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Pet Rock

von somali77
GeschichteAllgemein / P18
Revy Rock
05.04.2015
12.02.2020
50
36.112
12
Alle Kapitel
21 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
12.09.2016 1.461
 
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Mit fiebriger Entschlossenheit packe ich ihn am Hemdkragen, zerre ihn durch die Menschenmenge, ignoriere sein Stolpern zwischendurch das ihn fast zu Boden bringt, und werfe ihn in der nächstbesten, halbwegs einsamen Seitengasse heftig rücklings an die Wand.

Seine Handgelenke bekomme ich schnell zu fassen, packe vielleicht ein bisschen zu hart zu, aber ich will nicht, dass er auf dumme Gedanken kommt-... presse meinen Körper mit warnendem, festem Ruck gegen ihn. Ich quetsche ihn ein, zwischen mir und der bröckeligen Betonwand. Er hält die Luft an und seine Augen geschlossen, den Kopf zur Seite gedreht... und dann rührt er sich nicht mehr.  Auch nicht nur einen Milimeter. Er hält völlig still.

Ich blinzele auf seine wehrlose, weiße Kehle direkt vor mir und weiß nicht genau, wie es weiter geht.

Alles was ich weiß ist, dass das hier anders ist als... jegliche anderen, übelkeiterregenden Zusammentreffen mit Vertretern der männlichen Spezies bis zu diesem Zeitpunkt. Das ist verrückt.

Meine Hände sind schwitzig. Fuck, ich bin einfach zu... aufgeregt-... meine Antwort darauf ist mehr Härte, verbissen lasse ich ihn noch einen festen Ruck spüren, presse seine Arme höher, weiter aufwärts, weit aus dem Weg-...


Er gibt ein kehliges, leises Geräusch von sich.

Sein Kopf ist weit zur Seite gedreht. Seine Augen nur noch halb geschlossen, sein Atem ganz flach, seine Wangen rot, er wehrt sich nicht. Der Gedanke pulsiert in meinem Kopf wie ein kriechendes Rauschmittel-...

Er -wehrt- sich nicht...


Er lässt mich tatsächlich alles mit ihm tun, was ich will.


Die Häarchen unter seinem Ohr bis zum Nacken sind irgendwie... niedlich. Ich reibe leicht meine Nase daran, nur um zu testen wie es sich anfühlt. Er schaudert darunter, seine Hände schließen sich leicht-... aber er bleibt ganz ruhig. Vorsichtig, mutiger, berühre ich mit den Lippen die feuchte Spur, wo ihm heute schon salziger Schweiß in den Kragen geflossen ist.
Er gibt noch ein kleines Geräusch von sich, ganz sachte und tief in der Kehle. Nichts spektakuläres, ein kleines "Hm", aber das reicht um mich anzufeuern. Verflucht.
Er ist nur ein beschissener Kerl, ja, aber er ist so- anders-... seine Haut sieht so weich aus, von Nahem. Trotz all dem Schweiß und dem unverkennbaren Männerduft riecht er irgendwie nach Seife- obwohl er schon seit Tagen mit uns auf diesem verfluchten Schiff festsitzt und Roanapur eine wahre Sauna sein kann, schafft er es irgendwie, nicht wie alle anderen Kerle abstoßend nach Bier und Arschritzenschweiß zu stinken. Er riecht nach Seife, und ich sauge den Geruch ungläubig, tief in mich ein, strecke die Zunge ein wenig nach vorn, lecke vorsichtig, zögernd den angenehm fremden, sauberen Geruch von seinem Schlüsselbein, bevor er unruhig wird, und sich unter meinem Griff anspannt.

"Wag es nicht", grolle ich ihm mit meiner tiefsten, bedrohlichsten Stimme direkt in die Ohrmuschel und drücke ihm südlich eine von meinen Pistolen direkt in den Schritt: "Bleib. Genau. So."


Ich kann spüren, wie jede Kraft aus seinen Muskeln fließt.

Langsam lasse ich los.


Er hält seine Arme brav da wo sie waren, bebt sichtbar. Leckt die Lippen, blinzelt.

"D-... darf ich spr-..."

"Nein!", blaffe ich, "Halt´s Maul!"


Er gehorcht und sieht stumm zu Boden. Er ist gehorchen gewohnt... trotzdem mag ich das.

Ein dunkles, unheilvolles Kribbeln von Macht und Lust steigt in mir auf. Er ist mir völlig ausgeliefert... oder nicht? Niemanden wird wissen, was hier mit ihm passiert. Scheiße...

"Rock", atme ich ihm ins Ohr, und er schaudert.

Ich schlinge den Arm um ihn, berge seinen Kopf darin. Er soll nicht zu viel Angst haben... er soll spüren, dass ich ihn nicht... -vergewaltigen, töten, verstümmeln- will, auch wenn mir ein deliranter, entsetzlicher Gedanke in dem Moment durch den Kopf zuckt: nämlich, dass ich genau das einfach tun könnte. Ich könnte es tun, tatsächlich, und er hätte nicht die geringste Chance sich zu wehren...

Aber sobald der Gedanke aufkommt, meldet sich ein ekelhafter Geschmack im Mund. Nein... das will ich nicht. Nicht so... nicht mit ihm. Nicht so...

Trotzdem, Romantik gibt es hier nicht. Besser, er weiß von vorn herein Bescheid, was ihm bevorsteht...


"Ich werde dir weh tun", grolle ich deshalb, leise und drohend, "So viel ist sicher. Und vielleicht... vielleicht werde ich dich auch mal ficken, wenn ich Lust darauf habe. Nicht umgekehrt. Verstehst du? Wenn du... das nicht willst, solltest du lieber laufen. Ich geb´ dir fünf Sekunden Vorsprung. Wenn du hier bleibst... könnte es sein, dass ich will, dass du mir gehörst. Ab und zu. So lange, bis ich genug von dir habe... verstehst du das? Rock...? Das hier ist nicht wie all diese Cinderella- Geschichten im Fernsehen..."

Er schluckt. Seine Muskeln zucken. Sein Atem geht wieder rascher.

"Fünf Sekunden", flüstere ich ihm ins Ohr, "Eins..."


Er bleibt stehen. Bei fünf hat er die Augen geschlossen, die Lippen zusammengepresst. Ich werfe ihn an der Schulter herum, drehe in Polizeigriff seine Hand auf den Rücken. Er japst. Blitzschnell habe ich seine verfluchte Krawatte, ziehe eine Schlinge um das Handgelenk, die zweite um seinen anderen Arm, den ich von oben herunter drücke. Er ist gefesselt. Jepp. Er kann seine Arme nicht mehr verwenden und das ist gut so.

"Beine breit, Roxy", grolle ich und lecke ihm leicht die Ohrmuschel, nur weil ich sehen will, wie er schaudert-... dann packe ich mit beiden Händen seinen Hosenbund. Ich öffne den Gürtel, zerre den Reißverschluß auf-... genieße das Gefühl, ihn von hinten im Griff zu haben. Er hat auf meinen Befehl nicht reagiert- wahrscheinlich ist er viel zu beschäftigt damit, das Gleichgewicht zu halten-... aber er ist warm und fest zwischen meinen Armen. Ich greife mit einer Hand in seine Hose, fasse ihn durch seine Shorts. Er ist halb hart. Unter meiner Hand wird er pulsierend härter, dabei ist immer noch der dünne Stoff dazwischen und ich tue überhaupt nichts. Es gefällt mir, ihn einfach nur so zu halten. Er hat aufgehört, gegen die Fesseln zu kämpfen und hält ganz still, atmet flach.

Hat er Angst...?


"Beine breit", wiederhole ich.

Er tut es, wortlos.

Ich reibe meine Nase zwischen seinen Schulterblättern. Greife locker um seinen Schwanz, lasse ihn ein bisschen Druck spüren. Die Macht über ihn kann ich fast auf der Zunge schmecken. Sie ist süß... so köstlich süß und unwiderstehlich...


"Bereust du´s schon, mich deinen Schwanz in die Hand nehmen zu lassen?", flüstere ich ihm ins Ohr und massiere ihn langsam. Genüsslich. Er zuckt und macht ein merkwürdiges Geräusch in der Kehle. Sein ganzer Rücken spannt sich an. Oh, fuck. Scheiße. Ich liebe das...


"Willst du jetzt lieber wimmern und um Gnade betteln, hmm...?", wispere ich, und spüre, wie er sich mir leicht entgegenlehnt, "Willst du, dass ich lieber ganz nett und zärtlich bin?"


Er schüttelt schwer atmend den Kopf.


Alles was danach passiert, passiert wie in einem Raum- Zeit- Vakuum. Ich zerre seinen Schwanz aus der Hose, packe ihn in vernichtendem Griff und wichse ihn so hart, so schnell und gnadenlos, dass er aufschreit-... sein ganzer Körper krümmt sich gepeinigt um meine Hand herum, aber ich spüre die Anspannung in seinem Bauch, die eng gezogenen Eier, die Härte in seinem Schwanz und wichse ihn nur noch brutaler:

"Komm, Rock", grolle ich ihm in den Nacken, "Wehr dich nicht dagegen, lass alles raus. Du kannst es sowieso nicht verhindern. Komm schon, du kleine Schlampe, spritz ab für mich-...!"


Rock stöhnt. Er ist zu überrumpelt von allem, denke ich später. Seine Knie geben nach. Als er wirklich gekommen ist, löse ich die Schlinge um seine obere Hand, die Krawatte baumelt schlaff und nutzlos von der Anderen. Er dreht sich um, sieht mich wackelig an. Sein Gesichtsausdruck ist ein bisschen  geschockt, und er keucht, aber dann... lehnt er sich nur ein winziges Bisschen nach vorn und legt haltsuchend seinen Kopf auf meine Schulter.

Ich klopfe ihm anerkennend die Seite, drücke meine Lippen flüchtig auf sein Ohr.

Das meiste von seinem Saft hat die Wand getroffen, den Rest wische ich kurzerhand an dem neu erworbenen Hawaiihemd sauber.

"Mmh... das war nicht mal so übel für einen bedeutungslosen, kleinen Hintergassen- Fick... bist du okay?"
"Jah", haucht er wackelig, und er klingt irgendwie so verträumt wie abwesend.

Mit Nachdruck klatsche ich ihm das eingesaute Hawaiihemd auf die Brust.

"Ich will, dass du das demnächst auch mal trägst, klar?"


Er schluckt nur und antwortet nichts. Seine Ohren sind rot. Schon wieder frage ich mich, was wohl in seinem Kopf vor sich geht...

"Nächstes Mal", knurre ich und schüttle mir eine Zigarette heraus, "Will ich womöglich auch deinen süßen Arsch. Willst du Laksa probieren? Geht auf mich. Und vergiss blos nicht dein scheiß Hawaiihemd."

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