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Lass mich Dein Wegweiser sein

von Lina2907
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
Jafar OC (Own Character) Sinbad
11.04.2015
28.08.2016
5
34.864
5
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
11.04.2015 2.287
 
Hey Leute ^^
Willkommen zu meiner neuen Story.
Diese Geschichte wird "Den Abenteuern von Sinbad" folgen.
Ich wünsche allen viel Spaß beim lesen und hoffe das die Geschichte gut ankommt.
Würde mich über Reviews freuen damit ich eure Meinung über die Story weiß. :-D
Und hier ist erst einmal ein Bild von Sara:  http://www.zerochan.net/946860#full

Kapitel 1: Ihr Name ist Sara

Das Königreich Partevia war ein belebtes Land. Auch wenn viele Menschen in Armut lebten, so gab es dennoch immer diejenigen, die die Hoffnung nicht aufgeben. Deren Blick stets nach vorne gerichtet war und die die Augen immer offen hielten. Auf der Suche nach dem großen Glück.
Doch egal wie scharfsinnig die Augen der Menschen auch sind, eine Sache bleibt ihrem Blick doch verborgen. Nur spezielle, auserwählte Menschen vermögen es, die leuchtenden Vögel, die überall und zu jederzeit herumfliegen zu sehen.

Und so war es auch an diesem Tag. Überall flogen diese leuchtenden Vögel fröhlich flatternd umher. Doch waren sie für die Menschen um sie herum nicht existent. In kleinen und auch mal größeren Schwärmen umgarnten sie die Menschen um sich herum. Schenkten ihnen Energie zum Leben. Manche der Vögel gehörten zu Menschen. Befanden sich immer in ihrer Nähe. Andere wiederum waren frei und flogen in der Welt umher. Sie existierten durch Pflanzen und Tiere und diese existierten wiederum durch sie.
Hätten alle Menschen die Fähigkeit diese speziellen Vögel zu sehen, wenn auch nur für diesen einen Tag, so hätten sie bemerkt, wie plötzlich die frei herumfliegenden komplett still standen. Keiner von ihnen bewegte sich. Doch dann, plötzlich, als würden sie alle einem Befehl folgen, flogen sie in Windeseile Richtung Norden, außerhalb der Stadt. Versammelten sich an einem Platz. Die Umgebung wurde hell erleuchtet. Als das Licht langsam schwand, konnte man in Mitten der vielen in Aufregung umherschwirrenden Vögel eine kleine Silhouette erkennen.

Viele Kilometer von diesem Fleck entfernt, durchquerte ein Wanderer die Wüste. Blondes Haar, welches ihm fast bis zum Boden reichte, wurde von der Sonne angestrahlt. Sein Kopf wurde von einem großen Hut bedeckt und in seiner linken Hand hielt er einen mit Verzierungen geschmückten Stab. Sein Blick richtete sich plötzlich dem Himmel entgegen. Meer Blaue Augen kamen zum Vorschein. Einen Moment konnte man Verwunderung in seinem Gesicht erkennen. Doch dies wandelte sich schnell in ein erfreutes Lächeln um.
"Was ein schönes Licht. So warm und gütig. Es hat also begonnen. Das letzte Puzzelteil, das Wunder, muss jetzt nur noch 'ihn' finden. Ob die Welt dafür bereit ist?" Schon setzte er seinen Weg fort. Immer weiter Richtung Partevia.

Noch immer hatte sich die Silhouette nicht bewegt. Doch das Licht war nun komplett gewichen. Ein kleines Mädchen, höchstens Sechs Jahre war eindeutig zu erkennen. Lange, dunkelblaue Haare umrahmten ihr Gesicht. Ein weißes Seidenkleid trug sie.
Die Leuchtvögel die immer noch um sie herumschwirrten, näherten sich ihr nun. Zärtlich stupsten sie die Kleine an, kitzelten ihre Haut. Und tatsächlich. Im nächsten Moment öffneten sich die Augen der Kleinen. Ihre Farbe glich der ihres Haares. Ein paar mal blinzelte sie, eher sie sich aufrichtete. Nur um sich im nächsten Moment den Kopf zu halten. Starke Kopfschmerzen plagten sie. Ein paar Minuten saß sie da. Wartete bis der Schmerz verebbte.
Sie entfernte die Hand von ihrem Kopf und sah sich nun zum ersten mal um. Sie befand sich in einer Art Wüste. Alles schien trocken. Und sie war allein. Langsam setzte Panik ein. Sie wusste nicht wie sie hier her gekommen war. Sie wusste ja nicht mal. wo sie sich befand. Doch bevor sie wirklich in Panik ausbrechen konnte, wurde sie aus ihren Gedanken gerissen.
Flüstern. Nicht nur eine Stimme, sondern viele auf einmal. Alle redeten sie durcheinander. Verstehen konnte sie nichts.
Doch sie hatte das Gefühl, hinter sich schauen zu wollen. Und sie fand tatsächlich nicht weit von ihr entfernt eine Stadt. Und eine Stadt bedeutet andere Menschen. Dort musste sie hin. Das wusste sie. Mit Müh und Not kämpfte sie sich auf ihre Beine. Ihr ganzer Körper fühlte sich schwer an. Doch trotzdem begann sie zu laufen. In Richtung der Stadt. Das Geflüster war immer noch da. Aber es hörte sich irgendwie viel positiver an. Als würde es ihr Mut zusprechen. Ja. Das war richtig.

Als sie die Stadt betrat, weiteten sich ihre Auen in Erstaunen. So viele Menschen. Das Geflüster hatte, als sie die Stadt erreichte aufgehört. Doch sie war nun ziemlich müde. Außerdem auch ziemlich durstig. Die hohen Temperaturen machten ihr wirklich zu schaffen. Taumelnd setzte sie also ihren Weg, durch die Straßen der Stadt fort. Doch sie erkannte schnell, dass sie als kleines Kind in der großen Menschenmenge untergeht. Immer wieder wich sie allen möglichen Leuten aus um zu verhindern mit ihnen zusammen zu stoßen. Doch sie konnte nicht allem ausweichen. Im nächsten Moment lief sie gegen einen großen, gut gebauten Mann. Von dem Zusammenstoß ging sie zu Boden. Der Mann allerdings hatte nichts abbekommen. Doch er sah angesäuert zu ihr nach unten.
"Pass doch auf wo Du hingehst, Du Pest!" Und schon setzte er seinen Weg fort. Die Kleine saß währenddessen immer noch auf dem Boden. Sie spürte, wie ihr die Tränen kamen. Sie war verzweifelt und wusste nicht, was sie mit sich anfangen sollte. Doch bevor sie hätte anfangen können zu weinen, spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter. Sofort breitete sich ein beruhigendes Gefühl in ihr auf und sie sah mit den Tränen in den Augen nach oben. Dort vor ihr stand ein Junge. Vielleicht 14 Jahre alt. Er hatte lange Lila Haare die hinten zu einem tiefen Zopf zusammen gebunden waren und gold-braune Augen. Ein beruhigendes Lächeln zierte seine Lippen als er sich zu ihr nach unten kniete damit sie nun auf einer Höhe waren.
"Hey kleine Lady. Brauchst Du Hilfe?" Mit großen Augen sah sie ihn an. Sie wusste nicht, ob sie ihm vertrauen konnte. Doch dann hörte sie es wieder. Dieses Flüstern. Ganz leise und beruhigend sprach es auf sie ein. Sie fühlte sich sicher. Also gab sie dem Jungen ein zaghaftes Nicken.  Dessen Lächeln verwandelte sich nun in ein Grinsen. "Na dann werde ich Dir helfen! Ich bin übrigens Sinbad und Du?" Abwartend sah er sie an. Sie erwiderte seinen Blick. Was war das nur? Die Energie um ihn herum. Sie war so friedlich. Aber auch so mitreißend. Er hatte die Fähigkeit mit Leichtigkeit Kameraden zu schließen, Massen zu begeistern. Irgendwie wie... ein geborener Anführer. Dann erinnerte sie sich, er hatte ihr eine Frage gestellt. Ihren Namen. Sie öffnete ihren Mund zum antworten, doch... Nichts. Völlige Leere. Was war ihr Name? Wer war sie überhaupt? In ihrem Kopf herrschte völlige Leere. Doch dann fing es wieder an. Das Geflüster. Immer lauter und lauter wurde es. Sie konzentrierte sich darauf. Und tatsächlich. Eine Stimme konnte sie klar und deutlich hören. War das ihr Name?
Der Junge unterdessen wurde besorgt. Die Kleine antwortete ihm nicht. Und ihr Blick wirkte irgendwie leer. Langsam beugte er sich etwas näher an sie heran. "Hey Kleine, alles in Ordnung? Geht es Dir nicht gut?"
"Sara." "Huh?" Jetzt war er verwirrend. Doch die Leere aus ihren Augen war verschwunden. "Mein Name ist Sara, denke ich."
"Denkst Du?" Sie nickte nur wieder. Das Mädchen litt anscheinend an einer Art Gedächtnisschwund. Die Arme. In diesem Zustand konnte er sie unmöglich alleine hier draußen lassen. Kurz seufzte er, eher sich das bekannte Grinsen wieder auf seinem Gesicht ausbreitete. "Na dann Sara, komm mit. Wir gehen zu mir nach Hause. Ich bin sicher meine Mutter wird sich freuen so einen süßen Gast zu haben wie Dich." Er hielt ihr seine Hand hin. Dieses mal zögerte sie nicht. Sie wusste sie konnte ihm vertrauen. Sie nahm seine Hand. Fest umklammerte sie ihre. Diesmal schenkte sie ihm ein Lächeln welches ihn kurz stocken ließ. Auch wenn es nur ein kleines Lächeln war, so schien es die Umgebung zu erhellen. Irgendwie wie ein Hoffnungsschimmer. Er hatte noch nie einen solchen Effekt bei einem Lächeln gesehen. Aber genau dies ließ ihn auch zurück lächeln. Gemeinsam machten sie sich also auf zu Sinbads zu Hause. Unbewusst, dass sie gerade ein Band fürs Leben geschlossen hatten.  

Sinbads Haus war klein, aber gemütlich. Man konnte sich dort richtig wohl fühlen. Vom Marktplatz von dem sie losgegangen waren, bis zu Sinbads Haus dauerte es um die Zehn Minuten. Mit großen, neugierigen Augen starrte sie das Haus an. Sinbad konnte darüber nur lächeln. Sie war eben doch ein kleines Kind.
"Na dann. Willkommen bei mir zu Hause. Komm mit. Ich stelle Dir meine Mutter vor." Dabei öffnete er die Tür und hielt sie für Sara auf. mit einem Nicken betrat sie das Haus. Es wirkte auf jeden Fall sehr einladend. Sinbad folgte ihr währenddessen ins Haus und schloss die Tür hinter sich. Nun grinste er sie wieder an. Ohne zu zögern erwiderte sie dieses.
"Sinbad. Bist Du Das?", ertönte die Stimme einer Frau. Erst jetzt bemerkte Sara in der linken Ecke des Zimmers das Bett, auf dem eine Frau lag. Sie sah Sinbad ziemlich ähnlich. Das musste also seine Mutter sein. Ihr Blick glitt nun zu Sara.
"Oh, na wen haben wir denn da? Wie heißt Du meine Kleine?"
Schüchtern blickte Sara die Frau an. Fremde machten sie nervös. Sinbad schien ihr Unbehagen zu bemerken, denn er trat an ihre Seite und legte ihr eine Hand auf die Schulter. "Ihr Name ist Sara. Naja, zumindest vermuten wir das." Auf den verwirrten Blick seiner Mutter antwortete er nur: "Irgendetwas stimmt mit ihrem Gedächtnis nicht. Auf dem Weg hierhin hat sie mir erzählt, dass sie außer diesem Namen nichts mehr weiß. Ich konnte sie ja schlecht alleine lassen, wenn sie meine Hilfe brauchte." Die Frau nickte nur. Sie war stolz darauf, dass ihr Sohn so ein hilfsbereiter Junge war. Ohne ihn würde sie überhaupt nicht klar kommen. Vor allem wegen ihrem gesundheitlichen Zustand. Freundlich lächelte sie das kleine Mädchen vor sich an. "Hallo Sara. Mein Name ist Esra. Ich bin Sinbads Mutter. Freut mich Dich kennen zu lernen." Sie hielt dem Mädchen die Hand hin. Diese zögerte kurz, konnte aber dann Esras positive Energie spüren. Mit einem Lächeln auf den Lippen nahm sie die Ihr ausgestreckte Hand. Auch Esra war erstaunt über dieses Lächeln. Sie fühlte sich auf einmal so unglaublich stark.
"Du hast ein ganz besonderes Lächeln, kleine Sara." Sinbad drehte sich zu seiner Mutter um. "Ja nicht war? Das ist mir auch schon aufgefallen." Nach kurzem überlegen fuhr er fort. "Nur mal so. Bedeutet der Name Sara nicht 'Fürstin', 'Herrin' oder 'Prinzessin'?. Esra nickte. "Stimmt. Aber es bedeutet auch 'die von Gott gesegnete'." Aufgeregt wirbelte Sinbad rum und grinste Sara an. Hast Du gehört? Du bist ja doch was gaanz Besonderes, nicht wahr?" Mit einem erfreuten Lächeln nickte Sara.
Esra mischte sich nun wieder ein. "Sag mal Sinbad. Was denkst Du wie alt sie ist?" Prüfend sah er das Mädchen an. Sie war auf keinen Fall älter als Acht. Aber auch nicht jünger als Fünf. Sara allerdings schien die Frage beantworten zu können.
Sie hielt sechs Finger hoch. "Ich bin genau so alt." Mutter und Sohn starrten sie an. "Du bist Sechs?", fragte Esra. "Das weißt Du noch Sara?" Eifrig nickte das Mädchen. Sinbad hockte sich wieder vor sie hin und wuschelte ihr durchs Haar. "Na dann bist Du ja schon groß nicht wahr?" Wieder nickte sie. "Na gut. Würde mir das große Mädchen dann auch dabei helfen zu Kochen?" Nun strahlte Sara. Sie freute sich, dass sie nützlich sein konnte. Gemeinsam mit Sara machte er sich also daran, für sie alle zu kochen. Esra beobachtete die Beiden mit einem Lächeln. Sie sahen irgendwie aus wie Geschwister.

Am nächsten Morgen wachte Sinbad etwas später als sonst auf. Gemütlich streckte er sich und sah sich danach im Zimmer um. Seine Mutter schlief noch tief und fest. Doch wo war Sara? War sie etwa schon wach? Schnell ging er vor die Tür. Und tatsächlich saß Sara nicht weit vom Haus entfernt auf dem Boden. Sie schien über irgendetwas zu lachen. Was war so lustig? Mit einem Lächeln ging er auf sie zu. "Guten Morgen Sara." Überrascht blickte sie auf, strahlte aber dann als sie erkannte das es Sinbad war. "Guten Morgen." Weiterhin sah er sie lächelnd an. "Was war denn so lustig. Worüber hast Du so gelacht?" Saras Lächeln wurde größer als sie den Blick abwandte und in eine Richtung deutete. "Na über die Vögel." "Vögel?" Verwirrt folgte er ihrem Blick, konnte aber beim besten Willen keine Vögel sehen. "Ja, die Leuchtvögel die hier überall herumfliegen." Leuchtvögel? Was meinte sie? Kurz überlegte er bis ihm eine Idee kam.
`Meint sie etwa sowas wie imaginäre Freunde? Kinder in ihrem Alter haben so etwas oft.`Lächelnd sah er sie wieder an. "Und Du spielst also mit diesen 'Leuchtvögeln'?" "Ja, sie sind meine Freunde." Also doch. Schön zu sehen, dass sie so viel Fantasie hat. "Na schön. Dann spielt mal ordentlich weiter okay?" Fröhlich nickte sie, wandte den Blick dann wieder ab, nur um im nächsten Moment wieder erfreut zu lachen. Sinbad währenddessen, ging mit einem Lächeln zurück ins Haus. Irgendwie schon süß das die Kleine imaginäre Freunde hat.
Wäre er allerdings so wie Sara, dann hätte er die vielen kleinen leuchtenden Vögel gesehen, die um sie herumfliegen. Aber wie jeden Tag, waren sie von dem Blicken der meisten Menschen verborgen.
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