn falsch gemacht?
Warum liebte sein Vater ihn nicht?
Warum... hasste er ihn so?
Warum?



[Weil ich nicht mitbekommen habe, dass ich verliebt bin und dachte, mir würde so etwas nicht zustehen. Und weil ich dachte, dass mich nie jemand lieben könnte.]

Der Weißhaarige musste leicht grinsen.
Er wusste nicht, wie es für sie enden würde.
Für ihn würde es mit dem Tod enden und er war ich dessen bewusst.
Und er fand es nicht schlimm.
Er saß immer noch auf dem Tisch, beugte sich vor und nahm die karamellfarbene Strähne in seine Hand und blickte seinem Fräulein direkt in die Augen.
Sie errötete leicht und er wusste, warum.
„Ich habe so eine Ahnung, dass es spannend wird~“
Er sollte nie erfahren, dass das wirklich der Grund für alles gewesen war.



[Weil ich nichts mehr fühlen konnte und in Selbstmitleid versunken bin.]

„War ich wütend?“
Das Mädchen starrte ihn nur ungläubig an, ihre Haare waren noch leicht nass und fielen ihr schwer über die Schultern und das große, weiße Handtuch.
Oz wusste ganz genau, es war eine dumme Frage, denn jeder normale Mensch würde die Antwort darauf wissen.
Aber er hatte schon lang aufgehört, sich selbst zu kennen.
Er sollte nicht so in Selbstmitleid versinken.



[Weil ich den selben Fehler immer und immer wieder gemacht habe.]

„Lass mich nicht allein!“
Es war ein lauter Schrei in seinen Ohren.
Zu laut.
Er war kurz davor, den Schal und die Stricknadeln fallen zu lassen, als das braunhaarige Mädchen diesen Satz schrie.
Der Satz, der ihm so weh tat.
Der Satz, der ihn brach.
Der Satz, an dem er, er allen schuld war.



[Weil ich meine Sonne gefunden habe.]

„Alice ist für mich... wie die Sonne.“
Ja, das war sie. Sie war hell. Sie strahlte.
Sie zeigte ihre Gefühle, so, wie und wann sie wollte und konnte sie auch nicht verhindern.
„Aber... manchmal ist dieses Strahlen auch schwer zu ertragen.“
Er war eifersüchtig auf sie.
Sie konnte alles, was er verlernt hatte.
Er... war er wirklich eifersüchtig?
Sie hatte ihm etwas beigebracht.
„Aber... sie ist warm.“



[Weil es mir viel beigebracht hat.]

„Diesen Ausdruck „für jemanden“, mit dem man jegliche Verantwortung abgibt... den hasse ich zutiefst!“
Denn er hat damals alles „für andere“ gemacht.
Das dachte er zumindest.
Da tat er alles für sich.
Jetzt denkt er, er wäre die egoistischste Person der Welt.
Aber er war es nicht.
Denn jetzt tat er wirklich alles „für andere“.
Und es war keine Ausrede.



[Weil ich anderen die Schuld gegeben habe und keine Hilfe annehmen wollte.]

Es war kalt. So unheimlich kalt.
Warum war er nicht tot?
Er verdiente das nicht.
Es war ihre Schuld.
Es war so kalt.
Sie sollte sterben.
Er hasste, hasste, hasste sie.
Er schwörte, er würde sie umbringen.
Der stechende Schmerz riss ihn aus seinen Gedanken und die Stimmen von Leuten, die ihm helfen wollten.



[Weil ich gelernt habe, Sachen aufzugeben, wenn es nicht besser wird.]

„Nein, das erlaube ich nicht!“
Ihre zierliche Hand lag auf seiner, ihr Keuchen war einen Moment das einzige, was in dem kalten Raum zu hören war.
Nicht nur Break war verblüfft, als das Mädchen, was sich gegen ihn gelehnt hat, plötzlich so stark geworden war.
Er gab ihr einen leichten Kuss auf das weiche Haar, fragte sich, ob sie von ihren Gefühlen wusste.
„Es ist schon gut.“
Und dann gab er die Erinnerung auf.



[Weil ich keine Hilfe annahm aber selbst welche anbat.]

„Hey... hören sie auf damit!“
Aber er stieß den Braunhaarigen zur Seite.
Seine Brille schlitterte über den Boden, kam dort letzendlich zum liegen.
„Komm mir nicht zu nahe... fass mich nicht an...!“
Er wollte keine Hilfe. Aber Reim würde nicht locker lassen.
Er sah, dass es ihm schlecht ging.
„Nein.“



[Weil ich nicht auf die Gefühle anderer geachtet habe und ich nicht hören wollte.]

Er stieß den Blonden gegen die Wand, und sah ihm direkt ins Gesicht, sein Gesicht war vor Wut verzerrt und die Hand an seinem Kragen zitterte.
„Wie viele Menschen hast du auf diese Art und Weise wohl schon verletzt?!“
Er schrie es; es war ihm komplett egal, ob er diesen fremden Möchtegern-Edgar verletzte.
„HALT DEN MUND!“



[Weil mich viele Personen mit Gewalt hochziehen mussten. Danke.]

Er zog ihn wieder hoch, kniete er doch gerade wegen ihm und seiner Moralpredigt auf dem Boden.
Aber dieser Typ nervte Eliot und er war allgemein echt ätzend.
„Es liegt doch an dir, in welche Richtung du dich bewegst!“
Konnte er es nicht endlich verstehen?
Dass er sein eigenes Leben in der Hand hatte?
Er hatte doch keine Ahnung vom Leben.



[Weil Veränderungen schön und schrecklich zugleich sein können.]

Es war kalt und Gilbert zitterte am gesamten Körper, aber wegen des Schwindels konnte er nicht wieder aufstehen und blieb am Geländer des Balkons sitzen.
Ihm war übel und er hatte Kopfschmerzen.
Der Weißhaarige lehnte an den weißen Steinsäulen, ein spöttisches Grinsen aufgelegt, seine Fassade aufgelegt.
Und Gilbert wusste, dass gleich die Wahrheit kam, die er mehr fürchtete als den Tod.
„Hast du Angst, dass Oz sich verändert?“



[Weil es auch in meinem Leben Worte gab, die mich brachen.]

„Ich will nicht allein sein!“
Diese Worte sollten sein Leben zerstören, es brechen, es kaputt machen, ihn dazu zwingen, in die Knie zu gehen.
Sie sollten ihn in die komplette Verzweiflung treiben.
Denn er tat es. Er ließ sie allein, ohne sich Gedanken über ihr Wohlergehen zu machen, nur an sich selbst denkend.
Und er hasste sich dafür.



[Weil ich dachte ich wäre allein und Fehler gemacht habe, die ich nicht wieder gut machen kann.]

„Richtig... niemand kann das wissen.“
Es war ein verzweifeltes Lächeln Breaks.
Er würde es nicht rückgängig machen können.
Nein, er hatte es.
Aber man sollte es nicht.
Er hat einen Fehler begangen und es endlich eingesehen.
Er war allein.
Nein... warum redete er sich das ein?
Weil es so war.



[Weil ich weiß, dass ich mich bei ihr fallen lassen kann und sie so sehr liebe.]

„Na und, dann fällst du eben um!“
Der Blonde schlug sich die Faust gegen seine eigene Brust.
Gilbert konnte selbst mit den Klamotten sehen, dass er abgenommen hatte.
Erst im nächsten Moment verstand er, was sein Master, sein Geliebter gerade gesagt hat.
„Ey!“, kam es nur erschrocken aus seinem Mund und der Kleine lächelte ihn an.
„Selbst wenn du umfällst... ich bin hier und stütze dich!“
Und Gilbert wusste, dass es stimmte und dass er sich fallen lassen konnte.
Er formte die Lippen zu einem leisen 'Ich liebe dich', brachte es nicht mit voller Stimme heraus, wurde von den Gefühlen erdrückt.
Er war ein Idiot.



[Weil ich wie Jack bin und mit allem überfordert war und ich mir egal war.]

„Die Welt war für mich wie eine Finsternis, die alles verschluckt.“
Er hatte sie verloren.
Für immer.
Nein, nicht für immer.
Er würde sie zurück holen.
Es war unglaublich dunkel und nicht nur die Welt wurde von ihr selbst verschluckt; nein, er auch.
Er wusste nicht, warum er nicht gestorben war.
Wo es doch das Einzige war, was ihm wirklich egal war.



[Weil ich angefangen habe, ehrlich zu mir selbst zu sein.]

„Mir geht es gut, ok?“
Gilbert konnte die Lüge in seinen Augen sehen.
Er sollte aufhören damit. Er konnte es ihm sagen.
„Na gut... wenn ich ehrlich bin... dann ist es schon ein wenig hart.“
Und Gilbert versetzte es einen Stich ins Herz.
Er hatte doch gewusst, dass er damit nicht klar kam.
Weil Oz sich nun veränderte und ihn allein im Schatten stehen ließ und er ihm nie würde folgen können.



[Weil ich nie dachte, dass du meine Gefühle erwidern würdest und ich davor so viele schlaflose Nächte hatte.]

Ihre Worte wurden von vereinzelten, unkontrollierten Schluchzern unterbrochen.
„Ich... will doch nur immer an seiner Seite sein...“
Sie wusste, dass dieser Fall nie eintreten würde.
Dass er ihre Gefühle nie erwidern würde, nie erwidern könnte.
Es war Break und daran würde sich nichts ändern.
Er wollte alles allein schaffen, aber sie wollte doch bloß bei ihm sein, bloß endlich ein Teil seines Lebens sein und ihn umarmen.
Und ihn verdammt noch mal küssen.



[Weil du es schon lang vor mir wusstest und ich zu dumm war, es zu erkennen.]

„Genau... wie dein geliebter Hutmacher, oder?“
Nein, er vergaß nicht, dass es sich um Menschen handelte.
Und sie fühlte sich ertappt.
Jemand wusste, dass sie ihn liebte.
Warum?
War es denn so offensichtlich?
Wusste er es... am Ende auch noch?



[Weil Sheryl mit diesem Satz so viel gesagt hat und mir so viel klar geworden ist.]

„Menschen können auch dann zusammen kommen, wenn sie verschiedene Wege gegangen sind.“
Sharon errötete leicht aufgrund der Worte ihrer Großmutter.
Hatte sie es etwa auch gemerkt?
Oh, verdammt noch mal.
Aber sie wusste, dass war wahr.
Er war Kevin Regnard und sie Sharon Rainsworth und sie konnte und wollte die Hoffnung nie aufgeben.
Vielleicht hatte sie doch noch Glück.



[Weil viele Leute mir versichert haben, dass ich es schaffe und es auch geschafft habe.]

Es war ein engelsgleiches Lächeln des schwarzhaarigen Jungens, den er so sehr liebte.
Eliot lächelte ebenfalls.
„Ja... das schaffst du. Du schaffst das, Eliot!“
Es wurde ihm warm ums Herz und er war sich sicher, dass Oz sah, dass sie sich liebten und es war ihm nicht peinlich.
Er stand dazu.
Er hätte nur besser nie erfahren sollen, wer der Kopfjäger wirklich war.



[Weil das Leben schön ist.]

„Happy Unbirthday!“
Er reckt die Tassen hoch in den Himmel; wissend, dass es das letzte Mal ist, dass sie alle so zusammen sein können.
Und er war glücklich.
Er war glücklich und es war das erste Mal nicht schlimm, dass er seine Frau und sein Kind verloren hatte.
Das war seine neue Familie und er war sehr, sehr glücklich mit ihr.
Die Tassen treffen einander, ein wenig Tee schwappt über und Gelächter ist zu hören, als Oz sich verbrüht und Gilbert überfürsorglich mit ihm zu kaltem Wasser suchen geht, als Alice mal wieder nach Fleisch fragt, als Break Sharon ihre Teetasse klaut und dann mit ihr verschwindet, als Echo kurz ein kleines Lächeln schenkt, als Ada sich wieder nach ihrem Angebeteten umdreht und Reim am Tisch arbeitet.
Es ist ein ganz normaler Tag.



[Weil ich auch nicht tanzen kann.]

„Also... gib mir deine Hand!“
Seine Hand ist warm in ihrer, als sie ihn sanft und geduldig und vor allem langsam durch einen Tanz leitet.
Ja, er ist blind. Und sie wird damit klar kommen, weil sie ihn liebt und weil sie ihn so akzeptiert, wie er ist.
Sie ist stark.
Nein, sie ist schwach, aber Stärke beginnt in dem Moment, in dem man sich seiner Schwäche bewusst wird.
Seine andere Hand an ihrer Hüfte ist ebenfalls warm.
Sie hat eine Gänsehaut.
Die Sterne scheinen hell am Himmelszelt, tauchen die Welt in ein klein wenig Licht.
Sieht Break das noch?
Nein, sicherlich nicht.
Sie schluckt die Tränen hinunter und als das Lied aufhört, zieht er sie an sich heran, küsst sie auf die Haare und dann auf den Mund und sie ist unendlich froh.



[Weil ich nichts sehen wollte.]

Ein leichtes und vor allem trauriges zog sich über sein Gesicht.
Eliot würde ihn aus irgendeinem Grund jetzt gern fotografieren.
„Es ist nicht so, dass ich nichts zeigen will, ich will nichts sehen.“
Und Eliot wollte sehen.
Er wollte ihn sehen.
Er wollte seine Augen sehen.
„Hä?“, gab er nur von sich, obwohl er verstand.



[Weil mir viele Leute das Leben gerettet haben.]

„Lass das du Vollidiot!“
Da war ein heißer Schmerz in seinem Rücken.
Nein, war er nicht, noch spürte er ihn nicht.
Break landete auf dem Boden.
Der junge Mann hatte ihm gerade sein Leben gerettet und das wusste er.
Und dann spürte er den Schmerz.
Und es tat weh. Aber er konnte leben.



[Weil ich meinen Stolz abgelegt habe und Hilfe angenommen habe.]

„Gilbert... hilf mir bitte.“
Es war das erste Mal, seit dem er Xerxes Break war, dass er wirklich und wahrhaftig um etwas bittete.
Er war sich viel zu stolz dafür.
Und natürlich wollte er den anderen keine Sorge machen.
Er wollte nicht so jämmerlich enden wie Gilbert.
Aber dann begriff er, dass nicht Gilbert jämmerlich war, sondern er.



[Weil ich an vielem Schuld war oder bin und mich dafür entschuldigt habe, da es mir aus ganzem Herzen leid tut.]

„Es tut mir leid... Eliot.“
Es war geschluchzt und Eliot erblickte das Blut und das Schwert und seine Mutter und er liebte Leo und er wusste, er war an allem Schuld.



[Weil ich meinen Lebenswillen wiedergefunden habe und mich nicht an andere klammern wollte und mein ich mir gehört.]

„Ich habe keine Lust, dir etwas von mir zu überlassen!“
Nicht seine Zukunft, nicht sein Leben, nicht seine Liebe.
Es war seines.
Eliots Hand schmerzte, da er sich selbst das Schwert in die Hand gerammt hatte; damit er wieder zu Bewusstsein kam.
Und es kümmerte ihn sowieso nicht, da er wusste, was er gleich tun würde.
Und er hatte keine Ahnung davor.
'Was soll an so einem Typen schon toll sein?'
Und jetzt endete er selbst so.
Erbärmlich.



[Weil nicht nur ich Fehler gemacht habe.]

„Es tut mir leid... Leo.“
Es war leise,  gehaucht, Vincent verstand es kaum und selbst ihn überkam Trauer, als er Eliot im Sterben liegen sah.
Wegen ihm hat Gil sein Lächeln behalten.
Es tat ihm selbst auch leid.



[Weil ich trotzdem nur bei dir ich sein kann.]

„Und deshalb... bitte Sharon... darf ich mich noch ein bisschen hängen lassen?“
Sein Kopf sank auf ihre Schulter, er wusste, dass sie errötet war.
„Natürlich... wenn du es nur bei mir tust...“
Der Satz bedeutete mehr, als nur diese Worte.
Break legte seinen Arm um sie und schaute zu ihr hoch.
Er wusste, es sah bestimmt total so aus, als Wolle er Mitleid.
Aber das war es nicht.
Er strich mit seinen Fingerspitzen sanft über ihren Rücken.
Sie erwiderte seinen Blick fest.
„Ich werde es nur bei dir tun“, flüsterte er leise und dann küssten sie sich.



[Weil ich schon immer anders war und mich auch versteckt habe.]

Immer war ich es, der komisch war.
Immer war ich der Seltsame, der, der aus der Reihe fiel, der Einzige, der die goldenen Lichter sah.
Ich ließ meine Haare länger wachsen, um meine Augen zu verstecken, damit ich die Lichter nicht mehr sah.
Und es half.
Sie verschwanden.
Er war nicht mehr komisch. Aber ein Teil von ihm fehlte.



[Weil ich sterben wollte und ich alles daran gesetzt habe, das auch zu tun.]

Sein Lächeln war so unheimlich verzweifelt.
Und gebrochen.
Und es brach Oz auch ein Stück weit und er wüsste, Eliot würde es auch brechen.
„Du willst nicht kaputt machen... du willst nur selbst kaputt gehen.“
Und einen Moment konnte man sehen, dass Leo sich verstanden fühlte, im nächsten Moment grinste er wieder gestört.
Eliot würde ihn so schlagen.



[Weil mir meine Welt auch egal war, bis jemand in mein Leben trat.]

„Diese grausame... wunderschöne Welt.“
Aber für Jack war sie nicht grausam.
Sie war aber auch erst recht nicht schön.
Sie war ihm einfach egal.
Was sollte er schon in dieser Welt?
Er hatte nichts.
Naja, nichts, das stimmte nicht ganz.
Er hatte jetzt immerhin sie.



[Weil Entfernung das größte Arschloch ist.]

„Ich vermisse sie.“
Er vermisste sie, jeden verdammten Tag.
Warum hatte sie in nie wieder aufgesucht?
Und warum hatte er es noch nicht getan?
Er wusste es nicht.
Aber er vermisste sie so sehr.

[Weil ich wollte, dass es mir schlecht geht.]

„Wenn du die Hoffnung verlierst, existiert auch keine Verzweiflung mehr.“
Oswald hätte längst wissen sollen, dass das Herz dieses Mannes kaputt war und er nicht hören wollte.
„Und deshalb will ich die Hoffnung wieder.“
Er wollte die Hoffnung wieder, damit er verzweifeln konnte?
Warum?
Wollte er sich umbringen?
Er hätte wissen sollen, dass dieser Mann gebrochen war.



[Weil ich ihnen geglaubt habe, dass ich nichts wert bin.]

Sein Gesicht war nahe an seinem, Oz spürte das Wasser an seinem Rücken und wie es langsam seine Klamotten durchweichte.
War es eben noch warm gewesen, so war es nun kalt.
Eiskalt.
„Und zwar, weil du das Nichts bist.“
Nein, er wollte das nicht hören.
Er wollte nicht das nichts sein.
Er ballte seine linke Hand zu einer Faust und er wollte, dass Gil und Alicfe kamen, um ihn zu retten, aber er wusste, an diesem Ort war niemand außer Jack.
Er war allein.



[Weil ich ihnen verdammt noch mal geglaubt habe, dass ich ein schlechter Mensch bin.]

„Schau.“
Und Oz wusste, wohin er schauen sollte.
„In deiner Hand.“
Und er öffnete sie.
„War nie etwas.“
Und da war nichts.



[Weil ich das auch dachte.]

Leo kniete.
Eliot war nicht da.
Er war wieder allein.
So wie früher.
Alles... war wie früher.
Er lächelte verzweifelt.
Genau in diesem Moment sagte Oswald exakt das Passende.
„Wenn man einmal in die Knie gegangen ist, kann man nie wieder aufstehen.“



[Weil ich weiß, das ich verrückt bin und ich dazu stehe.]

Der Junge sah ihn aus großen, smaragdgrünen Augen an und Gilbert grinste bloß breit.
Er war sich der Tatsache bestens bewusst.
Aber er brauchte keinen Arm mehr, um Oz zu halten; das konnte er selbst und das wusste er jetzt und es machte ihm nichts mehr aus.
„Richtig. Ich bin verrückt.“



[Weil es die schönste Szene des gesamten Mangas ist, weil Gil Oz das erste mal Oz genannt hat.]

„Egal wer du bist... oder was du sagst... nichts und niemand wird etwas daran ändern, niemals!“
Er war Oz.
Für ihn war er das immer und er würde es auch immer bleiben.
Und er liebte ihn so sehr.



[Weil ich auch nicht mit meinen Problemen leben konnte.]

„Willst du sterben?“
Oh ja. Und wie er das wollte.
„Du willst sterben, damit die Qual endlich vorbei ist, nicht wahr? Du willst nur Rettung für dich selbst, oder?“
Ja. Und er gab es zu.
Er wollte mit dieser Schuld nicht leben.
Nein, er wollte es nicht und er konnte es auch nicht.
Seine Lippen formten sich zu einem 'Ich kann nicht mehr ', und in seinem Kopf klang es unsicherer als erwartet.



[Weil ich gemerkt habe, wie viel das Leben wert ist.]

„Wie qualvoll es auch sein mag, du musst weiter leben.“
Er lehnte sich in ihre Hand.
Sie war kalt, und er konnte lächeln.
Es war ein ehrliches Lächeln.
Die Frau erwiderte es und zog ihn zu sich.
Break wusste ganz genau, sie sollten das nicht tun.
Seine Lippen berührten leicht ihre und als er sich gleich wieder zurückzog, stand eine Röte auf seinem Gesicht.
„Kümmere dich gut um Sharon, ja?“
Er nickte nur, als ihre Augen zufielen.
Ein letztes Mal.



[Weil es offensichtlich ist, dass Oz das gesagt hat und ich auch 'hier' bin.]

„Oz... darf ich dir noch mal dieselbe Frage stellen?“
Ein Lächeln zog sich über das Gesicht des Weißhaarigen, es war ein trauriges Lächeln – ein Lächeln, das wusste, dass er bald stirbt.
Und Oz nickte, er wusste genau, welche Frage er meinte und auch er grinste.
Break trat näher an ihn heran.
„Wo... bist du denn bloß?“
Und Oz grinste noch breiter.
„Ich bin hier.“



[Weil ich bei meinen Freunden 'normal' bin.]

„Wenn du seltsam bist... und ich auch seltsam bin... dann kann ich 'normal' bleiben.“
Das rote Auge des Jungen blitzte im Sonnenlicht, als Noise diese Worte hörte.
Und sie erkannte, wie wahr das war.



[Weil ich viele nie verstehen werde und was sie daran toll finden, wenn alle gleich sind.]

Nochmals ein kurzes Prusten des Weißhaarigen Mannes.
„Wenn das die Welt ist... dann ist die Erzählung lächerlich.“
Die Menschen waren einfältig – sie sahen keine Möglichkeiten.
Und was er auch hasse, das war, wenn sie nach dem 'Warum fragten', wenn es etwas nun mal gab.
Die Erzählung war lächerlich, weil die Menschen lächerlich waren.



[Weil ich so vieles habe und meine Hand keineswegs leer ist.]

„Aber... trotzdem bin ich hier!“
Er wusste, sein 'Vater' würde hier sterben und er fand es traurig, obwohl er seinem Onkel den Todesstoß versetzt hat und Zai ihn immer hasste.
Trotzdem traten Tränen in seine Augen.
Er war hier.
Er hatte etwas in der Hand.
Er hatte Freunde und jemanden, den er liebte.



[Weil man aus der Vergangenheit lernt, sonst bringt sie einem nichts.]

Er schaute auf ihn hinunter; er ist so verdammt dumm und Break wird diesen Mann nie verstehen.
Ihm bleibt ja sowieso nicht mehr viel Zeit.
Aber vielleicht kann er wenigstens noch einer Person das Leben retten.
„Du kannst die Hand noch so sehr nach der Vergangenheit ausstrecken, du wirst dort deine Zukunft nicht finden!“
Und er tat es.



[Weil die Szene mich zerstört hat und ich wohl nie drüber hinweg kommen werde.]

Träne um Träne floss aus seine Augen, er war schwach und er wollte verdammt noch mal nicht.
„Ich... will nicht sterben!“
Er wollte nicht.
Er spürte Reims und Sharons Schulter an seinen Wangen und vergrub sein Gesicht darin.
Er liebte sie.
Beide von ihnen.
Seine Lippen formten ihre beiden Namen und dann:
„Lady... Shelly...“
Denn sie war die richtige Person für sein Leben gewesen.



[Weil ich eine Zeit lang nicht mehr leben wollte.]

„Ich habe keine Angst zu sterben. Ich habe mir auch noch nie gewünscht, zu leben.“
Denn er hatte so gelebt, dass ihm nichts anderes übrig blieb.
Er war sich so sicher, keiner konnte ihm mehr vergeben.



[Weil mir vergeben wurde und ich vergeben kann.]

„Ich vergebe euch alles!“
Da waren ihr warmer Körper an seinem und ihre Arme, die um ihn geschlungen waren.
Sie vergab ihm.
Sie... sie vergab ihm wirklich.



[Weil ich nicht mehr wusste, wer ich bin.]

„Ich wusste immer weniger... wie mein Gesicht eigentlich aussah.“
Er hatte sich so sehr verändert, um sie wieder zu sehen.
Er hatte mit fremden Frauen geschlafen und so viele Sachen getan, die er nie getan hätte.
Und er verstellte sich jedes Mal.
Er wusste nicht mehr, wer 'Jack' war.
Es gab nur 'Jack'.



[Weil ich dich so lang belogen habe und es bereue. Es tut mir leid.]

„Ich liebe dich nicht.“
Es war eine Lüge und Ada wusste das und jeder andere auch.
Aber er hatte zu viel Angst davor.
Angst davor, dass sie ihn doch nicht liebte.
Und er wusste, es war eine unnötige Angst, denn sie würde trotzdem bei ihm bleiben.
Aber er konnte es nicht.
Er war zu schwach.



[Weil ich immer wieder froh bin, Menschen zu sehen, die ich liebe.]

„Schön, dass ihr wieder da seid!“

































„Irgendjemand hat mal gesagt, dass es eine allesverschlingende Finsternis sei. Doch... es ist absolut nicht so, als hätte es dort gar kein Licht gegeben.“


















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