50 Dinge, die ich in meiner Wohnung gefunden habe

von Odras
GeschichteAllgemein / P12
07.04.2015
08.04.2015
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07.04.2015 829
 
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1.       Kiseru
Als Kiseru wird eine kleine traditionelle japanische Pfeife bezeichnet. Kopf und Mundstück sind aus Metall. Der Mittelteil besteht typischerweise aus Bambus, bei meiner wurde jedoch Holz verwendet, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Ja, ich weiss, Rauchen ist ungesund, aber ich mag es. Und wenn ich schon rauche, dann wenigstens mit Stil. Und selbstverständlich nicht in der Wohnung sondern nur draußen…

2.       Luffy & Ace
Die beiden Piraten-Brüder aus One Piece zieren seit dem letzen Weihnachtsfest ein Regal in unserem Wohnzimmer. Die etwa zwanzig Zentimeter hohen Figuren sind ein Geschenk von meinem Mann. Ich verfolge die Geschichten um den zukünftigen König der Piraten und seiner Crew schon seit sie 1999 erstmalig im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Mittlerweile schaue ich mir die englisch untertitelten Originalversionen an – mein wöchentliches Anime-Highlight.

3.       Würfel
D4, D6, D10, D12, D20 – mit diesen Begrifflichkeiten können wohl nur echte Tabletop- und Pen&Paper-Rollenspieler etwas anfangen. Die kleine Holzkiste, in der ich meine Sammlung aufbewahre, beherbergt eine hübsche Kollektion bunter Würfel, die sich über beinahe zwei Jahrzehnte hinweg angesammelt haben. Es gab Zeiten, da habe ich mich fast jeden Abend mit irgendeiner Rollenspieler-Gruppe getroffen und es waren auch lustige Zeiten. Inzwischen haben sich die Prioritäten in meinem Leben etwas verlagert. Es gibt nur noch eine Rollenspiel-Runde für mich – Qualität statt Quantität.

4.       Japanisch im Sauseschritt
Dieses Buch gilt als eines der besten Bücher für diejenigen, die Japanisch lernen wollen und wird auch in Schulen und Universitäten als Standardwerk verwendet. Ich habe das tatsächlich auch mal in Angriff genommen und an einem Sprachkurs an der Volkshochschule bei mir um die Ecke teilgenommen. Natürlich war das nur ein Einsteiger-Kurs und ich bin weit davon entfernt, behaupten zu können, ich könne Japanisch. Klar, es reicht um gegenüber der wachsenden Gemeinde von Japan-Fans ein bisschen anzugeben, aber ganz ehrlich – wenn man mich in Tokyo oder Osaka oder sonst wo auf den japanischen Inseln aussetzen würde und dort kein Mensch Englisch spräche – ich wäre ziemlich aufgeschmissen. Dennoch – ich habe unglaublich viel Spaß an der Sprache, beherrsche sogar schon eines der drei japanischen Schriftssysteme recht gut, und werde weiter dran bleiben. 
日本の夢はでかいです( Nihon no yume wa dekai desu. - Heisst soviel wie „Der Traum von Japan ist groß“ (im emotionalen Sinne))

5.       Hochzeitsfoto
Darunter steht das Datum 11. September 2009. Ein ungewöhnliches Datum, um zu heiraten, aber uns war das egal bzw. haben wir uns diesen Termin vielleicht genau deswegen ausgesucht, weil man dieses Datum einfach nicht vergessen kann. Immerhin war es auch ein erster April, an dem mein Ehemann mir seinen Heiratsantrag machte – aber es war ihm durchaus ernst. Das Datum war ihm in dem Moment, in dem er mich fragte, gar nicht bewusst.

6.       Kinderkunstwerke
Eine ganze Kollektion von Gemaltem, Geklebtem, Gestecktem, Aufgefädeltem und sonst wie Gebasteltem hat sich mittlerweile in meiner Wohnung angesammelt. Es vergeht kein Tag, an dem meine vierjährige Tochter nicht mit einem in irgendeiner Form kreativ bearbeitetem Stück Papier zu mir kommt , welches sie mir erwartungsvoll lächelnd mit den Worten „Für dich, Mama“ entgegen streckt. Auch alle Omas und Opas, Tanten und Onkels werden regelmäßig mit den Werken unserer kleinen Künstlerin bedacht.

7.       Unsortierte Post
Auch die findet sich in meiner Wohnung. Ich bin, was das betrifft, eine ziemliche Schlampe. Ich hasse Papierkram. Gut, Rechnungen, amtliche Aufforderungen und dergleichen bearbeite ich nach Möglichkeit immer recht zeitnah – ich bin in der Vergangenheit zu oft auf die Nase gefallen, weil ich diese ignoriert hatte - aber alles andere, was nicht so wichtig ist, bleibt auf meinem Schreibtisch liegen, bis mir der Papierstapel irgendwann doch mal zu hoch wird und ich die liegen geblieben Dokumente in die entsprechende Ordner sortiere.

8.       Leere Mate-Flaschen
Seit mehr als fünfzehn Jahren ist die Club Mate, die mittlerweile ja den Status eines Subkultur-Getränkes hinter sich gelassen hat, meine bevorzugte Koffein-Droge bei kurzfristigem Energiedefizit. Damals gab es nur eine "Mate" und die kannte man vor allem im Umfeld des Chaos Computer Clubs. Ich war nie ein Mitglied des CCC, habe das Getränk auf der abgestürzten Raumstation unter Berlin-Mitte kennen gelernt. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.

9.      Der c-base Almanach
Das Analog-Nachschlagewerk der abgestürzten Raumstation unter Berlin-Mitte. Der vor zwanzig Jahren von einer Gruppe von Studenten eigentlich mehr zum Spaß gegründete Verein "c-base e.V" zählt mittlerweile um die 500 Mitglieder und kann sogar auf einen Eintrag in der Wikipedia verweisen. Ich gehöre seit 1999 zur c-base-crew. Damals waren wir gerade mal 70.

10.   Mein Büro
Das habe ich zu Hause. Dem ein oder anderen mag es traumhaft erscheinen, zu Hause arbeiten zu können, aber es hat auch seine nicht so guten Seiten. Es bleibt einfach nicht aus, dass man sich im heimischen Arbeitsumfeld eher ablenken lässt, als in einem Büro außerhalb. Es war ein gutes Stück Arbeit verbunden mit einem harten Training in Selbstdisziplin, bis ich hier einen vernünftigen Ablauf entwickeln konnte.
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