Das Leben eines Wandlers

von Selenit
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16
10.04.2015
10.04.2015
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Das Leben eines Wandlers ist nicht leicht sondern voller Gefahren, Hunger und Ängsten. Das musste die 15 jährige Anabell leider relativ früh herausfinden.

Dennoch ist sie glücklich, glücklicher als manch jene denen dieses Schicksal zuteil wird. Denn auf ihrem furchtbaren Weg hat sie einen Freund, einen echten Freund gefunden und alle um sie herum respektieren sie und nehmen sie als Person wahr.

Das war nicht immer so, damals als sie noch Zuhause lebte bei ihren angedachten Eltern, wurde sie nur schikaniert.
Mit der Tatsache, dass sie Niemand haben wollte wurde relativ offen umgegangen. Sie war immer nur das dumme Balg, die kleine, miese Schlampe, Abschaum und zu Nichts zu gebrauchen.
Doch das störte sie nicht, sie wollte Leben.

Es war offensichtlich das ihre Eltern sie mit der Vollendung ihres dreizehnten Lebensjahres zur Umwandlung freigeben würden.
Wahrscheinlich hätten sie, sie sogar an einen Schwarzhändler verkauft.

Soweit kam es aber nie, denn sie floh eine Woche vor ihrem dreizehnten Geburtstag. Sie hatte nie lange darüber überlegen müssen, es stand für sie einfach fest, denn sie wollte Leben.

Mit nichts weiter als ein paar Wechselsachen, drei großen Wasserflaschen, fünf Broten, einer Tafel Schokolade, einem Schlafsack, all ihrem zusammen gesparten Geld und ihrem Glücksstein hatte sie sich damals auf den Weg gemacht.

Das war nun genau ein zwei Jahre her.

Mit unzähligen Strapazen hatte sie ihren Weg gemeistert, er war zwar noch nicht vorbei, ihr Weg, denn bis zu ihrem 18. Lebensjahr würde noch einige Zeit vergehen. Dennoch hatte sie ein sicheres Heim gefunden: den Friedhof

Sie war damals mit ihrem Freund Alexander auf dem Friedhof eingetroffen, als er noch unter der Herrschaft des Admirals stand. Vor einiger Zeit hatte ein gewisser Robert E. Mullard diese Position übernommen, jedoch wussten sie meisten das hinter diesem Namen Connor, der Flüchtling aus Akron, steckte, eine kleine Legende wenn man das mal so behaupten darf.

Damals bei dem Trial ihrer Ankunft wurde sie als Näherin bestimmt, denn auf dem Friedhof fand jeder Wandler Schutz, aber nur wenn er sich auch beteiligte.

Es störte sie nicht im geringsten Dinge zu flicken, wie Möbelgarnituren in den alten Flugzeugen oder aufgerissene Kleidung. Nähen machte ihr Spaß und durch die Arbeit fühlte sie sich wie ein Teil von etwas größerem.

Ihr Freund Alexander, den sie während ihres Weges kennenlernte, machte ihr jedoch in letzter Zeit Sorgen.
Er war damals gestorcht worden. Das war kein Geheimnis.
Seit er jedoch diesem Starky, welcher begann gezielt Storche um sich zu sammeln, immer mehr Gehör schenkte, wurde er etwas anders.

Er versicherte ihr immer wieder, er würde sich nicht auf irgendwelche krummen Dinge einlassen und das Starky in Ordnung und ein lieber Mensch sei, aber für sie war dieser Starky und seine skurrilen Machenschaften mehr als suspekt.

Niemals hätte sie ahnen können, was da noch auf sie zukäme........
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