The man behind the mask

von LadyWolf-
GeschichteSchmerz/Trost / P16 Slash
Izaya Orihara Shizuo Heiwajima
07.04.2015
18.05.2018
32
78.294
15
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07.04.2015 2.035
 
Ich weiß, dass Izaya ne normale Familie hatte und so weiter, aber ich war mal so böse und hab das ein bissel umgemodelt. *unschuldig pfeif*
Falls euch das nicht gefällt, müsst ihr meine FF auch nicht lesen. ;)
Allerdings hoffe ich dennoch, dass einige sich am Lesen dieser kleinen FF erfreuen können.

COVER: http://i.imgur.com/SaeJzUy.jpg
((von Jeyawue - dem einzig wahren Teufel. ^-^))
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Ein Lachen entwich meiner Kehle.

War ich schon immer so? So krank und psychisch kaputt?Ja, ich glaube schon. Schon immer hat man mich gemieden, egal wohin ich kam. Jeder hatte Angst vor mir. Die Erwachsenen versteckten ihre Kinder vor mir und die Kinder fühlten sich großartig, wenn sie mich verprügelten. Sie fühlten sich stark und die Eltern lobten sie dafür. So ein abartiges, wertloses Etwas war es nicht wert zu leben. Und das sollte es auch wissen.

Grinsend wich ich dem Getränkeautomaten aus.

Wieso wurde ich eigentlich geboren? Nur um zu leiden? Damit sich andere ihre Wut an mir abreagieren konnten? Damit ich als Spielzeug herhalten durfte?

„Ach Shizu-chan, wirf doch nicht immer so ungenau! Du solltest vielleicht noch ein bisschen trainieren, he?“, rief ich lachend. Ein Knurren des Angesprochenen war die Antwort.

Warum grinse und lache ich? Wieso jage ich diesen Shizuo und nenne ihn Shizu-chan? Warum bin ich Informant geworden? Eigentlich sollte ich jetzt meinen, weil es mir Spaß macht. Weil ich gerade glücklich bin und meine Arbeit liebe. Doch das tue ich nicht. Ich liebe auch die Menschen nicht, ich sollte sie hassen. Doch all das geht nicht. Warum?

„Bleib gefälligst stehen, du Made!“, brüllte der blonde Barkeeper mit dem vollen Namen Shizuo Heiwajima. Sofort folgten auf diese Worte ein ausgerissener Laternenpfahl.

Wieso fühle ich mich so falsch? Wieso lache ich dennoch? Was ist nur los mit mir, ich verstehe es nicht. Alles ist so aufgezwungen, ich kann nicht anders. Ich muss lachen, muss die Menschen lieben, muss Shizuo hassen.

Erneut wich ich dem Geschoss aus und blieb auf einer breiten Steinmauer stehen, sog die verdreckte Luft der Großstadt Ikebukuro ein. „Oy Shizu-chan findest du eigentlich auch, dass die Luft hier stinkt?“, fragte ich belustigt.

Was ist nur mit mir? Wenn ich an all diese Menschen denke, weiß ich, dass ich sie lieben soll. Wenn ich Shizuo in die Augen blicke, soll ich Hass spüren. Soll Freude daran spüren, wenn ich ihn zur Weißglut bringe. Doch dem ist nicht so. Wenn ich in mein Inneres sehe, dann fühle ich....

„Das liegt ganz einfach an dir, du dreckiger Floh. Und jetzt bleib da schön stehen, damit ich dich treffen kann.“, antwortete der Bodyguard grinsend, während er einen weiteren Getränkeautomat anhob. Ich bedachte ihn mit einem ausdruckslosem Gesicht, ehe ich erneut mein Grinsen aufsetzte. „Dann ziel aber erstmal, oder ist dir vorhin etwa eine Fliege ins Auge geflogen? So wie immer, wenn du etwas nach mir wirfst?“, stichelte ich grinsend.

…............nichts. Ich habe keine Gefühle. Mein Inneres ist leer und kalt, nicht menschlich. Ich bin wohl wahrlich ein Monster. Ich spüre keinen Hass und keine Liebe. Ich spüre einfach nur Nichts.

„IZ-AY-A-KUN!!“, schrie der Blonde laut und voller Wut, ehe er den Automaten in meine Richtung warf. Schnell wich ich aus und rannte weiter die Straße entlang. Ich spürte die Blicke der Menschen um mich herum. Konnte ihren stechenden Hass fühlen, wie er sich in meine Eingeweide bohrte.

Und doch fühle ich keine Trauer. Ich muss sie lieben, das ist meine Aufgabe. Doch warum? Warum soll ich sie lieben, wo sie mich doch hassen? Wieso nur bin ich so?

„Verdammter Mistkerl, bleib gefälligst stehen!“, hörte ich hinter mir lautes Rufen. Kurz blickte ich über die Schulter und lachte laut, als ich sah, wie der Barkeeper mich verfolgte. Im Rennen riss er immer wieder Schilder oder ähnliches heraus und bewarf mich damit. Doch nie traf er. Und immer wieder lachte ich laut.

Hatte er es etwa tatsächlich geschafft? Ist sein Plan aufgegangen? Es scheint so. Und doch verspüre ich keine Wut, keinen Hass. Früher habe ich noch gekämpft, habe mich gewehrt. Doch dann hatte er es schließlich geschafft. Er hat mir alles genommen. Hat mich neu geformt und zu dem gemacht, was ich bin. Und wenn ich darüber nachdenke, fühle ich noch immer nichts.

Ohne zu überlegen, rannte ich um eine Ecke. Schnell bremste ich abrupt, eine Sackgasse. Meine Augen wanderten durch die Gegend, auf der Suche nach einer Möglichkeit weiter zu rennen. Doch nichts war zu sehen. Keine Kartons oder Container, über die ich flüchten könnte. Gerade wollte ich mich umdrehen und wieder zurück flüchten, in der Hoffnung, dass Shizuo noch nicht so schnell hinterher gekommen war.
Doch er stand bereits da, ein Straßenschild in der Hand. Auf seinem Gesicht ein überlegenes Grinsen. Auch ich begann zu grinsen, ließ meine Hände langsam und vorsichtig in meine Jackentaschen gleiten. Ich musste irgendwie entkommen. „So, jetzt sitzt du also doch in der Falle. Wie soll ich dich jetzt töten, hm Izaya-kun? Langsam und qualvoll, oder lieber sehr qualvoll, dass du dir wünscht nie geboren worden zu sein?“, sprach der Heiwajima. Ein krankes irres Lachen entrang meiner Kehle.


Ich erinnerte mich nur noch an den Schmerz. Alle Gefühle, welche ich einmal besaß, habe ich vergessen. Ich weiß nicht einmal mehr, wie sie sich anfühlten. Nur der Schmerz ist noch da. So direkt und qualvoll, als würde ich ihn noch immer fühlen. Als würde ich seine Hand spüren, welche rau über meine nackte Haut strich. Als wäre die Zeit von damals noch immer nicht vorbei. Als wäre ich noch immer bei ihm. War ich denn noch immer in seiner Gewalt? War er noch immer da, nach all der langen Zeit?

„Ach Shizu-chan....So schwach, wie du bist, wirst du mir niemals solche Schmerzen zufügen können, dass ich auch nur schreien würde. Glaube mir, du bist noch lange nicht der Stärkste. Es gibt weit größere Monster als dich. Vielleicht solltest du ein wenig durch die Welt reißen, vielleicht triffst du ja ein paar deiner Artgenossen?“, meinte ich, ohne darüber nachzudenken, welche Bedeutung diesen Worten inne wohnte. „Du kleiner Bastard...“, knurrte mein Gegenüber und zerdrückte das Stoppschild mit einer unglaublichen Wut. Noch immer grinste ich und starrte ihn an.
Dann zog ich meine Messer aus der Tasche und warf sie nach ihm. In dem Moment, wo der B
londe den Klingen auswich, eilte ich vorwärts und versuchte an ihm vorbei zu rennen. „Bleib gefälligst hier, du Floh!“, hörte ich ihn dicht hinter mir rufen, als ich an ihm vorbei schlüpfte. Doch kurz darauf spürte ich starke Schmerzen an meinen Knöcheln und fiel der Länge nach ihn. Knurrend rappelte ich mich auf und entdeckte das verbeulte Schild, welches das Monster wohl nach mir geworfen hatte. Nun kam der ehemalige Barkeeper auf mich zu gerannt. Trotz der Schmerzen stand ich auf und wollte erneut einen Fluchtversuch starten, als der Größere mich an der Schulter packte und zurück in die Sackgasse schleuderte.
Stöhnend prallte ich gegen die dreckige Wand und blinzelte einige Male, da schwarze Punkte vor meinen Augen tanzten. Als ich Schritte auf mich zukommen hörte, hob ich den Kopf. Der Typ hatte das Schild wieder aufgehoben und marschierte nun langsam auf mich zu. Knurrend spannte ich mich an und griff erneut in meine Jackentaschen, um weitere Messer raus zu holen. Ich wollte die Messer gerade auf dieses Monster werfen, als dieser mit einer unglaublichen Schnelligkeit auf mich zu rannte und das bereits völlig verbogene Schild neben mir in die Wand rammte. Doch ehe ich mich versah, verbog er das Schild so, dass das zweite Ende auf meiner anderen Seite in der Wand steckte. Gleich danach drückte er es so tief gegen meinen Magen, dass ich mich nicht mehr befreien konnte. Mit geweiteten Augen starrte ich mein Gegenüber an, welches mir unglaublich nahe war.
„Verdammt, damit hab ich wohl nicht gerechnet.“, versuchte ich den Bodyguard abzulenken, da ich spürte, dass ich meine Arme noch
etwas bewegen konnte. Wenn ich sie frei bekam, könnte ich ihn mit meinen Messern abstechen. „Tja, du bist noch schwächer als ich und somit leicht zu fesseln.“, antwortete Shizuo grinsend. Meine Antwort war lediglich ein ´Tsk` und ein arroganter Blick. „Jetzt kann ich dich in Ruhe töten, ohne, dass du kleiner Feigling wieder abhaust.“, sprach wer weiter und grinste mich böse an. Er schien nicht zu bemerken, dass ich meine Arme noch bewegen konnte. Mein Atem ging stoßweise, da das Metall mich nicht mehr Luft holen ließ. „Dann beeil dich doch bitte wenigstens, denn qualvoll wirst du nicht hinbekommen, armer Shizu-chan.“, lachte ich laut.
Schmerzhaft packte der Blonde in meine Haare und zog daran, ehe er meinen Kopf gegen die Wand rammte. Schmerzhaft biss ich meine Zähne zusammen. „Das werden wir ja noch sehen..“, flüsterte er rau in mein Ohr. Erschrocken, blickte ich in sein Gesicht, welches meinem sehr nahe war.
Doch noch immer grinste ich, konnte nicht damit aufhören. Dann plötzlich küsste Shizuo mich, drückte seine weichen Lippen auf die meinen. Über die Reaktion überrascht, regte ich mich nicht mehr. Nach kurzer Zeit löste er sich auch wieder von mir und sah mich abwartend an. Mit ausdruckslosem Blick starrte ich zurück.
„Was sollte das?“, fragte ich lediglich, ohne Grinsen, ohne Gefühl. Seine Augen zeigten Verwunderung, dann Scham. „Wenn du dich dafür schämst, solltest du mich nicht küssen, Shizu-chan.“, sprach ich noch immer in dieser monotonen Stimme. Etwas in mir sagte, dass ich ihn verspotten sollte, ihn auslachen. Doch ich tat es nicht. Ich sah ihn einfach nur an. Etwas fremdes, unbekanntes war gerade geschehen. „Halt doch die Klappe du verdammter Floh. Ich wollte nur sehen, ob du denn auf richtige Liebe reagierst. Aber anscheinend bist du zu so etwas nicht fähig.“, meinte der ehemalige Barkeeper spottend, doch ich sah, dass es nicht stimmte. Irgendetwas stimmte da nicht, er schien zu lügen.
Doch noch immer sah ich ihn ausdruckslos an. „Nur, weil ich nicht auf deinen Kuss reagiert habe, denkst du also, dass ich keine Liebe empfinden kann?“, fragte ich nachdenklich. „Liebe ist eine Empfindung des Körpers, wenn dieser erregt wird und da du mich nicht erregst, empfinde ich auch keine Liebe, Shizu-chan.“, erklärte ich langsam. Der Größere starrte mich verwundert an. Seltsam, von diesem Hass war nichts mehr zu sehen. „Du bist wirklich ein Idiot, Floh. Solche dummen Sachen sagen nur Menschen, die noch nie verliebt waren.“, sprach er grinsend. Er fand es wohl lustig, dass ich keine Liebe empfinden konnte.
„Warst du etwa schon einmal verliebt Shizu-chan?“, fragte ich ihn, endlich wieder das Grinsen auf den Lippen. Mein Inneres normalisierte sich langsam wieder, was war nur los? An seinem Blick erkannte ich die Antwort. Ein
psychopathisches Lachen entrang mir. „Armer Shizu-chan, hast du etwa noch nie Liebe gefühlt? Aber das wundert mich nicht, schließlich bist du ein verabscheuungswürdiges Monster, dass man nicht lieben kann.
Ich wette, selbst deine Familie war froh, als du von Zuhause fort bist und sie dich endlich los waren!“,
schrie ich ihn irre geworden an. Ehe ich es mich versah, riss er mich samt Eisenstange aus der Wand und schleuderte mich hart gegen die nächste, den Kopf voran. Ein lautes Stöhnen entwich mir, als ich unsanft auf dem Boden aufkam. Hatte wohl etwas übertrieben. Zitternd hielt ich mir meinen schmerzenden Schädel und versuchte aufzustehen, was fehlschlug. Mein Bein schmerzte stark und schien gebrochen zu sein.
Hinter mir hörte ich Shizuo vor Wut beben. Anscheinend hatte ich wohl etwas übertrieben und bekam nun die Strafe dafür. Langsam begann mein Kopf immer stärker zu schmerzen und ein scharfes Sirren dröhnte in meinen Ohren.
Stöhnend fasste ich mit beiden Händen an meine Schläfen und hoffte, dass dieser Schmerz bald verschwinden würde, was er aber nicht tat.
Nein, er wurde immer stärker und qualvoller, selbst mein Bein war nichts dagegen. Entfernt hörte ich noch Shizuo´s plötzlich besorgte Stimme. Und mit einem Mal übermannte mich der Schmerz komplett, blendete alles andere aus und ich konnte nur noch laut schreien. Meine Augen riss ich weit auf und alles strömte auf mich ein.
Mit einem Mal war alles wieder da und überforderte mich, der Schmerz füllte mich weiter aus. Und dann, war alles wieder vorbei. Ich sackte erschöpft zusammen, spürte mein gebrochenes Bein, diese Müdigkeit und hörte Shizuo´s Stimme. Als ich jedoch etwas weiteres bemerkte, erstarrte ich.
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