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Die verquere Welt von Hetalia

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteHumor, Poesie / P16 / MaleSlash
Amerika England Finnland Kanada Spanien Süd-Italien
08.04.2015
17.11.2015
40
31.605
1
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22 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
07.07.2015 764
 
TUN

Ludwig befand sich in seiner Hauptstadt, Berlin. Eine wunderschöne Stadt wie er fand. Er lief einfach irgendwo lang, bis er plötzlich vor ihr stand, der Mauer. Diese Mauer, die sein wunderschönes Berlin teilte. Wie er sie doch hasste. Normalerweise hasste er nicht, er konnte etwas nicht ausstehen oder verabscheute etwas, aber er hasste nicht. Aber diese Mauer zerstörte sein Land, zerstörte ihn selbst und am schlimmsten, sie trennte ihn von seinem Bruder.

Wie lange hatte er seinen Bruder nicht gesehen? Zwei Jahre, drei Jahre? Er wusste es nicht mehr, er hörte nur jeden Dienstag seine Stimme, wenn es ihm erlaubt war Gilbert anzurufen. Wenigstens etwas. Durch diese Dienstage verlor er nicht sein Zeitgefühl, deswegen zerbrach er nicht. Sein Volk wollte leben, richtig leben und nicht diese künstliche Freiheit bei der man doch eingesperrt war. Sie wollten reisen, die Welt sehen. Es wurde ihnen verwehrt. All diesen Studenten, die kein richtiges Leben beginnen konnten, eingesperrt durch das Misstrauen der anderen Länder. Keiner der kleinen 6-jährigen konnte etwas für die Dinge die noch vor kurzem in Deutschland geschehen sind. Trotzdem wurden sie mit eingesperrt.

Ludwig drehte sich von der Mauer weg und machte sich auf den Weg nachhause. Bald würde Alfred kommen und er dürfte Gilbert anrufen. Heute war Dienstag, endlich, nach langer Zeit. Diese eine Woche hatte sich so sehr gezogen, dass Ludwig mal wieder vergessen hatte wo er hin musste. Die ganzen Termine setzten ihn unter Druck, sie mussten aber sein, denn durch sie würde Deutschland vielleicht wieder vereint werden.

Als Ludwig zuhause ankam, wartete Alfred schon auf ihn. „Hast du vergessen was Pünktlichkeit ist?“, fragte Alfred ihn mit einem leicht überheblichen Unterton. Ludwig sah ihn an und antwortete: „Nicht direkt. Ich sehe einfach keinen Sinn darin pünktlich zu kommen“ Nach diesen Worten schloss er seine Tür auf und ging ins Wohnzimmer. Seine Schuhe ließ er an, nach diesem Telefonat würde er eh wieder rausgehen. Die Stille zerrte an seinen Nerven.

Alfred trat neben Ludwig und Ludwig bemerkte, dass Alfred seine Schuhe auch noch anhatte, naja sollte er doch. Die Ordentlichkeit hatte für Ludwig nach und nach an Bedeutung verloren. Alfred reichte ihm das Telefon und Ludwig hielt es sich ans Ohr. Er durfte natürlich die Nummer nicht selbst wählen, er könnte sie sich ja merken. Es tutete in der Leitung und plötzlich war da Gilberts Stimme die ihn begrüßte. Es war für Ludwig wie die Erfüllung all seiner Wünsche. Das einzige was noch besser wäre, wäre wenn er seinen Bruder sehen dürfte, aber das wäre zu viel verlangt gewesen das wusste er. Sie redeten über dies und das und irgendwann sagte Ludwig: „Gilbert, ich vermisse dich. Ich wünschte, wir wären nicht getrennt worden sondern noch zusammen“, darauf antwortete Gilbert: „ Irgendwann sind wir wieder vereint und keine Grenze trennt Deutschland je wieder, das verspreche ich dir. Außerdem hat mal jemand gesagt Erfolg hat drei Buchstaben: Tun! Verstehst du?“ Ludwig bejahte. Zum Abschied fragte Ludwig: „Der Spruch ist aber nicht von dir, oder?“ Gilbert antwortete: „Nein, er ist von Goethe. Wieso?“ Mit einem Grinsen sagte Ludwig: „Er klingt zu schlau für dich“ „Oha, du  mieser kleiner…, ich existiere erstens länger als du und zweitens bin ich genauso schlau wie ich awesome bin“, verkündete  Gilbert. Danach mussten sie sich wirklich verabschieden und Ludwig verfiel wieder in seine Masche, immer das gleiche, immer wiederholen, bis zum nächsten Dienstag. Es kamen aber keine weiteren Anrufe, dafür hörte Ludwig von Protesten und Demonstrationen für eine Wiedervereinigung  im Osten. Das klang ganz nach Gilbert und ab jetzt suchte er in den Zeitungen über Berichte aus dem Osten.

Dann am 9. November 1989 war es endlich soweit. Die Mauer fiel und gleichzeitig stürmten die Menschen in den jeweilig anderen Teil von Deutschland. Ludwig, der gerade in der Bibliothek war, sah, wie viele Menschen in Richtung Mauer stürmten, da musste er sich ihnen anschließen. Als er die bröckelnde Mauer sah musste er einfach laut lachen und rings herum stimmten alle mit ein. Als die Menschen aus dem Osten kamen, suchte Ludwig nach Gilbert. Natürlich lies dieser nicht lange auf sich warten und umarmte Ludwig so fest, dass Ludwig danach keuchend Luft holen musste. „Na, was habe ich gesagt!“, grinste ihn Gilbert an.

Eins stand für Ludwig fest. Nie wieder sollte irgendwer es versuchen, ihn von den Menschen fern zu halten, die ihm wichtig waren!    


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Ich hoffe es hat euch gefallen :)
Lasst doch eure Meinung bitte da, ja?
Es würde uns brennend interessieren was ihr von dieser Geschichte haltet.
LG
PandaXChan und Koneko

PS:
Ein großes Danke an Lachende Leiche, das sie mich auf einen Fehler aufmerksam gemacht hat.
Danke nochmal
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