You want to return, don't you?

von Angelica
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Gary Ib Mary
12.04.2015
12.04.2015
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Die lauten Gespräche im Bus zerrten rapide an meinen ohnehin schon angeschlagenen Gemütszustand.  Ich spürte wie ich langsam wirklich wütend wurde, doch bevor ich meine Wut Luft machen konnte , schnappte mein Sitznachbar meine Kopfhörer und setzte sie mir auf.
Ich habe ja total vergessen, dass ich die dabei hatte.. Nun mit etwas geblümtere Stimmung hörte ich das etwas aggressivere Lied meiner Lieblings band Halestorm zu. Oh mann.. ich liebe diese Band einfach.
Der Junge der neben mir saß sah mir lächelnd zu, ehe er wieder aus der Fensterscheibe blickte . Aha, schön zu wissen das er auch andere Hobbys hat, als seine Mitmenschen zu helfen. Ich meine ja nicht, dass mann nicht Hilfsbereit sein sollte... aber Hilfsbereite Menschen werden ausgenutzt und es gibt sogar welche die dann einfach verschwinden.  Ein Mädchen mit langen, glatten braune Haare und rote Augen, schlich sich in meine Gedanken und ich musste traurig aufseufzen. Wie lange ist es her, dass ich Ib nicht mehr gesehen habe?  7 Jahre... eine verdammt lange Zeit. Ich kann mich bis heute an ihre freundliche Ausstrahlung erinnern. Ihr lächeln..  Eine Träne entfloh meine Augen und ich starrte voller schmerzen aus der Fensterscheibe. Damals habe ich meine beste Freundin verloren. Die einzigste die mich wirklich akzeptierte.
,,Alles in Ordnung?", fragte mich mein Sitznachbar und ich zuckte zusammen. Ich habe vollkommen vergessen, dass ich in einen Bus sitze.
,,J-ja! Was sollte denn nicht in Ordnung sein?! Mir geht es gut.", gab ich etwas zickiger als ich wollte zur Antwort und er sah mich nur teilnahmslos an.
,,Okay, ich wollte nur sagen das wir da sind." - ,,Was?"
Tatsächlich waren alle schon draußen abgesehen von mir und  ihm.
Unsere Klassenlehrerin kam  im selben Augenblick etwas angesäuert in den Bus rein. ,,Was macht ihr denn noch hier?! Kommt raus!"

~Zeitsprung~

,,... ihr könnt nun alle selbständig die Kunst Guertenas Bewundern. Vergisst bloß nicht, dass ihr die anderen Besucher nicht stören dürft und auch keine Gemälden oder Skulpturen anfassen dürft! Ihr könnt nun gehen."
Froh, endlich dieser Tratschtante namens Frau Möller  loszuwerden, lief ich in die gegengesetzte Richtung in der Sie ging. Sie ging die Treppen hoch. Das bedeutete, dass ich einfach im Erdgeschoss blieb.
Ich passierte  ein auf dem Boden liegende Gemälde und Kopflose Skulpturen die "Ohne Emotionen" oder so ähnlich hießen und befand mich kurz danach vor einen großen Gemälde welches mich auch sofort in seinen Bann zog. ??? Welt.  Das Wort vor Welt konnte ich nicht wirklich erkennen, da es komischerweise mit Tinte befleckt wurde. Frau Möller meinte, dass man diese Flecken nicht mehr los bekäme. So betrachtete ich die Gemälde solange bis ich ein mir sehr vertraute Stimme hörte. ,,Was machst du hier?"
Ich drehte mich um und sah mich den Jungen von eben gegenüber. ,,Ich sehe mir dieses Gemälde an. Sieht man dass nicht?!", fauchte ich etwas gereizt und er hob abwehrend die Hände hoch. ,,Du bist doch Jenna oder?" ,,Ja.. woher kennst du den meinen Namen?"
Er  sah mich nur an und sagte mir dann dass ich ihm folgen sollte. Er führte mich die Treppe hoch und zeigte  mit seinen Fingern auf einen Plakat. Was ich dort sah erschreckte mich. Ich sah nämlich in die Augen eines kleinen Mädchen die in den Armen eines Mannes lag und weinte. In ihre Augen war ein kleines Mädchen abgebildet, welches genau die Abbildung meines 9 Jährigen ichs war.  Erschrocken stolperte ich über meine eigene Füße und sah den Jungen fassungslos an. ,,D-Das gibt es doch nicht! Aber warum kanntest du meinen Na-" - ,,ICH HASSE DICH, JENNA!"
Ich zuckte aufgrund dieser kreischende Mädchenstimme zusammen. ,,Deshalb.", meinte er nur. ,,LASS SIE IN RUHE! SIE GEHÖRT MIR!", kreischte die Mädchenstimme weiter und das Licht flackerte bedrohlich. ,,MIR GANZ ALLEIN!" Ein paar Glühbirnen in meine unmittelbaren Nähe explodierten und er schnappte sich meine  Hände. ,,Und auch wegen du außer mir die einzigste Person hier bist.", erklärte er mir und machte sich mit mir im Schlepptau auf den Weg zur Eingangstür. Doch... sie war verschlossen. ,,Wie ich es mir dachte.", meinte er und seufzte laut auf. ,,Wir können nicht entkommen." Ich sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an. ,,Wie kannst du nur so ruhig bleiben! Ich weiß du bist.. ein Junge! Aber müsstest du nicht eigentlich genau so viel Schiss wie ich haben?!" Er kam näher auf mich zu und ich schritt immer weiter zurück, bis ich hinter mir die Wand fühlte. Wooaah! Ganz schlechter Zeitpunkt für dein Dasein Wand!  Er platzierte seine  eine Hand  neben meinen Kopf und nahm in seiner anderen eine Strähne meiner Haare  und spielte damit. ,,Hmm.. ich habe nicht wirklich weniger Angst als du, Jenna. Nur kann ich es besser verstecken als andere. Außerdem heiße ich Dave und nicht einfach Junge, verstanden?", seine Stimme klang leise und kühl und erschauderte. ,,O-Okay!", meinte ich Kleinlaut und sammelte mein Selbstbewusstsein. ,,Was  sollen wir eigentlich machen? Wir kommen nicht raus, aber vor nächste Woche kommt hier niemand wieder rein.. und solange können wir ja nicht hierbleiben."
Dave sah mich an und meinte dann, dass er als er vorhin gucken wollte ob noch jemand hier ist,  blaue texte Auf  die Wände gesehen hatte, die vorher nicht da waren. Also beschlossen wir uns die Texte anzugucken. Etwas anderes konnten wir auch nicht machen. Wenn wir Glück haben, gibt uns ja der Text ganz vielleicht einen Tipp wie wir hier wieder rauskommen?
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