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Different moments ~

KurzgeschichteAllgemein / P18 Slash
14.04.2015
29.05.2019
96
157.315
8
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1 Review
 
14.07.2015 1.952
 
Ich hatte Bock zu meinem letzten OS eine Rückblende zu machen. xD
Hoffe ihr mögt es.
Achso, ich weiß, dass Shelly keine Schwester hat.

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(Sharons Sicht)
Verdammt nochmal, was sollte ich jetzt bloß tun ? Ich verzweifelte hier gerade und wollte losheulen und Break saß zuhause und tat... keine Ahnung, kümmerte sich um seinen knallpinken Pou.
Ich zog mein Handy hervor, es war bereits Nacht und die anderen schliefen. Ich war gerade auf Klassenfahrt in Metz, Frankreich. Und ich konnte nicht mehr. Ich war mit Lotti, Ada und Alice im Zimmer und das war mir zu viel.
Alice knabberte - obwohl es bereits zwei Uhr nachts war - einen Knochen an, Ada schlief und schnarchte und Lotti...
War nicht da. Und wo die war, dass wollte ich denke ich nicht wissen.
Und Break war wegen einer dicken Erkältung zuhause geblieben. Die Sorge um ihn brachte mich fast um. Mann, ich hielt da hier echt nicht mehr aus. Ich liebte ihn, er mich aber nicht.
Ich blinzelte mir eine Träne aus den Augen. Ich wollte das nicht.
Er war für mich immer wie ein Bruder. Jetzt nicht mehr.
Meine Güte. Ich wollte ihn jetzt sofort sehen, ich hatte jetzt schon vier Tage ohne ihn ausgehalten.
Gut, dass wir morgen wieder heimfahren. Na ja, eigentlich heute. Und ich musste jetzt seine Stimme hören, jetzt und nicht heute mittag.
"Alice, ich bin draußen telefonieren",flüsterte ich, um Ada nicht aufzuwecken.
"Ok, aber du wießt schon, dass wir nicht mehr raus gehen können?"
"Als ob du darauf einen Wert legen würdest", antwortete ich lächelnd.
Ich ging mit meinem Handy in der Hand auf den Flur der Jugendherberge.
Hier und dort ertönte ein Lachen aus den Räumen. 8. Klasse. Sicher, dass wir nicht die -3. waren?
Ich lief die Treppen hinunter, meine Chuks gaben ein leises Geräusch von sich, vielleicht hätte ich doch eher die Nikes anziehen sollen... aber egal.
Ich ging nach außen, die Türen waren zum Glück noch auf. Die Jugendherberge hier war echt lässig.
Ich ging auf Kontakte und auf Xerx und tippte dann die Nummer an. Es ertönte ein Freizeichen.
Es war kurz nach zwei Uhr nachts. Hatte ich sie eigentlich noch alle ? Nee, sicher nicht.
Ich seufzte, als das Freizeichen ertönte.
Kurz darauf hob er ab.
"Ja Sharon, was gibt's ?"
Mein Herz stockte für einen Moment und ich wollte jetzt schon in Tränen ausbrechen. Das war wirklich keine gute Idee gewesen. Ich war so dumm.
"Sharon ? Hallo ? Du bist es doch, oder ? Nicht, dass ich hier Reim dran hab oder so."
"Nee, nee. Ich bin's... wie geht's dir ?"
"Also, bin heute wieder nach hause gekommen."
"Wo warst du ?" Meine Stimme wurde leicht drohend. Wo genau war er ?
"I-im Krankenhaus... Verdacht auf Lungenembollie." (Wird das so geschrieben ? xD)
Lungenblutung...? Davon hätte er... sterben können...!!!
"Xerx du verdammter Volldepp ! Warum hast du mich nicht angerufen ?!"
"Weil ich dir nicht zur Last fallen wollte oder so..."
"Du fällt's mir nur damit zur Last, dass du mich NICHT angerufen hast !"
"I-ist ja gut... und warum hast du mich jetzt um... äh... zehn nach zwei angerufen ?"
Natürlich wollte er das Gespräch auf ein anderes Thema bringen. Sollte er doch, es war mir relativ egal.
"W-weil ähm... ich hab ein Problem... könnten wir uns morgen vielleicht treffen oder so ?"
"Wenn du nach hause gekommen bist ? Willst du dann nicht lieber schlafen oder so ?"
Kann ich doch so oder so nicht, wenn ich dich nicht sehe.
"Nee, geht schon."
Ich merkte, wie ich nervös wurde. Ich zupfte an meinem Rüschentop herum und versuchte irgendwie, es glatt zu streichen. Wie auch immer das bei einem Rüschentop funktionieren sollte.
"Na ja, ok... dann komm einfach vorbei, wenn du fertig bist."
"Ok, tschüss."
Ich legte auf und sackte gegen einen Baum. Wenigstens lebte er nicht mehr bei uns. Sonst wäre ich am Ende.
Nachdem meine Mutter letztes Jahr an Krebs gestorben war, ist er zu meiner Tante gezogen, da sie sich dann um ihn kümmern wollte, da ihr Mann auch letztes Jahr gestorben war. Ich bin bei meiner Oma geblieben.
Aber ich weinte wirklich fast täglich wegen meiner Mutter, es war unerträglich auch, wenn schon ein ganzes Jahr zwischen ihrem Tod und heute hängt.
Und heute ist wohl einer der schrecklichsten Tage in meinem gesamten bisherigem Leben.

~

Ich hatte bereits meinen Koffer ausgepackt und etwas gegessen. Um genau zu sein, ein Corny. Mehr hatte ich nicht runtergekriegt.
Im Bus war mir total schlecht gewesen und ich wusste nicht, ob es durch das Fahren oder durch die Aufregung kam, wegen dem Treffen mit Break. Ich war so dumm.
Ich schlüpfte in meine pinken Nikes. Ich könnte mich selbst dafür ohrfeigen, sie waren pink. Genau wie Xerxes Pou. Warum auch immer dieser pink war.
"Oma, ich geh dann mal !", schrie ich und öffnete die Haustür.
"Wohin denn ?"
"Zu Xerx." Ich spürte wie ich schon wieder leicht rot wurde, aber da nicht sonderlich viel Licht durch den kleinen Spalt der offenen Tür kam, hoffte ich, dass Oma das übersah.
Geirrt.
"Warum wirst du denn so rot Kindchen ?"
"W-weil äääääääähmmm..."
"Ist schon gut, ist schon gut, nun geh !"
Oh mann, die machte mich echt noch fertig. Wenn Oma das herausfinden würde dann... Gnade Gott.

~

Ich klingelte. Meine Tante öffnete.
"Ach, Sharon ! Und, wie war die Fahrt ?"
"Na ja, nicht sehr toll..."
"Huch, was war denn ?"
Ich hasste diese Fragerei. Ich wollte jetzt zu Break.
Aber unhöflich sein wollte ich auch nicht.
Ich lächelte meine Tante an und versuchte meine - wie Break es nannte - böse Aura auf zu setzen  und antwortete zuckersüß: "Na ja, also ich hätte mich fast übergeben und musste dann vorne bei den Lehrern sitzen..." ...Die teilweise einen gebechert haben. Vorallem Oskar Vessalius.
Meine Tante erschauderte, es hatte also gewirkt.
"Ok, komm rein, den Weg zu Breaks Zimmer kennst du ja und ich geh dann einkaufen", erklärte sie noch und rannte in die Küche, zog ihren Korb hervor und stürmte zu ihrem silbernen BMW.
Ich schloss die Tür hinter mir und ging durch den Flur um zu Xerx zu kommen.
Die Tür stand offen. Er saß auf seinem Bett und hatte sein Handy in der Hand. Und hörte Musik.
Durch Kopfhörer, allerdings so laut, dass selbst ich es hören konnte.
"Seit wann hörst du denn 1001 Nacht ?"
Keine Antwort.
Ich seufzte und stellte mich vor ihn. Er machte die Musik aus, setzte seine Kopfhörer ab und schaute mich an.
"Oh, hallo Sharon !"
"Seit wann hörst du 1001 Nacht ?", wiederholte ich meine Frage von gerade eben.
"Keine Ahnung, ich mag das Lied irgendwie... vorallem, weil wir auch Indianer gespielt haben und Reim fest gebunden haben", lachte er auf.
Er sollte nicht lachen. Sonst musste ich nämlich dumm kichern. Und das wollte ich nicht.
"So, schieß los, wie war die Klassenfahrt ?"
"Du meinst diese so genannte Reise auf der man mit Magendarm im Bett liegt und jede Stunde auf die Toilette rennen muss, vorrausgesetzt, dass Alice oder Lotti, die auch krank waren, nicht dort sind ?"
"Oh", war das einzige was er dazu sagte.
Und dann bekamen wir beide einen Lachanfall.
"Ich hab dich vermisst", sagte er, stand auf und umarmte mich kurz.
"Ich dich auch, aber deine dummen Kommentare noch mehr."
Verdammt, er hätte das nicht sagen sollen, jetzt machte ich mir wieder Hoffnung. Und das wollte ich nicht. Denn man kann nur verzweifeln, wenn man hofft.
Und ich wollte keines von beiden.
Es war einen kurzen Moment Stille, bevor wir uns auf den Bettrand setzten.
"Und, was ist jetzt dein Problem ?"
"Ähm."
Ich wurde schlagartig rot. Verdammt. Ich will nicht.
Aber zumindestens konnte ich die halbe Wahrheit sagen. Vielleicht...
Nein, keine Hoffnungen machen Sharon, ermahnte ich mich selbst.
"Was wirst du denn so rot ?", hakte er nach und kicherte.
"W-wa-"
"Geb's doch zu, du hast Liebesprobleme."
"Hä, wi-"
"Weil ich's kann."
Tolle Antwort.
"Und, wer ist der Glückliche ?", fragte er und grinste mich an.
Ich ließ mich in das Bett fallen und seufzte.
"Der Glückliche ? Eher der Unglückliche."
"Oh."
Wenn er wüsste, dass er es war. Oh. Mein. Got..
Ich vergrub mein Gesicht in meinen Händen.
"Aber warum der Unglückliche ?"
"Weil er mich nicht liebt."
Break seufzte auch und ließ sich neben mich fallen,  sodass sich unsere Schultern berührten.
Unter meinen Händen errötete ich schon wieder. Warum konnte ich das nicht verbergen ?
Das war nämlich ziemlich blöd.
Manno.
"Oh Sharon. Mir war so klar, dass das irgendwann kommt", murmelte er, "aber woher willst du das wissen ?"
"Break, so etwas merkt man. Wobei, bei ihm bin ich mir da nicht so sicher."
"Ihm ? Und ich dachte schon es wäre eine sie und dir wäre es nur so peinlich, weshalb du der Unglückliche gesagt hast."
Ich griff nach dem nächst besten, also ein weißes Kissen. Ich warf es auf ihn.
"Ich bin nicht lesbisch. Wobei ich sagen muss, ich habe nichts gegen Lesben oder Schwule oder so."
"Was machst du, wenn ich dir jetzt sage, dass ich schwul bin ?"
"Bist du sowieso nicht", lachte ich auf. Es tat gut, mit ihm über... naja, solchen Schwachsinn - nicht dass Schwule Schwachsinn wären oder so - zu reden.
"Wo du Recht hast, hast du Recht. Ich habe mir geschworen, nie zu lieben."
Au.
Das hatte wehgetan. Aber na gut, er liebte mich so oder so nicht. Von daher war es egal.
"Warum ?"
"Weil ich dann so ende wie du."
"Klappe!"
Das nächste Kissen landete an seinem Kopf.
"Autschi."
"Den Kommentar hättest du dir aber sparen können, das is nämlich  nicht witzig und das macht das Ganze nicht leichter."
"Entschuldigung..."
"DU HAST DICH ENTSCHULDIGT ?! BIST DU KRANK ?!", krisch ich. Break konnte sich entschuldigen. Wunder geschehen.
"Erstens, ja und zweitens, ja... meine Ohren... au..."
Sowieso konnte nichts mein Problem leichter machen.
Break war nicht nur eine Schwärmerei, ich merkte doch, dass ich in ihn verliebt war.
Und ich merkte ebenfalls, dass er nicht nur irgendeine Liebe war, die in spätestens zwei Jahren wieder rum wäre, er war meine Liebe des Lebens.
Und ich war vierzehn. Oh Mann, warum musste Gott mir diese Steine ins Leben legen ? Warum nicht Lotti oder Oz oder so ?
"Wer ist es eigentlich ?"
Falsche Frage. Ausrede. Dringend. Ich hasste Lügen, aber das war jetzt nötig.
Meine Stimme zitterte, als ich anfang zu sprechen.
"Re..."
"Sag bloß, es ist Reim ?", er grinste mich an und bekam dann einen Lachanfall.
"Ja."
"Nee, oder ?"
Er lachte sich immer noch einen ab.
"Dem brat ich jetzt erst mal eine über, dass er dich so verletzt, dadrauf kannst du Wert legen."
Unwillkürlich musste ich lächeln.
Das würde er also für mich tun. Seinen besten Freund schlagen.
Ich durfte mir keine Hoffnung machen.
Er würde mich nie lieben. Nie.
Aber da wusste ich noch nicht, was in einer Nacht in ein paar Jahren geschehen würde...

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
So, Viviiii... SAG NICHT, DASS DEIN BREAK UND DEINE SHARON OOC SIND... xD
Schau meine an. xD

~Schnuff
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