Tokyo Ghoul - New Generation

von -Mizuki
GeschichteDrama, Familie / P16
11.04.2015
02.02.2016
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Kapitel 1

Einige Tage später ging ich spazieren, auf einem Schotterweg, der quer durch einen Wald führte. Dabei konnte ich einige Tiere, wie Vögel, Rehe und deren gleichen sehen, alles was eben im Wald so lebt. Mir schwirrten mal wieder die üblichen Gedanken durch den Kopf. Ich setzte mich auf eine Bank und warte auf eine Freundin von mir, mit dieser ich mich verabredet habe. In der Zeit wo ich wartete, sah ich einen Mann an mir vorbeilaufen, der kurz darauf stehenblieb und mich anstarrte. Ich starrte zurück und hoffte, er würde dadurch endlich wegsehen und weitergehen, was aber leider nicht der Fall war. Ich stand auf und wollte lieber weitergehen, wurde aber von diesem Mann mit einem festen Griff an meinem Handgelenk festgehalten.
„Lassen Sie mich los!“, mahnte ich ihn ernst.
„Du riechst irgendwie nach einem Menschenfresser.“, sagte er.
Ich erschrak innerlich zusammen. ,Woher will er das wissen?‘, fragte ich mich und fand es echt unheimlich, dass er sowas anscheinend riechen konnte, aber ich versuchte ruhig zu bleiben.
„Finden Sie dass ich nach so etwas rieche? Vielleicht bin ich zufällig so jemanden über den Weg gelaufen. Ich sollte dann wohl lieber heim, bevor man mich findet und frisst.“, versuchte ich mich auszureden.
„Kann schon sein, wäre vielleicht besser.“, sagte er teils zustimmend und lies mich endlich los.
„Ich habe eigentlich nur auf eine Freundin gewartet.“, meinte ich.
„Dann werde ich solange warten und aufpassen, dass dir nichts geschieht, junges Mädchen. Und ich werde euch beide besser heimbegleiten.“, sagte er zu mir.
Ich schluckte. Ich wusste nicht wie ich da wieder rauskomme, vermutlich war dieser Typ einer vom CCG, was ich aber nicht hoffen mochte. Ich eine Zeit lang wie angewurzelt da und hoffte, dass meine Freundin gleich kommt, damit wir uns sofort auf dem Heimweg machen konnten und endlich diesen Typ vom Hals haben. Endlich sah ich sie kommen und sie fiel mir wie immer um den Hals und begrüßte mich freundlich.
„Hey Yuzi, alles klar bei dir?“, fragte sie, „und wer ist dieser Typ? Ist das dein neuer Freund?“, fragte sie grinsend und ich sah sie nur wenig begeistert an.
„Könnte klarer sein“, meinte ich, „und nein, ich kenne diesen Typen nicht einmal. Er will uns nur nach Hause begleiten, weil ich angeblich nach einem Ghul rieche und er uns deshalb sicher heimbringen möchte, da anscheinend ein Ghul hier in der Gegend unterwegs ist.“, sagte ich und versuchte gelassen zu bleiben.
„Ach? Sowas riecht er? Erstaunlich!“, meinte sie begeistert.
,Erstaunlich?‘, fragte ich mich gedanklich. Ich finde das kein bisschen erstaunlich, das ist echt gefährlich für mich und ich hatte noch immer Angst irgendwie aufzufliegen, was richtig uncool vor meiner Freundin wäre, da sie nicht wusste, dass ich eine Ghula bin.
„Alles okay?“, fragte sie mich, „du siehst so nachdenklich aus.“.
„Ähh… ja alles okay. Sorry, wir sollten heim. Gehen wir zu dir oder zu mir?“, fragte ich.
„Lasst uns doch mal zu dir nach Hause gehen. Ich würde zu gern auch mal deine Eltern kennenlernen wollen und auch deinen kleinen Bruder.“, sagte sie freudig zu mir.
„Na gut.“, erwiderte ich.
Nun hoffte ich nur, dass wir auch etwas zu Essen zuhause haben, was auch Menschen zu sich nehmen. Sonst habe ich ein kleines Problem, zumindest würde es etwas doof kommen, wenn wir nichts daheim haben. Ich packte Miku, meine beste Freundin, am Handgelenk und zerrte sie mit. Leider klappte der Plan nicht, dass wir den Typen heimlich entwischen konnten. Er bemerkte es sofort und lief uns hinterher. Ich seufzte leicht. Als wir bei mir zuhause ankamen, war ich sehr froh, dass der Mann endlich abschwirrte.
„Wer war denn dieser Mann überhaupt?“, fragte Miku mich neugierig.
„Ich hab keine Ahnung. Vielleicht ist er einer vom CCG.“, gab ich meine Vermutung preis.
„Hmm…, das kann schon sein. Aber ich fand es schon etwas unheimlich, dass er meinte, du riechst nach einem Ghul“, sagte Miku, „wer riecht denn schon sowas? Und anscheinend merkt man echt nicht den Unterschied zwischen Mensch und Ghul, da sich die Ghule so gut tarnen können, was?“
Ich sah sie an. Sie hatte echt ein gutes Köpfchen, wobei ich hin und wieder schon Muffensausen bei ihr habe, dass sie früher oder später rausfand, wer oder was sie und ihre Familie sind.
Ich kramte in meiner Tasche und suchte nach dem Haustürschlüssel. Ich holte ihn raus uns sperrte die Wohnungstür auf und ging mit Miku zu mir rein.
„Yuzuki!“, sagte mein Bruder erfreuend.
Ich lächelte leicht.
„Dein Bruder ist ja echt putzig.“, sagte Miku.
„Ich bin nicht süß! Ich bin nur ein Jahr jünger als Yuzuki“, sagte er empört zu ihr, „und du bist die Freundin von meiner Schwester?“
„Ja. Mein Name ist Miku“, stellte sie sich vor, „und wie heißt du?“
„Mein Name ist Kazu. Und ich bin vierzehn Jahre alt.“, sagte Kazu.
Sie lächelte und meinte: „Ich bin sechzehn Jahre alt.“
„Oh, dann bist du ja sogar etwas älter als Yuzi.“, stellte er fest.
„Aber das sind ja auch nur zwei Monate Unterschied.“, sagte sie.
Kazu zerrte mich und Miku mit ins Esszimmer, wo das ganze Essen schon vorbereitet war, als hätten meine Eltern und mein Bruder schon gewusst, dass ich Miku mit zu uns nach Hause nehme. Meine Vorfreude, wie wahrscheinlich die von meiner Eltern und Kazu auch, war riesig. Ich sah das Essen auf dem Tisch an, wo Reisbällchen und auch Salat in den Tellern stand und mir kam jetzt schon die Galle bis nach oben in den Hals.
„Ich hoffe dir schmeckt so etwas.“, meinte mein Vater zu Miku.
„Oh ja, das ist einer meiner Lieblingsgerichte.“, sagte sie erstaunt.
Schön, wenigstens wird es hier einer schmecken.
So aßen wir eben das Gericht. Ich und meine Familie taten einfach so, als würde es uns bestens schmecken, wobei wir nach dem Essen alle Zeit im Bad verbrachten und uns erst mal auskotzen müsste, da wir uns den Magen verdorben hatten.
„Ich frage mich was sie nun so lange treiben.“, fragte Miku sich.
Touka kam als erstes wieder zu ihr in die Küche, setzte sich erst einmal und genoss den Kaffee, das einzige was uns schmeckte, außer Menschenfleisch. Meine Mutter war wohl am meisten abgehärtet von uns, was die Nahrungskette der Menschen betrifft, da sie schon etwas öfter so etwas zu sich nehmen musste.
„Darf es noch etwas sein?“, fragte Touka Miku.
„Nein, aber danke. Hat echt super geschmeckt, Frau Kaneki.“, lobte sie Touka.
Kaneki… daran merkt man wohl, dass Touka den Nachnamen von Ken annahm.
„Ich danke dir. Aber nenn mich ruhig Touka.“, sagte sie zu Miku.
„Okay.“, erwiderte Miku.
Einige Stunden später verabschiedeten wir uns von Miku, da sie heim musste. Sie ging zur Tür hinaus und machte sich auf den Weg nach Hause. Sie erschrak, als sie auf einmal von hinten zurückgezogen wurde, ihr in den Rücken geschlagen wurde und sie kurz darauf ohnmächtig wurde…
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