Der Feind scheint manchmal näher als man denkt.....

GeschichteAbenteuer / P16
Dragos Gabrielle Lucan
06.04.2015
29.04.2015
2
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Hier nun eine meiner neusten Geschichten in der Hoffnung, dass ich die auch zu Ende bringe! :) Ich hoffe, sie gefällt euch! Über Rewievs würde ich mich natürlich freuen!
Lg und viel Spaß,
Natha-Chan
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Sie hatte es tatsächlich geschafft. Tatsächlich. Nachdem Gabrielle gefühlt Stunden ihren Gefährten bearbeitet hatte, um ihm schließlich doch noch eine Zustimmung abzuringen, dass sie heute in die Stadt gehen durfte, um sich ein neues Objektiv zu kaufen und zu schauen, ob ihre Gabe sie irgendwohin führte, machte sie sich gerade fertig. Zugegeben sie hatte eine kurze Nacht gehabt. Zum einen, weil sie die Nacht nicht wirklich viel geschlafen hatte, sondern eher mit ihrem Gefährten geschlafen hatte und zum Anderen, da ihre Nacht eigentlich der menschliche Tag war. Aber sie freute sich sehr auf diesen kleinen Ausflug. Und sie hatte versprochen auf sich aufzupassen, was sie auch tun würde. Nachdem sie sich jetzt schließlich geduscht, sich eine Jeans und ein Sweatshirt angezogen hatte, da es draußen doch ziemlich kalt war für einen Herbsttag, schrieb sie ihrem Gefährten einen kleinen Zettel auf dem stand: Ich bin bald zurück. Mach dir keine Sorgen, ich pass‘ auf mich auf. Verspochen. Ich liebe dich. Gabrielle. Ehe sie ihre Schuhe anzog und sich ihre Jacke samt Kamera und Handtasche schnappte, hauchte sie ihrem Gefährten einen leichten Kuss auf die Stirn. Leise lief sie aus der Tür ihres Quartiers, schloss sie hinter sich und lief die Gänge zum Aufzug, der sie zum großen Fuhrpark des Ordens brachte. Sie hatte sich die Schlüssel für den Range Rover genommen und öffnete diesen mit der Funkfernbedienung, ehe sie einstieg und ihre Kamera und Handtasche auf dem Beifahrersitz platzierte und aus dem Hangar und in Richtung Stadt fuhr.

Das Objektiv zu kaufen hatte Gabrielle Maxwell nicht viel Zeit gekostet. Sie wusste welches Objektiv sie sich kaufen wollte, hatte sich im Vorfeld genug darüber informiert und hatte Glück gehabt, dass es noch auf Lager war. Die Leica-Kamera mochte zwar aus Deutschland kommen, aber es war eine Firma, die gut in ihrer Produktion war. Diese Kamera war für sie die Beste, die sie bisher hatte und hergeben würde sie diese auch nicht mehr. Ebenso wenig wie ihre Leidenschaft für die Fotografie, der sie jetzt nach langer Zeit endlich wieder nachkommen würde. Ihr Objektiv hatte sie sofort in ihre Kameratasche gesteckt und ließ dafür ein anderes in dem Auto liegen. Während sie nachdenklich durch die Straßen Bostons fuhr spürte sie etwas außerhalb das Gefühl in Richtung Wald zu fahren. Ein Gefühl, welches sie nicht beeinflussen oder unterdrücken konnte. Also fuhr sie bei der nächsten Kreuzung rechts und ein paar hundert Meter weiter einen kleinen Schotterweg in den Wald. Nach ein paar weiteren hundert Metern blieb sie stehen, machte den Motor aus und stieg aus. Sie hoffte, dass sie bisher keiner gehört hatte, denn schließlich war ihr bewusst, warum es sie in diese bestimmte Richtung zog. Vampire. Oder Rogues das konnte sie selbst noch nicht genau einschätzen, aber sie war sich sicher, dass da was war. Und sie spürte den Drang sich das genauer anzusehen. Natürlich ohne in ein Gebäude, sofern es eines zu sehen geben würde, hineinzugehen. Das wäre zu riskant und das wusste sie. Ihr Gefährte würde sonst noch durchdrehen, weil er zu der Zeit nicht rauskonnte, ohne von den UV-Strahlen der Sonne verbrannt zu werden. Wobei sie sich fast sicher war, dass ihn das nicht unbedingt aufhalten würde. Gabrielle nahm ihre Kamera vom Beifahrersitz, holte sie aus der Tasche und hing sie sich um, ehe sie sich den Hänkel der Zubehörtasche um ihre Schultern legte, das Auto abschloss und langsam ihrem Gefühl tiefer in den Wald folgte. Adrenalin schoss durch ihre Adern, als sie immer tiefer in den Wald hineinlief, bis das große alt wirkende Haus vor ihr aufragte. Zu ihrer Verwunderung war das Gebäude nicht umzäunt oder dergleichen.
Schließlich blieb Gabrielle stehen und fing an das Gebäude zu fotografieren. Vorsichtig lief sie nun um das Gebäude herum, ihr Herz hämmerte in ihrer Brust und noch mehr Adrenalin schoss durch ihre Adern. Als sie hinter sich ein leises Knacksen hörte, schlug ihr Herz nur noch schneller und sie drehte sich um, allerdings konnte sie nichts erkennen. Gabrielle schluckte leicht, lief langsam zurück und wollte wieder zum Auto laufen, als sie erneut in eine bestimmte Richtung gezogen wurde. Diesmal aber nicht von dem Haus, vor dem sie sich eben befunden hatte, sondern von einem anderen. Dieses Gebäude befand sich etwa 500m von dem anderen entfernt und war schon eher so wie sie dachte. Ein breiter Zaun umzog dieses riesige Grundstück und das Außengelände schien so auszusehen wie ein ehemaliges Militärgelände. Wo war sie da den schon wieder reingeraten? Von diesem Gebäude machte sie ebenso Bilder, lief um das riesige Anwesen herum und verlor fast jegliches Zeitgefühl. Erst als sie bemerkte, dass es langsam dämmerte, machte sie sich schnell wieder auf den Weg zu ihrem Auto. Gerade als sie einsteigen wollte, spürte sie einen starken Schlag auf ihren Hinterkopf. Fast augenblicklich sank sie an ihrem Auto in die Knie. Ehe sie das Bewusstsein verlor spürte sie noch, wie Blut aus einer Platzwunde über ihre Haare und Wange lief. Schließlich sank sie endgültig auf dem Boden nieder, während ein Mann die Frau zu seinen Füßen in seine Arme hob und damit zurück zu seinem Meister lief. Das war ganz sicher eine Beute, die er sehen wollte.

Dragos saß an seinem Schreibtisch in seinem nicht gerade wenig luxuriösen Arbeitszimmer und schmiss gerade den Hörer des Telefons auf die Tischplatte. „Zu nichts zu gebrauchen… zu nichts zu gebrauchen!“, rief er wütend aus und konnte die Transformation seiner Augen nicht verhindern, ebenso wenig wie die Tatsache, dass seine Fänge vor Wut aus einem Zahnfleisch schossen. Alles musste er selber machen, alles musste er selber machen! Dieser Lucan Thorne trieb ihn noch in den Wahnsinn! Eines Tages wirst du für deine Taten bezahlen, Lucan Thorne. Eines Tages….. , dachte er sich grimmig und sah gereizt auf, als einer seiner Lakaien ihn in seinen Gedanken störte und ohne anzuklopfen einfach so in sein Büro platzte. „WAS?!“, brüllte er und stand auf, sah den nichtsnützigen Menschen an. Erst jetzt bemerkte er die Frau in seinen Armen und runzelte leicht die Stirn, als er den Duft, der von der Frau ausging bemerkte. Es war weder ein Shampoo, noch ein Parfüm... was bedeutete, dass es nur eins sein konnte: Stammesgefährtin. Und nicht gerade irgendeine. Es war die Gefährtin seines größten Feindes: Lucan Thorne. Perfekt! Das war ja perfekt! Ohne wirklich was zu sagen nahm er ihm die Frau aus den Armen und schickte seinen Lakaien mit einem deutlichen Blick aus der Tür, während er mit der Frau in den Armen sein Büro verließ und hinunter in seine private Folterkammer ging und sie dort an Ketten, welche sich an der Wand befanden, fesselte. Gelassen ließ er seinen Blick über die die verschiedenen Peitschen an der gegenüberliegenden Wand gleiten, während er darauf wartete, dass sein neustes Opfer erwachte…
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